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Wie mit der Vergewaltigung der Freundin als Mann umgehen?

26. Juli 2010 um 15:40

Moin mitanand,

ich schreibe hier aus einer vielleicht ungewöhnlichen Sicht, nämlich einer männlichen. Ich habe relativ frisch und neu ein Mädel kennengelernt, im gleichen Alter, und wir beide haben uns arg ineinander verschossen. Das ist keine Affäre, sondern schon was mit Tiefgang, auf beiden Seiten.

Sie mir heute erzählt, sie wäre mit 8 von ihrem damaligen Onkel, der 5 Jahre älter gewesen ist, über 5 Jahre vergewaltigt worden. Sie hat das alles 2 Jahre lang aufgearbeitet und ist seit nem halben Jahr wieder fit.

Das erwähnte sie gerade vorhin in nem Nebensatz... Auslöser war, daß sie seit gestern ziemliche Magenschmerzen hat und die nicht weggehen, man also davon ausgeht, daß das wieder was Psychisches ist.

Naja, und jetzt steh ich als Mann ein bisserl da wie bestellt und nicht abgeholt... . Sie mußte dann gleich weg zur Therapeutin, und jetzt rattert mein Hirn... .

Wie verhalte ich mich richtig?

Über Hilfe(n) in jeder Hinsicht wäre ich mehr als dankbar!

Herzliche Grüße,

der (etwas ratlose) mac

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26. Juli 2010 um 22:22

Hallo Mac

Es ist auf jeden Fall sehr schön, dass du dir Gedanken machst und nach Hilfe ausschau hällst, wie du deiner Freundin am besten helfen kannst! das zeigt, wie wichtig sie und eure Beziehung für dich ist.

Ich an ihrer Stelle würde mir wünschen, dass mir mein Freund liebevoll zuhört und Mitgefühl hat, für das was ich erlebt habe und wie ich mich jetzt fühle. Egal ob ich traurig, wütend oder in mich gekehrt bin. Ich würde mir wünschen, dass er mich zu nichts bewegen will, was ich nicht von mir aus kommt, sondern einfach da ist, Fragen stellt, aber ohne Druck auszuüben. Ich wünschte mir, dass er den Mut und die Kraft behält, wenn ich sie nicht mehr aufbringen kann. Und mir einfach das Gefühl gibt, dass ich mit allem zu ihm kommen kann.

Was ich nicht als hilfreich empfinden würde, wäre extreme Wut meines Freundes auf den Täter. Da es hier um Gewalt geht, ist Gegengewalt für mich etwas Schlimmes was mir noch mehr Angst macht. Ich weiss aber nicht ob das für deine Freundin auch so ist!

Wenn du Unterstützung brauchst im Umgang mit ihr und diesem Thema, gibt es auch für dich Beratungsstellen. Und vielleicht würde es ihr und dir auch gut tun, wenn du einmal in eine Sitzung bei ihrer Therapeutin mitkommen würdest. Würdest du das wollen? Wenn ja, frag sie doch einfach ob sie sich das wünscht?!

Ich wünsche dir und deiner Freundin alles Gute und viel Kraft, und dass ihr einander viel geben könnt!

Liebe Grüsse

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27. Juli 2010 um 10:22
In Antwort auf rosita_12266710

Hallo Mac

Es ist auf jeden Fall sehr schön, dass du dir Gedanken machst und nach Hilfe ausschau hällst, wie du deiner Freundin am besten helfen kannst! das zeigt, wie wichtig sie und eure Beziehung für dich ist.

Ich an ihrer Stelle würde mir wünschen, dass mir mein Freund liebevoll zuhört und Mitgefühl hat, für das was ich erlebt habe und wie ich mich jetzt fühle. Egal ob ich traurig, wütend oder in mich gekehrt bin. Ich würde mir wünschen, dass er mich zu nichts bewegen will, was ich nicht von mir aus kommt, sondern einfach da ist, Fragen stellt, aber ohne Druck auszuüben. Ich wünschte mir, dass er den Mut und die Kraft behält, wenn ich sie nicht mehr aufbringen kann. Und mir einfach das Gefühl gibt, dass ich mit allem zu ihm kommen kann.

Was ich nicht als hilfreich empfinden würde, wäre extreme Wut meines Freundes auf den Täter. Da es hier um Gewalt geht, ist Gegengewalt für mich etwas Schlimmes was mir noch mehr Angst macht. Ich weiss aber nicht ob das für deine Freundin auch so ist!

Wenn du Unterstützung brauchst im Umgang mit ihr und diesem Thema, gibt es auch für dich Beratungsstellen. Und vielleicht würde es ihr und dir auch gut tun, wenn du einmal in eine Sitzung bei ihrer Therapeutin mitkommen würdest. Würdest du das wollen? Wenn ja, frag sie doch einfach ob sie sich das wünscht?!

Ich wünsche dir und deiner Freundin alles Gute und viel Kraft, und dass ihr einander viel geben könnt!

Liebe Grüsse

Danke!
Merci für die ausführliche Antwort. Wut auf den Täter habe ich nicht, das ist alles ja schon Jahre her und der Typ (wenn auch Familienmitglied) ist wohl auch schon abgeurteilt worden.

Man merkt im direkten Umgang mit ihr davon auch überhaupt gar nichts. Daß sie mit allem zu mir kommen kann, das ist logisch. Das möchte ich auch genau so.

Was mich jetzt halt ein bisschen unsicher werden läßt ist die Tatsache, daß sich das alles wie ein Rückfall anfühlt - sie hat von ihrer Therapeutin 12 h verschrieben bekommen und da habe ich etwas Angst, nicht in ihrer Nähe sein zu können (sie wohnt 220 km weit weg) bzw. sie nicht oft genug besuchen zu können... .

Aber für mich steht das fest, das wird zusammen durchgestanden, ganz klar... . Das mit dem Mitkommen zur Therapeutin fände ich auch ganz interessant, werd ich mal vorschlagen... .

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