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SVV K**ngen gefunden

23. August 2018 um 9:46 Letzte Antwort: 3. September 2018 um 13:37

hallo ihr lieben

ich weiß nicht ob ich hier richtig bin, aber ich bin gerade etwas aufgelöst und brauche einen Rat.
meine Tochter (15) ritzt sich seit einem Jahr und ich weiß nicht so recht wie ich ihr helfen kann.
ich finde immer wieder Briefe oder Zettel auf denen sie sehr depressive Dinge aufschreibt. Sie geht auch bereits zur Therapie und will sich helfen lassen, aber ich hab vor kurzem wieder Werkzeug gefunden, welches sie benutzt. Ich bin verunsichert, was kann ich noch tun? Wir reden relativ offen drüber, aber ich habe das Gefühl das reicht alles nicht. Sie gibt sich die Schuld dafür wenn es mir schlecht geht, oder ich Streit habe, dabei ist sie nicht der Grund. Es zieht sie dann aber so dermaßen runter das sie sich das antut. Vielleicht kann mir hier jemand helfen oder auch Betroffene einen tip geben, was ich noch tun kann?? 
Herzliche Grüße von einer besorgten Mutter... 

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23. August 2018 um 11:10
In Antwort auf sonnemondsterne

hallo ihr lieben

ich weiß nicht ob ich hier richtig bin, aber ich bin gerade etwas aufgelöst und brauche einen Rat.
meine Tochter (15) ritzt sich seit einem Jahr und ich weiß nicht so recht wie ich ihr helfen kann.
ich finde immer wieder Briefe oder Zettel auf denen sie sehr depressive Dinge aufschreibt. Sie geht auch bereits zur Therapie und will sich helfen lassen, aber ich hab vor kurzem wieder Werkzeug gefunden, welches sie benutzt. Ich bin verunsichert, was kann ich noch tun? Wir reden relativ offen drüber, aber ich habe das Gefühl das reicht alles nicht. Sie gibt sich die Schuld dafür wenn es mir schlecht geht, oder ich Streit habe, dabei ist sie nicht der Grund. Es zieht sie dann aber so dermaßen runter das sie sich das antut. Vielleicht kann mir hier jemand helfen oder auch Betroffene einen tip geben, was ich noch tun kann?? 
Herzliche Grüße von einer besorgten Mutter... 

als erstes und wichtigstes:

SVV ist EIN SYMPTOM EINER KRANKHEIT.
Das solltest Du nie vergessen.
Ja, mir ist schon klar, dass Angehörige mit SVV rein emotional / persönlich nie so umgehen können, wie mit einem Hautausschlag - aber abstrakt gesehen ist das nichts anderes.

Du kannst da leider nicht wirklich mehr tun, als Du es bei jeder körperlichen Krankheit auch könntest.

Dass Ihr da recht offen miteinander umgeht, ist sicherlich gut, so hat sie zumindest das Gefühl, dass sie in ganz akuten Situationen zu Dir kommen kann.
Falls dieser Fall eintreten sollte: Auch mit einer psych. Erkrankung kann man in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses fahren, wenn es akut zu viel wird und die Therapie, die sie macht, gerade nicht ausreicht. Überlege Dir immer, wie Du reagieren würdest, wenn Deine Tochter im gleichen Maße physische statt psychischer Schmerzen hat. Wenn man merkt, dass etwas nicht stimmt, geht man damit zum Doc und lässt sich behandeln - ok, macht Ihr, soweit alles im Grünen Bereich.
Wenn die Schmerzen dann irgendwann in der Nacht zu schlimm werden sollten, markiert man nicht den Helden und erträgt es irgendwie. Man doktert da auch nicht selbst dran herum, man fährt ins nächste Krankhenhaus. SOLLTE (!) das bei Euch mal der Fall sein - denk daran.

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23. August 2018 um 11:12
In Antwort auf avarrassterne1

als erstes und wichtigstes:

SVV ist EIN SYMPTOM EINER KRANKHEIT.
Das solltest Du nie vergessen.
Ja, mir ist schon klar, dass Angehörige mit SVV rein emotional / persönlich nie so umgehen können, wie mit einem Hautausschlag - aber abstrakt gesehen ist das nichts anderes.

Du kannst da leider nicht wirklich mehr tun, als Du es bei jeder körperlichen Krankheit auch könntest.

