Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Wie weiter damit umgehen?

Wie weiter damit umgehen?

14. Februar 2010 um 16:14

Seit Jahrzehnten bin ich aus familiären Gründen dazu gezwungen, die Art eines Menschen ( 70J ) zu ertragen.
Diese Art besteht aus zwei Verhaltensweisen:
- die Person verfügt über nahezu keine Unrechtsbewußtsein. Was und wie sie es macht ist grundsätzlich richtig und nicht diskutierbar ( im wahrsten Sinne des Wortes, es wird keine Diskussion zugelassen ).
- die Person sagt anderen grundsätzlich, was sie denkt. Dabei ist es ihr völlig egal, ob sie anderen damit weh tut oder ihr Umfeld anderer Meinung ist.
Aufkeimende Opposition wird geradezu aggressiv verbal niedergekämpft.
Von mir darauf angesprochen kommt es jedes Mal zum Streit, denn sie fühlt sich ja im Recht. Und außerdem bin ich der Einzige im Umfeld der Verwandtschaft, der sich das zu sagen traut. Deshalb stehe ich auch aus Sicht der Person gesehen mit einer Einzelmeinung da, die man vehement bekämpfen muss. Meine Verwandschaft traut sich nicht, lädt aber ihre Probleme bei mir ab.
Nachdem ich letztlich immer wieder klein beigegeben habe, ließ ich es vor ca. 2 Jahren richtig krachen. Es kam zu einem heftigen Streit. Danach war fast ein Jahr eine mühsam erzwungene Zurückhaltung der Person festzustellen.
Jetzt geht es wieder los. Alle machen alles falsch, nur sie nicht. Und deshalb wird jedem erklärt, wie die Welt wirklich funktioniert. Und wehe, man erkennt das nicht an und widerspricht.
Wie weiter damit umgehen?

Mehr lesen

14. Februar 2010 um 17:17

Genug ist genug
Hallo,
Handelt es sich bei der Rechthaberei um Altersstarrsinn, der mit der Zeit immer schlimmer wird oder stand die Person in der Familienhierarchie schon immer an agressiv- tonangebender Stelle und ist somit die ganze Familienvita davon geprägt? (Ich musste grad an 'Via mala' denken..)

Zunächst einmal ist es wichtig, dass du dich um dich selber kümmerst.
Einen 70 jährigen Menschen, der vielleicht schon sein ganzes Leben in der Rolle des 'Hausdrachen' zugebracht hat, wirst du nicht mehr ändern. Im Alter kann dieses Verhalten erfahrungsgemäß sogar schlimmer werden.

Ich würde mich dem Zugriff dieser Person entziehen. Ich weiß nicht ob sie direkt in deinem Haushalt lebt (oder du in ihrem?)- dann währe eine räumliche Trennung das Beste. Auch den anderen Beteiligten solltest du zu verstehen geben, dass du als 'Mediator' nicht länger zur Verfügung stehst, weil du sonst kaputt gehst. Formuliere es ruhig so drastisch, damit sie sehen, wie ernst es dir ist.
Es nützt auch nichts in Opposition zu gehen, damit reibst du dich auf und wirst irgendwann krank (wenn du es nicht schon bist). Die beschriebene Person braucht den Streit scheinbar als Lebenselixier aber du brauchst ihn nicht und solltest dich langsam ausklinken.
Signalisiere allen Beteiligten, dass du für die innerfamiliären Machtspielchen nicht mehr zur Verfügung stehst und bleibe bei deinem Standpunkt. Das soll nicht heissen, dass du generell mit deiner Familie brechen musst.
Übernimm die Verantwortung für dich (nicht für andere Beteiligte) und distanziere dich so gut es geht.

Liebe Grüße,
Tamara

1 LikesGefällt mir

14. Februar 2010 um 19:56
In Antwort auf cimarron8

Genug ist genug
Hallo,
Handelt es sich bei der Rechthaberei um Altersstarrsinn, der mit der Zeit immer schlimmer wird oder stand die Person in der Familienhierarchie schon immer an agressiv- tonangebender Stelle und ist somit die ganze Familienvita davon geprägt? (Ich musste grad an 'Via mala' denken..)

Zunächst einmal ist es wichtig, dass du dich um dich selber kümmerst.
Einen 70 jährigen Menschen, der vielleicht schon sein ganzes Leben in der Rolle des 'Hausdrachen' zugebracht hat, wirst du nicht mehr ändern. Im Alter kann dieses Verhalten erfahrungsgemäß sogar schlimmer werden.

