Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Wurde ich Vergewaltigt oder alles nur einbildung ?

Wurde ich Vergewaltigt oder alles nur einbildung ?

21. Mai 2017 um 9:50

Hi, ich weiß nicht ob ich Vergewaltigt wurde oder nicht.
Ich(19) glaube, dass ich vergewaltigt wurde, bin mir aber nicht sicher, da ich kaum Erinnerungen an die Nacht habe und Angst habe, mir dass alles nur einzureden um mein Verhalten zu erklären und andererseits bin ich auch freiwillig zu ihm gefahren.
Ich bin an dem Abend zu ihm gefahren, mein damaliger Freund M., ich hatte eigentlich nicht an Sex oder etwaiges gedacht, habe mir eig kaum Gedanken gemacht, da ich auch nicht viel Wert auf Sex lege. Ich hatte bevor ich mit ihm zusammen gekommen bin, ca. 5 Mal "Sex", mit ein und der selben Person, wir hatten auch gemeinsam unser erstes Mal, aber es hat nie richtig funktioniert, da ich sehr eng bin und immer Schmerzen hatte und er dann aufgehört hat um mir nicht weh zu tun. Er war schon drin etc. ich habe es aber nie lange ausgehalten, bzw. nur bestimmte Positionen und Bewegungen.
Aufjedenfall war M., sehr sexfixiert.
Er hat mich vom Bus abgeholt und dann waren wir einkaufen, davon kann ich mich auch noch an alles erinnern, ich kann mich auch noch daran erinnern, wir wir in sein Zimmer gegangen sind, aber ab da wird es sehr schwammig und Bruchstückhaft, bzw. ich habe dass Gefühl in letzer Zeit kommen Teiler der Erinnerungen zurück, da ich mich sehr viel mit mir auseinandersetzt und auch die Gedanken zu der Nacht nicht sofort beiseite schiebe. Ich weiß nur dass wir aufeinmal im Bett lagen und er Sex haben wollte ohne Kondom. Erst nach einer längeren Diskussion, hat er begonnen nach Kondomen zu suchen und hat dann zwei gefunden und sich beschwert wie teuer sie sind und dass man in einr Beziehung doch Sex ohne Kondom zu haben habe. Und ab jetzt weiß ich nicht, ob ich es mir einbilde oder es echt ist, ich liege untern ihm,er auf mir, ich ca. 63kg, er ca110kg. Er ist in mir und ich habe höllische Schmerzen und Angst und möchte dass er aufhört. Er reagiert nicht drauf und wirft zwischendurch nur vertrau mir ein und dass ist normal. Ich habe immer mehr Schmerzen, möchte dass er aufhört, gebe es ihm auch zu verstehen, versuche ihn rauszudrücken, er lehnt sich einfach mehr auf mich, ist kraftmäßig überlegen, ich beginne ihn zu treten oder schlage. Er reagiert nicht drauf, macht weiter. Er als ich ihn mit viel wucht im Kopfbereich erwüsche hört er auf und ist sauer auf mich und motzt mich an was dass soll, in einer Beziehung habe man Sex und er habe mehr Erfahrung als ich und wissen schon was er macht. Ich war fertig mit meiner Welt und wusste nicht was ich machen soll. Ich habe glaube ich überlegt meine Mama anzurufen, mich aber nicht getraut, da ich nicht wusste was ich ihr sagen soll und sie nicht mitten in der Nacht wach machen wollte, damit sie 35km zu mir fährt um mich zuholen ich weiß dann nur dass er den Rest der Nacht auf mich sauer war und mir die Schuld an allem gegeben hat. Wir lagen dann mit den rücken zueinander, ich bin die Nacht merhmals aufgewacht und habe mich nurnoch unwohl gefühlt. Am nächsten Morgen hat er dann wieder auf heile Welt gemacht, wir haben mit seiner Familie gefrühstückt etc. Er wollte dann auch am nächsten morgen gemeinsam duschen gehen, ich konnte nicht, habe mich nurnoch vor ihm geekelt und konnte mir nicht vorstellen in seiner Nähe mich wohl/ sauber zu fühlen. Ich habe mich auch vor küssen oder seiner Nähe geekelt und wollte einfach nur weg.
Als ich Zuhause war, habe ich meine Zähne geputzt, die Zahnbürste danach weggeschmissen und sobald meine Muama es nicht mitbekommen hat geduscht, ich wollte meine Mama auch nicht in den Arm nehmen oder küssen, wie wir/ ich es sonst immer mache, wenn einer von uns nach Haue kommt um sie nicht dreckig zu machen.
Kurz darauf habe ich mit ihm Schluss gemacht, die ich seine Nähe etc. nicht wollte und mich nur bedrängt, erdrückt gefühlt habe.
