Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Vergewaltigung und sexueller Missbrauch

Wie kann ich verdrängte/verschüttete Erinnerungen wachrufen?

6. April 2012 um 14:07 Letzte Antwort: 27. Oktober 2016 um 22:08

Hallo zusammen,

ich weiß auch nicht wie ich das richtig beschreiben soll, aber meine Gedanken machen mich wirklich wahnsinnig...
Ich habe das Gefühl, dass ich irgendwas wesentliches in meinem Leben vergessen oder verdrängt habe, da ich mir viele Verhaltensweisen, Ängste und Gefühle einfach nicht erklären kann. Das hört sich jetzt wahrscheinlich merkwürdig an, aber das beschäftigt mich schon etliche Jahre in regelmäßigen Abständen und im Moment wird es wieder immer schlimmer. Ich fang mal in der Kindheit an..
Ich weiß nicht genau wann, aber mit 4,5 oder sogar erst 6 Jahren habe ich plötzlich angefangen, ins Bett zu machen. Und das sehr häufig. Meine Eltern waren natürlich nicht gerade begeistert und haben ständig mit mir geschimpt usw. Und tagsüber habe ich damals - und das ging ziemlich viele Jahre so - immer krampfhaft versucht, so lange wie möglich einzuhalten. Ich habe keine Ahnung warum, aber das ist natürlich auch manchmal schiefgegangen... Ich habe mich meistens, wenn es ganz dringend wurde, auf meine rechte Ferse gehockt, so dass dadurch nichts laufen konnte. Das hört sich im Nachhinein total gestört an und ich hab mich auch schon damals gefragt, warum ich das eigentlich mache, aber das war wie ein Drang. Wieviele Jahre ich noch ins Bett gemacht habe, kann ich heute nicht mehr sagen. Mit etwa 12/13 habe ich dann angefangen mit Fressattacken und mich danach übergeben. Anfangs hab ich immer gedacht, wenn ich will kann ich das schon stoppen, aber ich bin dann richtig in die Bulimi reingerutscht. Erst mit 22 Jahren habe ich dann eine Therapie gemacht und habe es heute meistens im Griff, bis auf seltene Rückfälle, die dann aber auch nur höchstens ein paar Tage anhalten.
In den Jahren, in denen ich mit der Krankheit zu kämpfen hatte, habe ich mir wirklich oft selbst gehasst. Eigentlich hatte ich aber ein gutes Zuhause und weiß nicht, woher dieser Hass eigentlich kommt? Als dann alle anderen um mich herum der Reihe nach Freunde hatten, wollte ich natürlich auch gerne einen haben, habe mich aber nie auf jmd eingelassen, wenn ich einen Jungen kennengelernt habe. Erst kurz vor meinem 18. Geburtstag bin ich dann doch mit einem zusammen gekommen und war auch ziemlich verliebt. Es kam wie es kommen musste, er wollte irgendwann Sex mit mir haben, aber ich konnte das nciht. Ich habe bei dem bloßen Gedanken daran Panik und Beklemmungen bekommen und habe immer neue Ausreden gehabt. Das hab ich aber selbst nicht verstanden. Normalerweise möchte man das doch. Er hat dann nach 3 Monaten mit mir Schluss gemacht.
Danach hatte ich nie wieder einen Freund. mit 24 habe ich mich dann aus heiterem Himmel in eine Frau verliebt, obwohl ich nie gedacht hätte, dass mir das passieren kann. Wir hatten dann natürlich Sex (aber ohne "Hilfsmittel"), allerdings nicht so oft, weil sie selbst Probleme damit hatte. Wir waren bis letztes Jahr zusammen und ich hatte in der Zeit nie einen Orgasmus. Ich habe immer vorher aufgehört und hatte das Gefühl, dass ich das einfach nicht zulassen kann. In den Jahren hab ich mich oft gefragt, warum ich das nicht kann. Und ich hatte ganz merkwürdige Gedanken. Ich habe mir oft vorgestellt, mit einem Mann zu schlafen. Aber diese Vorstellung war immer brutal. Ich hab mir das niemals auf schöne Weise vorgestellt, sondern immer nur so, dass der Mann mich quasi benutzt und macht was er will und dabei nicht nett zu mir ist. Vielleicht bin ich ja auch einfach nicht normal. Ich hab dann überlegt, ob ich vielleicht SM mag. Aber diese ganzen anderen Sachen wie schlagen und was man da so alles machen kann, sind es nicht unbedingt. Es ist nur dieses, dass der Mann mich "missbraucht". Und ich will endlich wissen, woher diese ganzen Sachen kommen. Es muss doch eine Ursache geben, aber ich kann mich an absolut nichts erinnern, Irgendjemand muss aber doch entweder durch Worte oder durch Taten mich dazu gebracht haben, sich so zu hassen und das Gefühl zu haben, keinen positiven Umgang, auch sexuellen, wert zu sein??
Gibt es irgendeine Möglichkeit, da im Gedächtnis rumzugraben? Denn ich zweifele wirklich an meinem Verstand. Ich bin jetzt 32 und werde immer noch von diesen Gedanken beherrscht. Ich will das nicht mehr.
In der Therapie damals hat man aber auch nicht so wirklich Ursachenforschung betrieben, aber ich habe auch immer nur sehr oberflächlich erzählt, wenn ich mich recht erinnere..
Es tut mir sehr leid, dass es jetzt solch ein Roman geworden ist, aber ich weiß einfach nicht mehr weiter..
Kann mir jmd einen Tipp geben? Erneute Therapie würde wahrscheinlich auch nicht helfen, da ich ja nix weiß..
Danke schonmal fürs lesen, falls sich da überhaupt jmd durchgequält hat..

