Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Wie lebt Ihr mit Euren Depressionen?

Letzte Nachricht: 12. Mai 2012 um 0:05
06.02.12 um 2:59

Guten Morgen Ihr da draußen,

ich konnte gerade mal wieder nicht schlafen und nun sitze ich hier in meinem Arbeitszimmer und überlege gerade mal wie wohl andere Menschen mit Ihren Depressionen umgehen und wie Sie damit leben?

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11.02.12 um 17:59

Ablenkung
Ich versuche mit Ablenkung wie zum Beispiel mit meinem Hund spielen, zeichnen, Musik oder am PC zocken.
So wirklich kommt dann die Depression wenn man alleine ist oder am Tag zu viel negatives passiert ist, zumindest ist es bei mir so. Ich wünsche mir das ich nie die Depressionen kennengelernt zu haben oder gar nicht rein geraten wäre, man kommt sehr schlecht wieder raus.
Aber hey danke das andere Mitmenschen an uns denken und dieses Thema endlich ernst nehmen
lg

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14.02.12 um 14:07
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Ablenkung
Ich versuche mit Ablenkung wie zum Beispiel mit meinem Hund spielen, zeichnen, Musik oder am PC zocken.
So wirklich kommt dann die Depression wenn man alleine ist oder am Tag zu viel negatives passiert ist, zumindest ist es bei mir so. Ich wünsche mir das ich nie die Depressionen kennengelernt zu haben oder gar nicht rein geraten wäre, man kommt sehr schlecht wieder raus.
Aber hey danke das andere Mitmenschen an uns denken und dieses Thema endlich ernst nehmen
lg

Zu viel alleine???
Das ist schön, wenn du dich so ablenken kannst. Ich spiele auch viel mit meinem Hund, habe auch noch eine Gnadenbrotstelle für Meerschweinchen, aber wenn ich so in der Depri bin, dann ist alles soooo schwer, momentan habe ich auch das Gefühl, ich trete auf der Stelle und weiß gar nicht so recht warum, wieso, weshalb. Ich lebe sehr zurück gezogen, das ist jetzt aber "eigentlich" auch so okay für mich, möchte einesteils keinen weiteren, engen Kontakt mehr mit Menschen, dann kann ich nicht immer wieder verletzt werden, aber dann denke ich wieder, ob mir das alleinsein doch nicht so bekommt? Ich weiß grad gar nicht was ich überhaupt will, einesteils bin ich so zufrieden, aber dann auch wieder nicht. Wenn ich Depressionen habe, ist mir der Umgang mit Menschen auch zu anstrengend. Wie geht ihr damit um?

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03.03.12 um 0:15

Mehr schlecht als recht
Ich leide schon seit fast 10 Jahren an Depressionen, ich bin bald 20.

Es gab gute Phasen, das kann ich nicht leugnen. Leider dauern diese bei mir nicht lange an (meistens nur ein paar Tage). Glück empfinde ich nur, wenn ich etwas "großes" geschafft habe, beispielsweise die Matura/das Abi oder den Führerschein (klingt zwar blöd, aber ich hab mich wirklich gut gefühlt).

Dazwischen geht es mir eigentlich sehr schlecht. Ich habe nicht die geringste Lebensfreude, kann das aber komischerweise ganz gut überspielen wenn's drauf ankommt. Meine Freunde wissen davon nichts, meine Eltern kümmerts herzlich wenig.

Vor einem halben Jahr hab ich mein Studium begonnen. Ich hatte nie wirklich Probleme in der Schule. Wenn mich etwas interessiert, merk ich es mir sofort und muss nichts lernen. Wenn nicht, habe ich ziemliche Probleme, weil ich mich nicht lange konzentrieren kann. Meine einzige Motivation ist das Bestehen von schwierigen Prüfungen, dann fühle ich mich ein paar Tage gut.

Wie ich damit umgehe... Gar nicht würd ich sagen. Ich ignoriere es. Weiß nicht, ob ihr das habt, aber ich muss ständig über irgendetwas negatives nachdenken. Egal was in meinem Leben passiert, allein das Negative zählt. Und ich hasse mich dafür.

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03.03.12 um 1:50
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Mehr schlecht als recht
Ich leide schon seit fast 10 Jahren an Depressionen, ich bin bald 20.

