Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Glück und Lebensfreude

Zu sich selber finden durch eine krise

12. September 2012 um 22:45 Letzte Antwort: 16. Dezember 2012 um 20:02

ich bin 42 und in meinem leben lief bisher immer alles ziemlich rund.
ich habe eine fünfjährige tochter und eine beziehung die seit 22 jahren recht harmonisch läuft. allerdings hat sie durch das kind und die damit verbundenen themen etwas gelitten.
und es gab auch eine trennung. wir sind uns jetzt wieder mehr verbunden, ich weiss aber nicht, wohin unser gemeinsamer weg geht,

ich hatte nie eine ernsthafte krise.
meine erste liebe ist vor einem halben jahr plötzlich in mein leben getreten und das hat mich doch sehr durcheinander gebracht.
er ist nach einer kurzen zeit plötzlich verschwunden ohne ein wort oder eine begründung.

das hat eine krise in mir und meinem leben ausgelöst wie ich sie mir nie hätte vorstellen können.

mir wurde klar, dass mich diese zurückweisung auch deshalb so aus der bahn warf weil es sehr viel mit mir zu tun hat.
mit meiner kindheit und mit verborgenem, dass ich bisher verdrängt hatte.
dazu kommt, dass meine tochter diese woche in die schule kommt. auch das ist eine emotionale situation für mich.

es geht mir jeden tag besser, obwohl ich viel weine.
ich sehe in dieser krise - die ich für keinen zufall halte - eine entwicklungsmöglichkeit für mich.
ich denke, ich bin auf einem guten weg, mich selber zu finden.

so kam ich auf die idee nach austausch hier im forum.
vielleicht ging es jemandem ähnlich?
ich freue mich auf mutmachende geschichten......
danke euch

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28. September 2012 um 12:05


...du hast es an der falschen Stelle gepostet - bei Glück und Lebensfreude schaut kaum jemand rein

Ich hatte vor 10 Jahren einen richtigen Absturz. Angststörung wurde es genannt, von manchen Depression. - Von einem Tag auf den Anderen. Abends ging ich normal ins Bett und in der Früh bin ich als ein ganz anderer Mensch aufgestanden. Einfach Hammer. Ich hatte dann keine Gefühle wie Freunde, Lust oder Liebe. Es war 3 Tage vor meiner Hochzeit. Ich fühlte jahrelang einfach nur Angst. Ich habe natürlich einen Selbstfindungstrip begonnen, was soll man auch sonst tun in so einem Fall. Ich wollte wieder schmecken, riechen und lachen....

Es war das Beste was mir passieren konnte. Ich würde es nicht missen wollen - trotzdem die Jahre waren einfach nur Scheiße....so viele Tränen, so viel Schmerz....aber jetzt bin ich ein Mensch, der sich sooo frei und glücklich fühlt. Ich kenne keinen Alltag, das Leben ist sooo spannend und so wunderschön....das ich es auf diese Art und Weise sehen und fühlen kann, verdanke ich meine Krise und meine Bereitschaft aus ihr zu lernen. Also willkommen im Club

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3. Oktober 2012 um 20:55
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...du hast es an der falschen Stelle gepostet - bei Glück und Lebensfreude schaut kaum jemand rein

Ich hatte vor 10 Jahren einen richtigen Absturz. Angststörung wurde es genannt, von manchen Depression. - Von einem Tag auf den Anderen. Abends ging ich normal ins Bett und in der Früh bin ich als ein ganz anderer Mensch aufgestanden. Einfach Hammer. Ich hatte dann keine Gefühle wie Freunde, Lust oder Liebe. Es war 3 Tage vor meiner Hochzeit. Ich fühlte jahrelang einfach nur Angst. Ich habe natürlich einen Selbstfindungstrip begonnen, was soll man auch sonst tun in so einem Fall. Ich wollte wieder schmecken, riechen und lachen....