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Beste hilfreiche Antwort

27. Oktober 2016 um 22:08

Du Musst einem widerwärtigen Verbrecher nicht vergeben

Hey ihr lieben,

erstmal vielen Dank, dass Ihr alle hier über eure Erlebnisse schreibt. Ich bin überzeugt, ein offener Umgang mit diesen Themen trägt viel zur verarbeitung bei und ist auch hilfreich für andere Frauen, die sich ähnliche Fragen stellen. Mir hilft es dabei, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, dass hier von euch allen zu lesen

Ich bin 26 und bin in der selben Situation. Hab regelmäßig heftige Depressionen mit suizidgedanken völliger Lähmung und wusste nicht wo die herkommen. Dadurch dass ich meine eigenen körperlichen und emotionalen Reaktionen beobachtet hab bin ich zu der Vermutung gelangt, dass ein Missbrauch in der Kindheit dahinter steckt. Seit dem haben sich deutliche Symtome in diese Richtung verstärkt ---- und wenn ich jetz so recherschiere und mich damit auseinander setze kann ich immer mehr merkwüdigkeiten auch von früher einordnen.  (gewalttägige Sexvorstellungen schon mit 7, damals als Erotisch empfunden; nie entjunferungsdings gehabt; dauernd vaginaler Ausfluss unabhängig von Periode; vaginale Pilzinfektionen; unkontrollierbare sexuelle "Erregung" die ich überhaupt nicht will und meine konzentration stört; früher Neigung mich von Männern sexuell ausnutzen zu lassen, enges Einwickeln in Decke, angst vor Klomonster, unwohlsein in Anwesenheit von alten Männern usw.) Anstoß für diese Fährte war, dass ich stundenlang durch die gegend geirrt bin und heftigste heul und würgkrämpfe hatte, nachdem ein älterer Mann, den ich kenne, mir den Arm um den Rücken gelegt hatte - er wollte nur warm und nett mit mir umgehen; hats gar nicht schlecht gemeint.

seit ich auf diese Fährte gelangt bin beginn ich auch schon mit der emotionalen Verarbeitung; obwohl ich mich gar nicht bewusst erinnere - außer minimale aufsteigende Schemen in meinem Kopf. Meine emotionen und mein Körper beginnen aber sich zu erinnern. (druck im kopf; druck/pochen im intimbereich, überkeit, heftiges Würgen, schwindel) Nachdem ich ein paar mal in Frauenberatungsstellen erzählt hatte, was ich gerade für Hinweise zusammenfinde haben erste Verarbeitungsprozesse eingesetzt. Ich fühle  quasi wie ein dicker verkrusteter Klumpen dreck langsam anfängt sich stückchenweise aufzuweichen und aufzulösen, das aufgelößte sich in meinem Körper verteilt wie bei Diffusion und dann abtransportiert wird. Das überwältigt mich aber jetzt schon total; bin davon wie unter harte Drogen gesetzt (nehm keine drogen; trink kein alkohol). Eine Therapie fang ich gerade erst an zu suchen; hab noch keine Rückmeldungen von Therapeutinnen.

Ich vermute dass der Vergewaltiger der Vater meiner Mutter war --  der war sowieso ein dreckiger Faschist, Mörder und hat meine Mutter von Baby an vergewaltigt.

