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Wusste nicht ob mein Beitrag hier passt

20. November 2012 um 23:32 Letzte Antwort: 30. November 2012 um 8:35

hallo erstmal,

Bevor ich zu meine Frage komme, möchte ich mal paar Situationen von mir vorstellen. Hoffe ich drücke mich verständlich aus. Gebe mir mühe.

Ich bin circa seit der 2ten Klasse schüchtern gewesen. Zuhause konnte ich reden, aber wenn wir Verwandte besucht habe oder ich in der Schule war, habe ich sehr wenig gesprochen. In der Schule bei Präsentationen/Referate, hatte ich immer Panik. Fing an am ganzen Körper zu zittern, stotterte wurde völlig nervös. Mit manchen Personen konnte ich reden und wieder rum mit anderen nicht. Obwohl ich es wollte. Jetzt bin ich 22 und nichts hat sich geändert.
Fange seit August eine Ausbildung an (Fachkraft für Pflegeassistenz) und da Üben wir z.B Patient verlagern, mobilisieren usw. natürlich müssen wir da auch anleiten was wir machen. Unsere Mitschüler spielen dann die Patienten. Am Anfang ging es ja mit den Übungen. Zwar habe ich das zittern angefangen, sobald ich angefangen habe, aber irgendwie ging es (trotzdem Schwierigkeiten gehabt beim Anleiten). Dann letzte Woche stand eine Prüfung an. Meine Lehrerin hatte zu mir gesagt ich soll den "Patienten" sagen was ich da mache. Da bekam ich Panik. Ich wusste was ich sagen wollte, doch kam nichts raus. Fing an zu zittern. Ich holte tief Luft und wollte was sagen. Aber meine Stimme blieb weg. Dann brach ich in tränen aus und ging aus den Raum. Das gleiche ist mir heute wieder passiert. Aber zu glück durfte ich weitermachen ohne anzuleiten. Aber so kann es ja nicht weiter gehen, wenn ich die Ausbildung machen möchte.

Ich hatte vor ein paar Jahren ein Traumatisches Erlebnis und deswegen versucht eine Therapie zu machen. War sogar bei verschiedene Therapeuten/Psychologen. Fiel mir schwer mich zu öffnen. Ich wollte immer soviel sagen, aber irgendwie ging es nicht. War immer sauer auf mich selbst. Wie sollen die mir helfen, wenn ich nichts sage? Es hat immer am gleichen Grund gescheitert. Ich wollte, aber konnte nichts sagen.
Als ich in einer Maßnahme war, habe ich jemand kennengelernt, die mir sympatisch war. Bei ihr habe ich mich wohlgefühlt. Sie hatte gemerkt das mit mir was nicht stimmte und mir ihre Hilfe angeboten. Aber erstmal habe ich lang gebraucht, die Hilfe anzunehmen. Bei ihr habe ich aber auch Schwierigkeiten mit ihr zu reden. Ich fühle mich völlig wohl bei ihr, aber sobald ich was sagen sollte oder wollte, ging es nicht. Manchmal konnte ich mit ihr reden. Aber dann war mein blick immer unten und habe in kurzen Sätze geredet. Als ich ihr erzählt hatte, mit mein heulausbruch in der Schule, hatte sie mir vorgeschlagen als Übung nur vor ihr ein Referat vorzustellen. Ich war einverstanden. Als es dann soweit war, stand ich vor ihr. Fing an zu zittern, spürte ansetze zu sprechen, aber wieder nicht. Sie hat mir ansehen können, wie fertig es mich gemacht hat. Gespürt, das ich was sagen wollte aber es nicht konnte.
Dann war ihr Vorschlag, ich solle mal zu einem Logopäden. Denn sie hat gemerkt wie sich mein zustand verschlimmert hatte mit den reden.

Soll vorher zum Hausarzt gehen und mir ein Verordnung holen, wo draufstehen muss Verdacht auf Mutismus und Redehemmung. Mit Mutismus konnte ich nichts anfangen und im Internet tue ich mich schwer die texte zu verstehen. Also lange Rede kurzer sinn. Könnte die Vermutung richtig sein???

Lg LostHope







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30. November 2012 um 8:35

Ich bin kein experte auf dem gebiet
Ich war allerdings in einer änlichen situation. Zwar bezogen auf einen anderen lebensausschnitt. Trotzdem war auch ich gefangen in einem ewigen muster. Umso länger ich nicht ausbrechen konnte umso mehr identifizierte ich mich mit dieser rolle, bis ich es als fast befremdlich befand mich anderst zu verhalten als so. Bezogen auf dich, würde es bedeuten deine ängste zu überwinden und keine probleme damit zu haben, zu reden.

Bestimmt hast auch du dich schon lange an dieses bild von dir selber 'gewöhnt' bzw. denkst so 'bin' ich halt.
Auch ich war an dem punkt an dem mir eine therapie vorgeschlagen wurde.
An diesem punkt, habe ich aber auch realisiert, dass ich mich immer mehr selber reingeredet habe und es immer schlimmer wurde.
Von da an hatte ich ja eine entschuldigung und eine bestätigung.
Da habd ich die therapie abgelehnt und begonnen, diesen teufelskreis selber zu durchbrechen.

Wie du reagierst hat alles mit deiner einstellung zu tun.
Mit negativen erfahrungen, welche du nun mal in solchen situationen gesammelt hast!
Dabei ist es genau dies, was dich negative erfahrungen sammeln lässt . So drehst du dich im kreis! Versuche ihn zu durchbrechen!

Wenn alle anderen vor leuten reden, geschieht doch auch nichts.
Wieso sollte bei dir also etwas schlimmes passieren?
Übe alleine im zimmer, visualisiere die personen nur, dann vielleicht vor deiner familie..nur um sicherheit zu gewinnen!

Mach kleine schritte.
Es ist wie vom sprungbrett springen.
Mach es einfach!
Es braucht überwindung beim ersten mal..sobald du's aber einmal machst und siehst; nix passiert wirds leichter'
Umso länger du da oben stehst umso unmöglicher wirds!

Denk dran, alles beginnt im kopf.
Jedes verhalten, welches von dir ausgeht hat irgendwo seinen ursprung be dir!
Ändern kannst es so oder so nur du!

Wenn ich es nach jahren geschafft habe, kannst es auch du schaffen.

Das war vielleicht nicht die erhoffte antwort, hoffe aber, du verstehst was ich meine und hoffe auch, dass es etwas hilft!

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