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Wurden dort Fehler gemacht ? Sollte man es ansprechen ?

15. August 2016 um 13:12

Hallo zusammen

Ich hoffe sehr, dass mir in diesem Forum jemand weiterhelfen kann!

Es ist schwer zu beschreiben bzw sehr umfassend, es wäre toll wenn sich jemand durchwuselt und versucht mir einen Rat zu geben!

Im Jahr 2004 ist meine Mutter gestorben. Was damals sowohl für mich als auch für die ganze Familie eine harte Zeit war, auch wenn es nach der mehrjährigen Krebserkrankung abzusehen war. Ich war damals 16, meine beiden Schwestern 12 und 8.
Wir gönnen alle 3 unserem Vater das er ein neues Glück gefunden hat und wieder glücklich ist!!!! Das soll hier bitte nicht falsch rüber kommen.

Jedoch gibt es bei diesem Glück auch Aspekte die einen zögern lassen.

Seine neue Frau, hat er uns ganze 11 Monate nach dem Tod unserer Mutter als seine neue Freundin vorgestellt. Knapp 2,5 Jahre nach dem Tod meiner Mutter hat er sie geheiratet. Das war schon damals sehr schnell/früh für uns. Meine Geschwister waren sehr jung weshalb ich schon damals mit meinem Vater gesprochen habe, aber geheiratet wurde dennoch. Seine jetzige Frau ist bis zu dem Zeitpunkt nie verheiratet gewesen, deshalb war immer die Begründung das man sie auch verstehen müsse?!

Meine jüngste Schwester leidet bis heute wohl am stärksten unter dem Tod unserer Mutter, und befindet sich aufgrund dessen und einiger anderer Probleme heute endlich in Therapie. Was die ersten Jahre nach dem Tod nicht stattfand.

Jetzt kam sie letzte Woche zu mir und erzählte mir ... das ihr Therapeut glaubt, dass ihre sehr stark ausgeprägten Verlustängste zum Teil durch dieses Verhalten nach dem Tod hervorgerufen wurde. Das sich dadurch im Unterbewusstsein der Gedanke festgesetzt hat, dass man scheinbar ganz schnell ersetzbar ist.
Was der Therapeut an dem ganzen wohl erst recht nicht verstehen kann, ist das unsere Stiefmutter selber vom Beruf Psychotherapeutin ist. Er behauptet, dass auch wenn sie nicht auf Kinder spezialisiert ist, sie damals schon hätte erkennen müssen, dass das für Kinder die gerade ihre Mutter verloren haben alles andere als leicht ist, eine neue Frau vorgesetzt zu bekommen und diese als ihre Stiefmutter akzeptieren müssen. Das dies bei Kindern einige Folgen nach sich ziehen kann ....


Meine Schwester weiß nun überhaupt nicht wie sie mit dem ganzen umgehen soll. Ob sie es ansprechen soll... oder einfach drüber schweigen soll,weil das alles nunmal passiert ist und sie unserem Vater keine Vorwürfe machen will. Oder das er sich dann schlecht fühlt.


Da ich keinerlei Erfahrungen mit so etwas habe, wollte ich hier mal fragen ob sich hier jemand vllt etwas auskennt.
Kann es sein das ihre Ängste zum Teil auch durch das Verhalten ausgelöst wurden?
Sollte man sowas nach sovielen Jahren ansprechen? Oder es besser lassen?

Vielen Dank im Voraus!

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