Es ist mir ein wichtiges Bedürfniss an dieser Stelle zu sagen: Niemand muss den Verbrechern vergeben, die so etwas getan haben. Vielleicht kann es in der ein oder anderen konkreten Situation/ für manche Betroffene Frauen richtig und hilfreich sein, zu vergeben. Es kann aber auch sehr richtig und wichtig sein, zu wissen, dass du als Betroffene das volle Recht hast, eine Person aus tiefstem Herzen zu verabscheuen, die so etwas getan hat. Ich denke es ist nur auch wichtig, irgendwann aufzuhören die Gedanken um eine Person kreisen zu lassen - dabei kann sich z.b. Hass in kühle gleichgültigkeit verwandeln - in eine abscheu die man gegenüber einem ekelhaften, erbärmlichen Schleimhaufen am Straßenrand empfindet, an dem man mit einem abschätzigen Blick vorbei geht und ihn rechts liegen lässt.  und nur zu deken: BAH! wie krank können Menschen sein! --- so ungefähr zum Beispiel --- passt auf mit Verallgemeinerten "Muss"-Sätzen ihr lieben; jede ist anders

Wünsch euch allen alles gute und viel kraft und Kreativität

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6. April 2012 um 14:11

Noch vergessen... t
achso... und ich hatte in der Kinder- und Jugendzeit immer und immer wieder den Traum, dass mich jemand verfolgt und ich einfach nicht weglaufen kann, weil meine Beine wie aus Blei sind. Den Traum hatte ich in allen möglichen Umgebungen und Variationen. Immer bevor ich geschnappt wurde, bin ich aufgewacht. Später mischte sich dann da rein, dass jmd auch mich geschossen hat und dann wurden es mehr Personen. Vielleicht hat das ja auch eine Bedeutung?

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8. April 2012 um 17:06

Ich finde...
Ich und auch meine beste Freundin haben Sachen im Bereich sexueller Gewalt erlebt (sie Missbrauch und ich rituellen missbrauch). Wir beide hatten das verdrängt, fangen jetzt langsam an uns zu erinnern.

ich würde dir raten, dir nochmal eine richtig gute Psychologin zu suchen. Wir Laien können nur spekulieren,und am Ende hast du ein komplett falsches Bild von dem was dir passiert ist.
Du musst zu ner Psychologin ja nicht sagen, was dir passiert ist, sondern was du denkst, was deine Symptome sind..alle Sachen die du hier erzählt hast.

Ansonsten bin ich gerne für ein Gespräch offen, wenn du jemanden zum reden brauchst oder wenn du wissen möchtest, wie ich damit umgegangen bin und wie das bei mir war.

Ich wünsche dir alles Gute !

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9. April 2012 um 1:03
In Antwort auf zusa_12296280

Ich finde...
Ich und auch meine beste Freundin haben Sachen im Bereich sexueller Gewalt erlebt (sie Missbrauch und ich rituellen missbrauch). Wir beide hatten das verdrängt, fangen jetzt langsam an uns zu erinnern.

ich würde dir raten, dir nochmal eine richtig gute Psychologin zu suchen. Wir Laien können nur spekulieren,und am Ende hast du ein komplett falsches Bild von dem was dir passiert ist.
Du musst zu ner Psychologin ja nicht sagen, was dir passiert ist, sondern was du denkst, was deine Symptome sind..alle Sachen die du hier erzählt hast.

Ansonsten bin ich gerne für ein Gespräch offen, wenn du jemanden zum reden brauchst oder wenn du wissen möchtest, wie ich damit umgegangen bin und wie das bei mir war.

Ich wünsche dir alles Gute !

AW: Ich finde...
Vielen Dank für Deine Antwort! Darf ich mal fragen, wie Du Dich daran erinnert hast? Also ich meine jetzt, wolltest Du auch etwas rausfinden und hast in Deinem Gedächtnis gekramt.. oder gab es ein Erlebnis oder ein Bild oder ein Satz und plötzlich war die Erinnerung da?
Also ich will auch wirklich nicht so vermessen sein und sagen, dass mir so etwas passiert ist.. Nicht, dass ihr das falsch versteht. Aber normal ist das ja nun nicht und ich mach mir halt meine Gedanken ob es so eine Ursache hat. Aber es kann ja auch ein ganz anderer Auslöser sein...
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich mich nicht spätestens daran erinnern würde, wenn ich es ganz doll versuche.. Aber so was soll es ja geben. Aber schwer vorstellbar ist es schon. Mhh.. und nochmal ne Therapie weiß ich nicht. Die hab ich ja wie gesagt wegen der Eßstörung gemacht und in sofern hat die nix gebracht. Also sie hat mir schon geholfen, die Symptome einzdämmen und ich bin ja fast Rückfallsfrei. Aber eine Ursache konnte ich auch da nicht finden..
Aber ich kann das einfach nicht ruhen lassen, weil es mich ziemlich beeinflusst in meinem Leben. Besonders eben, wenn es um Beziehungen geht und darum, mal ein bißchen Selbstbewusstsein aufzubauen..
Ich habe jetzt eine Bekannte, die macht Kineseologie. Ich hab schon überlegt, sie mal zu fragen, ob sie mal eine Sitzung mit mir macht. Habt ihr eine Ahnung ob das dabei helfen kann?

