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Zweifel, Hass, Trauer, Hoffnungslosigkeit...

1. Juni 2010 um 13:58

Hallo Ihr da draussen

Ich brauche wohl Hilfe. Ich brauche ein paar Tipps oder so. Ich weiss langsam nicht mehr, wie ich mit mir und meiner Umwelt klarkommen soll. Ich weiss nicht mal wie ich jetzt anfangen soll meine Geschichte zu erzählen. Eigentlich möchte ich das ja gar nicht, weil ich zu misstrauisch bin, ich habe Angst davor dass man diesen Beitrag gegen mich verwenden könnte. Und ich denke auch, dass sich niemand für mich interessiert, dass niemand diesen Post lesen wird. Aber ich kann mich nicht noch länger verstecken. Ich brauche wirklich Unterstützung.

Ich war mit 14 Jahren für 4 Wochen in Neuseeland mit meiner Familie. Das war meine absolute Traumwelt. Als ich dann nach Hause kam, hat mich mein Leben regelrecht überrollt. Die Schule gefiel mir nicht mehr, da ich fand meine Schulkameraden waren noch nicht so reif wie ich. Ich konnte mich Ihnen nicht mehr anpassen und sie nervten mich. Die Lehrer haben mich nicht gemocht. In der Familie gings drunter und drüber. Mein Vater (Eltern sind geschieden) hat schlimme Dinge zu mir gesagt, die ich so nicht akzeptieren konnte und wollte. Ich distanzierte mich von ihm, daraufhin meldete er sich logischerweise nur noch mehr und wollte unbedingt Vater spielen, obwohl er mich in den ersten 4 Jahren nicht ein mal angefasst hat und sogar behauptete, ich sei nicht sein Kind. Meine Mutter hatte eine Krise mit ihrem neuen Mann (welchen Sie immernoch hat und ich mag ihn). Meine Schwester hatte gerade einen neuen Freund. Und das alles nervte mich, ich wollte nicht ständig über diesen Quatsch reden. Ich fing also an mich auch zu Hause zu distanzieren. Meistens war ich im Zimmer und hangte am Computer, am Fernseher oder hab schreckliche Bilder gezeichnet (Damals träumte ich regelmässig von süssen Mädchen mit rieeeesigen blutdurchlaufenen Augen). Ebenfalls fing ich an meine ersten paar Zigaretten zu rauchen (nicht aus Gruppenzwang, ich gehörte zu keiner Gruppe). Später ritzte, bzw. schnitt ich meine Arme, Beine etc. und betrank mich ab und zu mit meiner damals einzigen wirklichen Freundin. Als meine Mutter das ein halbes Jahr später merkte, schickte Sie mich zu einer Psychologin, welche mich Bäume zeichnen liess und daraus schloss dass ich eine leichte Depression wegen Pupertät habe. Blabla. Auf jedenfall habe ich dann aufgehört zu ritzen, nicht aber mit Zigaretten und Alkohol. Da mein Zustand meine Familie auseinanderbrechen liess, habe ich angefangen mich zu verstellen. Habe so getan, als ginge es mir gut. Trotzdem weinte ich mich öfters in den Schlaf. Ich kam dann in die Lehre. Damals hatte ich eine Partnerin (Ja eine weibliche), obwohl ich mir denken kann, dass das eher eine verzweifelte Beziehung war, als eine echte. Ich brauchte einfach Nähe und Zärtlichkeit und sie war damals die einzige, die mir das geben konnte. Ich habe sie sehr oft im betrunkenen Zustand betrogen und mit 15 wurde ich missbraucht von einem 10 Jahre älteren. Mit ihr konnte ich das gut verarbeiten, dennoch habe ich dann Schluss gemacht. Es war nicht richtig für mich. Im 2. Lehrjahr musste ich mich ziemlich fest verstellen, um den Anschein aufrecht zu erhalten. Jedoch hatte ich alle paar Wochen, Monate eine schlimme Woche, in der ich mich am liebsten Umbringen würde. Ich habe dann grosse Selbstzweifel, Selbsthass, überhaupt kein Selbstvertrauen etc... ich bin es dann nicht Wert zu leben. Seit eineme halben Jahr habe ich eine offene Beziehung mit einem Schulkameraden. Der Rest der Klasse weiss nichts davon. Die offene Beziehung fand ich eine gute Idee, aber das habe ich mir wohl nicht ganz überlegt. Während er ständig neue Frauen kennenlernt, sitze ich zu Hause oder sitze mit Freundinnen rum. Ich gehe nicht gerne an Parties, weil ich mich zu hässlich finde und mich nie getraue zu tanzen oder ähnliches. Ich gehe allgemein nicht gerne an Orte mit vielen Menschen. Dann fühle ich mich extrem unwohl....

Ich bin innendrin ein ganz anderer Mensch als ich mich gebe. Ich kann überhaupt nicht aus mir herauskommen. Nicht einmal beim Sport, ich steh dann immer rum und überlege mir wie ich mich dazu bringe endlich mal dem Ball nachzuspringen. Ich möchte doch so sehr, aber ich kann es nicht. Ich komme gar nicht klar mit all den Herausforderungen die das Leben mit sich bringt. Ich schiebe alles hinaus. Ich fühle mich zu dumm für alles, zu hässlich für alles.

Wie kann ich endlich so sein, wie ich bin?

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1. Juni 2010 um 15:25

Mehr positives zulassen....
puh das war lang,aber ich glaub du brauchst echt richtige hilfe!!! das klingt für mich alles so als ob du es dir selber öfter schlimmer und schwerer machst als es ist, aber für dich ist es alles sehr schlimm. das schlimmste an allem find ich jetzt den missbrauch den solltest du erstmal richtig verarbeiten mit professioneler hilfe und dann weiter dein leben in den griff kriegen weil wenn du so düster und negativ weiter durchs leben gehst wie weit kommst du dann? und du solltest weit kommen wollen weil das leben noch so viele schöne sachen für dich bereit hält wenn du es nur zulässt. viele auch ich hatte es sehr schwer im leben aber ich hab nie aufgegebe und so hab ich auch gutes zurückbekommen.also hol dir gute hilfe wo du nicht nur bäume malen sollst!!!

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3. Juni 2010 um 9:22

Befinde mich in einer ähnlichen Situation...
Hi..
nachdem ich meinen artikel verfasst habe, bin ich zufällig auf deinen gestoßen..
da es mir genauso geht, und ich nicht weiss was ich tun sollte, kann ich dir leider keine große hilfe sein...
aber vielleicht hilft es dir ja bisschen dass ich dich verstehe..
ich verstehe dich wirklich...
du hast einfach keine lust mehr aufs leben, keine lust zu atmen, keine lust zu lachen usw.. genau wie ich halt.
wa ich dir damit sage möchte, du bist nicht alleine.
auch wenn du oft von menschen zu tiefst verletzt wurdest, sei es seelisch oder körperlich, bin ich mir sicher, dass du menschen bei dir hast denen du echt total wichtig bist.
aus meiner sicht brauchst du jetzt einfach nur jemanden der dich fest in den arrm nimmt, dich liebt, deine launen versteht, und bei dem du dich auch ausheulen kannst wenn du dass brauchst.
zu dem thema hässlich; keiner ist hässlich. ich weiss das hört man immer wieder, ich habs auchsatt es ständig zu hören. aber da ist echt was dran.
so wie du hier schreibst sehe ich eine wunderschöne person.
denn dass äußere erscheinungsbild ist nur die verpackung des geschenkes; dein herz.
also kopf hoch, ich weiss du hast kein bock auf therapien ect. und deswegen werde ich dir das auch nicht empfehlen.
folge einfach deinem herzen. tu was du für richtig hälts und versuche mal die positiven seiten an dir zu endecken. jeder mensch hat welche glaubs mir


viel glück



deine lili

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3. Juni 2010 um 20:58

Danke
Danke ihr beiden.

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