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Zum Psychiater??? Wie soll ich das meinen Eltern sagen?

2. März 2008 um 21:16

Hallo!
Ich habe seit ca einem Jahr immer wieder verschiedene Probleme, Hautausschlag, Atemprobleme, Kalte Hände etc., war schon bei 100en Ärzten und sie haben mir immer wieder gesagt, dass alles in Ordnung mit meinem Körper sei und ich psychische Probleme habe...ich bin erst 16 und habe im Moment Probleme mit meiner Mutter, die auch in Psychiatrischer Behandlung ist (schreibt man das so? :-P), bei dem Gedanken, dass mein Freund mich nicht mehr liebt, bekomme ich keine Luft mehr und wenn mein kleiner Bruder manchmal in meiner Nähe ist, werde ich total verrückt: bekomme keine Luft, werde total agressiv und bekomme Schweißausbrüche...meine Eltern wissen, dass ich das hatte aber nicht, dass es nicht viel besser geworden ist...jetzt wird es wieder schlimmer und ich glaube es wäre vllt nicht schlecht, professionelle Hilfe anzunehmen.Allerdings traue ich mich nicht meine Eltern darauf anzusprechen.Dann machen sie sich entweder wieder total viele Sorgen, oder so wie meinte Mutter im Moment drauf ist, würde sie das nicht interessieren und mir vorwerfen ich würde spinnen...Wie soll ich mit meinen Eltern darüber reden?

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!

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30. März 2008 um 11:42

Uah
ich kann mir nicht vorstellen, dass es einer 16-jährigen gelingt, sich in Behandlung zu begeben, ohne dass die Eltern davon etwas mitbekommen und ich glaube auch nicht, dass das der richtige Weg ist.
Zunächst kann ich dir eigentlich nur gratulieren, dass du die Ursache deiner Symptome endlich erkannt bzw. akzeptiert hast, weil du nur so wirkliche Erfolge erzielen kannst.

Was du wissen solltest, ist, dass psychische Krankheiten zu einem gewissen Prozentsatz vererbbar sind. Je nach Krankheit sind das glaube ich so 5-15%.
Sprich, es besteht die Möglichkeit, dass du gewisse "Schwächen" von deiner Mutter mit auf den Weg bekommen hast. Das ist prinzipiell nichts schlimmes, weil gerade deine Mutter sich wohl am besten damit auskennt, wie du die Schwächen bekämpfen kannst und auch dein Vater, der schon mehrere Jahre mit deiner Mutter zusammenlebt, dürfte mittlerweile ziemlich gut Bescheid wissen, wie man mit Erkrankten umgeht (d.h. nicht ständig bemitleiden, nicht den Arzt spielen, Hilfe nur anbieten aber nicht aufdrängen usw.).

Ich würde an deiner Stelle mit meinem Hausarzt sprechen. Er soll entscheiden, an welchen Arzt und in welchem Umfang du überwiesen wirst. Dann kannst du deinen Eltern mitteilen, dass du dich in Behandlung geben willst und dass dein Hausarzt dies wärmstens empfiehlt.

Sorgen oder Ablehnung deiner Eltern hin oder her. Wichtig ist eigentlich, dass du das in den Griff bekommst. Weil auch solche Dinge können zur Chronifizierung neigen und sind dann nur sehr schwierig zu behandeln. Im Moment liegen die Ursachen noch nicht so lange zurück, sind also recht einfach aufzufinden und zu behandeln.

viel Erfolg

lg

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