Ich würde mich dem Zugriff dieser Person entziehen. Ich weiß nicht ob sie direkt in deinem Haushalt lebt (oder du in ihrem?)- dann währe eine räumliche Trennung das Beste. Auch den anderen Beteiligten solltest du zu verstehen geben, dass du als 'Mediator' nicht länger zur Verfügung stehst, weil du sonst kaputt gehst. Formuliere es ruhig so drastisch, damit sie sehen, wie ernst es dir ist.
Es nützt auch nichts in Opposition zu gehen, damit reibst du dich auf und wirst irgendwann krank (wenn du es nicht schon bist). Die beschriebene Person braucht den Streit scheinbar als Lebenselixier aber du brauchst ihn nicht und solltest dich langsam ausklinken.
Signalisiere allen Beteiligten, dass du für die innerfamiliären Machtspielchen nicht mehr zur Verfügung stehst und bleibe bei deinem Standpunkt. Das soll nicht heissen, dass du generell mit deiner Familie brechen musst.
Übernimm die Verantwortung für dich (nicht für andere Beteiligte) und distanziere dich so gut es geht.

Liebe Grüße,
Tamara

Danke
für die Antwort, denn sie zeigt mir, dass mein grundsätzliches Problem von Dir verstanden wurde.
Leider ist es in einem Forum so, dass man sich öffnen möchte, aber gleichzeitig möglichst wenig preisgeben.
Die Person lebt 600km entfernt, allein und ich bin aus famliären und moralischen Gründen gezwungen, den Kontakt zu halten. Das läßt Interpretionen zu, vielleicht die richtigen.
Es ist kein Altersstarrsinn, sie war schon immer so. Nur reduziert sich die Anzahl der Personen, an denen sie es auslassen kann. Deshalb wirkt es stärker auf die Einzelnen.
Leider ist es so, dass für den Fall, das ich bei meinem Standpunkt bleibe, sie sich distanziert und vermutlich insgesamt verliert. So geht es Leuten, die ihr Unrecht nicht einsehen wollen. Irgend wann ist keiner mehr für sie da.
Das wiederum kann ich nicht zulassen.
Also bleibt es bei dem Spagat: die Person oder ich.
Vielleicht gewinnt sie, ohne es selbst so zu sehen und ich lande auf der Couch.
Gruß

Gefällt mir

15. Februar 2010 um 17:10

Kognitiver Geizhalz
das ist der richtige Begriff. Den habe ich bei der Suche nach Altersstarrsinn gefunden. Am Besten gefällt mir die Erklärung aus einem Blog von Juerg Meier, denn sie passt:
"Menschen verarbeiten aktiv und individuell. Dabei arbeiten wir alle aber als kognitive Geizhälse, wie es der berühmte Psychologe Zimbardo ausdrückt..
In der Regel besitzen wir ein fest gefügtes Weltbild und nehmen selektiv nur jene Infos auf, die hineinpassen. Im Zweifelsfall werden diese eben passend gemacht. Wenn jemand davon überzeugt ist, dass alle Politiker nur ihren eigenen Vorteil sehen, wird er in allen Äußerungen und Handlungen von Politikern Beweise dafür zuhauf finden. Und wenn jemand davon überzeugt ist, dass kein Gebrauchtwagen den wahren Kilometerstand anzeigt und jeder Autoverkäufer ein frei herumlaufender Verbrecher sei, nützt auch das beste ASR nichts...
... Sie picken sich wie Hühner vor allem jene Informationen heraus, die ihr Weltbild bestätigen. Alle anderen Daten werden nicht beachtet oder zumindest sehr kritisch unter die Lupe genommen."
Leider bringt mich das nur bedingt weiter.

Beispiele gibt es viele. Aber auch hier bleibe ich zurückhaltend. Hier zwei, die das Verhalten beschreiben:
Eine Nachbarin ist mit der Hausordnung dran, kann sie aber krankheitsbedingt nicht durchführen. Die Person weiß von der Krankheit, wartet bis zum letzten Tag, klingelt an und wirft der Nachbarin vor, die Hausordnung nicht gemacht zu haben.

