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Wie kann ich mich an die Veränderung gewöhnen?

29. April 2015 um 17:45 Letzte Antwort: 1. Mai 2015 um 22:29

Hallo, ihr Lieben
Ich habe lange überlegt, habe mich aber jetzt dazu entschieden euch um eure Hilfe zu fragen, kann schließlich nicht schaden
Meine Situation ist wie folgt: Ich bin Studentin und wohne eigentlich schon seit 1 1/2 Jahren mittlerweile in meiner Studienstadt, kenne mich dort aus, habe Spaß an meinen Fächern und sehr liebe Freunde gefunden. Allerdings hatte ich auch schon immer, seit ich ausgezogen bin, etwas Probleme mit Veränderungen, Heimweh und mit Einsamkeitsgefühlen. Meistens war es aber immer nur ein kurzes Unwohlsein, bei dem ich mir gewünscht hätte zu Hause bei meinen Eltern zu sein und es ging dann oft schnell wieder. Zuerst habe ich in einer WG zusammen mit meiner Schwester gelebt, diese ist allerdings vor einem halben Jahr ausgezogen und vor ein paar Monaten habe ich mir jetzt selbst eine neue Wohngemeinschaft gesucht, weil ich mich in der alten WG nicht mehr wohlgefühlt habe.

Dort wohne ich jetzt seit drei Wochen und ich hatte von Anfang an, wenn ich allein in meinem neuen Zimmer war, plötzlich richtig starke Heimwehgefühle, nicht nach der alten Wohnung aber nach meiner Heimatstadt und meinen Eltern. Und ja, ich habe davor die Semesterferien sehr lange bei meinen Eltern verbracht und ich dachte, dass ich mich dann vielleicht erst wieder ans Alleinsein gewöhnen muss. Aber obwohl es mir in der neuen Wohnung eigentlich gut gefallen sollte und ich auch mit den Mitbewohnern gut auskomme kehrt permanent so ein beklemmendes Gefühl der Einsamkeit zurück, immer wenn ich allein in meinem Zimmer sitze. Dann weiß ich nicht, was ich hier soll, wäre lieber zu Hause, muss an meine Eltern denken und meistens dann auch aus heiterem Himmel weinen und kann es kaum kontrollieren. Einmal ging das fast eine halbe Stunde, dass ich nur auf der Couch gesessen bin und vor mich hin geschnieft habe und mich ganz verloren gefühlt habe, obwohl das natürlich kindisch ist. Das geht so weit, dass ich mittlerweile nach der Uni in die WG komme und sofort die Sorge habe, es könne mir wieder schlecht gehen, was natürlich dann meistens auch eintritt. Ich würde mir einfach wünschen den Dingen wieder mehr ihren Lauf zu lassen, alles auf mich zukommen zu lassen und nicht dauernd Angst davor zu haben, mich wieder schlecht zu fühlen. Immer wenn ich dann etwas mit Freunden mache, ist alles wieder gut und ich fühle mich aufgehoben, aber sobald ich alleine bin muss ich wieder an diese Gefühle denken und werde sehr schnell wieder unglücklich. Ich bin dann oft auch schon richtig genervt, weil ich am liebsten einfach zufrieden wäre, aber immer an meine Einsamkeitsgefühle denken muss...

Ich habe Angst, dass dieses Gefühl krampfhaft wird und ich würde mich sehr stark über Tipps freuen, wie ich besser mit meiner Einsamkeit umgehen, leichter allein sein und die Veränderung besser akzeptieren kann! ^^

Schon einmal vielen lieben Dank für eure Ratschläge!
Lg, Judith

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1. Mai 2015 um 22:29

Wie kann ich mich ...
Zunächst möchte ich sagen, dass Traurigkeit nicht kindisch ist!
Wenn Du Dein Studium beenden willst, musst Du auch für Veränderungen bereit sein, denn diese Zeit vergeht auch. Wenn Du dabei aber immer kränker wirst, Dich immer "erdrückter" fühlst, dann würde ich Dir anraten - aber das will sehr gut überlegt sein -, nach Hause zurückzukehren, um eben dort etwas auf die "Beine" zu stellen. Denn: Was bringt ein Studium, wenn man krank zur Uni geht? Eine andere Alternative sehe ich hier nicht. Aber: Das ist natürlich meine PERSÖNLICHE Meinung!

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