Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Wovor hat die Jugend (von heute) Angst?

Letzte Nachricht: 8. September 2012 um 21:05
J
juhee_12236062
08.09.12 um 13:34

Hallo ihr,

es wäre nett, wenn ihr hier einfach mal reinschreibt wovor ihr als Jugendliche Angst habt.
Auch nicht Jugendliche können gerne reinschreiben wovor sie im Teeni Alter Angst hatten.

Also jetzt nicht so Sachen wie Spinnen oder Gegenständen, sondern Geschehnissen etc!


Danke!

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M
mona_12084681
08.09.12 um 14:48

...
das klingt fast so, als würdest du denken, dass wir Jugendliche nur noch sorgenfrei aufwachsen.
Mir kommt es eher so vor, dass wir heute mit mehr Unsicherheiten zu kämpfen haben, als die Generationen vor uns.
Alles ist möglich, ja...aber wie soll man dann damit umgehen, wenn man die Ziele, die man sich gesetzt hat, trotz großer Anstrengung dann doch nicht schafft?
Wenn es heißt, jeder der will, kann auch, wird davon ausgegangen, dass alle Jugendlichen, die keinen Job finden, selbst daran schuld sind, wenn aus ihnen nichts wird.
Das ist der nächste Punkt...es muss erst was aus uns WERDEN...wir sind nicht mehr, wir müssen erst etwas erreichen, um irgedjemand zu sein.
Wir reduzieren die Menschen heute auf das, welchen Job sie ausüben, wie hübsch sie aussehen und wie viel Geld sie verdienen. Das macht mir Angst... das ich, wenn ich irgendwann mal doch als Hilfskraft ende, dann auch von allen als nur das gesehen werde.
Ich kann sonst ein wunderbarer Mensch sein, der sich gerne in der Freizeit bildet, anderen hilft, nett und liebenswert ist....aber ich bin dann halt nur Putzfrau oder sowas... denn der Beruf bestimmt unsere Identität...
Das finde ich schrecklich und deshalb sind wir glaube ich auch so getrieben und betrinken unsere Zukunftsängste komplett...denn es ist nur wichtig, dass wir leisten...

Die Volljährigkeit mit 18 macht mir momentan besonders viel Angst. Ich habe noch keine fertige Ausbildung, wenn ich mit meinem Abitur fertig bin. Ich muss dann erst mal studieren. Ich habe nie gelernt, wie man eine Steuererklärung macht, welche Ämter für was zuständig sind, noch nie einen Mietvertrag unterschrieben - aber ich bin ab diesem Zeitpunkt voll mündig, voll haftbar für alle Entscheidungen die ich treffe....
und die Schutzgrenzen für alles mögliche werden ständig gesenkt...
ich finde es, so ganz nebenbei,auch eine Frechheit, dass das Schutzalter im sexuellen von 16 auf 14 Jahre runtergesetzt wurde.
Mir erschließt sich einfach nicht, warum es legal sein soll, mit 40 eine 14 Jährige vögeln zu dürfen.
16 war da durchaus jung genug.

Aber auch die Volljährigkeit mit18 ist zu früh - vor allem, wenn man davor komplett von den Eltern abhängig ist...und es, wenn man studiert, danach eigentlich immer noch ist. ...


ich habe vor vielem Angst... und ich weiß nicht, ob ich mich je in dieser Welt wirklich wohl fühlen würde. Es lasten so viele Erwartungen auf uns...
Wir Mädchen wissen, dass wir nicht mehr nur Mutter und Hausfrau werden sollen, es auch nicht mehr müssen und damit aber auch gleichzeitig den selben beruflichen Ansprüchen ausgesetzt sind wie die Jungs heutzutage...und dann sind aber die vorgelebten Beziehungsmuster unserer Eltenr auch nicht mehr wirklich lebbar und vorhanden...alles bricht momentan auf und wir müssen unsere eigenen Wege erstmal finden....

Wir sind so frei wie nie... aber deshalb nicht unbekümmerter als die Generationen davor...

so...ich hoffe, das hat deine Frage beantwortet.

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J
juhee_12236062
08.09.12 um 18:04
In Antwort auf mona_12084681

...
das klingt fast so, als würdest du denken, dass wir Jugendliche nur noch sorgenfrei aufwachsen.
Mir kommt es eher so vor, dass wir heute mit mehr Unsicherheiten zu kämpfen haben, als die Generationen vor uns.
Alles ist möglich, ja...aber wie soll man dann damit umgehen, wenn man die Ziele, die man sich gesetzt hat, trotz großer Anstrengung dann doch nicht schafft?
Wenn es heißt, jeder der will, kann auch, wird davon ausgegangen, dass alle Jugendlichen, die keinen Job finden, selbst daran schuld sind, wenn aus ihnen nichts wird.
Das ist der nächste Punkt...es muss erst was aus uns WERDEN...wir sind nicht mehr, wir müssen erst etwas erreichen, um irgedjemand zu sein.
Wir reduzieren die Menschen heute auf das, welchen Job sie ausüben, wie hübsch sie aussehen und wie viel Geld sie verdienen. Das macht mir Angst... das ich, wenn ich irgendwann mal doch als Hilfskraft ende, dann auch von allen als nur das gesehen werde.
Ich kann sonst ein wunderbarer Mensch sein, der sich gerne in der Freizeit bildet, anderen hilft, nett und liebenswert ist....aber ich bin dann halt nur Putzfrau oder sowas... denn der Beruf bestimmt unsere Identität...
Das finde ich schrecklich und deshalb sind wir glaube ich auch so getrieben und betrinken unsere Zukunftsängste komplett...denn es ist nur wichtig, dass wir leisten...

