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Zweifache (fas) Vergewaltigung...

Letzte Nachricht: 12. Februar 2008 um 3:14
K
kyler_12685815
03.02.08 um 3:02

Vor ca. 2 1/2 Jahren wurde ich von einem vollkommen Unbekannten fast vergewaltigt, als ich auf dem Weg, von Freunden, nach Hause war. Es war schon dunkel und ich musste durch viele "Schleichwege" gehen. Auf jedenfall ist es nicht zur Vergewaltigung gekommen, da andere Passanten aufgetaucht waren und der Täter geflohen ist.
Ich habe dies einige Monate später meiner (ehemaligen) besten Freundin erzählt, weil es mich einfach so sehr beschäftigt hat und ich sehr starke Wahnvorstellungen/Verfolgungswahn und Selbstmordgedanken deswegen hatte. Kurz darauf bin ich in die Psychatrie gekommen.
Ich weiß nicht mehr warum, aber nach ca. 1 1/2 Monaten Aufenthalt habe ich erzählt, dass ich es mir nur ausgedacht hätte und das haben dann alle geglaubt und meine beste Freundin war danach nicht mehr meine beste Freundin, zumindest nicht richtig, sie war total enttäuscht von mir.

Heute ist sie überhaupt nicht mehr meine Freundin, sie guckt mich nicht mal mehr mit dem Arsch an und ich bin nur noch ein Stück Dreck für sie.

Vor ca. einem Jahr, etwas mehr, kam dann das, was ich niemals geglaubt hätte. Ich wurde wirklich vergewaltigt, von einem (so ziemlich) Fremden. Ich war da 16 Jahre alt und er irgendwas über 40 Jahre, genau weiß ich das nicht. Auf jedenfall hatte ich ihn einmal vorher gesehen, mich an dem Tag zufällig mit ihm getroffen und er wollte mich nach Hause bringen. (Ich weiß, es war naiv von ihm nach Hause gefahren zu werden!).
Unterwegs hat er auf einem Parkplatz (es war Sonntag, deshalb alles leer) angehalten, es war schon dunkel und dann ist es passiert. Er hat mich vergewaltigt und ich habe mich vor lauter Angst nicht einmal wehren können.

Einen Tag später bin ich freiwillig in die Psychatrie gegangen. Dann wurde Anzeige erstattet und meine Eltern und meine Schwester haben mir nicht "wirklich" geglaubt, weil ich das ja schonmal einfach so "erzählt" hatte.

Jedenfalls hat meine ehemalige beste Freundin das mitbekommen und gemeint, ich hätte ich prostituiert und es überall rumerzählt, weil sie mir eben auch nicht geglaubt hat und der Kerl mir übrigens auch Geld in die Tasche gesteckt hatte, was ich aber erst hinterher gesehen hatte.

Meinen Freund habe ich beim ersten Aufenthalt in der Psychatrie kennen gelernt und er weiß auch nicht, dass die erste (fast) Vergewaltigung echt war.

Ich weiß nicht, was ich machen soll, ich bin momentan ziemlich durch den Wind, obwohl beides schon lange her ist, aber ich hänge selbst nach so langer Zeit noch an meiner ehemaligen Freundin und es macht mich fertig, dass die Anzeige beim zweiten Mal nichts gebracht hat, da es nicht zum Prozess kam, wegen Mangelnder Beweise.

Was denkt ihr über das alles?

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D
djadi_12165329
12.02.08 um 3:14

...
Mach reinen Tisch und hör mit der Lüge über die erste Fast-Vergewaltigung auf. Es gibt keinen Grund, noch daran festzuhalten. Oder gibt es einen? Vielleicht ist sie enttäuscht, weil du ihr immer noch nicht die Wahrheit gesagt hast und an der Lüge festhältst?!
Niemand geht freiwillig in die Psychiatrie. Erzähl ihnen, dass du verdrängen musstest, weil du keine andere Möglichkeit gesehen hast. Nicht wenige streiten es später an um seelischen/psychischen Konflikten aus dem Weg zu gehen.

Du bist auch nicht die einzige, der Geld in die Tasche gesteckt wurde. Ist das gleiche wie Süssigkeiten bei kleinen Kindern. Ist eine Rechtfertigung des Täters sich selbst gegenüber. Quasi als "Belohnung" für die Dienste. Vielleicht war es auch zur Sicherheit, damit er sich auf Prostitution rausreden kann. Wieso kann es denn nicht auch dein eigenes Geld gewesen sein? Hat er sich darauf rausgeredet?
Jedenfalls erwartet man keinesfalls, dass ein Vergewaltiger einem nachher Geld in die Taschen steckt.

Soweit ich weiß, geht die Mehrheit der Anzeigen nicht durch. Das darf aber nicht gleich bedeuten, dass man überhaupt nicht anzeigt. Man kann im Vorhinein nicht wissen, ob es erfolgreich ist oder nicht und sollte deswegen nicht wegen fehlender Hoffnung darauf verzichten. Du hast das einzig richtige getan. Selbst wenn DEINE Anzeige nichts gebracht hat, in seiner Akte wird der Vermerk der Anzeige hoffentlich aufscheinen und vergeht er sich an einem weiteren Opfer hilft deine Anzeige die andere Anschuldigung zu Bekräftigen. Die Anzeige war nicht sinnlos. Er wird sich zweimal überlegen, ob er nochmal jemanden vergewaltigt und damit eine lange Haftstrafe riskiert.

"Ich weiß, es war naiv von ihm nach Hause gefahren zu werden!"
Tja, das ist das schwierige. Weder darf man jedem unterstellen, einen missbrauchen zu wollen, noch darf jedem 100%ig vertraut werden. Man ist einem leider nicht an.

Wünsche dir, dich doch noch mit deiner Ex-Freundin zu versöhnen.

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