Es gab gute Phasen, das kann ich nicht leugnen. Leider dauern diese bei mir nicht lange an (meistens nur ein paar Tage). Glück empfinde ich nur, wenn ich etwas "großes" geschafft habe, beispielsweise die Matura/das Abi oder den Führerschein (klingt zwar blöd, aber ich hab mich wirklich gut gefühlt).

Dazwischen geht es mir eigentlich sehr schlecht. Ich habe nicht die geringste Lebensfreude, kann das aber komischerweise ganz gut überspielen wenn's drauf ankommt. Meine Freunde wissen davon nichts, meine Eltern kümmerts herzlich wenig.

Vor einem halben Jahr hab ich mein Studium begonnen. Ich hatte nie wirklich Probleme in der Schule. Wenn mich etwas interessiert, merk ich es mir sofort und muss nichts lernen. Wenn nicht, habe ich ziemliche Probleme, weil ich mich nicht lange konzentrieren kann. Meine einzige Motivation ist das Bestehen von schwierigen Prüfungen, dann fühle ich mich ein paar Tage gut.

Wie ich damit umgehe... Gar nicht würd ich sagen. Ich ignoriere es. Weiß nicht, ob ihr das habt, aber ich muss ständig über irgendetwas negatives nachdenken. Egal was in meinem Leben passiert, allein das Negative zählt. Und ich hasse mich dafür.

Damit bin ich leider auch vertraut.
Bei mir ist es ähnlich. Ab und zu etwas schönes. Etwas Freude, die aber nich lange hält. Ich überspiele meine Gefühle in der Öffentlichkeit, bin das fröhliche Mädchen. Nur sehr wenige wissen etwas davon. Meine Mutter interessiert es nicht.. allgemein meine Familie.

10 Jahre sind echt schlimm, das tut mir leid. Ich bin 15 und leide schon seit rund 5 Jahren daran. Wird immer schlimmer. Ich hab zur Zeit auch niemanden. Die Personen die davon wissen, wohnen zu weit entfernt... daher fühl ich mich oft sehr einsam.

Ich lebe einfach damit, ich hab auch keine andere Wahl. Ich lebe aber noch sehr in der Vergangenheit... ich kann nicht los lassen, da es noch nicht vorüber ist. Ich selbst füge mir den größten Schmerz zu.

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03.03.12 um 17:59
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Damit bin ich leider auch vertraut.
Bei mir ist es ähnlich. Ab und zu etwas schönes. Etwas Freude, die aber nich lange hält. Ich überspiele meine Gefühle in der Öffentlichkeit, bin das fröhliche Mädchen. Nur sehr wenige wissen etwas davon. Meine Mutter interessiert es nicht.. allgemein meine Familie.

10 Jahre sind echt schlimm, das tut mir leid. Ich bin 15 und leide schon seit rund 5 Jahren daran. Wird immer schlimmer. Ich hab zur Zeit auch niemanden. Die Personen die davon wissen, wohnen zu weit entfernt... daher fühl ich mich oft sehr einsam.

Ich lebe einfach damit, ich hab auch keine andere Wahl. Ich lebe aber noch sehr in der Vergangenheit... ich kann nicht los lassen, da es noch nicht vorüber ist. Ich selbst füge mir den größten Schmerz zu.

Vergangenheit
Bei mir ist es im Endeffekt gleich. Habe auch niemanden, dem ich das erzählen könnte und der mich ernst nimmt.
Schlagwort Vergangenheit... Weiß zwar nicht, was bei dir passiert ist, mich hat der Tod eines geliebten Menschen aus der Bahn geworfen. Ich mache mir keine Vorwürfe, wieso auch. Aber die Zeiten von damals, seine Liebe und Zuneigung fehlen mir so unfassbar. Es ist echt schrecklich, wenn man sich nicht einmal mehr an seine Stimme erinnern kann, obwohl man jeden Tag mit ihm verbracht hat.

Und dann meinen alle hier im Forum "Lass dir helfen!" Von wem? Ich bin von meinen Eltern finanziell abhängig, von meinem seelischen Zustand wollen sie nichts wissen und es ist ihnen egal, wie es mir geht. Kann mir ihre Reaktion gut vorstellen, wenn ich sagen würde, dass ich einen Psychologen brauche. Sie würden mich schief ansehen und so tun, als hätte ich das nie gesagt.