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9. April 2012 um 1:46

Aaalso...
die ersten Erinnerungen kamen als ich noch zuhause war, ein erstes Bild, das eine ganze Lawine ausgelöst hat weil ich weiter gekramt hab.
Dann kam lange zeit nur sehr wenig. irgendwann als ich mich bereit dafür gefühlt hab glaub ich, kamen krassere Sachen, ausgelöst durch Kleinigkeiten die mich daran erinnert haben.
Dann wieder Monate nichts und dann hatte ich raus wie ich mich erinnern konnte, mit nur ganz kleinen Denkanstößen und triggern.

keine Ahnung ob dir das passiert ist. und keine Ahnung ob und wie du dich daran erinnern kannst.

um Selbstbewusstsein aufzubauen musst du dich nicht an deine Vergangenheit erinnern können. Das hab ich auch ohne die meisten Erinnerungen gemacht, kann man sich selber beibringen.
was ist eine kineseologin?

würde dir trotzdem raten eine Psychologin aufzusuchen.

Übrigens: das mit dem traum hab ich schon von vielen gehört.
weiß aber nicht warum man das träumt.

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9. April 2012 um 21:57

Hyptnose?
Ich habe schon einmal gehört, dass es verschiedene Arten von Hyptnosen geben soll, die einem dabei helfen können, sich an Dinge zu erinnern...vielleicht kommst du damit ja der Ursache auf den Grund....
LG

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9. April 2012 um 22:50
In Antwort auf mirren_12667335

Hyptnose?
Ich habe schon einmal gehört, dass es verschiedene Arten von Hyptnosen geben soll, die einem dabei helfen können, sich an Dinge zu erinnern...vielleicht kommst du damit ja der Ursache auf den Grund....
LG

Das..
halte ich für Schwachsinn. Hab viele Dokus darüber gesehen, die davon abraten. Einer Freundin von mir wurden falsche Erinnerungen eingeredet. Überleg dir das gut, bevor du's machst.

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17. April 2012 um 13:43

Hypnose
Hallo Shiela 1980
vielleicht solltest du es mal mit Hypnose probieren, aber nur unter ärztlicher Anleitung.
Was mir auch geholfen hat war Bonding und EMDR.
Wenn du darüber mehr wissen willst kannst du dich gerne melden.
Gruß blackbetty1632

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11. Januar 2013 um 8:58

Hallo Shiela
Ich hoffe die Nachricht kommt bei dir an. Ich habe mich extra hier angemeldet aufgrund deiner Nachricht, da wir Beide viel gemeinsam haben.....leider.
Ich hab mich hier angemeldet, in der Hoffnung, wir könnten uns austauschen, da es mir sehr ähnlich geht wie dir, nur sind bei mir inzwischen Erinnerungen da und sehr klar...
Hast du Interesse an nem Austausch?

Liebe Grüße
Marion8019

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22. Januar 2015 um 12:38

Du hast mir mut gemacht
Hi ich habe mich nur angemeldet um dir zu danken mir geht es so ähnlich. Ich habe das gefühl verrückt zu werden weil ich weiß das in meiner Vergangenheit etwas passiert ist. Ich mich aber einfach nicht erinnern kann. Es macht mir riesige anhst herauszufinden was es war. Ich habe sogar anhat das meine ehe daran zerbricht. Mein mann der immer hintermir steht ich glaube ihm einfach nicht das er mor glaubt. Irgendjemand muss mir eingeredet haben das mir niemals jemand flauben wird. Ich habe vor 2 tagen gemerkt dass es da noch erinnerungen gibt und sie machen mich wahnsinnig. Obwohl es nur ein paar bilder sind.

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11. Februar 2015 um 21:59

Hallo
Hallo shiela1980
Ich weiss nicht ob meine Antwort hilfreich ist, darum mach ichs kurz und knapp

Wenn ich mich an meine unfreiwiligen erfahrungen in meiner Kindheit/kinderheimzeit errinern will dann schau ich mir videos mit dem inhalt sexuellermissbrauch auf youtube an.

Ich weiss nicht ob das nun weiterhilft.