Ich kannte zu dem Zeitpunkt schon meine große Liebe A., aber da war sie nur jemand den ich als Freund haben wollte, er wollte mehr. Wir haben immer mehr unternommen und dann hat er beim zocken und kabbeln, probiert mich zu küssen, ich war mir aber nicht sicher ob er nicht abgerutscht ist oder es wirklich probiert hat 2 Tage später hat er mich dann drauf angesprochen, wir haben viel geredet und beschlossen, das wir allem gegenüber offen sind. Ich habe mich in seiner Nähe einfach so unglaublich wohl gefühlt. Wir haben, erst anfang diesen Jahres, definiert was wir haben, eine Beziehung und ab da wurde alles nurnoch schlimmer, davor hatten wir nur ein paar Regeln und eigentlich eine sehr schöne Zeit. Ich erinnere mich auch nicht, an die ersten Male Sex mit ihm so genau, ich weiß nur, dass er schneller, als ich was sagen konnte ein Kondom aus seiner Schublade gezogen hat und ich ihm beim überziehen wehgetan habe, da ich es falsch rum aufgesetzt habe und er mich mit aufgezogen hat. Er wusste, dass ich davor immer Schmerzen beim Sex, hatte und war sehr vorsichtig, hat nur auf mich geachtet und kaum auf seine Bedürfnisse. Ich konnte mit ihm sogar sex haben ohne Schmerzen und habe auch langsam angefangen mich dabei wohl zu fühlen, da ich einfach seine Nähe und Geruch und das Kuscheln danach so genossen habe und er immer auf mich geachtet hat, ich brauchte nur einmal meinen Blick verändern und er hat sofort aufgehört bzw. hat die Tiefe etc. verringert und ich erkundigt was los ist. Er hatte auch immer den Verdacht dass mit mir was los ist bzw. das ich vegewaltigt wurde, war vorher auch schon mit einer zusammen, die viele Probleme hatte und vergewaltigt wurde, er hat mir viel von ihr erzählt und immer versucht vertrauen aufzubauen und mich zum reden zu bewegen, er hat mich auch gefragt, ob mich mein Vater vergewaltigt hat, da ich ein schwieriges Verhältnis zu ihm habe. Ich bin einmal beim Sex auch Bewusttlos geworden, wo ich ihn zu 100% genießen und auch kommen wollte und in seinen Armen, wieder aufgewacht und musste ab und an beim Sex auch heulen. Ab ca anfang des Jahres habe ich mich immer unwohler beim Sex mit ihm gefühlt, hatt wieder Schmerzen und bin öfter dabei zusammengebrochen oder habe mich nur darauf konzentriert nicht zu heulen oder es vor ihm zu verstecken. Ich wusste oft selbst nicht, warum ich heulen wollte, mich aufeinmal so unwohl gefühlt habe. Ich habe in der Zeit auch Seiten an mir entdeckt, die ich vorher nicht kannte. Ich habe angefangen, mich immer mehr für mich selbst zu schämen, Konflikten aussem weg zu gehen, versucht ihm alles recht zu machen etc., aber ich habe mich fast immer sicher in seiner Nähe gefühlt auch wenn es mir scheiße ging und ich nicht wusste warum. lange dachte ich auch, dass es an A. liegt, weil mir soviel an ihm liegt und nicht der schwächere Part seien wollte. Nun lag ich heute, über eine Stunde heulend unter der laufenden Dusche, nachdem ich einen Konflikt mit meinem Onkel hatte, der auch wie M, dick ist. Ich habe mich in den Konflikt, selbst kaum wieder erkannt. Ich bin komplett hysterisch geworden, als mein Onkel anstalleten gemacht hat mich anzufassen (nicht sexuell) und bin durchgedreht. Ich habe in letzter Zeit auch immer mehr Probleme, mir von männlichen, dicken Personen was sagen zu lassen. Ich werde sofort hysteriscch, brülle los, bestehe auf mein recht an meinem Körper, dass mir keiner was zu sagen hat und beginne zu heulen und erkenne mich selbst kaum wieder, früher habe ich auch die Nähe von meinem Onkel genossen, er war wie ein Papa für mich. Ich habe vor anderthalb Monaten, mit meinem Freund A. Schluss gemacht, da ich seine Nähe nicht mehr ertragen habe, es hat sich einfach nurnoch falsch angefühlt ich konnte mich nicht mehr fallen lassen etc., habe mich immer mehr für mich selbst geschähmt und das schlimmste, ich konnte mir mein eigenes Verhalten nicht erklären und wollte auch ihm gegenüber fair sein, wobei cih auch lange dachte mein Verhalten liegt an A., weil ich diese Seiten, am stärksten gegenüber ihm hatte.Seitdem wir getrennt sind, habe ich immer mehr gemerkt, dass ich nur ihn will und auch begonnen um ihn zu kämpfen und mein Verhalten auf den Selbstmord, Februar 2016 einer meiner ehemals besten Freundin zu schieben. Nun weiße ich nicht, ob ich mir dass ganze, nur einbilde, mir mein Verhalten zu erklären und nicht zugeben zu müssen, das etwas mit mir, meiner Psyche nicht stimmt, sondern um sagen zu können, es liegt alles daran, andererseits denke ich mir, ich kann mir dass ganze doch auch nicht einbilde, denn auch je mehr ich mich unter der Dusche probiert habe, an alles zu erinnern und mich mit der Nacht auseinander zu setzten, destso hysterischer wurde ich, habe geheult, geschrien, gejammert, am ganzen Körper gezitter etc.
Ich hoffe, dass ihr mir vielleicht helfen könnt, Klarheit in die ganze Sache zu bringen und schonmal Dankeschön, an alle die bis hier her gelesen haben.

