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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

???Zwangseinweisung der eigenen Mutter???

Letzte Nachricht: 21. Februar 2007 um 17:51
R
radek_12941487
15.02.07 um 22:45

Hallo!!!

Ist mein erster Beitrag hier. Ich verzichte mal auf großes Vorstellen weil ich im Moment nicht so wirklich in dieser Stimmung bin. Hoffe dass ich hier vielleicht ein paar Leute oder anregungen finden kann die mir bei meiner Situation etwas helfen können. bin leider so langsam am ende mit meinem latein.

also zum eigentlichen problem. ich bin jetzt 19 und kurz vor abi. meine elter haben sich seit ich 10 bin langsam angefangen zu trennen und seit 2002 ist meine mutter ausgezogen und wohnt 3 häuser weiter. da wo meine mutter jetzt wohnt wurde ihr der mietvertrag gekündigt weil sie sich mit den nachbarn nicht verstehn. grade heute hat sie wieder den kompletten keller unter wasser gesetzt und gemeint sie hätte gewischt. außerdem kippt sie wohl auch rumstehende aschenbecher in die kinderwagen von fremden leuten. das ganze passiert meiner meinung nach oft unter alkoholeinfluss. im grunde genommen lebt meine mutter nur für meinen brunder (17) und mich. sie hat keine wirklich job und wird finanziell von ihrer mutter unterstützt.
zur ihrer art ist zu sagen das ich manchmal das gefühl hab, dass sie 2 persöhnlcihkeiten in sich hat. die eine stunde kann man mit ihr reden und die andere kommt man gar nicht an sie ran und könnte sich genausogut mit einer wand unterhalten. seit dem letzten jahr trinkt sie öfters (je nach stimmung zwischen 0 und 3 flaschen wein/prosecco am tag). betrungen sind ihre stimmungsschwankungen sehr stark. sie beschimpf dann immer meinen vater und sieht ihn als schuldigen für alles. dsa ist zwar hart aber daran habe ich mich inzwischen gewöhnt und bin ihr gegenüber in gewisser art und weise auch abgestumpft.
das ist zwar alles etwas ducheinander aber ich hoffe für nen einblick reichts

konkret hab meine mutter wie oben schon gesagt den ganze keller des hauses in dem sie wohnt unter wasser gesetzt und auch das treppenhaus um nach ihrem verständnis sauber zu machen. das wasser stand dann ein paar zentimeter hoch und die mitmieter haben den vermieter gerufen (wohnt auch nur ein paar häuser weiter). dieser ist dann gekommen und wollte meine mutter zur reden stellen voraufhin die situation fast eskaliert ist und beide handgreiflich geworden wären. also bin ich dazwischen. danach ist meine mutter in ihre wohnung und alle anderen mieter haben zusammen mit dem vermieter das wasser wieder weg gemacht. meine mutter ist gott sei dank in ihrer wohnung geblieben. ich habe dann versucht nicht mit ihr über einen kamm geschert zu werden und die anderen haben auch eingesehen das es mit meiner mutter nicht leicht sein kann. wie auch immer, der vermieter hat gesagt dass er das nächste mal wenn so etwas passiert die polizei holt und diese sie dann sehr wahrscheinlich einweist. auch haben die mitmieter das befürwortet weil sie sich wenn meine mutter in diesem zustand auto fähr und ein unfall (mit Kindern) passiert mitschuldig fühlen würden. das ist das was heute passiert ist so grob.

ich verstehe den standpunkt dass man sie vor sich selbst und auch andere vor ihr schützen muss. nur sie sieht das alles überhaupt nicht ein und findet sich normal und alle anderen behandlungsbedürftig. ich selbst bin in behandlung und habe von meinem psychologen auhc shcon ein paar adressen und so bekommen aber nicht so wirklich was mir weiterhilft.
ich bin so langsam einfach am ende weil ich das alles nicht mehr will.

kann mir hier einer von euch vielleicht sagen was ich machen soll/kann? oder habt ihr schon mal was ähnliches gehabt oder wisst wo es im netz erfahrungsberichte zu solchen oder ähnichen situationen gibt.

vielen dank schon mal im voraus. falls ihr nocht irgendwas wissen wollt oder nicht so ganz verstanden habt fragt bitte einfach. ich nehm da kein blatt vor den mund. ganz im gegenteil ich wär froh mal mit wem über das alles zu reden(schreiben).

