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Woher dieser Selbsthass?

21. November 2011 um 20:54 Letzte Antwort: 25. November 2011 um 9:53

Hey!

Gleich vorneweg: Ich bin sehr Psycholgie interessiert und genieße es sehr, mich selbst zu "therapieren" und versuche auch alle meine Probleme immer selbst zu lösen (erfolgreich)

Nur manchmal erreiche ich einfach Grenzen, an denen ich mir selbst nichtmehr helfen kann und diese habe ich jetzt wieder erreicht.

Kombiniert mit einer Essstörung entwickle ich gerade einen wahnsinnigen Selbsthass, ohne das ich weiß auf was genau.
Die Essstörung habe ich entwickelt, vermute ich, weil ich Aufmerksamkeit gesucht habe (oder tue?) und ich weiß, dass ich das irgendwann wieder in den Griff bekomme. Ich habe mittlerweile 16 Kilo abgenommen und beginne jetzt mich erst richtig zu hassen und fühle mich unwohler denn je zuvor (als ich dicker war, ging es mir nie schlecht eigentlich) aber ich finde keine konkreten Sachen die ich an mir hasse, ja gut die Problemzonen, aber wer hat die nicht? Ich stehe nur einfach weinend vor dem Spiegel, verfluche mich und wünsche mri, jemand anders zu sein, obwohl ich eigentlich ganz okay finde..bis auf den Körper hald...

Meine Frage lautet jetzt einfach: Was kann ich dagegen tun ohne zu einem Psychologen zu gehen? Wie oben geschrieben therapiere ich mich irrsinnig gern selbst aber jetzt weiß ich mir nichtmehr zu helfen, denn ich will einfach nur, dass das alles aufhört...

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21. November 2011 um 21:39

Re: 'Woher dieser Selbsthass?'
hi olapaloma,

ich denke, so gerne du deine selbsttherapie hast, wenn ihre grenzen erreicht sind, wie du ja schreibst, solltest du einen profi aufsuchen. selbst psychologen therapieren sich nicht selbst, denn die eigenen probleme kann man nicht immer ohne hilfe lösen, sonst gäbe es ja keine psychologen.

warum willst du denn nicht zu einem psychologen?

wie sieht denn das grundproblem aus? von wem fühlst du dich nicht beachtet genug? hattest du vorher gewichtsprobleme oder warst du vorher normalgewichtig? was gefällt dir jetzt an deinem körper nicht? nach 16 kilo abnehmen sollte da doch kein gramm fett mehr sein! wann find das ganze problem denn an und wie alt bist du? wie hast du dich denn vorher therapiert?

viele fragen und wenig antworten, ich weiß, aber ich würde das problem und dich gerne erst näher kennen lernen.

lg lovely0435

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22. November 2011 um 17:38
In Antwort auf lovely0435

Re: 'Woher dieser Selbsthass?'
hi olapaloma,

ich denke, so gerne du deine selbsttherapie hast, wenn ihre grenzen erreicht sind, wie du ja schreibst, solltest du einen profi aufsuchen. selbst psychologen therapieren sich nicht selbst, denn die eigenen probleme kann man nicht immer ohne hilfe lösen, sonst gäbe es ja keine psychologen.

warum willst du denn nicht zu einem psychologen?

wie sieht denn das grundproblem aus? von wem fühlst du dich nicht beachtet genug? hattest du vorher gewichtsprobleme oder warst du vorher normalgewichtig? was gefällt dir jetzt an deinem körper nicht? nach 16 kilo abnehmen sollte da doch kein gramm fett mehr sein! wann find das ganze problem denn an und wie alt bist du? wie hast du dich denn vorher therapiert?

viele fragen und wenig antworten, ich weiß, aber ich würde das problem und dich gerne erst näher kennen lernen.

lg lovely0435

V
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Psychologen, ich bin bevor das alles jetzt wieder angefangen hat auch öfters zu einem Sozial Pädagogen gegangen, der mir immer geholfen hat...aber ich bin einfach davon übertzeugt, dass man sich seine Probleme selbst macht (in meinem Fall wegen Aufmerksamkeit) und sie auch selbst in den Griff wieder kriegen kann, weil alles einfach Kopfsache ist.

Es ist auch gar nicht so, dass ich ein stilles Mäusschen bin, im Gegenteil ich bin eher der "everybody's darling" -Typ, blödel immer herum und hab eigentlich auch Spaß, aber sobald auch nur die kleinste Kleinigkeit ist geht meine Stimmung oft ganz hinunter...ich beobachte mich in letzter Zeit immer öfter dabei, dass ich vollkommen grundlos auch überreagiere und total angepisst und aggressiv bin (ich lass es natürlich nicht raus, weil die anderen ja nichts dafür können)

Gewichtsmäßig war ich immer (auch als Kind) im oberen Normalgewicht, mein absolutes Höchstgewicht war 78 Kilo bei einer Größe von 178 cm und wollte abnehmen seit ich denken kann, nur immer ohne Erfolg (mein Traumgewicht war immer 68 Kilo)
Februar packte ich die Sache dann das erste mal richtig an (da eben die 78 Kilo) mit gesunder Ernährung und Sport...nach einiger Zeit habe ich angefangen mich nach dem Essen zu übergeben, wurde daraufhin ein bisschen depressiv und als ich mich einmal heulend auf dem Toilettenboden wiederfand dachte ich mir, so kann es eigentlich nicht weiter gehn und ich habe aufgehört zu essen, weil ich mich nichtemehr übergeben wollte. So zog es sich hin (Depressionen kamen und gingen von extrem bis gar nicht...) und dann begann ich an den Wochenden mit Binge Eating...und aus Angst zu zu nehmen aß ich unter der Woche einfach nichtmehr.
Und jetzt sitze ich hier, leichter als mit 14 Jahren (bin jetzt 18) und verstehe einfach nicht, wieso ich mich unwohler den je fühle...im Spiegel ist alles fetter als je zuvor und einfach schrecklich abstoßend...und auch wenn es immer heißt "Magersüchtige sehen sich immer fetter als sie sind" kann es doch nicht sein, dass es das Bild wirklich so "verzerrt"...das kann ich mir einfach nicht vorstellen.


Selbsttherapiert habe ich mich immer mit Nachdenken, Tagebuch schreiben, Veränderungen feststellen und analysieren...so hab ich immer eine Lösung gefunden...

Dankeschön für die Antwort...und das Interesse...

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25. November 2011 um 9:53
In Antwort auf ulrike_12632957

V
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Psychologen, ich bin bevor das alles jetzt wieder angefangen hat auch öfters zu einem Sozial Pädagogen gegangen, der mir immer geholfen hat...aber ich bin einfach davon übertzeugt, dass man sich seine Probleme selbst macht (in meinem Fall wegen Aufmerksamkeit) und sie auch selbst in den Griff wieder kriegen kann, weil alles einfach Kopfsache ist.

Es ist auch gar nicht so, dass ich ein stilles Mäusschen bin, im Gegenteil ich bin eher der "everybody's darling" -Typ, blödel immer herum und hab eigentlich auch Spaß, aber sobald auch nur die kleinste Kleinigkeit ist geht meine Stimmung oft ganz hinunter...ich beobachte mich in letzter Zeit immer öfter dabei, dass ich vollkommen grundlos auch überreagiere und total angepisst und aggressiv bin (ich lass es natürlich nicht raus, weil die anderen ja nichts dafür können)

Gewichtsmäßig war ich immer (auch als Kind) im oberen Normalgewicht, mein absolutes Höchstgewicht war 78 Kilo bei einer Größe von 178 cm und wollte abnehmen seit ich denken kann, nur immer ohne Erfolg (mein Traumgewicht war immer 68 Kilo)
Februar packte ich die Sache dann das erste mal richtig an (da eben die 78 Kilo) mit gesunder Ernährung und Sport...nach einiger Zeit habe ich angefangen mich nach dem Essen zu übergeben, wurde daraufhin ein bisschen depressiv und als ich mich einmal heulend auf dem Toilettenboden wiederfand dachte ich mir, so kann es eigentlich nicht weiter gehn und ich habe aufgehört zu essen, weil ich mich nichtemehr übergeben wollte. So zog es sich hin (Depressionen kamen und gingen von extrem bis gar nicht...) und dann begann ich an den Wochenden mit Binge Eating...und aus Angst zu zu nehmen aß ich unter der Woche einfach nichtmehr.
Und jetzt sitze ich hier, leichter als mit 14 Jahren (bin jetzt 18) und verstehe einfach nicht, wieso ich mich unwohler den je fühle...im Spiegel ist alles fetter als je zuvor und einfach schrecklich abstoßend...und auch wenn es immer heißt "Magersüchtige sehen sich immer fetter als sie sind" kann es doch nicht sein, dass es das Bild wirklich so "verzerrt"...das kann ich mir einfach nicht vorstellen.


Selbsttherapiert habe ich mich immer mit Nachdenken, Tagebuch schreiben, Veränderungen feststellen und analysieren...so hab ich immer eine Lösung gefunden...

Dankeschön für die Antwort...und das Interesse...

...
thx für deine geschichte und so. natürlich hast du vollkommen damit recht, dass man sich einen großteil der probleme selbst macht und auch die größe des problems meist von einem selbst beeinflusst wird, aber nur weil es so entsteht und darauf seine grundlage hat, heißt das noch lange nicht, dass man damit selbst klar kommt. oft muss man mit jemandem reden. hast du denn sonst eine bezugsperson, der du das alles anvertrauen kannst? es muss ja kein psychologe sein, aber manchmal genügt es, wenn jemand die sache anders beleuchtet und schon sieht das problem nicht mehr so groß und schlimm aus und es tun sich vielleicht auch lösungen auf.

das problem liegt ja auch darin, dass die anderen nicht wissen können, wie es dir wirklich geht. ich denke, du willst nicht die aufmerksamkeit im sinne von gesehen werden, sondern im sinne von verstanden werden. und dazu musst du wohl mit jemandem reden. dieses problem kannst du nicht mit dir alleine lösen, weil es so direkt mit deiner umwelt in verbindung steht. so sehr ich das bewunder, dass du das alles selbst lösen willst: hier brauchst du jemanden.

doch, das kann sehr gut sein, dass du dich so verzerrt siehst. ich selbst hatte zwar nie magersucht, aber ich denke das gefühl, sich zu dick zu fühlen, kennt jede frau irgendwann mal. auch hier solltest du mit jemandem reden. jemand, der dir aufzeigen kann, dass du sehr wohl mit sicherheit eine tolle figur hast! jemand, der mit dir zusammen eine gesunde und neue ernährung einführt und dir den spaß am essen zurück gibt.

ich wüsste selbst nicht, wie du es alleine noch anders versuchen kannst, als du es schon probiert hast und ich sehe die ideale lösung in einem gesprächspartner, ganz gleich ob jemand aus der familie, freunde oder ein therapeut. wichtig ist, dass du dich verstanden fühlst.

lg lovely0435

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