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Zwangsgedanken oder doch homo/bi??

17. August 2016 um 23:06

Hallo,

Habe mich vor einigen Minuten auf dieser Plattform registriert da mir etwas sehr schwer am Herzen liegt und mich schon seit Jahren beschäftigt. Und zwar geht es um Zwangsgedanken die sich um das Thema Homo/Bisexualität drehen. Ich werde versuchen alles so detailliert wie möglich zu beschreiben und ich hoffe einfach ihr könnt mir weiterhelfen.

Also..es begann alles vor ungefähr 4 Jahren, als meine Eltern mich in einen Sommercamp schickten, ich hatte ehrlich gesagt überhaupt keine Lust, aber sie wollten es unbedingt. Jedenfalls habe ich dort eine sehr nette Freundin gefunden mit der ich während dem Sommercamp sehr viel geredet habe, wir haben uns über einiges ausgetauscht und nach einiger Zeit mochte ich sie sehr (freundschaftlich)..so, klingt alles sehr gewöhnlich nur hatte ich plötzlich diesen einen Gedanken der mich so sehr quälte und auch immer noch beschäftigt/belastet..Was wenn du eigentlich lesbisch bist? Ich weiß ehrlich gesagt nicht wieso ich dies dachte, ich meine ich war schon immer davon überzeugt heterosexuell zu sein? Warscheinlich weil ich sie sehr mochte und sie sehr schnell in mein Herz geschlossen hatte..aber sonst habe ich sie halt nur als eine Freundin gesehen..

Naja, auf jeden fall habe ich dann mit meiner Mutter darüber geredet und sie meinte es sei normal sich ab und zu solche sinnlosen Fragen zu stellen, sie erklärte mir dass es zum Menschsein gehört..das erleichterte mich natürlich, nur hielt diese Erleichterung nicht sehr lange an. Nach einigen Wochen tauchten jedoch wieder seltsame Gedanken auf wie zum Beispiel: Fühle ich mich zu meinem Bruder hingezogen? Was wenn ich Inzest begehe? Ich wusste dass es kompletter Unsinn war doch trotzdem beschäftigten mich diese Gedanken. Ich fing an mit 11 Depressionen zu entwickeln, habe mich nur zurückgezogen und geweint. Auf jeden fall hatte ich diese Phase nur für 5 Monate, dann ging es mir schon viel besser und ich hatte einfach wieder einen klaren Kopf und mir war einfach bewusst dass ich HETERO war. In den nächsten Jahren litt ich dann an einer Essstörung von der ich jetzt auch nicht vollkommen geheilt bin (habe zwar Normalgewicht bin aber psychisch noch nicht von den Essgedanken weggekommen). So, und dann ging es wieder los, und das vor einem Jahr, ich sah mir mit 14 ein Coming-out Video eines Youtubers an, und plötzlich schoss mir ein Gedanke durch den Kopf Was wenn ich eigentlich auch homosexuell bin? Ich meine ich hatte ja als Kind schon mal Gedanken darüber?? In mir brach in diesem Moment Panik aus, ich war mir von einer Sekunde auf der anderen nicht mehr sicher zu wem ich mich eigentlich hingezogen fühle. In mir kamen Zweifel auf und ich hatte und habe immer noch diese obsessiven Gedanken dass ich eigentlich homosexuell bin. Ich dachte mir Vielleicht warst du schon unbewusst dein Leben lang homo/bi? Ich hatte reine Angst, konnte nicht mehr schlafen und habe nur über meine Sexualität gegrübelt. Diese Phase dauerte auch nur ungefähr 4 Monate, dann ging es mir besser und ich wusste wieder wer ich war. Ich wusste dass ich HETEROSEXUELL war und dass ich mich ausschließlich von Männern/Jungs angezogen fühle und mir nur eine Zukunft mit einem Mann an meiner Seite vorstellen kann. Doch dann, 5 Monate später, also JETZT gerade kommen die Gedanken wieder, ich frage mich andauernd Bist du lesbisch? Würdest du ein Mädchen küssen oder sogar mit ihr schlafen? Innerlich weiß ich ganz genau dass ich es nicht wollen würde, dass es sich unnatürlich und einfach nur komisch anfühlen würde, dass ich es nicht mögen würde und dass ich ganz einfach nur mit Jungs zusammen sein möchte. Und immer wenn diese Gedanken erscheinen, fühle ich mich so als ob jemand anderes in meinem Körper steckt, als ob ich die Welt mit anderen Augen betrachten würde, während diesen Phasen bemerkte ich in der Stadt nur Mädchen und immer wieder frage ich mich Würdest du sie küssen? Würdest du mit ihr schlafen? Ich weiß aber ganz genau dass ich es eigentlich nicht will, nur kreuzen diese Fragen einfach immer wieder auf..und das verwirrendste ist, dass ich dann immer dieses komische, unnatürliche Gefühl dort unten bekomme. (Das bekomme ich aber auch manchmal einfach so, zB wenn ich sehe dass jemand, jemanden anderes berührt, oder wenn jmd viel zu viel Haut zeigt und einfach generell weil etwas einfach sexuell erscheint) Es fühlt sich an als ob ich mich zu ihnen hingezogen fühle und das löst bei mir totale Panik aus. Ich kann auch einfach nicht mehr klar denken. Aber innerlich, ganz tief in mir drinnen weiß ich ganz genau wer ICH bin. Ich bin hetero. Nur scheint so als ob mein Gehirn will dass ich mich meinen größten Ängsten stelle...und zwar Homosexualität und Inzest. Ich weiß halt immer dass was ich denke, kompletter Unsinn ist, da ich mich ja normalerweise immer zu Jungs hingezogen gefühlt habe und mich zu ihnen hingezogen fühle, ich meine, ich war nur in Jungs verliebt, wurde nur bei Jungs nervös und unruhig (Habe auch nur sexuelle Träume über Jungs und werde auch, ich bin jetzt mal ganz ehrlich, nur RICHTIG von Jungs erregt. Bzw. kriege ich ein kribbeln, ich fang an zu schwitzen, und dort unten fühle ich mich als würde ich gleich explodieren ) und ich möchte nicht gleich, vor Angst, vor ihnen weglaufen, sowie bei Mädchen. Außerdem vermeide ich neuerdings Filme, Orte und Personen bei denen ich befürchte dass ich diese Gedanken wieder bekommees ist einfach schrecklich und mit diesen Gedanken möchte ich einfach nicht mehr weiterleben. Ich habe auch öfters versucht mich selbst zu verletzen um einfach diese Schuld- und Schamgefühle loszuwerden..doch das hat bis jetzt nichts daran geändert dass ich trotzdem von diesen obsessiven Gedanken geplagt werde. Sojetzt möchte ich von euch wissen: denkt ihr ich leide unter Zwangsstörung bzw Zwangsgedanken oder bin ich doch homo/bi??? Ich bitte dringend um Hilfe. Ich möchte einfach nicht mehr mit dieser Ungewissheit bzw diesen Gedanken leben.

