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Wieso will ich immer bei allen gut ankommen???

28. Januar 2012 um 16:35

Hallo ihr Lieben!
Ich habe ein Problem, das etwas eigenartig ist... Zumindest glaube ich das, weil ich ewig im Internet nach einer Beschreibung dafür und nach Gleichgesinnten gesucht hab, und nichts gefunden habe. Darum versuche ich es hiermal, vielleicht geht es ja einem von euch ähnlich oder ihr könnt mir helfen...

Also, wie gesagt, es ist etwas eigenartig. Um es erklären zu können, muss ich erstmal kurz beschreiben wie derzeit mein Leben aussieht: Ich bin 21 und letztes Jahr für mein Studium in eine andere Stadt gezogen. Zum einen, um etwas Neues zu erleben, zum anderen, um selbstständiger zu werden. Bis jetzt läuft alles super! Ich habe mir eine kleine aber feine Wohnung eingerichtet, mein Studium ist interessant und ich habe wahnsinnig nette Leute kennen gelernt, mit denen ich wöchentlich feiern gehe, oder anderes unternehme, wie z.B. ein bisschen die Städte (Semesterticket) abzuklappern. Kontakt zu meiner Heimatstadt ist auch da, wohne nur knapp zwei Stunden entfernt, von daher sehe ich meine alten Freunde + Familie auch so alle zwei Wochen.

So - wo ist jetzt mein Problem? Es bezieht sich auf die Leute, die ich hier kennen gelernt habe... Ich möchte immer "gut ankommen". Klar, das möchte ja jeder, und es ist menschlich! Aber bei mir ist das schon fast zwanghaft... Ich möchte mich mit jedem gut verstehen, versuche so oft wie möglich mich in Diskussionen einzubringen und keine Party zu verpassen! Und das, obwohl ich eigentlich sehr introvertiert bin. Ich lebe alleine, anstatt wie die meisten hier in einer WG, und das gefällt mir, denn ich bin gerne allein! Doch trotzdem, wenn mich jemand anruft und fragt ob ich vorbeikomme, springe ich los, auch wenn ich mehr Lust auf einen TV-Abend zu hause habe... Falls mal etwas statt findet, wo ich nicht dabei bin, fühle ich mich richtig schlecht. Z.B. weil ich traurig bin, dass mich niemand gefragt hat, ob ich dabei sein will... So kriege ich das Gefühl, mich braucht niemand. Es ist komisch, denn eigentlich bin ich gut integriert, doch trotzdem scheinen manche keinen Wert drauf zu legen, mich dabei zu haben. Und ich frage mich, wieso... Und dann widerum überlege ich, was ich besser machen kann. Nach den Partys denke ich immer über das was ich gesagt und getan habe nach. :/ Es ist einfach NERVIG! Warum kann ich die Partys usw. nicht einfach genießen? Immer bin ich damit beschäftigt, zu überlegen wie ich grad bei den anderen ankomme, und ob sie mich mögen und ob meine Anwesenheit den anderen etwas gibt!!!!

Kennt das irgendjemand von euch?

Ich bin für alle Antworten dankbar, und vielen Dank, falls ihr bis hier gelesen habt.

Liebe Grüße!
GoodbyeApathy1

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2. Februar 2012 um 2:42

...
soziale phobie? narzisstische persönlichkeitsstörung? schonmal dazu gegoogled?

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2. Februar 2012 um 16:02
In Antwort auf silentsoul85

...
soziale phobie? narzisstische persönlichkeitsstörung? schonmal dazu gegoogled?

Hmmm..
Hab gegoogelt. Narzistische Persönlichkeitsstörung ist mit übertriebenem Selbstbewusstsein verbunden, und anderen wird wenig Aufmerksamkeit geschenkt... Eher nicht, eher im Gegenteil. :// Soziale Phobie, ist sehr mit Ängsten verbunden, und Nervosität, Erröten, Schwitzen, Situationen aus dem Weg gehen, die Angst machen. Trifft auch nicht zu. Aber ich google mal weiter..

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2. Februar 2012 um 16:20
In Antwort auf goodbyeapathy1

Hmmm..
Hab gegoogelt. Narzistische Persönlichkeitsstörung ist mit übertriebenem Selbstbewusstsein verbunden, und anderen wird wenig Aufmerksamkeit geschenkt... Eher nicht, eher im Gegenteil. :// Soziale Phobie, ist sehr mit Ängsten verbunden, und Nervosität, Erröten, Schwitzen, Situationen aus dem Weg gehen, die Angst machen. Trifft auch nicht zu. Aber ich google mal weiter..


