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Wieso so verändert nach tragischem Todesfall

3. Januar 2013 um 9:26

Hallo,

kurze Erklärung über die Situation. Bin im August Mutter geworden, 6 Wochen zuvor starb mein bester Freund durch einen Unfall, 2 Wochen vor der Entbindung der Bruder meines Freundes. Es war/ ist eine schwierige Zeit. Mein Freund ist ein super Papa, hatte leider nur am Anfang keine wirkliche Zeit zu trauern. Der Tod seines Bruders ist nun 5 Monate her, er wird immer aggressiver (nicht körperlich) und ich komme nicht mehr an ihn ran. Ständig treffen wir seine Eltern ( ganz klar dass sie uns brauchen) aber wenn ich mal sage, es wird mir zuviel, es geht mir nicht gut und ich brauche ihn auch mal alleine, endet dass in einer Katastrophe. Er sagt mir immer wieder ich habe kein Verständnis, ich habe keine ahnung wie sich die 3 fühlen. Ich bin für die 3 da, immer, aber irgendwie geht mir auch langsam die Kraft aus. Ich muss stark sein für meine kleine Tochter, muss die Aggression meines Freundes aushalten, und die starke Veränderung meiner Schwiegermutter. Sie sagt immer wieder Sachen zu mir, die mich sehr verletzten hatten uns bisher immer SUPER verstanden) und wenn ich das meinem Freund sage, nimmt er sie sofort in Schutz ich darf das nicht so eng sehen, sie trauert und darf grad alles. Es ist unfassbar schlimm was passiert ist und ich trauer auch enorm um meinen Schwager und auch um meinen besten Freund, bin frische Mutti und muss noch alle Agressionen der trauernden wortlos hinnehmen? langsam wird es mir zuviel und ich weiß nicht was ich machen soll.
Hat jemand einen Rat?

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3. Januar 2013 um 16:01

Das..
Hört sich schlimm an, aber die Glauben, sehr wahrscheinlich du gehörst nicht in ihren...sagen wir mal Club. Du gehörst nicht direkt zur Familie. Zu allem "übel" willst du dich auch noch des Lebens freuen, weil du dich genau dem Gegenteil zuwendest nämlich der Geburt eines neuen Lebens. Ist in ihren Augen echt unfair. Du bekommst und darfst dich freuen und ihnen wird genommen.
Ich sag dir das nicht, weil die recht haben. Oder nicht.... Sondern ist es lediglich so, dass Menschen Gefühlen nachgehen und sie können deine Situation nicht so recht begreifen.
Deinen Schwiegereltern gehst du vielleicht besser aus dem weg. Bei dem Kindsvater wirds da schon schwieriger. Er hat die Gefühle noch nicht rausgelassen, traut sich vielleicht auch nicht, dann versteht er vielleicht auch nicht, wieso die zeit jetzt schon abgelaufen ist. Aber das ist alles schon klar ehe wir überhaupt das licht der Welt erblicken. Es ist alles in unserem ganz persönlichen plan, den wir uns selbst gemacht haben.
Achte bei solchen gesprächen darauf ihm keine Vorwürfe zu machen. Gespräche die mit "du .....(machst dies oder jenes)" anfangen enden immer in einem Gegenangriff . Versuche ihm zu sagen wie du dich fühlst..."ich fühle mich alleine und brauche deine Hilfe" gib ihm aber das Gefühl dass du seine Trauer respektierst.
Vielleicht bittest du ihn dir mal von den schönen Zeiten zu erzählen, da er ihn ja viel besser kannte. Womöglich bricht dann sein Panzer und er lässt die Tränen auch mal richtig raus.
Dann kannst ihn fragen, was er ihm noch gerne gesagt hätte.
Ich würde ihm bachblüten empfehlen, das setzt aber voraus, dass er ein Problem in seinem verhalten sieht und was ändern will....

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