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18. August 2016 um 8:33

Ich fürchte...
das heisst nicht "Zwangsgedanken" sondern schlicht "Pubertät".
Es ist schon faszinierend, was so ein Hormonfasching mit uns anstellen kann - zumindest so lange, wie man es von aussen oder mit Abstand im Nachhinein betrachten kann.
Soweit ich das sagen kann, ist alles davon normal.

Was wäre denn bitte das Problem, wenn Du bi bist? Bin ich auch, geht keine Welt von unter

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18. August 2016 um 14:35

Dein Leben
Huhu,
das Leben ist nicht nur Schwarz und Weiß...
Es gibt viele Farben. Du musst dich nicht für eine "Seite" entscheiden. Probiere dich aus und was dir gefällt, gefällt dir, was dir nicht gefällt, lässt du einfach sein.
Nicht über alles den Kopf zerbrechen

VG Dreadissima

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18. August 2016 um 23:46


Bin begeistert und voll und ganz der Meinung meiner Vorrednerinnen. Mach dich nicht verrückt und lebe/liebe wie es DIR gefällt. Die Pubertät bringt leider eine absolute Hormonbombe mit sich. Ich bin mir sicher, dass sich das alles wieder beruhigt. Geduld ist das Zauberwort LG lasoul

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19. August 2016 um 17:48

Ich verstehe dein Problem nicht so ganz?
Vielleicht solltest du professionelle Hilfe suchen.
Diese Gedanken die du hast, finde ich nicht mal schlimm. Vieles sind ja nur Gedanken. Hatte auch oft sowas, wo ich Fantasien hatte, die mich sehr abstoßen.
Was ich krass finde ist, wie Du Dich da rein steigerst? Lesbisch, Hetero? Bi? Ich denke viele Menschen haben mal gleichgeschlechtliche Fantasien oder Gedanken. Kein Grund zur Panik. Oder der Gedanke mit dem Bruder. Ist nur ein Gedanke. Ich habe 4 Schwestern. Da kam auch in der Vergangenheit mal n Gedanke, der mich im nächsten Moment angewidert hat. Auch mal Träume. Verwirrende Träume.

Grade bei Heranwachsenden, völlig normal. Du bewertest diese Gedanken ziemlich über. Zudem gibt es selten, rein Hetero oder rein Homo. Warum ist dir das so wichtig? selbst wenn du Dich durch Frauen gelegentlich erregt fühlst? Wo ist bitte das Problem? schadet doch keinem.
Das einzige was Dich fertig macht, ist dein Kopf.

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