Dass Ihr da recht offen miteinander umgeht, ist sicherlich gut, so hat sie zumindest das Gefühl, dass sie in ganz akuten Situationen zu Dir kommen kann.
Falls dieser Fall eintreten sollte: Auch mit einer psych. Erkrankung kann man in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses fahren, wenn es akut zu viel wird und die Therapie, die sie macht, gerade nicht ausreicht. Überlege Dir immer, wie Du reagieren würdest, wenn Deine Tochter im gleichen Maße physische statt psychischer Schmerzen hat. Wenn man merkt, dass etwas nicht stimmt, geht man damit zum Doc und lässt sich behandeln - ok, macht Ihr, soweit alles im Grünen Bereich.
Wenn die Schmerzen dann irgendwann in der Nacht zu schlimm werden sollten, markiert man nicht den Helden und erträgt es irgendwie. Man doktert da auch nicht selbst dran herum, man fährt ins nächste Krankhenhaus. SOLLTE (!) das bei Euch mal der Fall sein - denk daran.

P.S.: Danke, dass Du an die ** im Titel und die Vermeidung bestimmter Worte gedacht hast!
Abgesehen vom Dank zeigt mir das auch, dass Du Dich informiert hast - und glaube mir, damit bist Du schon weiter und hilfreicher als die meisten Eltern selbst nach Jahren sind.

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23. August 2018 um 11:14

P.S. II (Kopf wie Sieb heute...) ich wollte noch einen Thread von mir verlinken, wo es nicht nur, aber auch um SVV geht - und um Skills / Trigger / Angehörige und nahestende Menschen, ...
https://psychologie.gofeminin.de/forum/borderline-von-dem-gefuhl-in-gefuhlen-zu-ertrinken-ii-fd9946

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23. August 2018 um 11:53

Vielen Dank,

ja ich war schon auf ein paar Seiten unterwegs und hab mich schon etwas, aber sicher noch nicht ausreichend, informiert. Sonst kann man ja nicht wirklich helfen wenn man wie ein dummi daneben steht.

danke für den link, ich werde mich mal umsehen.

Da ich jetzt das „Werkzeug“ gefunden habe, von dem ich dachte es sei vernichtet worden, habe ich mich dazu entschieden es nicht weg zu nehmen. 
Ich denke alles andere würde nichts bringen oder ? 
 
Liebe Grüße 

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23. August 2018 um 12:13
In Antwort auf sonnemondsterne

Vielen Dank,

ja ich war schon auf ein paar Seiten unterwegs und hab mich schon etwas, aber sicher noch nicht ausreichend, informiert. Sonst kann man ja nicht wirklich helfen wenn man wie ein dummi daneben steht.

danke für den link, ich werde mich mal umsehen.

Da ich jetzt das „Werkzeug“ gefunden habe, von dem ich dachte es sei vernichtet worden, habe ich mich dazu entschieden es nicht weg zu nehmen. 
Ich denke alles andere würde nichts bringen oder ? 
 
Liebe Grüße 

nein, das Werkzeug ist beliebig ersetzbar. Was soll das ändern...

Wenn Du zu dem Thread noch Fragen hast, kannst mich auch per PN anschreiben, dann musst Du nicht mehr ganz so arg die Trigger umschiffen, bei mir passt es im Moment. Bin aber ab morgen erst einmal eine Weile offline. - Urlaubszeit

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24. August 2018 um 2:28

Was fuer "Streit" gibts denn in der Familie?  Wenn das sehr häufig und/oder heftig vorkommt, kann das für deine Tochter evt. sehr schwer sein, dass so auszublenden oder sich nicht so da reinzuhängen emotional - auch wenn ihr drüber redet. 

Ansonsten ist es einfach wichtig zu signalisieren, dass du immer fuer sie da bist - auch wenn sie das nicht immer nutzt.

Gut, dass das Thema zwischen Euch so offen behandelt wird. Wie ist es denn mit anderen Familienmitgliedern (die mit euch wohnen)? Oder seid ihr allein?

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26. August 2018 um 21:26

Wir sind zu viert.... und auch mein Mann redet relativ offen drüber auch wenn er nicht so oft drüber spricht. Es verletzt ihn das er nicht helfen kann.... 
unser Sohn weiß es offiziell nicjt, hat sie aber schon gefragt was das für Verletzungen sind. Sie hat ihm dann aber nicht die Wahrheit gesagt... 😔😔
da auch unser Sohn sehr sensibel ist, hoffe ich mal das der Schuss nicht nach hinten los geht und er die nächste Belastung in sich rein frisst.... 