Ein Bekannte liegt im Krankenhaus. Die Person geht zum Stationsleiter ( Ausländer ) und erklärt ihm , er möge doch bitte dafür sorgen, dass keine Ausländer mehr in das Zimmer verlegt werden. Begründung: das stört, weil die immer so viel Besuch bekommen.
Dazu muss sich ein Auftreten und eine Tonart vorstellen, die zu angriffslustigem Verhalten passt. Auf diese Situationen angesprochen erhält man die Antwort:
Ich sage, was ich denke, das habe ich schon immer so gemacht und das lasse ich mir auch nicht verbieten.

Gefällt mir

15. Februar 2010 um 22:46
In Antwort auf achwas1

Kognitiver Geizhalz
das ist der richtige Begriff. Den habe ich bei der Suche nach Altersstarrsinn gefunden. Am Besten gefällt mir die Erklärung aus einem Blog von Juerg Meier, denn sie passt:
"Menschen verarbeiten aktiv und individuell. Dabei arbeiten wir alle aber als kognitive Geizhälse, wie es der berühmte Psychologe Zimbardo ausdrückt..
In der Regel besitzen wir ein fest gefügtes Weltbild und nehmen selektiv nur jene Infos auf, die hineinpassen. Im Zweifelsfall werden diese eben passend gemacht. Wenn jemand davon überzeugt ist, dass alle Politiker nur ihren eigenen Vorteil sehen, wird er in allen Äußerungen und Handlungen von Politikern Beweise dafür zuhauf finden. Und wenn jemand davon überzeugt ist, dass kein Gebrauchtwagen den wahren Kilometerstand anzeigt und jeder Autoverkäufer ein frei herumlaufender Verbrecher sei, nützt auch das beste ASR nichts...
... Sie picken sich wie Hühner vor allem jene Informationen heraus, die ihr Weltbild bestätigen. Alle anderen Daten werden nicht beachtet oder zumindest sehr kritisch unter die Lupe genommen."
Leider bringt mich das nur bedingt weiter.

Beispiele gibt es viele. Aber auch hier bleibe ich zurückhaltend. Hier zwei, die das Verhalten beschreiben:
Eine Nachbarin ist mit der Hausordnung dran, kann sie aber krankheitsbedingt nicht durchführen. Die Person weiß von der Krankheit, wartet bis zum letzten Tag, klingelt an und wirft der Nachbarin vor, die Hausordnung nicht gemacht zu haben.

Ein Bekannte liegt im Krankenhaus. Die Person geht zum Stationsleiter ( Ausländer ) und erklärt ihm , er möge doch bitte dafür sorgen, dass keine Ausländer mehr in das Zimmer verlegt werden. Begründung: das stört, weil die immer so viel Besuch bekommen.
Dazu muss sich ein Auftreten und eine Tonart vorstellen, die zu angriffslustigem Verhalten passt. Auf diese Situationen angesprochen erhält man die Antwort:
Ich sage, was ich denke, das habe ich schon immer so gemacht und das lasse ich mir auch nicht verbieten.

Das mit dem
'Kognitiven Geizhals' hört sich ein wenig wie die Konstruktivismus- Theorie an. Jeder konstruiert sich sein eigenes Weltbild, fehelnde Infos werden aus dem eigenen Ideenfundus dazubeigesteuert und somit ergänzt. Manchmal gibt es dann Phänomene wie z.B. zwei völlig unterschiedliche Schilderungen eines Unfallherganges oder Schlimmeres (wie von dir Beschrieben)

Naja, als ich die Schilderungen zum Verhalten der verwandten Person gelesen habe, musste ich (es sei mir verziehen) ein wenig schmunzeln. Das erinnert mich an Alfred Tetzlaff oder an den etwas moderneren Dr. House.
In der Realität mit so einer Person auskommen zu müssen ist sicherlich eine große Herausforderung, vor allem wenn man bedenkt, dass diese auch noch komplett beratungsresistent ist.
Sei froh, dass die erwähnten 600 km zwischen euch liegen!!
Schlimm ist, wenn sie es in deinem Beisein 'krachen lässt' und du die Reaktionen der Leute mitbekommst, die wissen ja nicht, dass ihr (Person) Verhalten sozusagen schon zum 'Guten Ton' gehört. Ist es dir schon passiert, dass man auch dir, aufgrund ihres miesen Benehmens ablehnend entgegentrat?