Es war das Beste was mir passieren konnte. Ich würde es nicht missen wollen - trotzdem die Jahre waren einfach nur Scheiße....so viele Tränen, so viel Schmerz....aber jetzt bin ich ein Mensch, der sich sooo frei und glücklich fühlt. Ich kenne keinen Alltag, das Leben ist sooo spannend und so wunderschön....das ich es auf diese Art und Weise sehen und fühlen kann, verdanke ich meine Krise und meine Bereitschaft aus ihr zu lernen. Also willkommen im Club

Danke lillieth
das tut mir gut...
es geht mir wieder besser, aber ich habe immer noch tage, an denen ich nur weinen könnte...
hast du was unternommen, dir hilfe gesucht?
was hat dir in dieser zeit gutgetan?
danke dir...

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7. Oktober 2012 um 19:42
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Danke lillieth
das tut mir gut...
es geht mir wieder besser, aber ich habe immer noch tage, an denen ich nur weinen könnte...
hast du was unternommen, dir hilfe gesucht?
was hat dir in dieser zeit gutgetan?
danke dir...

Ich war
zuerst bei einem Psychiater, das musste ich tun, weil mir gesagt wurde, dass eine psychologische Beratung nur durch Absegnung eines Psychiaters möglich ist. Also, er hat mir bestätigt, dass ich eine Depression habe....danach ging ich zu einer Psychologin - ich saß da und dachte - he, was mache ich hier? Ich vertraute ihr nicht, denn sie war keine Frau, die ausgeglichen und frei ihr Leben lebte - wie sollte die mir helfen? Daraufhin bin ich zu einer anderen Psychologin - es war aber wieder das gleiche, diese Frau war so unglücklich....ich kann mich sehr gut an den Moment erinneren, als ich da stand und mir dachte: OK, zu einer dritten Psychologin gehe ich nicht mehr, ich muss mir alleine helfen....anders geht es nicht....

Das ist an einer Krise das Beste: Mir ging es psychisch so scheiße, dass ich etwas unternehmen musste...ich war gezwungen. Ich vertraute meinen Instikten und baute mich Schritt für Schritt, Jahr für Jahr auf...

Es ist egal, was genau ich tat - denn jeder hat seinen eigenen Weg, der für ihn der beste ist....die wichtigste Voraussetzung um einen Ausweg zu finden, hast du: du betrachtest deine Krise als eine Chance und darum werden Lösungen auf dich zukommen und du wirst sie ergreifen... Aber habe Geduld mit dir

Mein Exfreund hatte ähnliche Probleme wie ich, wir sahen uns ein paar Jahre nicht und als ich ihn dann traf, merkte ich, bei ihm änderte sich nichts zum Besseren, gar nichts, alles wurde nur noch schlimmer.

Es lag daran, dass er sich weigerte die Chance in seiner Situation zu sehen, er ärgerte sich nur über sie, über seine Lage, über die Leute um ihn herum...so fühlt er sich immer machtlos und kann nichts ändern...es wird immer so weiter gehen, bis zu dem Punkt an dem er seine Lage aus einem anderen Blickwinkel sieht und sagt: es ist auch eine Chance drin verborgen....bis dahin wird sich nichts bessern.

Daher kann ich nur sagen: weiter so, lass die Tränen fließen und finde deinen eigenen Weg der Heilung. Die Hälfte deines Weges hast du bereits hinter dir.

Ich fand sehr viel Zuspruch und Mut auf dieser Seite:
www.eelea.de (aber wie gesagt, jedem das seine

LG L.

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9. Dezember 2012 um 16:43

Ich versuche auch
schon seit 12 Jahren Frieden mit mir zu schließen.
Wenn man den Weg einmal eingeschlagen hat, kann man nicht mehr zurück. Du kannst es entweder schaffen oder du gehst unter. Es kommt darauf an, ob du dir selbst die Chance geben möchtest. Immer wieder. Es ist eine "strenge" Zeit und du solltest Mut haben, auch mit schlotternden Knien dadurch zu gehen. Lillieth hat es ja schon geschafft und ich beneide sie ein bißchen . Es ist nicht leicht und Lernen ist immer Schmerz. Aber nur hinterher ist man schlauer Sei neugierig.

LG

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16. Dezember 2012 um 20:02

Schau mal nach
unter: www.schicksalsvogel.de.tl und deine Fragen werden dir beantwortet!
MfG

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