Aber weißt du, ich hab trotzdem nie den Glauben an das Gute verloren. Wir sind jung, wir schaffen das!

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04.03.12 um 15:35

Ihr sprecht mir aus der Seele!!
Hallo zusammen

Ich bin gerade echt total erstaunt, weil es euch ganz genau so geht wie mir.
Ich erzähle euch jetzt einfach mal meine Geschichte...ich hoffe euch interessierts auch
Also: ich werde am Dienstag 20 und losgegangen ist die ganze Sache ungefähr um April 2010. Eig. war ich schon immer eher ein negativer Mensch. Hatte auch in der Schule ziemliche Probleme. Wurde immer gehänselt weil ich zu dick war. Hab dann sogar 13 Kilo abgenommen, aber wirklich besser wurde es dann nur für eine kurze Zeit. Ich glaube die Leute merken einfach, wenn man für sowas anfällig ist bzw. einen mit sowas verletzen können.
Naja, auf alle Fälle gab es dann schon immer wieder kleinere "Heulereien" aber nichts ernstzunehmendes.
Im April 2010 gings dann so langsam los. Wegen jeder Kleinigkeit musste ich weinen, ich hatte totale selbstzweifel und alles war nur noch schlecht. Das ging dann so bis Ende Juni, da hatte meine Mama Geburtstag. An dem Tag war ich so fertig, dass ich mich nichtmal zu meiner Verwandtschaft an den Tisch setzen konnte. Ich würde uns eig als totale Spießer Familie beschreiben....deswegen sind natürlich Depressionen oder so auch nicht gern gesehen. Aber dann haben sogar meine Eltern gemerkt, dass sie sich nicht mehr zu helfen wissen und haben gemeint ich soll mir doch Hilfe suchen. Naja, dann hab ich eine Psychologin gefunden. Bin dann ungefähr einmal in der Woche zu ihr gegangen. Irgendwann wurde dann aber alles noch schlimmer und wir haben uns geeinigt, dass ichs mit Medikamenten versuche. Einen Psychiater mit freien Terminen zu finden ist natürlich das nächste Problem. Ich hatte dann eine Wartezeit von 8 (!!!!) Wochen. Und zu der Zeit ginge mir wirklich dreckig. Ich hab dann wirklich ernsthaft drüber nachgedacht mich umzubringen, bis die psychologin dann gesagt hat ich soll ins Krankenhaus. Ja, dann bin ich ins Krankenhaus gefahren und wurde dort stationär aufgenommen. Im Krankenhaus war's für mich aber einfach Horror. Nach einer Nacht hab ich mich dann selbst entlassen. Da war für mich einfach der Punkt "ok, du schaffst des auch ohne Krankenhaus". Bin dann bisschen öfter zur Psychologin gegangen und hab dann schliesslich auch Medikamente bekommen. Es gab höhen und tiefen. Mittlerweile würde ich mich als relativ stabil beschreiben. Von meinen Depressionen weiß auch keiner ausser meine Eltern. Und das ist auch gut so. Vor meinen Freunden Spiele ich immer die franzi die späße macht und immer gut drauf ist. Wenn mich jemand fragt wies mir geht sag ich nie "gut" sondern immer nur "ja man lebt"... Bis ich sagen kann dass es mir gut geht wird wahrscheinlich noch Ewigkeiten dauern, aber ich versuche an mir zu arbeiten. Natürlich gibt es auch Zeiten an denen mir es total schecht geht, aber ich kann euch sagen, meistens wirds wieder besser

Ich würde mich freuen, wenn wir uns über diesen weg einfach bisschen austauschen könnten und ich freue mich über euer Feedback

Viele grüsse

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09.05.12 um 2:30
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Vergangenheit
Bei mir ist es im Endeffekt gleich. Habe auch niemanden, dem ich das erzählen könnte und der mich ernst nimmt.
Schlagwort Vergangenheit... Weiß zwar nicht, was bei dir passiert ist, mich hat der Tod eines geliebten Menschen aus der Bahn geworfen. Ich mache mir keine Vorwürfe, wieso auch. Aber die Zeiten von damals, seine Liebe und Zuneigung fehlen mir so unfassbar. Es ist echt schrecklich, wenn man sich nicht einmal mehr an seine Stimme erinnern kann, obwohl man jeden Tag mit ihm verbracht hat.

