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Wie kann man als angehöriger einem opfer eines narzissten helfen?

5. Februar 2012 um 20:30

Meine Nichte ist mit einem kontrollsüchtigen Mann zusammen.Es geht ihr zunehmend schlechter: Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust, Rückzug von Bekannten und Freunden.
Sie selbst schafft es nicht, sich von diesem Mann zu trennen, wie finde ich die richtigen Worte, dass sie erkennt, dass ihr der Mann nicht gut tut und sie sich trennt?

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6. Februar 2012 um 8:17


Liebe Nadja,

es ist wunderbar zu hören, dass du dich so um deine Freundin sorgst und ihr helfen möchtest. Das machen gute Freunde aus!!
Allerdings hatte ich auch schon einen narzistischen Freund, der obendrein (angeblich) Borderliner war. Weder meine Familie noch meine Freunde schafften es mich zu überzeugen, dass ich mich trenne. Das ist leider sehr oft so. Man kann viel sagen, die betr. Person weiß das u. Umständen auch alles... schafft aber nicht diesen kleinen, aber wichtigen Absprung.

Das einzige, was du nachen kannst, ist wohl, ihr eine gute Freundin zu sein und ihr IMMER Hilfe anzubieten. Rede viel mit ihr darüber!! So kann es sein, dass deine Freundin das intensiv verarbeitet und drüber nachdenkt... und der Groschen fällt irgendwann von ganz allein! Wenn sie Hilfe von außen hat, dann wird er das ganz sicher,... und die hat sie ja durch dich.

Es ist schrecklich, zuschaun zu müssen und nichts tun zu können. Deshalb nochmal ein großes Lob an dich!

Viel Glück und Kraft
Motte

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6. Februar 2012 um 9:45

Hallo,
wie schon gesagt wurde, kannst du sie leider nicht davon überzeugen. Sag und zeige ihr, dass du sie immer unterstützt, wenn sie etwas verändern möchte. Vielleicht schaffst du es in einem Gespräch sie zu fragen, wie eine schöne Beziehung für deine Nichte aussieht. Dabei solltest du aber neutral bleiben und nicht gegen ihre aktuelle Beziehung argumentieren. Sie muss den Unterschied zwischen Wunsch und Realität allein bemerken und scheinbar geht es ihr noch nicht schlecht genug.
Wie du aber aus dem unteren Beitrag erkennen kannst, wird es irgendwann soweit sein.

Alles Gute, Phenyce

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22. Februar 2012 um 10:57

Hallo
Ich war jahrelang in der selben Situation. nach dem ich es geschafft hatte mich zu trennen wurde ich von meinem Ex massiv gestalkt mit jedem Jahr schlimmer.
Gib deiner Freundin einfach das Gefühl das du sie ernst nimmst in ihren Soren u. Nöten, aber rede nicht auf sie ein. Sei einfach nur da u. höre zu. Sie weiß alles selber ... aber sie wurde so klein gemacht u. verunsichert , systematisch ihr Selbstwert untergraben, das sie zur Zeit einfach nicht den Mut für einen Schlussstrich hat.
Je mehr du versuchst deine Freundin zu überzeugen, desto mehr wird sie sich dagegen wehren u. versuchen dich zu überzeugen das sie ja an vielem Schuld ist..
Auch wenn ich heute, du u. auch sie weiß das Sie keine Schuld hat lass ihr die Zeit die sie braucht um zu erkennen u steh ihr einfach bei. Zeig ihr das du für sie da bist aber bitte nicht bedrängen, noch mehr druck ist selten zu verkraften...
Lese mal bitte die Masken der Nierdertracht, kostet keine 10 Euro u. ne Leseprobe findest du online.
Mir hat dieses Buch sehr geholfen auch 5 Jahre nach der Trennung ... endlich wusste ich das mich keinerlei Schuld traf.
Woran ich bis dato immer gezweifelt hatte ... Kurz drauf wurde ein Psychologisches Gutachten bezüglich des Umgangsrechts der Kinder erstellt ... mit dem Ergebnis das er unter einer narzistischen Persönlichkeitsstörung leidet... leider auch nicht therapierbar da Therapie Einsicht erfordert...

Wünsche dir u. deiner Freundin ganz viel Kraft für den weiteren Weg...

Ps Geh du doch mal zu einer Frauenberatungsstelle u. lass dich beraten... vielleicht kommt deine Freundin eines Tages ja auch mal mit ...

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22. Februar 2012 um 11:34

Das wirst du
wie viele andere nicht schaffen sie zu überzeugen. Nur wenn sie ganz direkt auf dich zukommt , dich um Hilfe bittet.
"nur wer um Hilfe bittet, dem kann geholfen werden" (Pestalozzi)
Du kannst dich!!! an eine Beratungsstelle wenden, damit du
weißt, wie du damit umgehen kannst. Wenn sie auf dich zukommt, dann kannst du ihr dann vielleicht auch eine Anlaufstelle nennen.
Gruß Melike

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22. Februar 2012 um 11:42
In Antwort auf melike13

Das wirst du
wie viele andere nicht schaffen sie zu überzeugen. Nur wenn sie ganz direkt auf dich zukommt , dich um Hilfe bittet.
"nur wer um Hilfe bittet, dem kann geholfen werden" (Pestalozzi)
Du kannst dich!!! an eine Beratungsstelle wenden, damit du
weißt, wie du damit umgehen kannst. Wenn sie auf dich zukommt, dann kannst du ihr dann vielleicht auch eine Anlaufstelle nennen.
Gruß Melike

Nachtrag:
"Wer sich selbst nicht helfen will, dem kann niemand helfen"
(Johann Heinrich Pestalozzi)
also so lautet es im Orginal
aber am Sinn ändert es nichts.
Gruß Melike

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