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Wie verhalte ich mich gegenüber meinem depressiven (Ex)Freund?

13. März 2010 um 19:26

Vielleicht kann mir jemand hier ein paar Tips geben.

Ich (29), bin letzten November mit einem sehr lieben Mann (32) zusammen gekommen. Wir hatten eine tolle Zeit, die leider nur bis Ende Januar hielt, denn dann schrieb er mir ganz plötzlich, er könne die Beziehung nicht mehr weiter führen, er sei plötzlich nicht mehr verliebt, er wisse nicht warum, es würde hierfür keine Gründe geben........

Für mich war das ein Schock! Nach einigen Tagen haben wir uns wieder gesehen, er rief mich an und wir trafen uns dann wieder einige Male. Er war für mich plötzlich ganz anders, der Gesichtsausdruck war starr, er kam mir ohne Freude vor und er erzahlte mir, daß er sehr viel schläft, viel ißt, sich zu nichts entscheiden kann, mit allem unzufrieden ist, nichts fühlt, meint er sei beziehungsunfähig, dann ist er oft gereizt, ist im Gefühlschaos, ist ratlos etc.

Die Beziehung ist bis heute beendet. Er schreibt mir fast täglich sms und emails, möchte wissen, wie es mir geht, was ich mache, er schreibt er denkt an mich, ihm liegt viel an mir, er vermisst mich. Sehen möchte er mich nicht, tel. auch nicht, dann wäre er zu aufgeregt und nervös. Er weiß nun auch nicht, was er will usw.

Ich habe mich zum Thema "Depressionen" ein wenig eingelesen und habe ihm auch geschrieben, daß ich glaube, er sei depressiv. Er meinte dann, ich hätte es geschrieben, wie es auch ist, aber er möchte nicht zum Arzt und seine Lebengeschichte erzählen.

Wer kann mir Tips geben? Was muß ich davon halten, daß er ständig den Kontakt zu mir sucht? Er möchte den Kontakt auch halten, nicht abbrechen, auch mit dem Thema "Beziehung" ist er nicht durch ,so schreibt er.....
Vielleicht können mir Betroffene hierbei ein wenig weiterhelfen....

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15. März 2010 um 11:08

Hallo
Tu es dir nicht an. Depressive können keine Emphatie zu dir aufbauen. Alles wird sich in seinem Leben immer nur um ihn drehen. Du wirst ganz alleine in der Beziehung dastehen. Noch ist er in der Werbungsphase um dich. Es gibt ein Hinderniss und es ist noch spannend für ihn. Aber diese ambivalente Situation ist doch total belastend. Einerseits kontaktiert er dich, andereseits kann er nicht weitergehen und gerade Nachrichten über SMS und E-Mail, Depressionen hin oder her, das ist doch hinhalten, damit geht es dir doch nicht gut! Depressive können nicht mehr und du wirst diese Begrenzung immer in der Beziehung zu spüren bekommen. Er wird sich innerhalb Kontakten immer minderwertig fühlen und das wird eure Kontakte sehr eingrenzen. Lebensfreude steht hinten an. Hab ein bisschen mehr Achtung vor dir: Er hat das Problem und nicht du. Er hat sich darum zu kümmern und wenn er denn Schritt nicht macht Pech! Du möchtest sicher kein Freizeittherapeut werden. Dieses ewige nähren wie er es will, wie es für ihn o.k. ist (SMS E_Mail) damit lässt du dich schon viel zu sehr auf seine Bedürfnisse ein, was ist mit deinen? So zieht sich das ewig hin in noch viel extremeren Formen an der Seite eines depressiven, wenn er nicht an sich arbeitet.

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