Was haben denn eigentlich die Tetzlaffs mit ihrem Ekel Alfred gemacht? Für die war es irgendwann Normalität, hier und da ein Disput mit dem Despot und ansonsten die Augen verdreht und weitergelebt.
Manchmal wünscht man sich aber vielleicht auch, unbemerkt einen kleinen Mord begehen zu dürfen.
Ein Arzt hat mit über 70 Jahren seine ewig mäkelnde Ehefrau erschlagen, zersägt und dann die Polizei gerufen 'Ich habe sie klein gemacht'. Er wurde freigesprochen, weil alle Nachbarn und Bekannten bezeugen konnten, dass er jahrzehntelanger unzumutbarer seelischer Härte ausgeliefert war und letztlich im Affekt handelte. Am Ende der Verhandlung sagte er, er habe sie nicht verlassen können, weil er sie geliebt habe..

Ich weiß auch nicht was du tun sollst...ich würde mich zurückziehen und wenn's für dich nicht in Frage kommt, musst du ziemlich stark sein; ich für meinen Teil wär schon weg, ob der Denkzettel nun ankommt oder nicht aber vielleicht bin ich ja auch nur ein 'Kognitiver Geizhals'.

Es grüßt dich,
Tamara

Gefällt mir

15. Februar 2010 um 23:16
In Antwort auf cimarron8

Das mit dem
'Kognitiven Geizhals' hört sich ein wenig wie die Konstruktivismus- Theorie an. Jeder konstruiert sich sein eigenes Weltbild, fehelnde Infos werden aus dem eigenen Ideenfundus dazubeigesteuert und somit ergänzt. Manchmal gibt es dann Phänomene wie z.B. zwei völlig unterschiedliche Schilderungen eines Unfallherganges oder Schlimmeres (wie von dir Beschrieben)

Naja, als ich die Schilderungen zum Verhalten der verwandten Person gelesen habe, musste ich (es sei mir verziehen) ein wenig schmunzeln. Das erinnert mich an Alfred Tetzlaff oder an den etwas moderneren Dr. House.
In der Realität mit so einer Person auskommen zu müssen ist sicherlich eine große Herausforderung, vor allem wenn man bedenkt, dass diese auch noch komplett beratungsresistent ist.
Sei froh, dass die erwähnten 600 km zwischen euch liegen!!
Schlimm ist, wenn sie es in deinem Beisein 'krachen lässt' und du die Reaktionen der Leute mitbekommst, die wissen ja nicht, dass ihr (Person) Verhalten sozusagen schon zum 'Guten Ton' gehört. Ist es dir schon passiert, dass man auch dir, aufgrund ihres miesen Benehmens ablehnend entgegentrat?

Was haben denn eigentlich die Tetzlaffs mit ihrem Ekel Alfred gemacht? Für die war es irgendwann Normalität, hier und da ein Disput mit dem Despot und ansonsten die Augen verdreht und weitergelebt.
Manchmal wünscht man sich aber vielleicht auch, unbemerkt einen kleinen Mord begehen zu dürfen.
Ein Arzt hat mit über 70 Jahren seine ewig mäkelnde Ehefrau erschlagen, zersägt und dann die Polizei gerufen 'Ich habe sie klein gemacht'. Er wurde freigesprochen, weil alle Nachbarn und Bekannten bezeugen konnten, dass er jahrzehntelanger unzumutbarer seelischer Härte ausgeliefert war und letztlich im Affekt handelte. Am Ende der Verhandlung sagte er, er habe sie nicht verlassen können, weil er sie geliebt habe..

Ich weiß auch nicht was du tun sollst...ich würde mich zurückziehen und wenn's für dich nicht in Frage kommt, musst du ziemlich stark sein; ich für meinen Teil wär schon weg, ob der Denkzettel nun ankommt oder nicht aber vielleicht bin ich ja auch nur ein 'Kognitiver Geizhals'.

Es grüßt dich,
Tamara

Tamara
super Beitrag

Gefällt mir

16. Februar 2010 um 16:20

...
acecat: sehr aufschlussreich.. das einzige, was mich etwas stört, ist der begriff "perverser".. aber gut, das heißt im prinzip auch nur "von der norm abweichend".. auch bei der sache mit der "emotionalen abhängigkeit" gebe ich dir recht.