Und dann meinen alle hier im Forum "Lass dir helfen!" Von wem? Ich bin von meinen Eltern finanziell abhängig, von meinem seelischen Zustand wollen sie nichts wissen und es ist ihnen egal, wie es mir geht. Kann mir ihre Reaktion gut vorstellen, wenn ich sagen würde, dass ich einen Psychologen brauche. Sie würden mich schief ansehen und so tun, als hätte ich das nie gesagt.

Aber weißt du, ich hab trotzdem nie den Glauben an das Gute verloren. Wir sind jung, wir schaffen das!

Geliebte Person..
Mit dem Verlust einer geliebten Person bin ich leider auch schon vertraut. Manchmal glaub ich echt, dass es nicht so schlimm geworden wäre, wenn sie mir noch ein paar Jahre länger den Rücken gestärkt hätte. Was mich heute, nach knappen 6-7 Jahren immer noch bedrückt, ist, dass ich noch immer nicht richtig um sie trauern konnte...
Ansonsten wurden mir Menschen einfach genommen. Durch Entfernungen eben.

Übrigens sorry, dass meine Antwort so auf sich warten lassen hat. Die letzten Monate waren der reinste Horror und ich hab es einfach verpeilt hier drauf zugucken.

Dieses "Lass dir helfen" kenn ich allein von Freunden. Ich hab im März endlich dazu durch gerungen, hab meiner Mom von meinen Depressionen erzählt. Reaktion: "Ja, da brauchst du Medikamente." .__. Nicht gerade die erhoffte Reaktion. Naja, war einmal bisher beim Psychologen, will aber schon nicht mehr hin. Der arbeitet mir zu sehr mit meiner Mom zusammen. Die zerstören momentan nur noch mehr mein Leben. Ich verlasse kaum noch das Haus, geschweige von meinem Zimmer. Meine "Familie" ist für mich nur noch eine Reihe von Personen, bei denen ich es aushalten muss.
Meine Handlungen habe ich nicht mehr richtig unter Kontrolle. Die Menschen die mir hier ansatzweise was bedeutet haben, hören kaum noch von mir. Anrufe werden ignoriert... Ich will momentan nur Abstand. Abstand vom Stress und Alltag.

Zur Schule geh ich auch kaum noch. Schule macht Druck, das Ergebnis ist, dass ich hier als "Problemkind" in der Familie bezeichnet werde und dass ich immer mehr verzweifle. Ich fühl mich erdrückt von dem Druck und ich kann es wirklich nicht mehr. Eine einzige Person hat es bisher gecheckt. Die wohnt 300 km von mir entfernt, ist jünger als ich und hat keinen großen Einfluss darauf, dass ich hier raus komme.

Den Glauben an das Gute? Der hat mich schon lange verlassen.

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09.05.12 um 9:39

Ich bin ein Mensch...
...der sich Schwäche nicht zugesteht. Ich bin zwar in Therapie, aber ich musste da immer durch. Zu Stolz für eine Klinik, zu Stolz für Medikamente (bis jetzt). Ich darf mir Schwäche nicht zugestehen, nicht zeigen. Auf der Arbeit immer alles geschluckt. Kündigungen wegen mangelnder Konzentration geschluckt. Heute darf man sich nicht auf ADHS rausreden, wir müssen alle funktionieren.

Ich weine kaum vor andern Menschen. Nur vor meinem Partner. Nichtmal in der Therapie.

Was mich aber immer fertig gemacht hat, obschon ich stets ein selbewusstes Mädchen war (trotz Mobbing und all dem Scheiss) waren die Trennungen. Seit der Scheidung meiner Eltern, als ich 5 war, habe ich mit lähmenden Verlustängsten zu kämpfen. Und verlassen zu werden, von Partnern, weil ich zu... hm... anstrengend (?) bin, das ist ein unerträglicher Gedake.