WEIBLICHE narzisstische persönlichkeitsstörung
http://www.schotterblume.de/index.php?navid=132 unter punkt 4. ist das was ich meine...

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3. Februar 2012 um 20:18
In Antwort auf silentsoul85


WEIBLICHE narzisstische persönlichkeitsstörung
http://www.schotterblume.de/index.php?navid=132 unter punkt 4. ist das was ich meine...

Danke..
Aber außer vielleicht 1 / 2 Punkten kommt mir davon nichts bekannt vor.. Ist aber echt interessant!!
Grüße

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3. Juni 2012 um 16:26

Hi du
ich bin 20 und mir ging es genau so. bin mit 15 von meinen eltern weg gezogen in ein heim. da habe ich in der neuen stadt alle möglichen leute kennen gelernt und war die beliebte schlecht hin. mit mir konnte man scherzen, mit mir konnte man feiern. ich habe alle zu lachen gebracht.
ich bin auch bisserl blöd mit die leute umgegangen. sie luden mich ein, ich sagte zu und im letzten moment ab. ich hab mich auch mal garnicht gemeldet. da ich eben nie einen freundeskreis hatte sondern nur viele leute kannte. hier ein grüppchen, da mal ein grüppchen. unf vereinzelte leute. deshalb war ja immer jemand zu dem ich konnte, wenn ich wo anders nicht hin wollte. nunja und ich habs kommen sehen. jetzt hab ich mit niemanden mehr kontakt, gehe nich t mehr weg . finde das nicht schlimm. schlimm an sich ist, dass ich nicht fähig war ein , zwei oder drei gute freundschaften zu pflegen. sondern immer nur den drang hatte alle zu unterhalten, die lustige zu sein, für alle verständinis und ein offenes ohr hatte , mich total vergaß und jetzt weiß ich , ich bin eher ruhiger, kann aber auch auftauen und witze oder burner reissen. man muss nicht immer im mittelpunkt stehen.
ich weiß nicht wie es bei dir war, doch bei mir liegts 100 prozentig an meiner kindheit - die prägt nämlich
lg chillae

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10. September 2012 um 11:33

Mir gehts genauso :|
Bin jetz 19, fast 20.. Denke auch immer darüber nach, was die anderen wohl über mich denken.. Bei mir isses genauso, ich versuche, auf jede Party zu gehen, um bei den anderen gut da zu stehen und ja nichts zu verpassen, oder auch um Neue Leute kennenzulernen, obwohl ich genau wie du auch recht introvertiert bin, und es mir schwer fällt mit fremden Leuten ein Gespräch anzufangen..bei mir wars damals in der 5ten Klasse wie ich neu auf die Realschule kam auch schon so, ich saß damlas auf einem einzeltisch (da die Schülerzahl ungerade war) und unterhielt mich manchmal mit denen hintermir.. ich kann mich noch gut erinnern, als die Reihe hinter mir dann mal sich zum shoppen verabredeten, und mich nicht fragten ob ich den auch mitkommen wollte. Das war für mich ein wirklich krankendes, einschneidendes Erlebnis..
Auch heute ist es bei mir so, dass ich wenn ich auf irgend einer geburtstagsparty auf der ne Freundin von mir eingeladen ist, und ich die feiernde Person kenne, sehr kränkend, weil ich mich dann immer Frage, wieso ich nicht eingeladen bin..
ist jetz nicht so, dass ich unbeliebt bin, habe 2 wirklich beste Freundinnen, und nochn paar mit denen ich hin und wieder was unternehme..
Auch an irgendwelchen Partys fällt es mir oft sehr schwer, auf zum Beispiel die Leute aus meiner fusballmanschaft, mit denen ich jetz nicht übermäßig viel zu tun habe zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ich fühl mich dann auch oft überflüssig und ungewollt, wenn solche Leute dann herkommen, und sich fast nur mit meiner Freundin oder so unterhalten, obwohls wahrscheinlich daran liegt, dass ich auf diese auch nicht von selber zugehe..
sorry für den langen Text, aber ich bin froh auch mal einen Gleichgesinnten gefunden zu haben..