Gefällt mir

16. Februar 2010 um 17:08
In Antwort auf dorawolf

Tamara
super Beitrag

Und nochmals danke...
Der Text, der sich mit dem narzistisch Perversen befasst enthält Passagen, die geradezu eine Beschreibung der Handlungsweise der Person sind.
Gefühlskälte hinter einer heuchlerisch freundlichen Fassade. Emotionen flackern kurz auf und sind dann weg. Scheinbar emotional geführte Diskussion mit lautstarken Streit und Sekunden spätere Begeisterung beim Biathlon bei einem Stück Kuchen.
Warum ich mir das bieten lasse? Die Person ist meine Mutter. Sie ist verwitwet. Mein Vater ist vor einem Jahr verstorben ... er war letztlich schwer depressiv. Sie hat das seiner Krankheit zugeschoben, ich ihrem Verhalten.
Seine Krankheit war schwer, aber mit Sicherheit nicht allein schuld an seinen Depression. Vor allem begannen die schon lange vor seiner Krankheit.
Eure Beiträge haben mir geholfen. Ich werde mich jetzt zurückhalten und den von ihr abgebrochenen Kontakt nicht wieder auffrischen. Aber macht man das auf Dauer mit seiner Mutter? Mal sehen, ob ich das aushalte ... auch wenn ich sie ... könnte.

Gefällt mir

16. Februar 2010 um 17:24
In Antwort auf achwas1

Und nochmals danke...
Der Text, der sich mit dem narzistisch Perversen befasst enthält Passagen, die geradezu eine Beschreibung der Handlungsweise der Person sind.
Gefühlskälte hinter einer heuchlerisch freundlichen Fassade. Emotionen flackern kurz auf und sind dann weg. Scheinbar emotional geführte Diskussion mit lautstarken Streit und Sekunden spätere Begeisterung beim Biathlon bei einem Stück Kuchen.
Warum ich mir das bieten lasse? Die Person ist meine Mutter. Sie ist verwitwet. Mein Vater ist vor einem Jahr verstorben ... er war letztlich schwer depressiv. Sie hat das seiner Krankheit zugeschoben, ich ihrem Verhalten.
Seine Krankheit war schwer, aber mit Sicherheit nicht allein schuld an seinen Depression. Vor allem begannen die schon lange vor seiner Krankheit.
Eure Beiträge haben mir geholfen. Ich werde mich jetzt zurückhalten und den von ihr abgebrochenen Kontakt nicht wieder auffrischen. Aber macht man das auf Dauer mit seiner Mutter? Mal sehen, ob ich das aushalte ... auch wenn ich sie ... könnte.

..
ich kann ich dich verstehen.. mir tun solche menschen ehrlich gesagt leid, auch wenn ich sie nicht in schutz nehmen will.. aber hinter gefühlskälte verbirgt sich oft ganz viel einsamkeit.. versuche nicht, dich für sie verantwortlich zu fühlen (auch wenn das leicht gesagt ist).. warte, bis SIE sich meldet..und leb DEIN leben .. alles gute für dich

Gefällt mir

17. Februar 2010 um 10:42

Willkommen im Club

Ich habe haargenau das gleiche Problem. Und es macht mich fertig!
Ich bin dieEinzige, die sich um die Person (75J) kümmert und trotzdem bin und bleibe ich das schwarze Schaf der Familie, das enterbt ist und dem man sowieso nichts zutraut!

Die Person ist ungerecht, will nicht sehen, dass ich gerade mein eigenes Leben für sie aufgebe, kann nicht einmal dankbar sein und haut mir stattdessen Beleidigungen um die Ohren..

Wenn ich die Wohnung gut gemeint geputzt habe, dann läuft diese Person mit schmutzigen Gummistiefeln durch die Wohnung und wirft mit miesen Sprüchen um sich... (keine Rücksichtnahme, keine Dankbarkeit!)

Mir gehts so elendig... ich weiß echt nicht mehr weiter!

Und dann ist da immernoch das Gewissen... man kann doch nicht einen Menschen in dem Alter, der niemanden hat , einfach hängen lassen?
Das ist so ein Teufelskreis, der mich einfach nur kaputt macht und mir mein eigenes Leben raubt....

Ich weiß auch nicht, wie es weiter gehen soll...

Gefällt mir

18. Februar 2010 um 18:03
In Antwort auf sinalco007

Willkommen im Club

Ich habe haargenau das gleiche Problem. Und es macht mich fertig!
Ich bin dieEinzige, die sich um die Person (75J) kümmert und trotzdem bin und bleibe ich das schwarze Schaf der Familie, das enterbt ist und dem man sowieso nichts zutraut!

Die Person ist ungerecht, will nicht sehen, dass ich gerade mein eigenes Leben für sie aufgebe, kann nicht einmal dankbar sein und haut mir stattdessen Beleidigungen um die Ohren..

Wenn ich die Wohnung gut gemeint geputzt habe, dann läuft diese Person mit schmutzigen Gummistiefeln durch die Wohnung und wirft mit miesen Sprüchen um sich... (keine Rücksichtnahme, keine Dankbarkeit!)

Mir gehts so elendig... ich weiß echt nicht mehr weiter!

Und dann ist da immernoch das Gewissen... man kann doch nicht einen Menschen in dem Alter, der niemanden hat , einfach hängen lassen?
Das ist so ein Teufelskreis, der mich einfach nur kaputt macht und mir mein eigenes Leben raubt....

Ich weiß auch nicht, wie es weiter gehen soll...

Sei konsequent
Bei meinem Themenstart hier war ich unsicher. Genau diese Gedanken:"Du kannst doch deine Mutter nicht allein lassen. Wie soll sie ohne dich klar kommen."
Nach den Antworten hier habe ich motiviert den nächsten Schritt gemacht und mich an eine online Seelsorge gewandt.
(Vielleicht war die ein oder andere Antwort hier auch professionell, aber das weiss man ja nicht.)
Die dort gefunde Hilfestellung deckt sich mit den Empfehlungen hier. Das macht mir richtig Mut. Ich werde meine Position klar machen und mich und meine Familie rigoros abgrenzen. Wenn ich es schaffe, dann in der gleichen "kalten" Art, wie ich behandelt werde.
Natürlich bleibt immer dieses bohrende Schuldgefühl. Aber wenn es darum geht, wessen Gesundheit leidet, ist mir meine wichtiger.

Gefällt mir

18. Februar 2010 um 19:33
In Antwort auf achwas1

Sei konsequent
Bei meinem Themenstart hier war ich unsicher. Genau diese Gedanken:"Du kannst doch deine Mutter nicht allein lassen. Wie soll sie ohne dich klar kommen."
Nach den Antworten hier habe ich motiviert den nächsten Schritt gemacht und mich an eine online Seelsorge gewandt.
(Vielleicht war die ein oder andere Antwort hier auch professionell, aber das weiss man ja nicht.)
Die dort gefunde Hilfestellung deckt sich mit den Empfehlungen hier. Das macht mir richtig Mut. Ich werde meine Position klar machen und mich und meine Familie rigoros abgrenzen. Wenn ich es schaffe, dann in der gleichen "kalten" Art, wie ich behandelt werde.
Natürlich bleibt immer dieses bohrende Schuldgefühl. Aber wenn es darum geht, wessen Gesundheit leidet, ist mir meine wichtiger.

Super
das sind doch mal sehr schöne neuigkeiten ich drück dir gaaaaaaaaaaaaaaaanz doll die daumen, du schaffst das

Gefällt mir

18. Februar 2010 um 19:37
In Antwort auf dorawolf

Super
das sind doch mal sehr schöne neuigkeiten ich drück dir gaaaaaaaaaaaaaaaanz doll die daumen, du schaffst das

Und
denk daran (wegen der "schuldgefühle"): du hast ALLES menschenmögliche getan .. jetzt ist es an IHR, den nächsten schritt auf dich zuzumachen.. und wenn sie sich nicht ändert dann weißt du ja: du hast alles getan..........

Gefällt mir

21. Februar 2010 um 17:25

Narziss
Hi,ich bin neu hier.Habe mich vor einer Woche von meinem Partner getrennt und glaube er trägt auch diese Veranlagung in sich.Wutausbrüche,Weglaufen,vi ele Tage,viele nur weibliche Bekanntschaften,und immer dieses auf und ab.Wir waren zwei Jahre zusammen mit etlichen Trennungen,die von mir ausgingen,dann sms oder er rief an und weinte am Telefon.Ich verzieh ihm dann.Er macht auch Therapie.Momentan geht es mir nicht so gut,er war auch oft sehr lieb und hat alles für mich getan.wenn es dann ne Weile gut lief,spürte ich seine Getriebenheit und weg war er.Und alles begann von vorn,sms,Anrufe,Briefe,Weinen. Nun hab ich Angst,dass er sich meldet und ich mich wieder belabern lasse.Ich hab den Mann so geliebt,aber jetzt muß ich auf mich aufpassen.Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Lieben Gruß

Gefällt mir

Frühere Diskussionen
Freund meiner Schwester treibt total den Keil zwischen alle...
Von: oktobermama30
neu
21. Februar 2010 um 12:15
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Geschenkbox

Teilen

Das könnte dir auch gefallen