Ich habe schlimme Phasen hinter mir mit viel Suizidalität. Heute (mit 20) weiss ich, dass wir nicht sterben wollen. Menschen, die Selbsttötungsabsichten haben, wollen nicht wirklich sterben. Wir wollen doch nur nicht mehr so leben, wie wir es grade tun und wissen nicht wie wir es ändern sollen. Unter anderen Umständen, wäre das Leben schön.
Diese Erkenntnis hat mich stärker werden lassen. Ich will nicht sterben.
Grade bin ich in einer sehr schlimmen Phase. Aber ich schaffe es. Wie ich mit der Depression klar komme? Zuversicht. Mal läuft ein Tag so, mal so. Im Moment, will ich nur meinen Frieden im Schlaf. Aber die Kunst ist es, sich nicht hängen zu lassen. Jeden Tag wieder aufzustehen. Sich etwas Gutes zu tun. Die Kunst, ist die HOFFNUNG. Und das ist es, was zuletzt stirbt, die Hoffnung.

Ich liebe mein Leben. Und irgendwann wird es so sein, wie ich es mir vorstelle. Ich beginne jeden Morgen aufs neue dafür zu kämpfen.
Auch wenn es zugegebenermassen grade unerträglich ist...

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09.05.12 um 13:34
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Ich bin ein Mensch...
...der sich Schwäche nicht zugesteht. Ich bin zwar in Therapie, aber ich musste da immer durch. Zu Stolz für eine Klinik, zu Stolz für Medikamente (bis jetzt). Ich darf mir Schwäche nicht zugestehen, nicht zeigen. Auf der Arbeit immer alles geschluckt. Kündigungen wegen mangelnder Konzentration geschluckt. Heute darf man sich nicht auf ADHS rausreden, wir müssen alle funktionieren.

Ich weine kaum vor andern Menschen. Nur vor meinem Partner. Nichtmal in der Therapie.

Was mich aber immer fertig gemacht hat, obschon ich stets ein selbewusstes Mädchen war (trotz Mobbing und all dem Scheiss) waren die Trennungen. Seit der Scheidung meiner Eltern, als ich 5 war, habe ich mit lähmenden Verlustängsten zu kämpfen. Und verlassen zu werden, von Partnern, weil ich zu... hm... anstrengend (?) bin, das ist ein unerträglicher Gedake.

Ich habe schlimme Phasen hinter mir mit viel Suizidalität. Heute (mit 20) weiss ich, dass wir nicht sterben wollen. Menschen, die Selbsttötungsabsichten haben, wollen nicht wirklich sterben. Wir wollen doch nur nicht mehr so leben, wie wir es grade tun und wissen nicht wie wir es ändern sollen. Unter anderen Umständen, wäre das Leben schön.
Diese Erkenntnis hat mich stärker werden lassen. Ich will nicht sterben.
Grade bin ich in einer sehr schlimmen Phase. Aber ich schaffe es. Wie ich mit der Depression klar komme? Zuversicht. Mal läuft ein Tag so, mal so. Im Moment, will ich nur meinen Frieden im Schlaf. Aber die Kunst ist es, sich nicht hängen zu lassen. Jeden Tag wieder aufzustehen. Sich etwas Gutes zu tun. Die Kunst, ist die HOFFNUNG. Und das ist es, was zuletzt stirbt, die Hoffnung.

Ich liebe mein Leben. Und irgendwann wird es so sein, wie ich es mir vorstelle. Ich beginne jeden Morgen aufs neue dafür zu kämpfen.
Auch wenn es zugegebenermassen grade unerträglich ist...

Du bist sehr stark
He, was ich hier zu lesen bekam, fand ich sehr beachtlich und finde es sehr aufbauend solche Kräfte zu verspüren. Du hast es gut geschildert, keiner will sterben, der Suizidgedanken oder gar die Ausführung gemacht hat, er will nur nicht mehr dieses Leben führen müssen.
Soviel Kraft und Hoffnung wie du hast, finde ich bewunderswert, aber leider hat nicht jeder so viel Kraft. Aber deine Zeilen können vielleicht auch Anderen helfen, ihre Depris anders wahrzunehmen.
Wenn du einen netten Partner hast, wo du auch mal weinen kannst, dann ist das sehr viel wert. Klar, verstehe ich auch, dass die Angst bei dir sitzt, verlassen zu werden, wg. der Krankheit. Wir sind nun mal für Andere anstrengend, wenn es uns nicht gut geht. Aber bei dir sehe ich es positiv, da kommt wirklich so viel Kraft und Energie rüber, einfach super und auch beneidenswert.
Ich wünsche dir alles Gute weiterhin und das die Hoffnung wirklich nur zu allerletzt stirbt.