MfG
Stefan

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A
akeno_12890379
16.02.07 um 9:58

Überzeugungsarbeit
Eine Zwangseinweisung und eine Entmündigung haben nichts miteinander zu tun.
Eine Zwangseinweisung erfolgt, wenn starke Gefahr für sie selbst oder andere im Verzug ist. Dafür ist eine richterliche Anordnung notwendig. (Gelegentlich bei Schizophrenie, schweren Depressionen, Magersucht etc.) Die Polizei kann über die Einweisung zunächst auch allein entscheiden, muss jedoch den Gesundheitsbehörden und dem zuständigen Richter Bescheid geben und spätestens am nächsten Fall muss eine richterliche Genehmigung vorgelegt werden.

Ich denke, Du selbst kannst nicht viel tun, außer mit Deiner Mutter zu reden und Überzeugungsarbeit zu leisten, dass sie sich Hilfe sucht und sie ggf. bei der Suche zu unterstützen.

Anders sieht es erst dann aus, wenn die oben genannten Kriterien erfüllt sind.

jaja

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A
akeno_12890379
16.02.07 um 9:59
In Antwort auf akeno_12890379

Überzeugungsarbeit
Eine Zwangseinweisung und eine Entmündigung haben nichts miteinander zu tun.
Eine Zwangseinweisung erfolgt, wenn starke Gefahr für sie selbst oder andere im Verzug ist. Dafür ist eine richterliche Anordnung notwendig. (Gelegentlich bei Schizophrenie, schweren Depressionen, Magersucht etc.) Die Polizei kann über die Einweisung zunächst auch allein entscheiden, muss jedoch den Gesundheitsbehörden und dem zuständigen Richter Bescheid geben und spätestens am nächsten Fall muss eine richterliche Genehmigung vorgelegt werden.

Ich denke, Du selbst kannst nicht viel tun, außer mit Deiner Mutter zu reden und Überzeugungsarbeit zu leisten, dass sie sich Hilfe sucht und sie ggf. bei der Suche zu unterstützen.

Anders sieht es erst dann aus, wenn die oben genannten Kriterien erfüllt sind.

jaja

Korrektur
ersetze
"und spätestens am nächsten Fall muss eine richterliche Genehmigung vorgelegt werden."
durch
"und spätestens am nächsten TAG muss eine richterliche Genehmigung vorgelegt werden."

jaja

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D
deitra_12693231
21.02.07 um 17:51

Hey
Hallo,

jemanden einzuweisen, ist meiner Meinung nach sehr wohl möglich.
Wenn jemand auf der Strasse verrückt spielt und die Polizei kommt und Ihn mit Handschellen in eine Psychiatrie bringt, so kann diese denjenigen für 24 stunden entmündigen, dass heißt bei mangelnder Kenntnis des Patienten, sogar Fixieren.
Wenn also jemand mit Handschellen in das Krankenhaus kommt, bleibt den Ärzten auch erstmal nichts anderes übrig. Da man von Fremd- oder Eigengefährdung ausgeht und solange die Beruhigungstabletten nicht wirken, wird oft Fixiert, oder der Raum abgeschlossen.
Danach wird ein Richter zugezogen und weiters geklaert.

Zu deiner Mutter Stefan,
ich kann verstehen wie scheiße das ist, da man nur das beste Will für seine Mutter. Versuche, es gibt sehr gute Psychiatrien und auch weniger gute, versuche die beste für deine Mutter zu finden. Denn offensichtlich sieht sie nicht ein, dass sie ein Problem hat. Die Antwort auf deine Fragen wird man vielleicht auch da nicht finden, doch sie könnte sich besinnen und man kann mit ihr Lösungsvorschläge durch gehen. Ein Psychologe ist da wichtig und in ihrem Zustand vielleicht auch eine Einweisung von Nöten.

Es tut mir Leid für dich.
Besuch sie so oft wie es geht.
Zeig ihr dass du an sie glaubst und sie liebst.

Auch bei mir war mal ein Familienmitglied in der Psychiatrie.
Ich war zu dem Zeitpunkt grade mit der Schule fertig und wusste eh nicht so richtig ob ich nen Platz an der Uni bekomme, so habe ich ein halbes Jahr Praktikum auf dieser Station gemacht. Sehr intensive Erfahrung auch als Angehöriger sich in die Lage des Patienten zu versetzen.

Lieben Gruß und viel Kraft


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