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Zappelig - normal oder abnormal?

17. August 2005 um 9:10

hallo ihr lieben

mein "problemchen" stört mich nicht gross, aber es beschäftigt mich, was mit mir los ist und ob das normal/echt ist.

Und zwar bin ich extrem zappelig und muss immer was zu tun haben. Tagsüber, im Geschäft, bin ich eher ausgeglichen, "du bist immer cool und lässt dich durch nichts aus der Fassung bringen", "unser ruhender Pol" etc. sagen mir meine Arbeitskollegen.

Tja, sie kennen mich nicht wie ich abends oder am Wochenende bin!! Wenn ich heim komme, muss ich erst mal Musik aufdrehen und tanze wild durch die Wohnung (bin halt ein glücklicher Mensch *g*). Dann muss ich unbedingt was unternehmen. D.h. ich telefoniere meine Freunde ab oder geh Sport machen. Meistens mache ich Sport denn meine Freunde sind alle sooo langweilig: "ooch, ich wollte heute mal daheim bleiben!", "ich bin so fertig von der arbeit!", "ach, das ist mir zu spät" oder "nein, so spontan kann ich nicht". Mensch! Ich meine, ich könnte schon zu hause bleiben, aber die Zeit ist mir einfach zu schade um mir vorm Fernseher irgendwelche hirnamputierten Sendungen anzusehen oder Löcher in die Luft zu starren! Vorallem wenn schönes Wetter ist! Hingegen wenn ich ein gutes Buch lese oder was gutes im Fernsehen kommt, geniesse ich es, allein daheim zu sein.

Da ich durch meine inaktiven Freune relativ viel Sport mache (in einer Woche ca. 3 Stunden Karate, 1-2 Stunden joggen, 1 Stunde Pilates, 1-2 Stunden skateboarden etc.), bin ich ziemlich fit und habe noch mehr Energie *nerv*
An den Wochenenden mach ich auch so viel wie andere die ganze Woche nicht tun: morgens erst mal aufwachen, chillen (lesen, fern sehen), dann backe ich oft was (für Freunde die am abend kommen oder meine Familie), gehe einkaufen, koche mir was und dann ist Nachmittag und mir ist schon langweilig! Wenn ich mich nicht mit Freunden treffe, putze ich aus langeweile meistens die Wohnung oder geh wieder Sport machen... Am Abend mit meinen Freunden sind sie müde wenn wir in einem Club sind und wollen schon gegen 3 Uhr wieder heim! Ich hätte locker Energie bis um 6 Uhr! Dann schlafen die Süssen bis um 15 Uhr und ich bin spätestens um 10 Uhr wieder topfit und muss mich irgendwie auspowern oder zumindest irgendwas zu tun haben! Hach, das ist echt mühsam...

Denke, ich habe irgendwie Nachholbedarf oder sonst eine psychische Störung J Es ist glaube ich auch nicht so, dass ich Angst habe etwas zu verpassen (was denn schon?)... Vielleicht Angst vor dem Alleinsein ...?
Muss vielleicht sagen, dass ich fast 20 Jahre alt bin, Single und alleine wohne. Früher war ich genau das Gegenteil: hatte 5 Jahre eine Beziehung (mein einzigster Halt), war meistens/immer schlecht gelaunt denn es lief nicht so gut zu hause mit meinem Vater, habe es geliebt das Wochenende im Schlafanzug vor dem Fernseher zu verbringen, war ständig müde, faul, schüchtern und habe Sport (bis auf Karate) gehasst.
Jetzt, seit ich alleine wohne, mich von meinem Ex (Phlegmatiker!!) getrennt und mich von meinem Vater distanziert habe, bin ich immer gut gelaunt, voller Energie und auch ständig am grinsen und lachen (geht mir fast schon auf die Nerven *g*). Und langsam frage ich mich ob soviel gute Laune normal ist, ob es echt ist. Oder bin ich es einfach von früher nicht gewohnt und es ist normal oft gut gelaunt zu sein? Wieso sind dann meine Leute so powerless und phlegmatisch? Ist diese Rastlosigkeit vielleicht eine typische "Single-Krankheit"?

Ich finde es einfach "doof", dass niemand mit mir mithalten kann, d.h. dass ich keine Gleichgesinnten habe. Sonst bin ich ja eigentlich froh, dass es mir so gut geht *g*
Würde gerne von Leuten hören, denen es genauso geht oder ging.

Liebe Grüsse, Kimani

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17. August 2005 um 11:07

Mach Dir mal keinen Kopf )
Nachholbedarf ist glaube ich ganz normal, wenn Du so lange mit einem Schnarchsack zusammengelebt hast. Nur mußt Du ein bißchen Feinfühlig auf Deinen Freundeskreis reagieren. Die könnten sonst eventuell schnell genervt sein. Ich kenn das: werd in meinem Freundeskreis schnell mal gebremst wenn ich über die Stränge schlag. Aber ich hab da eine gute Lösung für mich gefunden. Da ich mit jedem Mann bisher den Griff ins Klo gemacht hab, habe ich mich dazu entschieden daß mein Sololeben klasse ist. Bei körperlichem Bedarf hab ich einen guten Freund mit dem ich mich hin und wieder mal zum Kuscheln treffe. Das Beruhigt ungemein. ;o)

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12. September 2005 um 3:02

Ha! des kenn ich nur zu gut!
war auch mehr als 4 jahre mit nem schnarchsack zusammen! das highlight des tages war für mich abends lasagne zu machen oder (wie immer) nen film zu sehen...
seit 3 monaten sind wir getrennt, einen fernseher hab ich schon seit anfang des jahres nicht mehr und seitdem ich über die trennung ein wenig hinweg bin (war meine entscheidung)bin ich auch wie ausgewechselt! laufe freudestrahlend herum, sodass einem die ganzen miesgelaunten gesichter dadraussen schon richtig auf die nerven gehen! bin total hibbelig, muss immer was machen, geh nach möglichkeit jeden abend weg...auch alleine zum tanzen. habe in den letzten drei monaten soviele leute kennengelernt wie in den letzten paar jahren nicht!
ich denk, das ist normal und beruhigt sich vielleicht auch mal wieder...wahrscheinlich ist man auch einfach nicht gewohnt allein zu sein und sucht deshalb ständig nach ablenkung...

*die ebenfalls von der single-krankheit betroffene gwendoline*

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13. September 2005 um 21:43

Hi, hi
Ich denke auch, dass du nur was nach zu holen hast und ausserdem schaffst du es ja am Wochenende zumindest noch im Bett zu essen und zu lesen oder Fernsehen
Könntest ja mal eine "ruigere" Sportart machen.. Joga oder so

Menschen sind halt verschieden.
LG Nena

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