Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Psychologie

Zukunftsangst...bin wie gelähmt! Hilfe!

3. Dezember 2010 um 19:47 Letzte Antwort: 10. Januar 2011 um 21:04

hey ho leute,

der bericht kann jetzt etwas länger werden...aber ich muss mir gerade den frust von der seele schreiben!
und zwar...habe ich dieses jahr mein abi gemacht und es ist so, dass ich nie genau wusste, was ich machen will.
das ding ist einfach, dass mich so viele bereiche interessieren.
naja, nachm abi bin ich auf die möglichkeit des dualen studiums gestoßen. hab ein recht gutes abi, allerdings kein 1er abi, wurd aber von firmen eingeladen und habe jetzt sogar ein angebot gekommen.
der punkt: die firma ist nicht unbedingt mein traum, ich könnts mir nicht vorstellen, dort mein ganzes leben zu verbringen.

allerdings meinen meine eltern, dass ich das annehmen soll . wohl aus dem grund, damit die mir endlich vertrauen können, dass ich auch etwas durchziehe. was mich auch total aufregt, als wäre ich nicht konsequent genug.

und es ist so, dass ich wirklich auf diese eine branche festgenagelt bin...aber ich habe einfach angst, dass, wenn ich das jetzt absage, ich nie wieder die gelegenheit habe, irgendwie an einen guten job zu kommen. in 1 1/2 wochen hab ich noch ein bewerbungsgespräch, daher sind die zweifel wieder aufgekommen. eine andere frage noch: kann man eine 2 wöchige bedenkzeit einfordern?? ach, ich bin einfach so verwirrt.
diese zukunftsangst, dass ich nachher keinen guten job bekomme, lähmt mich so sehr und macht mich total fertig.

ich weiß nicht, vielleicht bin ja auch nur auf diesem duales studium trip, damit ich mich nicht in eine ungewisse zeit stürze.
andererseits ist es noch so, dass ich so gern etwas von der welt sehen möchte, etwas erleben möchte, bevor mich die berufswelt für immer und ewig an den bürotisch nagelt. ich möchte mich auch selbst verwirklichen und spaß an meinem job haben - aber ist das heutzutage noch möglich? gibt es einen job, auf den man sich tagtäglich freuen kann?

ich beneide einfach die menschen, die träume und passionen besitzen...ich wünschte, ich wäre einer von ihnen. wie kann man es herausfinden? also ich besitze natürlich interessen - allerdings sind diese als brotlose kunst verschrien und ich möchte nachher einen job haben, der mir finanzielle stabilität bietet - und mich erfüllt. ist das zu viel verlangt?
nicht zu wissen, was einem liegt - und dann noch die gutgemeinten ratschläge von der verwandtschaft zu kriegen, machen mich fast wahnsinnig. ach, vielleicht kennt einer von euch diese situation und kann mir berichten?
ich würd mich über schnelle antworten freuen.

ich weiß auch nicht, ob mein beitrag in diese rubrik gehört..wenn nicht, dann verzeiht mir

Mehr lesen

6. Dezember 2010 um 14:39

Hmmm...
... hallo!

ich kenne das. ich kenne das gefühl, sich nicht sicher zu sein, nicht einmal darüber, was man selber aus seinem leben machen soll. mir ging es nach meinem abi auch so...

du machst keine angaben darüber, was genau deine interessen sind... du hast viele? gut so! welche sind es denn, wenn ich fragen darf?