Lg

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11. Februar 2015 um 22:11
In Antwort auf an0N_1264615499z

Hallo
Hallo shiela1980
Ich weiss nicht ob meine Antwort hilfreich ist, darum mach ichs kurz und knapp

Wenn ich mich an meine unfreiwiligen erfahrungen in meiner Kindheit/kinderheimzeit errinern will dann schau ich mir videos mit dem inhalt sexuellermissbrauch auf youtube an.

Ich weiss nicht ob das nun weiterhilft.

Lg

Hallo zum zweiten
Sry ich bin neu hier kapier das ganze nur so mehr oder weniger obwohl das ganze ja recht übersichtlich ist, was ich noch hinzufügen wollte und nicht weiss wie man sein eigenen post bearbeiten kann, mach ichs so

Meine therapeutin mit der ich die erreigeniesse in meiner kindheit bzw um die paar jahre in denen das regelmässig passierte aufzuarbeiten, half das klingt so doof iwi, aber iwi ist es ja auch so, verstehen passiert ist wenn mans bennen kann, das ist im ersten moment mal recht einfach, aber dann beginnt man sich fragen zustellen und versucht die eigene position in der ganzen sache zu finden und dann entsteht dieses voll beschissene gefühl von wie soll ich sagen, ich sag dem mal dem Warum gefühl.
ich persöndlich frage mich heute noch obwohl der mIssbrauch schon 11 jahre zurück liegt und ich in immer grösseren abständen zur therapeutin gehe manchmal noch warum, warum ich? was habe ich falsch gemacht warum hat das passieren müssen und warum einfach warum?
Ich habe mit meiner therapeutin für mich einen savespot in meinem kopf gemacht, also wenn so die sitvation entsteht das das ganze oder bruchstücke davon hochkommt das ich mich dahin zurückziehen kann früher war das ein ort wo ich hinging heute ist das ein ort in meinem kopf wo ich mich wie auf eine art sicher fühlen kann.
Aber was ich eigentlich sagen wollte und ich glaube das hilft am besten wenn man die dinge direkt anspricht also z.b. mit einer therapeutin.
Ich kann mir vorstellen das das recht schwirig ist wenn man schon älter ist und das erlebte nicht einfach jahre sondern jahrzehnte zurück liegt. aber das ganze aufzuarbeiten und am ende als teil deiens ichs zu aktzeptieren (bildlich gesprochen in den ordner ablegen und es einfach als teil deiner beografie zu sehen) ist warscheindlich das beste,

find ich.

Lg

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12. Februar 2015 um 3:29

Es gibt eine Methode - sie heißt Somatic Experiencing
du kannst ja mal googeln. Es ist eine Art der craniosacralen Körperarbeit. Aber ich warne dich, leicht ist das nicht.. es können sehr intensive Sachen hochgeholt werden, also solltest du im Vorfeld an ein gutes therapeutisches Netz angebunden sein.

Ansonsten bitte ich immer (ich bete) dass mir das Ereignis einer Situation bitte gezeigt werden soll und woher der Ursprung kommt. Oft kommen dann auch schon antworten.

Manchen ist das zu abstrus, aber ich glaube daran. An die Hilfe des Himmels, des Universums, oder wie man es auch immer nennen mag, ich glaub auch an Schutzengel.

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12. Februar 2015 um 3:32
In Antwort auf zusa_12296280

Das..
halte ich für Schwachsinn. Hab viele Dokus darüber gesehen, die davon abraten. Einer Freundin von mir wurden falsche Erinnerungen eingeredet. Überleg dir das gut, bevor du's machst.

Also ich finde SOMATIC EXPERIENCING besser
John Upledger hat ein ganz tolles Buch dazu geschrieben
http://www.unimedica.de/Auf-den-Inneren-Arzt-hoeren-John-E-Upledger/b15891?action=factfinder&factfinder=craniosacral%257E15891%257E12% 257E12%257E1%257E95.4

Ansonsten empfehle ich JEDE FORM von Körperarbeit. Reiki, Körpertherapie, Shiatsu, energetische Massagen.

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12. Februar 2015 um 3:35
In Antwort auf zusa_12296280

Aaalso...
die ersten Erinnerungen kamen als ich noch zuhause war, ein erstes Bild, das eine ganze Lawine ausgelöst hat weil ich weiter gekramt hab.
Dann kam lange zeit nur sehr wenig. irgendwann als ich mich bereit dafür gefühlt hab glaub ich, kamen krassere Sachen, ausgelöst durch Kleinigkeiten die mich daran erinnert haben.
Dann wieder Monate nichts und dann hatte ich raus wie ich mich erinnern konnte, mit nur ganz kleinen Denkanstößen und triggern.

keine Ahnung ob dir das passiert ist. und keine Ahnung ob und wie du dich daran erinnern kannst.

um Selbstbewusstsein aufzubauen musst du dich nicht an deine Vergangenheit erinnern können. Das hab ich auch ohne die meisten Erinnerungen gemacht, kann man sich selber beibringen.
was ist eine kineseologin?

würde dir trotzdem raten eine Psychologin aufzusuchen.

