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Zweifel an Therapie

19. Januar 2011 um 20:01

Hallo,

ich bin seit ende dezember etwa in einer therapie, bisher hatte ich fünf termine, das erstgespräch im oktober miteingeschlossen. ich habe zuvor sehr lange nach einem therapeuten gesucht und am ende blieb sozusagen nur noch der jetzige übrig, da mir sonst von den anderen abgesagt wurde.
ich habe nun gemerkt, dass ich mich mit meinem psychologen nicht auf einer wellenlänge fühle, er ist vom typ her sarkastisch und teilweise wirkt er etwas grob und nicht besonders sensibel. ich kann mich dann nicht auf ein ernstes gespräch einstellen und es ist schwer mich zu öffnen. beim letzten termin beispielsweise ging es darum, wie häufig man in einer beziehung kontakt zu einander hat, ob es ein normal oder unnormal gibt, woraufhin er vom thema sex anfing zu sprechen und sagte, es gebe paare, die sich informieren wie oft andere sex haben und sich danach richten und ob ich in meiner beziehung dies auch täte. an einer anderen stelle sprach er von männern, die ihren frauen erlauben sex mit anderen männern zu haben, mit der bedingung selbst dabei zu sein, da fragte er mich wieder indirekt, ob ich mir das vorstellen könnte. das hinterließ bei mir einen faden nachgeschmack und ich fühlte mich unwohl, da gar nicht um so ein thema ging.
ich habe mich auch gefragt, ob es üblich ist, dass er schon nach dem erstgespräch den antrag an die krankenkasse geschickt hat oder ob man nicht erst fünf vorgespräche oder so etwas hat, bevor ein antrag geschickt wird? leider kenne ich mich wenig aus. nun bin ich ja schon inmitten der therapie. kann ich diese abbrechen ohne dass es konsequenzen hat?
ich würde an sich gerne einfach nur den therapeuten wechseln, hierbei besteht das problem, dass ich nächstes semester an keinem ort längerfristig bin, da ich meine diplomarbeit schreibe und zwischen zuhause, meinem studienort und dem wohnort meines freundes hin- und her pendeln werde und es schwierig ist regelmäßig termine zu vereinbaren, wo ich nicht mal weiß, wo es mich nach abschluss des studiums hinführt. daher meine frage, ob man sie abbrechen kann und später eine neue anfangen kann.
es ist alles so kompliziert, ich habe so lange auf diesen therapieplatz gewartet und gerade jetzt hab ich wieder kein glück.
viele grüße und ich freue mich, wenn sich jemand darauf meldet und würde auch gern wissen, wie es anderen in ihren therapien erging, ob sich z.b. bei manchen später das gefühl gegenüber dem therapeuten geändert hat, falls ihr zu beginn auch das gefühl hattet, ihr kommt mit demjenigen nicht zurecht.

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19. Januar 2011 um 20:09

Bei mir...
...war es anfangs auch so,das ich lange suchen musste.

Ich hatte 2 oder 3 Therapeuten,mit denen ich gar nicht klar kam.
Ich wurde damals in eine stationäre Einrichtung gesteckt,aber da wollte ich nur noch raus.
Ich wollte eine ambulante Therapie haben,nur die erste Therapeutin wollte mich unbedingt wieder in die Einrichtung stecken!
Also gewechselt und wieder eine Enttäuschung:

Die wollte mich auch in eine stationäre Aufnahme stecken!

Ich hab dann eine Therapeutin gefunden,mit der ich wirklich über alles reden konnte und ich auch merkte,das sie mich ernst nahm.
Wenn Du das Gefühl hast,der Arzt nimmt Dich nicht ernst und es ist kein Vertrauen da,dann hat eine weitere Therapie keinen Sinn,denn Du solltest Dich ja auch öffnen können!

Zu Deiner Frage:
Ja,Du kannst den Therapeuten wechseln!
Es ist Dein gutes Recht!
Wenn Du dann mal einen anderen gefunden hast,lässt der sich einfach vom alten die Unterlagen schicken und gut is.

Hoffe,ich konnte Dir helfen?

Lg

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24. Januar 2011 um 17:24
In Antwort auf mirka_12524110

Bei mir...
...war es anfangs auch so,das ich lange suchen musste.

Ich hatte 2 oder 3 Therapeuten,mit denen ich gar nicht klar kam.
Ich wurde damals in eine stationäre Einrichtung gesteckt,aber da wollte ich nur noch raus.
Ich wollte eine ambulante Therapie haben,nur die erste Therapeutin wollte mich unbedingt wieder in die Einrichtung stecken!
Also gewechselt und wieder eine Enttäuschung:

Die wollte mich auch in eine stationäre Aufnahme stecken!

Ich hab dann eine Therapeutin gefunden,mit der ich wirklich über alles reden konnte und ich auch merkte,das sie mich ernst nahm.
Wenn Du das Gefühl hast,der Arzt nimmt Dich nicht ernst und es ist kein Vertrauen da,dann hat eine weitere Therapie keinen Sinn,denn Du solltest Dich ja auch öffnen können!

Zu Deiner Frage:
Ja,Du kannst den Therapeuten wechseln!
Es ist Dein gutes Recht!
Wenn Du dann mal einen anderen gefunden hast,lässt der sich einfach vom alten die Unterlagen schicken und gut is.

Hoffe,ich konnte Dir helfen?

Lg

Danke
hallo,

danke für deine antwort. ich antworte etwas spät, hoffe, du liest aber vielleicht noch mal rein.

bin schon mal froh, dass es also möglich ist und hätte nur noch die nachfrage, ob ich den therapieabbruch der krankenkasse melden muss bzw ob ich da speziell vorgehen muss, hab nämlich irgendwo im internet gelesen, dass generell die krankenkasse bei abbruch erst nach zwei jahren wieder eine therapie bewilligt, vielleicht bin ich da aber auch falsch informiert.

mich wollte man übrigens anfangs auch in eine stationäre einrichtung schicken, hab da sogar einen probetermin mal gehabt und fühlte mich nur unwohl. schade, dass ich jetzt auch kein glück habe.

war es bei dir denn in der vergangenheit immer der fall gewesen, dass du probestunden bei den jeweiligen therapeuten hattest, bevor ein antrag an die krankenkasse gestellt wurde? ich wundere mich nämlich, dass mein therapeut sofort nach dem erstgespräch den antrag gestellt hat und mich nicht erst besser kennenlernen wollt um zu sehen, ob es überhaupt passt. dann hätte ich jetzt nämlich nicht dieses problem

lg

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