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Wie soll ich meinen Eltern sagen dass ich Depressionen habe? Soll ich es ihnen überhaupt sagen?

15. Dezember 2016 um 19:51

Hallo ich bin 14/w und habe seit ungefähr 4 Jahren Depressionen. Ich habe es meinen Eltern aber nie gesagt, weil wir uns immer streiten und sie mir eh nicht geglaubt hätten. Es gibt mehrere Gründe wieso es mir so geht
1. Wir streiten und soo oft in der Famile, meine Eltern wollten sich schon längst trennen, aber das machen sie nicht, weil sie die Wohnung bezahlen müssen und eine Person das nicht ohne die andere schaffen kann.
2. Mein Vater macht mich mein Leben lang fertig und er hat mir auch schon weh getan, aber ich weiß dass er mich gern hat(das sagt zumindest meine Mama)
3. Weil meine Eltern nie immer unglaublich nett zu mit waren, hat mein Onkel immer auf mich aufgepasst, er war nett zu mir und er war immer so wie einVater für mich...aber er hat selbstmord begangen und seitdem fühle ich mich so im Stich gelassen und alleine.
Ich wollte meiner Mama sagen, dass ich Depressiv bin und hab es schon öfters probiert. Die Konversation war immer gleich ,,Mama..mir gehts nicht so gut und ich bin in einer schweren Phase und.." dann hat sie mich immer unterbrochen und hat einfach  eiskalt gesagt ,,Ich auch aber ich kann mich jetzt nicht auf dich konzentrieren sorry!"
Was soll ich machen? Meine Familie macht mich innerlich kaputt..aber vielleicht werden meine Eltern sich ändern wenn sie das über mich wissen??

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15. Dezember 2016 um 22:20

Du bist 14 und hast "seit ungefähr 4 Jahren Depressionen"? Mal ganz langsam! Eine Depression ist eine neurologische Erkrankung. Mit Deinen 14 Jahren wirst Du Dir die Diagnose "Depression" mit Sicherheit nicht selbst geben können. Es klingt auch reichlich skurril, dass Du Dir diagnostizierst, diese Depression bereits seit vier Jahren zu haben.

Nach Deiner Schilderung geht es nicht um das neurologische Krankheitsbild der Depression, sondern um Deine familiären Verhältnisse, die Dich belasten. Eventuell hilft Dir eine Gesprächstherapie bei einem Jugend-Psychotherapeuten. Was kannst Du Dir davon versprechen? Eine unbeteiligte Person schaut sich Deine Situation von außen an. Oftmals ist eine Gesprächstherapie nur Gequassel und man sollte keine zu großen Erwartungen haben. Aber manchmal kann es schon helfen. Viel Erfolg.

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11. Januar 2017 um 19:29

Liebes Mädel, grad "zufällig" hab ich deine Nachricht gelesen. Ich bin schon etwas älter, vierfache Mutter und zweifache Großmutter. Und es macht mich doch ziemlich traurig, dass sich in den vielen Jahren seit ich in deinem Alter war, wohl noch nicht so viel geändert hat am Umgang von Eltern mit den Kindern. Weißt du, den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass man sich nicht nur Kinder anschafft, weil es so üblich ist, sondern dass Kinder Menschen sind, die Zuwendung und Aufmerksamkeit brauchen. Die meisten Eltern arbeiten so viel, dass für sie selbst und die Kinder keine Zeit und keine Kraft bleibt. Deshalb streiten sie dann ständig, weil sie auch Aufmerksamkeit wollen und keine bekommen. Und dann vergessen sie ihre Kinder.

Du bist wohl auch grad in der Pubertät oder schon etwas darüber hinaus. Das ist eine ganz schwere Zeit für junge Menschen, da der Körper vollständig umgebaut wird. Und auch das Gehirn eine einzige Baustelle darstellt. Das ist dann ein zusätzlicher Grund, dass es dir so schlecht geht. Und ich finde den Ausdruck Depression absolut passend, weil jemand der sich auskennt, dann gleich weiß, wo er schauen muss (bin im medizinischen Bereich tätig) Wie sollte ein Laie das sonst nennen, wenns ihm ständig schlecht geht und er immer traurig ist. Trotzdem kann es sehr wohl sein, dass das Verhalten deiner Eltern und ihre Nichtzuwendung und der ständige Streit, der nachweislich wirklich das Leben eines Menschen vergiften kann, dazu führt, dass es dir schlecht geht. Das heißt, es geht dir schlecht, weil es deinen Eltern schlecht geht. Wem geht es dann nicht schlecht, wenn immer Streit ist.

Was kannst du also tun? Erstmal, du bist nicht allein damit, es geht ganz vielen jungen Menschen so, auch mit besseren familiären Verhältnissen. Die Zeiten sind heute so schwer und die vielen Veränderungen und ungewissen Lebenssituationen tun ihren Teil. 

Du könntest dich ans Jugendamt wenden. Die haben Therapeuten, vielleicht eine betreute Wohngruppe. Das gab es damals nicht, als ich vor über 50 Jahren in einer ähnlichen Situation war wie du. Da es zu dieser Zeit keine Hilfen irgendwo gab, habe ich begonnen zu meditieren. Da gibt es heute so viele wundervolle Möglichkeiten. Ich könnte dir auch eine ganz einfache Methode mitgeben, die du dann täglich machen könntest. Wenn man aufhört, nach irgendwas im außen zu suchen und nur bei sich selbst schaut, dann wird man feststellen, dass alles was wir brauchen in uns selbst ist. Dann brauchen wir keine anderen Menschen mehr, auch keine Eltern, die nur mit sich selbst beschäftigt sind. Denn der wichtigste Mensch für dich, das bist nur du selbst. Also wenn du magst, könntest du mir deine Emailadresse geben und ich würde dir die Meditation schicken oder aber sie auch telefonisch mit dir machen. Gib nicht auf. Es gibt immer einen Weg. Monika
 

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