Übrigens: das mit dem traum hab ich schon von vielen gehört.
weiß aber nicht warum man das träumt.

Die Seele erinnert sich wenn sie bereit dazu ist
und wenn du bereit dazu bist, es zu verkraften.

Etwas erzwingen zu wollen ist nicht unbedingt immer der richtige Weg.

Es gab Zeiten da ging es mir wie dir und dann ging alles los und nachdem es losging wünschte ich mich ich hätte mich nie erinnert.

Gib dir Zeit. Entspann dich, das hilft auch oft schon. Yoga oder Meditationen in denen du dich entspannst. Denn in der Ebene des Unbewussten ist es eher so, dass etwas hochkommt als wenn du diese mit deinen Gedanken blockierst.

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12. Februar 2015 um 3:35
In Antwort auf behnam_12773902

AW: Ich finde...
Vielen Dank für Deine Antwort! Darf ich mal fragen, wie Du Dich daran erinnert hast? Also ich meine jetzt, wolltest Du auch etwas rausfinden und hast in Deinem Gedächtnis gekramt.. oder gab es ein Erlebnis oder ein Bild oder ein Satz und plötzlich war die Erinnerung da?
Also ich will auch wirklich nicht so vermessen sein und sagen, dass mir so etwas passiert ist.. Nicht, dass ihr das falsch versteht. Aber normal ist das ja nun nicht und ich mach mir halt meine Gedanken ob es so eine Ursache hat. Aber es kann ja auch ein ganz anderer Auslöser sein...
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich mich nicht spätestens daran erinnern würde, wenn ich es ganz doll versuche.. Aber so was soll es ja geben. Aber schwer vorstellbar ist es schon. Mhh.. und nochmal ne Therapie weiß ich nicht. Die hab ich ja wie gesagt wegen der Eßstörung gemacht und in sofern hat die nix gebracht. Also sie hat mir schon geholfen, die Symptome einzdämmen und ich bin ja fast Rückfallsfrei. Aber eine Ursache konnte ich auch da nicht finden..
Aber ich kann das einfach nicht ruhen lassen, weil es mich ziemlich beeinflusst in meinem Leben. Besonders eben, wenn es um Beziehungen geht und darum, mal ein bißchen Selbstbewusstsein aufzubauen..
Ich habe jetzt eine Bekannte, die macht Kineseologie. Ich hab schon überlegt, sie mal zu fragen, ob sie mal eine Sitzung mit mir macht. Habt ihr eine Ahnung ob das dabei helfen kann?

Es passiert einfach automatisch ....
wenn du dich erinnern sollst, dann erinnerst du dich auch. Lass es einfach auf dich zukommen.

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20. Februar 2015 um 15:20

Hol dir Hilfe und lass dir Zeit!
Hallo,
auch wenn dieses Thema in der Vergangenheit liegt, möchte ich doch gerne darauf antworten, schließlich gibt es immer viele, die einfach nur lesen.
Es ist völlig normal, sich nicht an den sexuellen Missbrauch (in der Kindheit) erinnern zu können. Sehr viele (Frauen) haben typische Symptome und ein ungutes Gefühl in Punkto Missbrauch. Es ist überhaupt nicht vermessen, den Gedanken daran zu haben, vielleicht missbraucht zu werden. So wie du das schilderst, ist es sogar sehr wahrscheinlich.
Ich habe das Buch "Trotz Allem" von Ellen Bass und Laura Davis gelesen und die berichteten, dass alle Frauen, die so ein Gefühl hatten und sich nicht erinnern konnten, die richtige "Intuiton" hatten und der Missbrauch schließlich an die Oberflächte gekommen hat. Auch wenn es schwer ist, das zu akzeptieren, ist es sehr wahrscheinlich, dass du missbraucht worden bist. Ich würde dir eine Therapie empfehlen, die tiefer geht, also entweder eine Traumatherapie oder eine (ggf. hochfrequente) Psychoanalyse. Wichtig ist, dass du dir deine Therapeutin/deinen Therapeuten gut aussuchst. Mach mehrere Erstgespräche aus und vertrau deinem Gefühl. Wenn dir eine Frau oder ein Mann lieber ist (auch wenn du es nicht begründen kannst), geh dem nach. Wichtig ist, dass die Therapeutin/der Therapeut dich ernst nimmt und anerkennt, wie schlecht es dir geht und wie bedürftig du bist. Dass du es bist, ist nicht deine Schuld. Dafür kannst du nichts.
Es geht dann gar nicht darum, sich gleich erinnern zu können. Du kannst einfach über deine aktuellen Ängste sprechen. Lass dir Zeit. Die Erinnerungen werden nicht kommen, wenn du sie erzwingst. Du hast noch ganz viel Zeit. Es wird schwer werden, aber es wird sich bestimmt lohnen.
Ich wünsche dir und auch allen anderen, denen es ähnlich geht, viel Glück und Kraft.
Liebe Grüße,
schabracke

