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Wie schön wäre es "normal" zu sein! II

30. Oktober 2011 um 17:17

Wie ich meinem ersten Eintrag erwähnte ist es schwer "normal" zu definieren.

Ich kann nur sagen das ich gerne soviel mehr können wollte als ich es tue.
Genauer gesagt ich hätte gern mehr Leidenschaft! Leidenschaft für die Dinge die ich tue, einfach dieses viel beschworene "Feuer" in der Seele.
Doch ich fühle mich einfach nur Leer.
Sogar so sehr das ich zuweilen mich richtig mit Essen vollstopfe damit ich etwas"fühle".

Ich befand mich auch mal in ärztlicher Behandlung wegen Depression.
Meine Ärztin sagte mal etwas sehr wichtiges zu mir:
Sie spüre bei mir keine Lebensfreude!
Bis zu diesem Tag war mir das nie so bewusst.
Das war ein sehr einschneidender Tag in meinem Leben!

Doch wie sollte ich das ändern?
Was ist Freude?
Wie fühlt sich Freude an?
Bis zum heutigen Tag verstehe ich es nicht.

Wenn ich unterwegs bin und ich kleine Kinder sehe fühle ich diese Wehmut das diese Knirpse noch alles vor sich haben, das sie soviel Energie haben, das sie an völlig banalen Dingen ihre Freude haben können.
Die Kleinen sind aus meiner Sicht beneidenswert.
Wie gerne ich auch diese Unbekümmertheit, diese Sorglosigkeit hätte und einfach diese Freude am Moment.

Obwohl ich nicht alt bin fühle ich mich desöfteren als wäre ich schon längst an meinem Lebensende angekommen und muss nur noch auf den Tod warten.
Ein sehr deprimierendes Gefühl!

Danke an die die sich die Mühe gemacht haben sich durch dieses Wirr Warr zu lesen.




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31. Oktober 2011 um 23:35

Vertrauen?!
Daran scheiterts ja schon mal.

Ich war bis vor acht Wochen auch in therapeutischer Behandlung. Meine Therapeutin war ganz lieb und nett und ich hatte immer wieder das Gefühl den allergrößten Schrott zu erzählen (hab irgendwie immer das gleiche erzählt, denke ich). Und ich hatte immer wieder das Gefühl ihr nicht genug vertrauen entgegen zu bringen. Ich hatte ihr einige Zeit vor Ende das auch mal sagen können, viel zu spät meiner Meinung nach.

So ging es mir immer wieder ich wollte etwas bestimmtes ansprechen hatte es dann "vergessen" oder nicht getraut obwohl ich wusste das es eigentlich raus soll/ muss. Ich hatte mitunter immer Angst was sie wohl von mir denken würde.
Ich weiß, ich lege zuviel wert darauf was andere von mir denken.

Ich habe zwei ganz liebe Freundinnen. Die wissen verhältnismäßig viel über mich. Aber zu wenig über die Sachen die mir das Leben schwer machen.
Zum einen weil ich wohl nicht genug Vertrauen in sie habe und zum anderen hab ich Angst das ich wieder mal nur mitleid bekomme und abgedroschene Sprüche höre, wie das wird schon wieder, usw.
So etwas kann ich nicht mehr hören.

Was das "ans Tageslicht bringen" angeht hab ich furchtbare Angst das ich da ein "Monster" zu Tage bring, warum weiß ich nicht. Und ja ich weiß das es blödsinn ist.

Danke für deine Antwort
LG Minousch

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1. November 2011 um 0:33

Hallo@minousch1
..Du kannst ja mal versuchen Leidenschaft zu lernen,dass kann man erlernen..z.B ich,ich koche überhaubt nicht gerne,am liebsten würde ich jeden Tag drausen irgentwo essen gehen..aber da ich nicht möchte,dass mein mann mich als eine Niete in der Küche sieht aber ich auch nie eine Hausfrau war..,zwang ich mich jeden oder zweiten tag um etwas zu kochen,um dabei leidenschaft zum kochen zu entwickeln.Heute habe ich beim Kochen nur eine ausreichende Leidenschaft entwickelt(besser als gar keine )..und auch dies hat aber auch überhaubt nichts mit dem Mahlzeit zutun,sondern für wenn ich koche!Für mein mann,und es erfreut mich Ihn anzuschauen wie es Ihm schmeckt..kommt zwar selten vor ,aber was solls!!

Ich würde an deiner stelle,dass Leben nicht so faad und gleichgültig sehen..Jeder mensch empfindet freude anders..Das kann ein gutes Film sein die ich mir anschauen möchte und deshalb eine vorfreude habe bis es anfängt..
Du könntest ja auch mit dem kleineren dingen anfangen die dir spass machen und dabei auch dich selbst testen ob es dir freude bereitet..
Setze deine Ziele nicht so hoch an..fangmal ganz von vorne an..was brauchst Du für dich,dass es dir besser geht?Was macht Dir Spass?
L.g sema

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1. November 2011 um 8:10

Du wühlst in der Vergangenheit
aber meiner Meinung nach nicht mit den richtigen Fragen. Du kannst die Vergangenheit nicht ändern. Du kannst nur reflektieren und Schlüsse daraus ziehen, was dich wohin geführt hat. War es die Suche nach Liebe und Anerkennung, die dich an die "falschen " Männer hat geraten lassen. Jeder Mensch hält dir einen Spiegel vor und zeigt dir, was es bei dir zu ändern gibt und was dein Mangel ist. Partner sind nicht dazu da , dich glücklich zu machen. Das sind die falschen Erwartungen , die grundsätzlich nicht erfüllt werden und dann zu Enttäuschung führen. Ich denke, dass nicht alles in deinem Leben bis jetzt schlecht war und bestimmt hast du Dinge gut gemacht. Sei dankbar für das was du hast und auch erreicht hast und gut gemacht hast. Beschäftige dich mal mir der Logotherapie. Sie beschäftigt sich mit der Sinnfindung, auch sehr hilfreich bei Depressionen, es ist eher eine Kurzzeittherapie, die man leider selbst bezahlen muß.
Buchtipp: Alles für ein bißchen Liebe
oder Liebe dich selbst.....
Gruß Melike

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