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22. September 2012 um 19:00
In Antwort auf blondy1992

Mir gehts genauso :|
Bin jetz 19, fast 20.. Denke auch immer darüber nach, was die anderen wohl über mich denken.. Bei mir isses genauso, ich versuche, auf jede Party zu gehen, um bei den anderen gut da zu stehen und ja nichts zu verpassen, oder auch um Neue Leute kennenzulernen, obwohl ich genau wie du auch recht introvertiert bin, und es mir schwer fällt mit fremden Leuten ein Gespräch anzufangen..bei mir wars damals in der 5ten Klasse wie ich neu auf die Realschule kam auch schon so, ich saß damlas auf einem einzeltisch (da die Schülerzahl ungerade war) und unterhielt mich manchmal mit denen hintermir.. ich kann mich noch gut erinnern, als die Reihe hinter mir dann mal sich zum shoppen verabredeten, und mich nicht fragten ob ich den auch mitkommen wollte. Das war für mich ein wirklich krankendes, einschneidendes Erlebnis..
Auch heute ist es bei mir so, dass ich wenn ich auf irgend einer geburtstagsparty auf der ne Freundin von mir eingeladen ist, und ich die feiernde Person kenne, sehr kränkend, weil ich mich dann immer Frage, wieso ich nicht eingeladen bin..
ist jetz nicht so, dass ich unbeliebt bin, habe 2 wirklich beste Freundinnen, und nochn paar mit denen ich hin und wieder was unternehme..
Auch an irgendwelchen Partys fällt es mir oft sehr schwer, auf zum Beispiel die Leute aus meiner fusballmanschaft, mit denen ich jetz nicht übermäßig viel zu tun habe zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ich fühl mich dann auch oft überflüssig und ungewollt, wenn solche Leute dann herkommen, und sich fast nur mit meiner Freundin oder so unterhalten, obwohls wahrscheinlich daran liegt, dass ich auf diese auch nicht von selber zugehe..
sorry für den langen Text, aber ich bin froh auch mal einen Gleichgesinnten gefunden zu haben..

Das Schulerlebnis...
... was du da beschreibst, kommt mir irgendwie wahnsinnig bekannt vor!!!! Ich wurde als Jugendliche irgendwie nie richtig abkzeptiert... Da gabs auch so einige Aktionen, in denen ich übergangen, oder schlichtweg vergessen wurde... Das hat mich damals richtig fertig gemacht. Und wies aussieht, begleitet einen (zumindest uns ) das immer weiter... Obwohl man doch enge Freunde hat! Sobald man wieder von irgendwas ausgeschlossen wird, bekommt man Angst, komplett ungwollt zu sein. Und ungeliebt...
Hast du mal versucht, was an deinem Denken zu verändern? Ich hab viel gegoogelt in letzter Zeit, mir Bücher besorgt, etc.. Aber die ganzen "Wie gewinnt man mehr Selbstvertrauen"-Dinger bringen wirklich gar nichts, denn ich will ja eigentlich so bleiben, wie ich bin! Ich will nur lockerer mit mir umgehen können... Nicht immer direkt alles persönlich nehmen, und einfach mal denken können: "Ist doch scheißegal, was die von mir halten!!!!" Oder: "Die mag mich nicht, na und?" Irgendwann wird man deswegen so verkrampft, dass man sich verstellt, nur um gemocht zu werden...
Meinst du, man kann das lernen? :/

Ganz liebe Grüße an dich, Gleichgesinnte...

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22. September 2012 um 19:05

Ja...!
Ich hab viele Probleme als Kind gehabt, aber einfach nur, weil ich mit mir selbst nicht klar kam! Von kleinauf hab ich einfach immer das Gefühl, ich bin unnütze. Ich weiß nicht, ob das durch meine Eltern kam... Ich verstehe mich super mit ihnen! Ich denke, es kam eher durch das Äußere, also Schule und Freunde. Falsche Kontakte. Eine damalige Freundin (jetzt weiß ich, dass es keine war), hat mir immer eingeredet, wie ich bin. Hässlich, zu dünn, zu dick, die Hose sieht scheiße aus. Es waren Kleinigkeiten, aber ich glaub heute lege ich deshalb so viel Wert darauf, was andere von mir halten!

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