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4. März 2015 um 12:44

Ich möchte mich erinnern!
Hallo, ich habe genau so ein Problem.

Seit 4 Jahren habe ich einen Verlobten und er hat mich angesprochen das war schon am Anfang der Beziehung ob ich früher als Kind missbraucht wurde.
Er hat mich das gefragt, weil ich nachts wenn ich geschlafen habe geschrien habe oder wenn er ins schöafzimmer rein gekommen ist aufgeschreckt bin.
Ich habe früher ab und zu Partydrogen genommen. Einmal haben wir zusammen gbl genommen und ich habe einen Absturz bekommen. Ich wollte mit ihm schlafen habe dann aber geschrien wenn er mich anfassen wollte ich habe die ganze Zeit das ging über zwei stunden Mama, Papa gerufen und nein nicht. Das kamm ihm vor als ob ich ne Vergewaltigung noch mal durch lebt habe.

Ja ich weiß das ist ne verrückte Geschichte. Seid dem habe ich das Zeug auch nicht mehr angefasst.

Ich habe zu ihm gesagt ich weiß es nicht und ich habe mich mit dem Thema nicht mehr wirklich befasst.
Jetzt habe ich vor 2 1/5 Jahren eine Tochter mit ihm bekommen.

Seit sie da ist habe ich solche Angst, dass sie missbraucht wird aber besonders Angst habe ich, dass sie von meinem Vater missbraucht wird.

Ich kam mich an keinem missbrauch erinnern aber mich zerreißt es innerlich, weil ich mittlerweile auch denke das ich missbraucht wurde, aber es komplett verdrängt habe.

Als ich 13-16 war bin ich ständig umgekippt. Ich war beim Arzt und auch in der Röhre, aber die haben nichts gefunden.
Ich war ab 14 magersüchtig und hatte auch viele jähre Bulimie.

Ich habe immer ein gestörtes Verhältnis zu meinem Vater gehabt. Er hat uns nie beachtet und erzogen. Aber ich wurde bis ich 16 oder länger war von meimem Vater ab und zu mit einem Gürtel geschlagen.

Er wollte immer wen er besoffen war mit mir tanzen und mich abknutschen aber das fand ich so eckelig.
Meine Mutter hat auch dann immer gesagt lass sie in ruhe.

Ich würde gerne Hypnose machen oder eine Therapie.

Hast du den seit dem etwas unternommen?
Liebe Grüße und sorry für den Mega Text

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22. Januar 2016 um 12:54

Erinnerungen zurückholen
Hallo liebe Shiela,

Auch wenn dein Post schon ein paar Jahre zurückliegt, will ich dir dennoch schreiben. Es ist schon ganz "norm"al, dass man Dinge als Kind verdrängt, um vor allem innerlich zu "über"leben. Doch gut ist es noch lange nicht. Es gibt sehr gute Methoden, solche Dinge zurückzuerinnern. Da gibt es z.B. das "tiefe" Gespräch, das schon bei vielen zum Erfolg geführt hat. Es gibt auch die Rückführung in die damalige Zeit, in welcher du dich erinnern kannst. Es gibt noch weitere erfolgversprechende Möglichkeiten, Doch das Erinnern alleine löst noch lange nicht das Problem. Wenn man sich dann erinnert, muss man dem Täter vergeben. Denn wer es festhält, der hält auch die Wut in sich fest, die Verzweiflung und die Trauer. Wer vergibt, wird frei. Auch ohne Erinnerung wäre eine solche Versöhnung möglich. Es gibt verschiedenste Methoden dafür. Eine ist z.B. Ho'oponopono. Eine andere ist die Bändertrennung (trennen was negativ bindet). Eine weitere ist die Rückführung.

Auf meiner Seite - regina-rau im internet kannst du unter "Gott-Liebe-Licht-Heilung" --> "Liebe-Licht-Heilung" die entsprechenden Methoden finden und dich selbst mit deinerr negativen Vergangenheit versöhnen. Und unter "Gott-Liebe-Licht-Heilung" --> "Reinkarnation" kannst du dich darüber informieren, was die Rückschau (Rückführung) in deine Vergangenheit ermöglichen kann und wie sie funktioniert.

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27. Oktober 2016 um 22:08

Du Musst einem widerwärtigen Verbrecher nicht vergeben

Hey ihr lieben,

erstmal vielen Dank, dass Ihr alle hier über eure Erlebnisse schreibt. Ich bin überzeugt, ein offener Umgang mit diesen Themen trägt viel zur verarbeitung bei und ist auch hilfreich für andere Frauen, die sich ähnliche Fragen stellen. Mir hilft es dabei, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, dass hier von euch allen zu lesen

Ich bin 26 und bin in der selben Situation. Hab regelmäßig heftige Depressionen mit suizidgedanken völliger Lähmung und wusste nicht wo die herkommen. Dadurch dass ich meine eigenen körperlichen und emotionalen Reaktionen beobachtet hab bin ich zu der Vermutung gelangt, dass ein Missbrauch in der Kindheit dahinter steckt. Seit dem haben sich deutliche Symtome in diese Richtung verstärkt ---- und wenn ich jetz so recherschiere und mich damit auseinander setze kann ich immer mehr merkwüdigkeiten auch von früher einordnen.  (gewalttägige Sexvorstellungen schon mit 7, damals als Erotisch empfunden; nie entjunferungsdings gehabt; dauernd vaginaler Ausfluss unabhängig von Periode; vaginale Pilzinfektionen; unkontrollierbare sexuelle "Erregung" die ich überhaupt nicht will und meine konzentration stört; früher Neigung mich von Männern sexuell ausnutzen zu lassen, enges Einwickeln in Decke, angst vor Klomonster, unwohlsein in Anwesenheit von alten Männern usw.) Anstoß für diese Fährte war, dass ich stundenlang durch die gegend geirrt bin und heftigste heul und würgkrämpfe hatte, nachdem ein älterer Mann, den ich kenne, mir den Arm um den Rücken gelegt hatte - er wollte nur warm und nett mit mir umgehen; hats gar nicht schlecht gemeint.

seit ich auf diese Fährte gelangt bin beginn ich auch schon mit der emotionalen Verarbeitung; obwohl ich mich gar nicht bewusst erinnere - außer minimale aufsteigende Schemen in meinem Kopf. Meine emotionen und mein Körper beginnen aber sich zu erinnern. (druck im kopf; druck/pochen im intimbereich, überkeit, heftiges Würgen, schwindel) Nachdem ich ein paar mal in Frauenberatungsstellen erzählt hatte, was ich gerade für Hinweise zusammenfinde haben erste Verarbeitungsprozesse eingesetzt. Ich fühle  quasi wie ein dicker verkrusteter Klumpen dreck langsam anfängt sich stückchenweise aufzuweichen und aufzulösen, das aufgelößte sich in meinem Körper verteilt wie bei Diffusion und dann abtransportiert wird. Das überwältigt mich aber jetzt schon total; bin davon wie unter harte Drogen gesetzt (nehm keine drogen; trink kein alkohol). Eine Therapie fang ich gerade erst an zu suchen; hab noch keine Rückmeldungen von Therapeutinnen.

Ich vermute dass der Vergewaltiger der Vater meiner Mutter war --  der war sowieso ein dreckiger Faschist, Mörder und hat meine Mutter von Baby an vergewaltigt.

Es ist mir ein wichtiges Bedürfniss an dieser Stelle zu sagen: Niemand muss den Verbrechern vergeben, die so etwas getan haben. Vielleicht kann es in der ein oder anderen konkreten Situation/ für manche Betroffene Frauen richtig und hilfreich sein, zu vergeben. Es kann aber auch sehr richtig und wichtig sein, zu wissen, dass du als Betroffene das volle Recht hast, eine Person aus tiefstem Herzen zu verabscheuen, die so etwas getan hat. Ich denke es ist nur auch wichtig, irgendwann aufzuhören die Gedanken um eine Person kreisen zu lassen - dabei kann sich z.b. Hass in kühle gleichgültigkeit verwandeln - in eine abscheu die man gegenüber einem ekelhaften, erbärmlichen Schleimhaufen am Straßenrand empfindet, an dem man mit einem abschätzigen Blick vorbei geht und ihn rechts liegen lässt.  und nur zu deken: BAH! wie krank können Menschen sein! --- so ungefähr zum Beispiel --- passt auf mit Verallgemeinerten "Muss"-Sätzen ihr lieben; jede ist anders

Wünsch euch allen alles gute und viel kraft und Kreativität

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