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09.05.12 um 13:51
In Antwort auf

Du bist sehr stark
He, was ich hier zu lesen bekam, fand ich sehr beachtlich und finde es sehr aufbauend solche Kräfte zu verspüren. Du hast es gut geschildert, keiner will sterben, der Suizidgedanken oder gar die Ausführung gemacht hat, er will nur nicht mehr dieses Leben führen müssen.
Soviel Kraft und Hoffnung wie du hast, finde ich bewunderswert, aber leider hat nicht jeder so viel Kraft. Aber deine Zeilen können vielleicht auch Anderen helfen, ihre Depris anders wahrzunehmen.
Wenn du einen netten Partner hast, wo du auch mal weinen kannst, dann ist das sehr viel wert. Klar, verstehe ich auch, dass die Angst bei dir sitzt, verlassen zu werden, wg. der Krankheit. Wir sind nun mal für Andere anstrengend, wenn es uns nicht gut geht. Aber bei dir sehe ich es positiv, da kommt wirklich so viel Kraft und Energie rüber, einfach super und auch beneidenswert.
Ich wünsche dir alles Gute weiterhin und das die Hoffnung wirklich nur zu allerletzt stirbt.

Partner...
Einen Partner habe ich nicht, ist wohl eines der Probleme. Habe mich falsch ausgedrückt, meinte das mehr generell. Mit meinem Ex-Partner ist eines der grössten Probleme im Moment... zehrt.

Vielen Dank für deine Worte! Ich hoffe, ich kann manche mit meinem Post erreichen!

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12.05.12 um 0:05

Depressionen komplett weg!!!
Hallo!
Ich bin nun 31 Jahre und hatte seit Beginn meiner Pubertät Depressionen, soziale Ängste, Gefühle wie Selbsthass und regelmäßig Suizidgedanken, die auch schon konkreter waren.
Meinen einzigen Selbstmordversuch hatte ich etwa mit 15 Jahren- später habe ich mich phasenweise geritzt....
Irgendwann habe ich bemerkt, dass diese schlimmen Zustände sich sehrwohl abwechseln mit kurzen Phasen vollster Zufriedenheit- dh. ich kannte auch ganz andere, sehr positive Seiten an mir! Ein paar Tage lief alles super- und dann plötzlich-wusch,wie ein dunkler Schatten, war alles wieder schwarz. Das konnte ich mir nicht erklären- irgendetwas stimmte nicht mit mir!
Ich hatte drei Therapien hinter mir und drei Arten von Psychopharmaka ausprobiert- nichts half wirklich.
Vor etwa einem Jahr -ich hatte mit einer guten Freundin darüber gesprochen- sagte diese mir, dass ich doch vielleicht das PMS ( Prämenstruelle Syndrom) hätte. Darauf erkundigte ich mich erstmal im Internet und erfuht, dass es sogar eine sogenannte PRÄMENSTRUELLE DYSPHORIE gibt. Alle Symptome passten auf mich. Mit dieser Idee ging ich zu einem anderen Psychiater, welcher mir dann SERTRALIN ( ein Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) verschrieb. Seit bald einem Jahr nehme ich dieses Medikament und es geht mir seither richtig gut- undzwar ohne Einbrüche- es ist nicht zu glauben!
Bin richtig dankbar und habe das Gefühl, dass ich nun erst zu leben beginne! Ich hatte Glück!
Mädels- dieses Syndrom haben soviele Frauen und es ist behandelbar! Achtet darauf, ob diese Depressionen, Angstzustände, der Selbsthass etc. in Phasen auftritt- meist beginnt das 2 Wochen vor der Regel und endet erst wieder während der Regel- dh. mehr als die halbe Lebenszeit geht drauf!
Sicher wird meine Erfahrung nicht Euch allen weiterhelfen, aber wenn sie nur einem weiterhilft, hat sich das ja schon gelohnt!

Ich wünsche Euch allen alles Gute- Ihr seid alle wertvolle Menschen. alle!!!

Suselade

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