bei mir lief das nach der schule ähnlich, wie bei dir: es war eine laaaaange suche (naja... noch nicht abgeschlossen) ich bin jetzt gerade mit dem studium fertig. hatte auch mehrere "anläufe", habe mit was anderem angefangen, mittendrin auf lehramt gewechselt (wei davor: brotlose kunst), dann festgestellt, dass lehramt nichts für mich ist und mein beifach zu meinem neuen magister-hauptfach gemacht... ein anderes dazugenommen (weil ich musste) und das dann letztlich zu meinem ersten hauptfach gemacht... kurz vor meiner abschlussprüfung. gerade sitze ich an meiner magisterarbeit, dann bin ich fertig. ob es bei mir die richtige entscheidung war... keine ahnung. bin wieder bei brotloser kunst angelangt. back to the roots und was danach kommt, kann ich auch noch nicht sagen... bin sozusagen in derselben entscheidungssituation, wie du, nur auf dem nächsten "level"

warum denkst du, dass du nur diese eine chance hast? was wäre das für eine firma, was für ein studium? duales studium ist an sich nicht schlecht. was genau hast du dir vorgestellt? warst du denn schon bei einer berufsberatung?

so viele fragen... aber vielleicht helfen sie ja vorerst ordnung in dein kopfchaos zu bringen

Gefällt mir

11. Dezember 2010 um 0:37
In Antwort auf filiz_12107049

Hmmm...
... hallo!

ich kenne das. ich kenne das gefühl, sich nicht sicher zu sein, nicht einmal darüber, was man selber aus seinem leben machen soll. mir ging es nach meinem abi auch so...

du machst keine angaben darüber, was genau deine interessen sind... du hast viele? gut so! welche sind es denn, wenn ich fragen darf?

bei mir lief das nach der schule ähnlich, wie bei dir: es war eine laaaaange suche (naja... noch nicht abgeschlossen) ich bin jetzt gerade mit dem studium fertig. hatte auch mehrere "anläufe", habe mit was anderem angefangen, mittendrin auf lehramt gewechselt (wei davor: brotlose kunst), dann festgestellt, dass lehramt nichts für mich ist und mein beifach zu meinem neuen magister-hauptfach gemacht... ein anderes dazugenommen (weil ich musste) und das dann letztlich zu meinem ersten hauptfach gemacht... kurz vor meiner abschlussprüfung. gerade sitze ich an meiner magisterarbeit, dann bin ich fertig. ob es bei mir die richtige entscheidung war... keine ahnung. bin wieder bei brotloser kunst angelangt. back to the roots und was danach kommt, kann ich auch noch nicht sagen... bin sozusagen in derselben entscheidungssituation, wie du, nur auf dem nächsten "level"

warum denkst du, dass du nur diese eine chance hast? was wäre das für eine firma, was für ein studium? duales studium ist an sich nicht schlecht. was genau hast du dir vorgestellt? warst du denn schon bei einer berufsberatung?

so viele fragen... aber vielleicht helfen sie ja vorerst ordnung in dein kopfchaos zu bringen

Hallo kriechtier!
Puh, das ist bei mir alles nicht so einfach - bin ein ziemlich hoffnungsloser Fall!

Also das duale Studium wäre bei einem Kreditinstitut - BWL ohne Schwerpunkte...hört sich vernünftig an, aber ich weiß ja nicht...

Als ich klein war, hab ich mir gesagt - Du wirst Schrifstellerin. Hatte damals richtig viel Spaß gehabt, Geschichten zu erfinden. Mit der Zeit war es dann so, dass ich das nicht mehr gemacht habe - was ich im Nachhinein bereue. In der 8.Klasse hatte ich wirklich viel Spaß an dem Fach Deutsch gehabt und dachte dann, dass Journalismus etwas für mich wäre. Sich mit Kulturen, neuesten Technologien, zukunftsweisenden Projekte oder aktuellen Ereignissen wie dem Klimawandel auseinanderzusetzen, fand ich damals super.
Da mir aber von allen Seiten gesagt wurde, dass Journalismus eine brotlose Kunst sei, bin ich als verwirrter junger Mensch davon abgekommen - ebenfalls etwas, was ich bereue. Ich dachte damals einfach, dass ich nicht gut genug wäre...

Naja, wie gesagt, fremde Kulturen, Sprachen, neue Innovationen und aktuelle gesellschaftliche Themen interessieren mich. Hatte damals auch immer viel Spaß gehabt in der Schule, Essays zu schreiben und da meine Meinung eben darzustellen.

