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Will immer gut dastehn und kann Kritik kaum ertragen!

3. Dezember 2007 um 14:39

Hallo ihr,

hab folgendes Problem und hoffe das mir ein paar von euch tips geben können wie ich das ablege. Also:

Ich bin eigentlich ziemlich zufrieden mit meinem Leben. Wenn ein aussenstehender mein Leben so beurteilen würde, würde er sich vielleicht denken toll, die hat ein tolles Haus, sieht super aus, hat einen lieben Mann, Geld ist auch genug da, dumm ist sie auch nicht. Ja so sehen mich glaub ich einige. Die sehen aber warscheinlich auch, dass ich keine Gelegenheit auslasse um mich in den Vordergrund zu stellen. Ich hab immer das Gefühl ich müsse anderen etwas beweisen. Wenn wir unter Leuten sind bin ich oft ziemlich verkrampft und versuche perfekt zu sein. Merke aber selber das das gegenteil der Fall ist. Ich bin verkrampf, steif und irgendwie nicht ich selber. Ausserdem reagiere ich auf kritik total gekränkt. ich kann es überhaupt nicht wegstecken wenn einer etwas negatives über mich sagt, und sei es auch noch so banal. Immer suche ich mir neue sachen, die andere bestimmt beeindrucken werden. Mensch Leute, wie lege ich dieses dämliche Verhalten ab??? Wie kann ich mich mehr auf mich und vor allem auf meinen Mann und meine Kinder konzentrieren. Ich merke auch das manche den Umgang mit mir schwierig finden. Obwohl ich viel dafür tue anderen zu gefallen. Was mich auch nervt ist, dass ich immer für alles unaufgefordert Rechenschaft abgebe und alles voll bierernst und verbissen sehe. Das Problem ist, dass ich mir über das alles so im klaren bin, diesen Teufelskreis aber einfach nicht durchbrechen kann. Wenn ich weiß, das ich von jemanden abgelehnt werde, kann ich davon einfach nicht abschalten. Es wurmt mich dann so sehr und ich will der Person dann irgendwie zeigen das ich besser bin als sie. Was soll ich nur tun??? Bitte gebt mir tips, damit ich mein Leben geniessen kann ohne ständig auf andere zu achten. Liebe Grüße das Problemkind83.

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3. Dezember 2007 um 15:14

Hallo
für wenn verstellst du dich denn für deinen Mann damit er gut da steht oder für die Kinder ich denke für Dich selber ist es nicht denn für dich brauchst du Dich nicht zu verstellen.Ich finde Du solltest so sein wie Du wirklich bist.Den wie es in denn Wald reinschallt so kommt es auch zurück. Ich denke du musst erstmal so sein wie Du Dich wohlfühlst und dich nicht für andere verstellen das klappt sowieso irgendwann nicht mehr.Denn ich glaube die anderen tretten so vor dich wie du auch vor sie tretten tust. Lg Nicki

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4. Dezember 2007 um 13:39

Hallo Problemkind,
als, ich glaube das was Du sagst, steckt mehr oder weniger, in jedem Menschen. Mit den Jahren legt man diese Eigenschaft eigendlich immer mehr ab.
Auch ich habe immer irgentwie
( manchmal auch unbewußt), versucht, es allen Recht zu machen.

Ein Traum, der (das weiß ich) von oben kam, hat mir da ganz entscheident geholfen, diese Eigenschaft ab zu legen. Ich erzähle ihn einfach mal.

Ich war in einem Mehrfamilienhaus und mußte mit dem Aufzug nach oben fahren.
Das war aber gar nicht so einfach, denn auf jeder Etage öffnete sich dieser Aufzug, und ein riesen großer Hund versuchte sich herein zu drängen. Ich hatte große Mühe, dieses Riesenvieh immer wieder daran zu hindern, in den Aufzug zu gelangen.

Als ich ganz oben angekommen war, war dort im obersten Stock ein Fest im Gange. Ich hatte nun die Aufgabe,die Leute, die dort an Tischen saßen, zu bedienen.
Es gab Kaffee und Kuchen. Ich flitzte durch die Gegend, dass jeder möglichst schnell bedient wurde.
Dann waren da aber ein paar Leute, die statt dem Herkömmlichen K.+K.,
Würstchen mit Senf wollten.
Das gab es normalerweise nicht.
Aber ich versuchte Ihnen auch diesen Wunsch zu erfüllen. Ich bediente sie also mit Würstchen und viel Senf.
Am Ende des Festes, so dachte ich, wäre man mir jetzt für meine Mühe besonders dankbar. Aber statt dessen, nahmen die Leute den Senf und schmierten ihn mir ins Gesicht.

Der Hund in diesem Traum hies
"Menschenfurcht".

Als ich erwachte, hatte ich gleich das Gefühl, das dieser Traum mir irgent etwas besonderes zu sagen hat. Ich muß dazu sagen, das ich nichts von Traumdeuterei oder ähnlichem halte.
Aber einige Male in meinem Leben, hatte Gott schon durch Träume zu mir geredet.
Dies war so ein Traum, wo er mir die Augen öffnete, wie sehr ich noch versuche, es den Menschen Recht zu machen.
Das Ergebniss davon war, dass sie mich dafür in Wirklichkeit verachteten, und mich mit Senf eingeschmiert haben.

Durch diesen Traum habe ich so viel gelernt auf diesem Gebiet, ( einen Großteil meiner Menschenfurcht und Menschengefälligkeit abzulegen), wie ich es durch nichts anderes hätte lernen können.



LG

Mohnbeere

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4. Dezember 2007 um 15:13

Hey Problemkind83
Acecat hat es schon sehr gut auf den Punkt getroffen.

Ich denke der Knackpunkt ist mal wieder das Selbstbewusstsein. Wer selbstbewusst ist, der würde sich nicht für andere verformen oder in Szene setzen. Anpassung ist etwas anderes, aber eine Rolle zu spielen ist nicht authentisch und mit Sicherheit niemals gut.

Es gibt viele, wirklich sehr viele die überhaupt nicht mit Kritik umgehen können, ich selbst kenne dein Problem nur zu gut. Bis mir bewusst wurde, dass es mir hilft diese anzunehmen. Es kommt natürlich immer darauf an wer sie ausübt und wie man sie ausübt, aber bei den Menschen in deinem engen Umfeld (Mann, Eltern, Freunde) kannst du dir sicher sein, dass sie damit nur dein bestes wollen. Setze dich mit dem was gesagt wird auseinander und lasse es sacken. In dem Moment wo du sie erfährst zähle am besten bis 3 oder bis 10 und mache dir jedes Mal bewusst dass es zu deinem besten ist und das DU dich besser fühlen wirst, wenn du lernst es anzunehmen.

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4. Dezember 2007 um 23:48

Vielen Dank...
für eure Antworten. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass jetzt wo ich mich mal intensiv mit dem Thema auseinander setzte es auch schaffen werde, mich selbst nicht so wichtig zu nehmen. B.z.w. Wie ich bei andern ankomme nicht mehr wichtig zu nehmen. @Mohnbeere: Wenn ich mir bewusst mache das es noch etwas höheres als uns Menschen gibt und das Gott uns alle so liebt wie wir sind, ist es mir plötzlich nicht mehr wichtig was andere von mir halten, denn ich weiß ja, da ist jemand der über allem steht und dessen Meinung viel mehr zählt, als die meines Nachbarn oder eines entfernten Verwandten. Aber ob ich auch dran denke wenn ich mal wieder unter vielen Menschen bin? Lg

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