Die Volljährigkeit mit 18 macht mir momentan besonders viel Angst. Ich habe noch keine fertige Ausbildung, wenn ich mit meinem Abitur fertig bin. Ich muss dann erst mal studieren. Ich habe nie gelernt, wie man eine Steuererklärung macht, welche Ämter für was zuständig sind, noch nie einen Mietvertrag unterschrieben - aber ich bin ab diesem Zeitpunkt voll mündig, voll haftbar für alle Entscheidungen die ich treffe....
und die Schutzgrenzen für alles mögliche werden ständig gesenkt...
ich finde es, so ganz nebenbei,auch eine Frechheit, dass das Schutzalter im sexuellen von 16 auf 14 Jahre runtergesetzt wurde.
Mir erschließt sich einfach nicht, warum es legal sein soll, mit 40 eine 14 Jährige vögeln zu dürfen.
16 war da durchaus jung genug.

Aber auch die Volljährigkeit mit18 ist zu früh - vor allem, wenn man davor komplett von den Eltern abhängig ist...und es, wenn man studiert, danach eigentlich immer noch ist. ...


ich habe vor vielem Angst... und ich weiß nicht, ob ich mich je in dieser Welt wirklich wohl fühlen würde. Es lasten so viele Erwartungen auf uns...
Wir Mädchen wissen, dass wir nicht mehr nur Mutter und Hausfrau werden sollen, es auch nicht mehr müssen und damit aber auch gleichzeitig den selben beruflichen Ansprüchen ausgesetzt sind wie die Jungs heutzutage...und dann sind aber die vorgelebten Beziehungsmuster unserer Eltenr auch nicht mehr wirklich lebbar und vorhanden...alles bricht momentan auf und wir müssen unsere eigenen Wege erstmal finden....

Wir sind so frei wie nie... aber deshalb nicht unbekümmerter als die Generationen davor...

so...ich hoffe, das hat deine Frage beantwortet.

...
"das klingt fast so, als würdest du denken, dass wir Jugendliche nur noch sorgenfrei aufwachsen."

Nein, meine Frage war rein sachlich ohne irgendeine Aussage darüber, ob Jugendliche mehr Ängste haben oder nicht.

Danke, dass du darauf geantwortet hast.
Ich selbst gehe auch noch zur Schule und das war nur um mir bei einer Hausaufgabe zu helfen.

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K
kohar_12336771
08.09.12 um 19:13

...
Vorab: Ich bin 16, eigene Wohnung, Ausbildung.

Ich habe Angst, dass mir meine Ausbildung nicht gefällt und ich in Versuchung kommen könnte, sie abzubrechen. Ich habe auch Angst, dass ich weiterhin immer bei meinen Eltern wegen Geld angekrochen kommen muss, obwohl ich mit 16 langsam selbstständig werden kann. Ich habe eben Angst, dass ich mit dem Geld nicht auskomme und immer noch von anderen abhängig sein muss.
Ich habe auch Angst, in der Ausbildung nicht mit den Leuten zurecht zukommen und dass ich hier in meiner neuen Stadt keine Freunde finde. Auch habe ich Bedenken, ob ich mich richtig einleben kann. Ob ich mich einsam fühle, zurück Nachhause möchte, ...

Aber im Großen und Ganzen bin ich froh, nicht mehr Zuhause zu wohnen und mit 16 selbstständig zu sein. Mein eigenes Geld verdienen zu können und endlich von meinen Eltern gelöst zu sein. Ich bin froh, nicht mehr zur Schule gehen zu müssen. Denn Azubi klingt älter und erwachsener als Schüler. Mit 19 bin ich dann mit meiner Ausbildung fertig und verdiene dann gutes Geld, wenn alles so klappt, wie ich es mir vorstelle.

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J
juhee_12236062
08.09.12 um 21:05
In Antwort auf kohar_12336771

...
Vorab: Ich bin 16, eigene Wohnung, Ausbildung.

Ich habe Angst, dass mir meine Ausbildung nicht gefällt und ich in Versuchung kommen könnte, sie abzubrechen. Ich habe auch Angst, dass ich weiterhin immer bei meinen Eltern wegen Geld angekrochen kommen muss, obwohl ich mit 16 langsam selbstständig werden kann. Ich habe eben Angst, dass ich mit dem Geld nicht auskomme und immer noch von anderen abhängig sein muss.
Ich habe auch Angst, in der Ausbildung nicht mit den Leuten zurecht zukommen und dass ich hier in meiner neuen Stadt keine Freunde finde. Auch habe ich Bedenken, ob ich mich richtig einleben kann. Ob ich mich einsam fühle, zurück Nachhause möchte, ...

Aber im Großen und Ganzen bin ich froh, nicht mehr Zuhause zu wohnen und mit 16 selbstständig zu sein. Mein eigenes Geld verdienen zu können und endlich von meinen Eltern gelöst zu sein. Ich bin froh, nicht mehr zur Schule gehen zu müssen. Denn Azubi klingt älter und erwachsener als Schüler. Mit 19 bin ich dann mit meiner Ausbildung fertig und verdiene dann gutes Geld, wenn alles so klappt, wie ich es mir vorstelle.

Danke
dass du so ehrlich und offen bist!

Hoffentlich schaffst du alles so wie du das möchtest, finde ich total klasse, dass du so gut wie selbstständig versuchst durchzuziehen!

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