Andererseits möchte ich nachher etwas studieren, um etwas zu bewegen. Da ich aus einem anderem Land komme und mein Bruder zudem nicht so gut in der Schule war, habe ich immer versucht, den besten Weg für ihn zu finden und nun hat er eine Ausbildung zu finden. Mich würde es auch interessieren, jungen motivierten Menschen zu helfen, ihren Weg zu finden. Dafür sollte man aber sicherlich Psychologie studieren....wofür mein Notendurchschnitt nicht reichen würde.

Irgendwann haben mich meine Eltern dann dazu gedrängt, eine Entscheidung zu treffen - selbst nach den Abiklausuren wusste ich einfach nicht, was zu mir passt.
Habe schon vorher vom dualen Studium gehört und dachte: "Hmm, das könnte ja etwas für dich sein?!" - vielleicht auch motiviert durch mein Sicherheitsdenken, habe ich mich einfach, trotz 2er Abi, beworben.
Aber...ich bin ein recht unsicherer Mensch, der nicht das höchste Selbstbewusstsein hat - ich traue mir, wie gesagt, nicht viel zu. Und...ich möchte auch noch etwas erleben, es heißt ja: Die Studentenzeit ist die beste Zeit im Leben...und so etwas möchte ich auch erleben...

Ziemlich chaotisch, was?

Gefällt mir

10. Januar 2011 um 21:04
In Antwort auf selin_12250684

Hallo kriechtier!
Puh, das ist bei mir alles nicht so einfach - bin ein ziemlich hoffnungsloser Fall!

Also das duale Studium wäre bei einem Kreditinstitut - BWL ohne Schwerpunkte...hört sich vernünftig an, aber ich weiß ja nicht...

Als ich klein war, hab ich mir gesagt - Du wirst Schrifstellerin. Hatte damals richtig viel Spaß gehabt, Geschichten zu erfinden. Mit der Zeit war es dann so, dass ich das nicht mehr gemacht habe - was ich im Nachhinein bereue. In der 8.Klasse hatte ich wirklich viel Spaß an dem Fach Deutsch gehabt und dachte dann, dass Journalismus etwas für mich wäre. Sich mit Kulturen, neuesten Technologien, zukunftsweisenden Projekte oder aktuellen Ereignissen wie dem Klimawandel auseinanderzusetzen, fand ich damals super.
Da mir aber von allen Seiten gesagt wurde, dass Journalismus eine brotlose Kunst sei, bin ich als verwirrter junger Mensch davon abgekommen - ebenfalls etwas, was ich bereue. Ich dachte damals einfach, dass ich nicht gut genug wäre...

Naja, wie gesagt, fremde Kulturen, Sprachen, neue Innovationen und aktuelle gesellschaftliche Themen interessieren mich. Hatte damals auch immer viel Spaß gehabt in der Schule, Essays zu schreiben und da meine Meinung eben darzustellen.

Andererseits möchte ich nachher etwas studieren, um etwas zu bewegen. Da ich aus einem anderem Land komme und mein Bruder zudem nicht so gut in der Schule war, habe ich immer versucht, den besten Weg für ihn zu finden und nun hat er eine Ausbildung zu finden. Mich würde es auch interessieren, jungen motivierten Menschen zu helfen, ihren Weg zu finden. Dafür sollte man aber sicherlich Psychologie studieren....wofür mein Notendurchschnitt nicht reichen würde.

Irgendwann haben mich meine Eltern dann dazu gedrängt, eine Entscheidung zu treffen - selbst nach den Abiklausuren wusste ich einfach nicht, was zu mir passt.
Habe schon vorher vom dualen Studium gehört und dachte: "Hmm, das könnte ja etwas für dich sein?!" - vielleicht auch motiviert durch mein Sicherheitsdenken, habe ich mich einfach, trotz 2er Abi, beworben.
Aber...ich bin ein recht unsicherer Mensch, der nicht das höchste Selbstbewusstsein hat - ich traue mir, wie gesagt, nicht viel zu. Und...ich möchte auch noch etwas erleben, es heißt ja: Die Studentenzeit ist die beste Zeit im Leben...und so etwas möchte ich auch erleben...