Mehr lesen

4. Juni 2017 um 9:10

Also zunächst einmal solltet ihr solche Art körperlicher Nähe in Zukunft erstmal lassen. Egal, ob du dir das mit ihm nur einbildest, oder ob es so war...es tut dir weh, macht keinen Spaß und löst negative Gefühle aus, scheinbar reagierst du so sehr, dass dein Erinnerungsvermögen verschwindet. Wenn man so abdriftet, leidet man meistens an einem Trauma. Auch dass du hinterher nichts an Erinnerungen zusammen bekommst und nur körperlich reagierst (Zittern, heulen...) deuten auf eine Traumatisierung hin.

Dein Freund wird das verstehen können, wenn er dich liebt. Scheinbar macht er sich ja auch etwas Sorgen. Wichtig ist, dass du nicht denkst, dass du mit ihm schlafen musst, weil es ihm zusteht oder weil du im einen Gefallen tun willst, oder weil es einfach zu einer Beziehung dazu gehört. Mach dich davon frei und lass es einfach. Magst du es denn zu küssen, oder macht dich das auch nicht glücklich? Wie ist es mit Berührungen? Magst du Umarmungen, gekrault werden, evtl. auch an intimeren Stellen angefasst zu werden? Oder fühlt es sich unangenehm an und du denkst, dass du wieder mit ihm schlafen musst, weil das seine Hormone in Fahrt bringt? Kannst du irgendwas körperliches genießen? Also nicht einfach nur aushalten oder nichts spüren, sondern es wirklich schön finden?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Juni 2017 um 18:18

Du fühlst Dich offenbar immernoch schuldig für Deine Vergangenheit und suchst nach Erklärungen.
Ob es jetzt eine Vergewaltigung war können wir dir hier nicht sagen. Aber was würde es Dir bringen? Das Recht, Dich als Opfer zu sehen?

Stehe dazu, dass Du früher einen schlechten Partner gewählt hast. Sei Stolz, dass Du die Lektion so rasch gelernt hast und jetzt einen Besseren hast! Du bist kein Opfer. Jede Erfahrung lehrt uns etwas und wird uns langfristig dienen.
Gehe weiter selbstbestimmt durchs Leben!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

5. Juni 2017 um 11:01

Du scheinst ein Trauma von etwas zu abend.  Wichtig ist, dass du einen Weg findest damit umzugehen um glücklich zu werden. Am besten mit psychologischer Hilfe. Ich empfehle dir zum Arzt zu gehen und eine Therapie zu beginnen. Es braucht Zeit, aber du kannst sicher einen Weg finden mit der Vergangenheit klar zu kommen und wieder Lebensqualität zu erhalten.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juni 2017 um 15:20

Das was du da schreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Ich würde durchaus auch behaupten, dass du an einem Trauma leidest. Ich würde dir empfehlen, dich an einem Arzt zu wenden, jemand der darauf spezialisiert ist.


Ich kenne das Gefühl überrumpelt zu werden und einen Partner vollkommen zu blockieren, weil es dir zu Nahe kommt und du keine Körperlichkeit möchtest. Bei mir lag das Problem vor allem daran, dass ich keine Grenzen ziehen konnte. Ich kam immer wieder in Situationen, wo ich mich nicht dagegen wehren konnte. Ich war wie gelähmt und traute mir selbst nicht mehr zu, Grenzen setzen zu können. Das war eigentlich die Hauptursache, wieso ich panische Angst bekam - ich wusste nicht, ob ich Grenzen setzen kann. 


Ob dein Vorfall stattgefunden hat oder nicht, wissen wir nicht. Ganz unabhängig davon, brauchst du, meiner Meinung nach, Hilfe. Ich brauchte einen Partner, der davon Bescheid wusste, der sich selbst stark zurückhalten kann und mir das Gefühl gibt, dass ihm Sex egal ist, wenn ich mich nicht wohl fühle. Er ist ein sehr einfühlsamer Mensch und ich konnte ihn zulassen. Voraussetzung war auch, dass ich ihn zu 1000% wollte und ihn attraktiv finde. Ich hatte auch bei ihm manchmal "Rückfälle", aber er hielt Abstand und Sex war kein Thema mehr... Bis ich mich aufgerafft habe und selber wieder wollte. 


Ich würde dir empfehlen, erstmal gänzlich auf Körperlichkeit zu verzichten. Wichtig finde ich auch, dich zu fragen, was genau der Auslöser bei dir ist, was bei dir das Trauma triggert. Was hat sich verändert? Wurde es für ihn selbstverständlich? Wurde er dadurch weniger einfühlsam? Hat er Züge von dem M. angenommen - die zwar in diesem Masse normal sind - für dich aber untragbar ist?
 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen