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Wieso bin ich nie glücklich?

15. Februar 2006 um 17:39

Hallo!

Ich wende mich an euch hier im Forum, da ich das Gefühl habe, dass ich nicht wirklich ganz gut bin im Kopf. Ich meine seit zwei Tagen habe ich wieder eine Phase wo ich nur noch heulen könnte. Ich bin unzufrieden, mit mir, mit meinem Freund, mit meiner Umgebung, am liebsten würde ich alles hinschmeißen und auswandern.
Mein Freund und ich sind nun seit ca. fünf Monaten zusammen. Wir kennen uns schon seit Jahren (über 10) und verstehen uns auch ganz gut (bis auf ein paar kleine Reiberein aber die gibt es überall). Er ist nur ein wenig eigen: z.B: war gestern Valentinstag und ich bekam nichts von ihm, weil er sagt, das sei eine Kommerz Geschichte und er würde mir viel lieber etwas an einem anderen Tag schenken. Wir haben das durchdiskutiert aber es nutzte nichts. Nicht nur das, er mag auch keine Weihnachten, meine Freunde will er nicht kennen lernen weil er meint, er mag es nicht gerne wenn er fremde Leute kennen lernen muss". Auch dieses Thema haben wir so oft durchgekaut bis ich es einfach aufgegeben habe. Schlussendlich hat er dann zwei Freunde von mir kennen gelernt und das wars. Er träumt vom Hausbau, arbeitetet wie ein Tier, hat selten Zeit für mich. Weg gehen (fortgehen) findet er blöd und alles andere auch. Sprich unsere Beziehung besteht, aus schlafen, aufstehen, er rennt zu Arbeit, seiner Nebenarbeit oder der zweiten Nebenarbeit und ich bleibe im Bett liegen. Stehe dann auf, telefoniere ein wenig herum, räume etwas auf, fahre zur Arbeit oder meinen Eltern. Nun hat er versprochen, dass er die eine Nebenarbeit aufgibt. Ab Montag ich bin gespannt. Nüchtern gesehen, sollte ich eigentlich froh sein, so einen lieben Freund zu haben, der alles für mich tut. Aber ich bin es nicht.
Dann Abschnitt zwei in meinem Leben:
ich könnte sagen, dass ich beliebt und begehrt bin. Das ich viele Bekannte habe, ein paar gute Freunde habe. Aber ich bin so launisch. Natürlich lass ich es mir nichts anmerken, doch ich komme mir so viel allein vor. Ich habe das Gefühlt niemanden zu haben auf den ich mich verlassen kann. Ich habe auch zurzeit nicht wirklich Lust mit wem was zu machen. Ich weiß ich bin selbst Schuld aber nirgendwo komme ich mir zu Hause vor. Nirgendwo fühle ich mich nicht willkommen. Manchmal glaube ich, ich bin schizophren. Denn an einem Tag liebe ich meine Freuden, am andren Tag sind sie so alle voller Fehler und ich finde so viele Fehler an ihnen.
Die Arbeit:
Ich habe eine leitende Position. Ich glaube meine Mitarbeiter halten mich für eine gute Person. Sie vertrauen mir viel an, wir kommen gut aus. Aber auch hier, lache ich einfach so nett, weil es sich so gehört und weil es jedermann von mir erwartet. Ich bin sehr unglücklich.
Gesundheit:
Wochenlang haben ich mich übergeben, bin nicht endlich mal ein Arzt darauf gekommen ist, das ich eine Fructose Intoleranz habe. Nun darf ich so viele nicht essen, was ich gerne früher gegessen habe und mach gerade eine Kur. Dazu habe ich auch noch eine Gastritis bekommen, die führe ich selbst jetzt einfach auf meine Unzufriedenheit zurück.

Ich hoffe nur, dass Ihr mich nicht für voll irre hält ich würde nur zu gerne wissen ob es noch mehr so Leute gibt wie mich.

Über ein Feedback würde ich mich freuen.

Grüße

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16. Februar 2006 um 23:06

Spring aus dem Gleisen...
Hallo miamaus,
dein alltag hört sich ziemlich geregelt und (sorry) eintönig an. Es fehlt an Abwechslung, Hobbys, Raum und Zeit für spontane Aktionen, Kurztripps, Verabredungen mit Leuten, die du magst.
Dein Körper reagiert darauf, dass du im Grunde nicht dein Leben lebst, sondern sehr viel Aufwand treibst, um nicht aus der Rolle zu fallen und den Ansprüchen anderer zu genügen.
Die daraus resultierende Unzufriedenheit und der Frust "schlägt dir auf den Magen" (im Volkmund liegt oft ein wahrer Kern)
Ich bin kein Fachmann, doch glaube ich nicht, dass du schizophren bist. Du fühlst dich nur nicht authentisch mit dem wie Du dich täglich verbiegst und verbiegen lässt.
Du wirkst auf mich viel zu angepasst. Deine Ecken und Kanten werden brav unter den Teppich gekehrt, niemand bekommt sie zu sehen. Oje,oje. Wann hast Du zum letzten Mal etwas bewußt nur für Dich gemacht? Spontan einen Tag frei genommen und mit der freien Zeit irgend etwas gemacht, was Du schon immer mal machen wolltest. Wo ist deine kreative Ader geblieben? Dein Spaß an sportlicher Betätigung? Spaß mit Freunden?
Wichtig scheint mir für dich auch mal, dass Du lernst extravertierter zu agieren und (auch negative) Gefühle nach außen zuzulassen. Kannst Du dir vorstellen bei einer Theatergruppe mitzumachen? Oder deine verschüttete Energien über einen Selbstverteidiungskurs wieder zu entdecken?
Je mehr Menschen du kennenlernst, um so höher die Wahrscheinlichkeit dadurch auch wichtige Freundschaften zu knüpfen.

Lg

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16. Februar 2006 um 23:12
In Antwort auf inez_12562985

Spring aus dem Gleisen...
Hallo miamaus,
dein alltag hört sich ziemlich geregelt und (sorry) eintönig an. Es fehlt an Abwechslung, Hobbys, Raum und Zeit für spontane Aktionen, Kurztripps, Verabredungen mit Leuten, die du magst.
Dein Körper reagiert darauf, dass du im Grunde nicht dein Leben lebst, sondern sehr viel Aufwand treibst, um nicht aus der Rolle zu fallen und den Ansprüchen anderer zu genügen.
Die daraus resultierende Unzufriedenheit und der Frust "schlägt dir auf den Magen" (im Volkmund liegt oft ein wahrer Kern)
Ich bin kein Fachmann, doch glaube ich nicht, dass du schizophren bist. Du fühlst dich nur nicht authentisch mit dem wie Du dich täglich verbiegst und verbiegen lässt.
Du wirkst auf mich viel zu angepasst. Deine Ecken und Kanten werden brav unter den Teppich gekehrt, niemand bekommt sie zu sehen. Oje,oje. Wann hast Du zum letzten Mal etwas bewußt nur für Dich gemacht? Spontan einen Tag frei genommen und mit der freien Zeit irgend etwas gemacht, was Du schon immer mal machen wolltest. Wo ist deine kreative Ader geblieben? Dein Spaß an sportlicher Betätigung? Spaß mit Freunden?
Wichtig scheint mir für dich auch mal, dass Du lernst extravertierter zu agieren und (auch negative) Gefühle nach außen zuzulassen. Kannst Du dir vorstellen bei einer Theatergruppe mitzumachen? Oder deine verschüttete Energien über einen Selbstverteidiungskurs wieder zu entdecken?
Je mehr Menschen du kennenlernst, um so höher die Wahrscheinlichkeit dadurch auch wichtige Freundschaften zu knüpfen.

Lg

Lebensgefährte
was deinen Freund angeht, hast Du bereits gespürt, dass das Leben nicht nur aus "schaffe, schaffe, Häusle baue" besteht.
Klar ist es löblich, dass er sich so anstrengt.
Doch vielleicht kannst Du ihn ja doch noch auch für andere Aktivitäten gewinnen(z.B. ein gemeinsamer Samba-Tanzkurs?).
Falls nicht....das weißt du selbst....
das Leben bietet so viel mehr.

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21. Februar 2006 um 0:39

Dito...
mir geht es gleich wie Dir... Freundin, Arbeit,... trotzdem bin ich sehr unzufrieden... ich glaube es liegt daran, weil mir bewusst worden ist, dass alles nur noch schlimmer wird...

früher hatte man noch Aussichten, man hatte Illusionen, Wunschglauben, und verdrehte Vorstellungen was die Zukunft bringen soll... jedoch hab ich nichts mehr davon, die Zukunft ist Gegenwart und diese hat mich böse eingeholt... langeweile, krankheit, trauer, kummer... ich sehe eigentlich nichts das meine Lebensfreude wieder auf das frühere Niveau anheben könnte... es ist alles immer der gleiche Trott... alles die gleiche Scheisse, jeden Tag, jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr... nur es wird immer nur noch schlimmer...

mit der Zeit mach mich das Wirklich Aggressiv... ich könnte den Computer aus dem Fenster werfen, Türen zuschlagen oder mein Handy gegen die Wand werfen...

was will man noch von diesem Leben erwarten??

Lg LastThing

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2. März 2006 um 0:22
In Antwort auf inez_12562985

Spring aus dem Gleisen...
Hallo miamaus,
dein alltag hört sich ziemlich geregelt und (sorry) eintönig an. Es fehlt an Abwechslung, Hobbys, Raum und Zeit für spontane Aktionen, Kurztripps, Verabredungen mit Leuten, die du magst.
Dein Körper reagiert darauf, dass du im Grunde nicht dein Leben lebst, sondern sehr viel Aufwand treibst, um nicht aus der Rolle zu fallen und den Ansprüchen anderer zu genügen.
Die daraus resultierende Unzufriedenheit und der Frust "schlägt dir auf den Magen" (im Volkmund liegt oft ein wahrer Kern)
Ich bin kein Fachmann, doch glaube ich nicht, dass du schizophren bist. Du fühlst dich nur nicht authentisch mit dem wie Du dich täglich verbiegst und verbiegen lässt.
Du wirkst auf mich viel zu angepasst. Deine Ecken und Kanten werden brav unter den Teppich gekehrt, niemand bekommt sie zu sehen. Oje,oje. Wann hast Du zum letzten Mal etwas bewußt nur für Dich gemacht? Spontan einen Tag frei genommen und mit der freien Zeit irgend etwas gemacht, was Du schon immer mal machen wolltest. Wo ist deine kreative Ader geblieben? Dein Spaß an sportlicher Betätigung? Spaß mit Freunden?
Wichtig scheint mir für dich auch mal, dass Du lernst extravertierter zu agieren und (auch negative) Gefühle nach außen zuzulassen. Kannst Du dir vorstellen bei einer Theatergruppe mitzumachen? Oder deine verschüttete Energien über einen Selbstverteidiungskurs wieder zu entdecken?
Je mehr Menschen du kennenlernst, um so höher die Wahrscheinlichkeit dadurch auch wichtige Freundschaften zu knüpfen.

Lg

Theatergruppe
Vielen Dank für deinen Beitrag Redcorner!

Ich habe tatsächlich mal überlegt in einer Theatergruppe mit zu machen. Du hast recht, vielleicht sollte ich es wirklich mal probieren. Weißt du, wenn ich einen guten Tag habe (Gott sei Dank gibts ja solche auch in meinem Leben) dann habe ich unglaublich viele Visionen und Ziele, Idee und Gedanken und dann wie damals als ich im Internet nach eine Theatergruppe im Pinzgau (meine Wohngegend) suchte, fand ich genau nichts. Also habe ich es wieder gelassen. Vielleicht wohne ich in der falschen Gegend. Dauernd schwirrt mir im Kopf herum, dass ich in die Stadt muss. Graz, Linz, Wien oder Berlin, irgend hin, wo was los ist. Doch ich habe meinen Freund und das kann ich auch nciht machen. Er bevorzugt diese Wohngegend und na ja... verlieren will ich ihn nicht.

Weißt du, es ist ja nicht so, dass ich dauer Depri bin, aber wenn ich es bin, spiele ich gelegentlich mit dem Gedanken in einen Baum, in eine Wand oder wo ich gerade so vorbeifahre dagegen zu fahren. Iree Gedanken. Dann kann ich nciht schlafen, nicht essen, nicht reden, nicht weggehen, einfach garnichts. Ich bin wie eine andere Person (deshalb Schizophren).

Das es nun endgültig an der Zeit ist etwas zu tun, dass ist mir klar. Ich haben nun ein paar Bücher gekauft über Stressüberwindung und gesunde Ernährung usw. Ich fang halt mal so an. Meine Arbeit habe ich nun auch genkündigt und am 1. Mai fange wo anders an. So bin ich in der Nähe von meinem Freund und dann werde ich versuchen, unsere Beziehung etwas schöner und lustiger zu gestalten. Sollte es nicht möglich sein, werde ich mich sehr warscheinlich nächstes Jahr in die große Stadt vertschüssen.

Aber wenn ich dann über all das so nachdenke, werde ich ganz krank. Ich habe Angst davor, dass ich warscheinlich nie den richtigen Partner für mich finden werde, denn mein Freund ist mir vom Karakter sehr änlich, er ist aufrichtig und lieb, kümmert sich um mich. Ob ich ihn einfach so hinschmeissen will? Nein, will ich nicht. Nur für Kopromissen scheint er nicht bereit sein. VIelleicht braucht er auch ein wenig Zeit.


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2. März 2006 um 0:29

"Seelsorger"
Hallo Gestagen100!

Danke schön für deine Zeit und deinen Vorschlag. Diesen werde ich mir zu Herzen nehmen und darüber nachdenken. Weißt du, es klingt etwas komisch, nur wenn ich an einen "Seelsorger" denke, schießt mir sofort in den Kopf, dass wenn das meine Eltern wüssten, sie sich sicherlich total mies vorkommen würden und annehmen würden, dass Ihre Erziehung total schlief gelaufen ist - aber ich werde mal drüber nachdenken. Danke nochmals!

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2. März 2006 um 0:54
In Antwort auf madhur_12545935

"Seelsorger"
Hallo Gestagen100!

Danke schön für deine Zeit und deinen Vorschlag. Diesen werde ich mir zu Herzen nehmen und darüber nachdenken. Weißt du, es klingt etwas komisch, nur wenn ich an einen "Seelsorger" denke, schießt mir sofort in den Kopf, dass wenn das meine Eltern wüssten, sie sich sicherlich total mies vorkommen würden und annehmen würden, dass Ihre Erziehung total schlief gelaufen ist - aber ich werde mal drüber nachdenken. Danke nochmals!

Die Nase dem Wind entgegen strecken miamaus - das Leben ruft
ich kenne deine Bedenken wegen Seelsorge. Auch meine Eltern wissen nicht, dass ich eine Gesprächstherapie gemacht habe.
Nehmen wir es ihnen nicht allzu übel, sie wissen es nicht besser, da alles was mit "Psycho-" beginnt aus ihrer Lebenserfahrung heraus ziemlich suspekt wirken muss.
Wie bekommst Du deine Hemmungen über Bord? Nun, wenn der Zahn schmerzt, weil er vereitert ist, geht man zum Zahnarzt; bei Unterbauchbeschwerden zum Gynäkologen, und sonst erst mal zum Hausarzt - bloß was machen wir mit einer leidenden Seele?
Bildet sie nicht - zusammen mit dem Herz - den eigentlichen Motor unseres Lebens & Strebens?



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2. März 2006 um 1:09

-"Mein Freund ist nur ein wenig eigen"-
Kann man wohl sagen. Nach Deiner Schilderung ist er ein zirka 80jähriger Schweizer Berghirte.

Nix für ungut.

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2. März 2006 um 12:18

Es gibt eine Lösung
Hi miamaus4,

obwohl Mann, geht es mir oft ähnlich und suche
deshalb immer wieder nach Antworten. Vor ein paar Tegen habe ich eine sehr umfassende Antwort in einem Buch gefunden, das ich hier für Dich unbedingt empfehlen möchte zu lesen. Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Reihe von Antworten auf viele Deiner Fragen hat:

Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest von Eva-Maria Zurhorst.
Es geht weit über das Verständnis einer Beziehung hinaus.

Also viel Glück

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2. März 2006 um 13:23
In Antwort auf inez_12562985

Die Nase dem Wind entgegen strecken miamaus - das Leben ruft
ich kenne deine Bedenken wegen Seelsorge. Auch meine Eltern wissen nicht, dass ich eine Gesprächstherapie gemacht habe.
Nehmen wir es ihnen nicht allzu übel, sie wissen es nicht besser, da alles was mit "Psycho-" beginnt aus ihrer Lebenserfahrung heraus ziemlich suspekt wirken muss.
Wie bekommst Du deine Hemmungen über Bord? Nun, wenn der Zahn schmerzt, weil er vereitert ist, geht man zum Zahnarzt; bei Unterbauchbeschwerden zum Gynäkologen, und sonst erst mal zum Hausarzt - bloß was machen wir mit einer leidenden Seele?
Bildet sie nicht - zusammen mit dem Herz - den eigentlichen Motor unseres Lebens & Strebens?



Hallo miamaus!
Ich hab' zwar die Diskussion nicht so ganz mitgekriegt, aber ich kann trotzdem meinen Vorrednerinnen nur Recht geben - wenn der Schuh irgendwo drückt, dann muss man etwas daran ändern. Ich hatte mit 19 das erste Mal eine richtig depressive Phase und hab' mich dann auch gleich in eine Esstörung hineinmanövriert. Meinen Eltern war es damals natürlich nicht egal, aber durch verschäfte Kontrolle und Schimpferei haben sie versucht, den Spleen aus mir wieder herauszubekommen - durch einen "Unfall" ist es dann auch gelungen. Und ich war mächtig stolz, dass ich mich selbst in den Grif bekommen habe. Einige Jahre später hatte ich dann das zweite Mal einen "Zusammenbruch", habe mir aber auch keine Hilfe gesucht. Im Septmeber dieses Jahres kam dann meine dritte und bisher schwerste depressive Phase, an der ich immer noch kaue. Ich habe dann aber von von meiner Chefin die Adresse einer Psychologin gekriegt, zu der ich nun regelmäßig gehe. Und Supervision mache ich auch. Meine Eltern wissen natürlich auch nichts davon (ich bin ihnen ja auch keine Rechenschaft mehr schuldig), sie würden sich aber tierisch aufregen, wenn sie wüssten, dass ich "Seelenstriptease" mache. Ich muss aber sagen, mir tuen die Gespräche sehr gut und ich sehe jetzt einach einige Dinge anders als früher. OK, wirklich gut geht's mir immer noch nicht, und im Moment kämpfe ich wieder sehr mit meinem Essverhalten (allerdings habe ich es in der Therapie noch nicht angesprochen, man sieht mir halt nichts an), womit ich in den letzten Jahren nicht arg so große Probleme hatte.
Es ist einfach eine falsche Einstellung, wenn man sagt, seelische Probleme seine keine Probleme. Und es ist einfach so, dass (fast) jedeR irgendwelche "Leichen im Keller" hat, über die er/sie mit niemandem so richtig reden kann oder will. Das Problem ist nur, das bei dem/der einen oder anderen diese Leichen bald zu einem riesigen Berg anwachsen - und dieser überdeckt dann alles, was man noch an Potenzial hat.
Deshalb: Wenn es dir wirklich so schlecht geht, suche Hilfe. Es ist keine Schande!
Viel Erfolg wünscht dir deabei Lilotschka!

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2. März 2006 um 17:06
In Antwort auf renie_12451281

Hallo miamaus!
Ich hab' zwar die Diskussion nicht so ganz mitgekriegt, aber ich kann trotzdem meinen Vorrednerinnen nur Recht geben - wenn der Schuh irgendwo drückt, dann muss man etwas daran ändern. Ich hatte mit 19 das erste Mal eine richtig depressive Phase und hab' mich dann auch gleich in eine Esstörung hineinmanövriert. Meinen Eltern war es damals natürlich nicht egal, aber durch verschäfte Kontrolle und Schimpferei haben sie versucht, den Spleen aus mir wieder herauszubekommen - durch einen "Unfall" ist es dann auch gelungen. Und ich war mächtig stolz, dass ich mich selbst in den Grif bekommen habe. Einige Jahre später hatte ich dann das zweite Mal einen "Zusammenbruch", habe mir aber auch keine Hilfe gesucht. Im Septmeber dieses Jahres kam dann meine dritte und bisher schwerste depressive Phase, an der ich immer noch kaue. Ich habe dann aber von von meiner Chefin die Adresse einer Psychologin gekriegt, zu der ich nun regelmäßig gehe. Und Supervision mache ich auch. Meine Eltern wissen natürlich auch nichts davon (ich bin ihnen ja auch keine Rechenschaft mehr schuldig), sie würden sich aber tierisch aufregen, wenn sie wüssten, dass ich "Seelenstriptease" mache. Ich muss aber sagen, mir tuen die Gespräche sehr gut und ich sehe jetzt einach einige Dinge anders als früher. OK, wirklich gut geht's mir immer noch nicht, und im Moment kämpfe ich wieder sehr mit meinem Essverhalten (allerdings habe ich es in der Therapie noch nicht angesprochen, man sieht mir halt nichts an), womit ich in den letzten Jahren nicht arg so große Probleme hatte.
Es ist einfach eine falsche Einstellung, wenn man sagt, seelische Probleme seine keine Probleme. Und es ist einfach so, dass (fast) jedeR irgendwelche "Leichen im Keller" hat, über die er/sie mit niemandem so richtig reden kann oder will. Das Problem ist nur, das bei dem/der einen oder anderen diese Leichen bald zu einem riesigen Berg anwachsen - und dieser überdeckt dann alles, was man noch an Potenzial hat.
Deshalb: Wenn es dir wirklich so schlecht geht, suche Hilfe. Es ist keine Schande!
Viel Erfolg wünscht dir deabei Lilotschka!

Terapie
Ja Leichen im Keller...
ich glaube ich war sieben, als ich das erste Mal depressiv war. Damals sind meine Eltern für ca. 1,5 Jahre weggegangen um im Ausland zu arbeiten. Ich blieb mit meinem kleinem Bruder (er war noch ein Baby) bei der Oma. Ich weiß noch, das ich auch damals nichts essen konnte und die Lebensmittel meistens versteckte, wegspülte usw. Ich war ziemlich abgemagert, man konnte sogut wie alle meine Knochen sehen, sie haben mich dann zwangsernährt.
Einige Jahre später, ca. mit 16 Jahren war ich dann so ziemlich down. Mein Papa hat getrunken (oder trinkt) und sie haben nur gearbeitet. Ich habe auch meinen Bruder geschaut. Mit 18 ist dann mein Opa gestorben, mit 19. meine Oma, sechs Monate später der zweite Opa verunglückt. War eine schlimme Zeit. Ich hatte mich davor nie mit dem Tod auseinander gesetzt und aufeinmal waren sie alle tod, die so immer um mich herum waren. Schlimmerweise kam meine Mutter mit der ganzen Situation auch nciht wirklich klar. Sie trug über drei Jahre nur schwarze Bekleidung und war mega depressiv. Damals bin ich ausgezogen... und habe mich in den letzten Jahren ziemlich hochgearbeitet. Wisst ihr, es ist zeimlich leicht zu arbeiten, wenn man nicht an andere Dinge denken will. Zwischendurch bin ich halt immer wieder krank. Irgendwie faszinierend, was sich mein Körper alles so einfallen lässt.
Gott -shit-
ihr habe voll Recht,
warscheinlich sollte ich wirklich mal mich professionell beraten lassen.
Danke euch allen.

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2. März 2006 um 19:19

Öhhhm

Bin beim

O
|\ __O
_|_| \ passiv und alles wird jut *spaß*

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13. März 2006 um 8:46

Ich bin mir nicht sicher,
... was es bei dir ist oder sein könnte. Aber ein Burn-Out-Syndrom käme dem schon näher.

Falls das hier schon geschrieben wurde, sorry!

Was bzw. wo bzw. in welcher Position arbeitest du denn?

Viele Grüße Lila

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13. März 2006 um 17:32

Das Buch
COLETTE DOWLING
CINDERELLA KOMPLEX würde ich dir unbedingt empfehlen. Da wirdst du viele ähnliche Geschichten, wie deine von verschiedenen Frauen lesen und genau wie mir, dir wird es besser gehen, deine Lebensqualität wird steigen und einige Probleme verschwinden einfach......

Liebe Grüsse, Lena

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16. März 2006 um 8:46

Miamaus4
Hallo,

es ist doch ganz normal, dass man schlechte Tage hat. Aber ich glaube, bei dir ist grundsätzlich das Problem, du weißt mit dir selbst nichts
anzufangen. Vielleicht hast du einfach deinen
Lebensmittelpunkt noch nicht gefunden und hast noch keine genaue Richtung in deinem Leben gefunden. Hinterfrage mal, was du willst, was dich
wirklich glücklich macht und dich ausfüllen würde.
Hast du Hobbys? Mit deinem Freund, da muss man Kompromisse finden, um die Beziehung erfüllter zu machen.
Aber wenn er nie Zeit hat, und nie auf Sachen eingeht,
die dir wirklich wichtig sind, würde ich auch da umdenken. Nachdem ich deinen Bericht gelesen habe, kommt mir der Verdacht, du konzetrierst dich zu sehr auf dein Umfeld und willst es allen recht machen. du bist wichtig zu allererst. ein schwieriger Weg, aber es geht. Nur wenn du mit dir selbst im einklang bist, wird dir nicht mehr alles so sinnlos erscheinen. Liebe Grüße Pumuckli

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