Ziemlich chaotisch, was?

Hey...
... erst mal sorry, dass ich mich nicht mehr gemeldet hat... war ehrlich gesagt zu doof, den thread hier zu finden...

naja, ich versteh das... mir ging es genauso. nach dem abi was passendes zu finden ist auch schwer. immerhin nagelt man ich kopftechnisch ja auf eine richtung und ein gebiet fest.

hast du dir schon überlegt, ob du nicht vielleicht erst ein jahr ins ausland gehen könntest? oder vielleicht sonst ein soziales/ziviles jahr machen? vielleicht würde dir das helfen...

dass du dem studium richtung journalistik nicht gewachsen wärst, glaube ich nicht. ich hab selber neuere deutsche literatur studiert und habe so viele dämliche leute getroffen, die dir bei weitem vom sprachlichen ausdruck her nicht das wasser reichen könnten. klar, journalistik als studium ist nicht optimal. ich hatte während des stiudiums ein praktikum bei einem radiosender und hatte auch gelegenheit, mich mit einem lektor zu unterhalten. sowohl die medienmenschen als auch die verlage wollen eher leute, die das studiert haben, worüber sie sich im neuen job äußern wollen. gerade kopf- und theorielastige studiengänge bringen ihre zukünftigen arbeitnehmer dazu, sich selbstständig mit komplexen themen zu befassen. die leute, die sich da durchgebissen haben, schaffen den neuen job erst recht...

hast du dir denn allgemein mal ein paar studienplätze oder unis angeschaut? vielleicht in die vorlesungspläne reingeguckt? das hat mir damals geholfen, als ich auf der suche nach meinem zweiten fach war... musste ja noch zwei fächer studieren, denn als ich angefangen hab, gab es den bachelor und master noch nicht...

ich würde an deiner stelle versuchen, erst mal herauszufinden, was DIR gefällt. das ist eine erfahrung, die ich gemacht habe... sich in etwas reinschieben lassen, das nicht zu einem passt, führt nur dazu, dass man sich später vorwürfe macht, dass man früher nicht auf sich selber gehört hat. und auch wenn eltern meistens das beste für einen wollen, muss das nicht zwangsläufig auch das beste für einen sein!
vielleicht kannst du noch zu einem studienberater gehen und mit ihm deine situation besprechen, die haben meistens viel erfahrung und gute ideen... eventuell könntest du nach einer variante suchen, die dir erlaubt, ein jahr pause einzulegen und dich erst danach zu entscheiden... studieren kostet ja geld und semester zu "verschwenden" ist ja auch ein dummes gefühl. wobei es auch nicht schlimm ist, ich habe 6 davon dem erdboden gleich gemacht
eventuell könntest du praktika organisieren. ob das in medienberufen oder sozialen berufen ist, ist dir ja vollkommen freigestellt...

und du darfst auch nicht vergessen: auch in fächern der brotlosen kunst kannst du praktika machen! sollst du sogar! damit kannst du später auch ein wenig "berufserfahrung" vorweisen und dich auch nach und nach an den beruf herantasten, der dir liegt und einigermaßen spaß macht!

und glaube, mir... mit der ersten gute bewertung für eine hausarbeit, eine klausur oder was auch immer wird dein selbstbewusstsein wachsen! du gehörst schließlich zu den relativ wenigen menschen MIT abitur und zielen, auch wenn du sie vielleicht noch nicht 100%ig ausformuliert hast... das sollte doch eigentlich dein ego puschen! ich weiß... selbstbewusst aufzutreten ist gar nicht so einfach, aber wer verlangt von dir wunder? höchstens du selbst... und das solltest du nicht!

oh je... jetzt hab ich viel gelabert... sorry, germanistenkrankheit...

Gefällt mir