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27. August 2018 um 1:45
In Antwort auf sonnemondsterne

Wir sind zu viert.... und auch mein Mann redet relativ offen drüber auch wenn er nicht so oft drüber spricht. Es verletzt ihn das er nicht helfen kann.... 
unser Sohn weiß es offiziell nicjt, hat sie aber schon gefragt was das für Verletzungen sind. Sie hat ihm dann aber nicht die Wahrheit gesagt... 😔😔
da auch unser Sohn sehr sensibel ist, hoffe ich mal das der Schuss nicht nach hinten los geht und er die nächste Belastung in sich rein frisst.... 

Wie alt ist denn euer Sohn? Je nach Alter wäre es vielleicht doch besser, ihm die Wahrheit zu sagen und das Thema für seine Fragen offen zu lassen. 

Ist er sensibel und verschlossen? Ich hab so einen Sohn und muss immer günstige Zeiten abpassen, wo er sich mal öffnen kann. Meist ist das abends, wenn Ruhe im Haus eingekehrt ist. 

Ich stelle mir das auch sehr belastend vor, nicht helfen zu kónnen. Aber Hilfe ist ja nicht immer was Aktives. Auch, wenn deine Tochter einfach nur fühlt, dass ihr sie liebt und hinter ihr steht, kann ihr das schon helfen. Auch wenn es manchmal kompliziert wird, im Kopf der Jugendlichen und sie sich dann sehr schuldig fühlen - grade wenn sie so "liebe" Eltern haben.

Ich wünsch euch alles Gute

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2. September 2018 um 17:35
In Antwort auf sonnemondsterne

hallo ihr lieben

ich weiß nicht ob ich hier richtig bin, aber ich bin gerade etwas aufgelöst und brauche einen Rat.
meine Tochter (15) ritzt sich seit einem Jahr und ich weiß nicht so recht wie ich ihr helfen kann.
ich finde immer wieder Briefe oder Zettel auf denen sie sehr depressive Dinge aufschreibt. Sie geht auch bereits zur Therapie und will sich helfen lassen, aber ich hab vor kurzem wieder Werkzeug gefunden, welches sie benutzt. Ich bin verunsichert, was kann ich noch tun? Wir reden relativ offen drüber, aber ich habe das Gefühl das reicht alles nicht. Sie gibt sich die Schuld dafür wenn es mir schlecht geht, oder ich Streit habe, dabei ist sie nicht der Grund. Es zieht sie dann aber so dermaßen runter das sie sich das antut. Vielleicht kann mir hier jemand helfen oder auch Betroffene einen tip geben, was ich noch tun kann?? 
Herzliche Grüße von einer besorgten Mutter... 

Sie sollte lernen zu verstehen, dass sie ihren Körper schützen muss, anstatt ihn zu quälen. Ein Mensch nimmt Nahrung zu sich, weil er überleben will. Fingernägel und Haare wachsen. Das muss sie begreifen, dass sie sich nicht schaden soll.

In ihr staut Aggressionen und sie bestraft sich. Vielleicht sollte sie Kampfsport machen. So lernt sie ihren Körper besser zu schätzen. Sie kann durch den Kampf ihre negative Energie abladen. Und so hätte sie auch einen Lehrer, der ihren Geist ein wenig geraderückt.

Es muss aber kein Kampfsport sein.
Sie muss begreifen, dass sie keine Schuld hat. Sie muss lernen ihre Belastungen, Probleme, negative Gedanken anders abzureagieren. Sie braucht definitiv Ablenkung und Beschäftigung. Ein gutes Hobby würde helfen, denn sie würde sich darin verkriechen können.

Sie braucht auch eine Freundin/Vertrauensperson, wo sie ihre Ängste und Sorgen mitteilen kann. Vielleicht auch einen Freund, der ihr das ausreden kann. Mit Mama und Papa würde sie wahrscheinlich nicht über ihre Probleme reden wollen. So sind nunmal Teenager, sie reden nicht gern mit ihren Eltern über ihre Probleme.

Letzlich sind es ihre negativen Gedanken, die sie dazu verleiten sich zu hassen und sich zu ritzen. Und sie muss lernen ihre Gedankenwelt wieder fröhlicher zu gestalten und das klappt gut, wenn sie viel beschäftigt ist und mit vielen positiv eingestellten Menschen um sich rum.

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3. September 2018 um 8:27
In Antwort auf haumichhaha

Sie sollte lernen zu verstehen, dass sie ihren Körper schützen muss, anstatt ihn zu quälen. Ein Mensch nimmt Nahrung zu sich, weil er überleben will. Fingernägel und Haare wachsen. Das muss sie begreifen, dass sie sich nicht schaden soll.

In ihr staut Aggressionen und sie bestraft sich. Vielleicht sollte sie Kampfsport machen. So lernt sie ihren Körper besser zu schätzen. Sie kann durch den Kampf ihre negative Energie abladen. Und so hätte sie auch einen Lehrer, der ihren Geist ein wenig geraderückt.

Es muss aber kein Kampfsport sein.
Sie muss begreifen, dass sie keine Schuld hat. Sie muss lernen ihre Belastungen, Probleme, negative Gedanken anders abzureagieren. Sie braucht definitiv Ablenkung und Beschäftigung. Ein gutes Hobby würde helfen, denn sie würde sich darin verkriechen können.

Sie braucht auch eine Freundin/Vertrauensperson, wo sie ihre Ängste und Sorgen mitteilen kann. Vielleicht auch einen Freund, der ihr das ausreden kann. Mit Mama und Papa würde sie wahrscheinlich nicht über ihre Probleme reden wollen. So sind nunmal Teenager, sie reden nicht gern mit ihren Eltern über ihre Probleme.

Letzlich sind es ihre negativen Gedanken, die sie dazu verleiten sich zu hassen und sich zu ritzen. Und sie muss lernen ihre Gedankenwelt wieder fröhlicher zu gestalten und das klappt gut, wenn sie viel beschäftigt ist und mit vielen positiv eingestellten Menschen um sich rum.

Vorsicht!
SSV kann viele Hintergründe haben, "sich bestrafen" ist nur ein möglicher davon. Ich komme aus dem Stand, ohne groß zu überlegen, auf min. 5 andere, die mir schon begegnet sind (bei mir selbst ist es auch ein anderer) - je nach dem sind auch die Ansätze, das auf eine weniger schädliche Schiene zu verlegen, völlig andere. Was bei dem einen hilft, ändert bei dem anderen gar nichts - oder macht es oft noch schlimmer.

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3. September 2018 um 8:29
In Antwort auf haumichhaha

Sie sollte lernen zu verstehen, dass sie ihren Körper schützen muss, anstatt ihn zu quälen. Ein Mensch nimmt Nahrung zu sich, weil er überleben will. Fingernägel und Haare wachsen. Das muss sie begreifen, dass sie sich nicht schaden soll.

In ihr staut Aggressionen und sie bestraft sich. Vielleicht sollte sie Kampfsport machen. So lernt sie ihren Körper besser zu schätzen. Sie kann durch den Kampf ihre negative Energie abladen. Und so hätte sie auch einen Lehrer, der ihren Geist ein wenig geraderückt.

Es muss aber kein Kampfsport sein.
Sie muss begreifen, dass sie keine Schuld hat. Sie muss lernen ihre Belastungen, Probleme, negative Gedanken anders abzureagieren. Sie braucht definitiv Ablenkung und Beschäftigung. Ein gutes Hobby würde helfen, denn sie würde sich darin verkriechen können.

Sie braucht auch eine Freundin/Vertrauensperson, wo sie ihre Ängste und Sorgen mitteilen kann. Vielleicht auch einen Freund, der ihr das ausreden kann. Mit Mama und Papa würde sie wahrscheinlich nicht über ihre Probleme reden wollen. So sind nunmal Teenager, sie reden nicht gern mit ihren Eltern über ihre Probleme.

Letzlich sind es ihre negativen Gedanken, die sie dazu verleiten sich zu hassen und sich zu ritzen. Und sie muss lernen ihre Gedankenwelt wieder fröhlicher zu gestalten und das klappt gut, wenn sie viel beschäftigt ist und mit vielen positiv eingestellten Menschen um sich rum.

P.S.: - eine Bitte...
Ich finde das Wort "Ritzen" in diesem Zusammenhang immer etwas zu grenzwertig. Es verharmlost ein Thema, wo unbeabsichtigter Suizid (!) durchaus ein Thema ist, viel zu sehr.
 

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3. September 2018 um 13:27
In Antwort auf avarrassterne1

P.S.: - eine Bitte...
Ich finde das Wort "Ritzen" in diesem Zusammenhang immer etwas zu grenzwertig. Es verharmlost ein Thema, wo unbeabsichtigter Suizid (!) durchaus ein Thema ist, viel zu sehr.
 

Welches Wort würdest du für angebracht halten ?

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3. September 2018 um 13:37
In Antwort auf user14131

Welches Wort würdest du für angebracht halten ?

SVV = selbstverletzendes Verhalten - also die "offizielle" Bezeichung.

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