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Wie kann ich meine "Verklemmtheit" vor anderen ablegen?

8. April 2018 um 22:06 Letzte Antwort: 23. April 2018 um 8:02

Guten Abend,
Ich habe mich gerade heute frisch hier angemeldet und ich bin mir weder sicher, ob ich hier im richtigen Forum, noch ob ich in der richtigen Kategorie bin (Falls dem nicht so ist, wäre es super lieb, wenn mir Jemand Bescheid gibt!)
Zu eurer Information, ich bin weiblich und 22 Jahre alt, Single und studiere jetzt im sechsten Semester, mein Studium macht mir eine menge Spaß.
Wie schon oben in der Frage steht, habe ich das Problem, dass ich eine recht "verklemmte" Person bin. Ich kann mir auch denken woher das kommt: Ich wurde in jüngeren Jahren viel gemobbt und habe es erst über die letzten Jahre geschafft mir unheimlich viel Selbstvertrauen und Selbstliebe anzueignen.
Ich hatte für lange Zeit große Probleme mit meinem Aussehen und damit, dass ich noch in keiner längeren Beziehung war. Ich habe mir immer wieder Druck gemacht und mich mies gefühlt. Ich hatte auch für zwei Jahre mittelstarke Depressionen, die ich mittlerweile sehr gut im Griff habe und das Leben genießen kann. Letztendlich habe ich gelernt, dass es wichtigeres im Leben gibt und gebe mein bestes um glücklich zu sein
Mein eigentliches Problem ist, dass ich vor meinem engen Freundeskreis nicht Essen kann (ich weiß das klingt super komisch, aber ich bekomme dann häufig nichts mehr runter, obwohl ich hunger habe). Ich kann auch bei keinen Liedern laut mit singen oder einfach drauf los tanzen, insbesondere Tanzen oder starke Emotionen von mir geben fällt mir häufig richtig schwer. Irgendetwas in mir hindert mich daran und ich würde es gerne los werden, aber das ist wie eine mentale Sperre, die ich nicht durchbrechen kann. Es ist auch nicht so als hätte ich keinen Spaß mit ihnen, aber ich kann mich bei so was einfach überhaupt nicht entspannen oder mich gehen lassen, außer wenn ich mich total abschieße. Wahrscheinlich ist die Angst etwas falsch zu machen und dann verurteilt zu werden immer noch in meinem Hinterkopf.
Wenn ich neue Leute kennen lernen ist das Ganze auch nicht so schlimm, nur mit den Menschen, die mir eine Menge bedeuten fällt mir so etwas sehr schwer.
Ich wollte fragen, ob Jemand meine Situation kennt/nachvollziehen kann oder vielleicht hat ja Jemand sogar einen Tipp parat.
Ich sende euch ganz Liebe Grüße
 

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9. April 2018 um 8:27

Guten Morgen,

das klingt NICHT komisch.
Du kannst lernen, mit anderen gemeinsam zu essen. Nachdem du bis heute nicht verhungert bist, bringst du schon einiges an Fähigkeiten mit.
Der Weg ist eigentlich einfach:
Setz dich nicht unter Druck,
werde aktiv,
stell dir kleine, bewältigbare Aufgaben, bewältige sie,
übe,
FÜHL DICH mit der Zeit WOHL dabei.

Für den Anfang hat sich folgendes bewährt:
Such nach einer Ausnahme, besser nach drei Ausnahmen.

Kannst du in Anwesenheit anderer Personen, die dir nicht bekannt sind, eine Kleinigkeit essen, wenn du ausreichend Distanz hast?

Was ist, wenn du zu einer Zeit, wenn wenig Betrieb ist, in der Mensa in einer Ecke sitzt, und ein kleines Stück Gebäck isst?

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13. April 2018 um 4:33
In Antwort auf sweetgirlbee

Guten Abend,
Ich habe mich gerade heute frisch hier angemeldet und ich bin mir weder sicher, ob ich hier im richtigen Forum, noch ob ich in der richtigen Kategorie bin (Falls dem nicht so ist, wäre es super lieb, wenn mir Jemand Bescheid gibt!)
Zu eurer Information, ich bin weiblich und 22 Jahre alt, Single und studiere jetzt im sechsten Semester, mein Studium macht mir eine menge Spaß.
Wie schon oben in der Frage steht, habe ich das Problem, dass ich eine recht "verklemmte" Person bin. Ich kann mir auch denken woher das kommt: Ich wurde in jüngeren Jahren viel gemobbt und habe es erst über die letzten Jahre geschafft mir unheimlich viel Selbstvertrauen und Selbstliebe anzueignen.
Ich hatte für lange Zeit große Probleme mit meinem Aussehen und damit, dass ich noch in keiner längeren Beziehung war. Ich habe mir immer wieder Druck gemacht und mich mies gefühlt. Ich hatte auch für zwei Jahre mittelstarke Depressionen, die ich mittlerweile sehr gut im Griff habe und das Leben genießen kann. Letztendlich habe ich gelernt, dass es wichtigeres im Leben gibt und gebe mein bestes um glücklich zu sein
Mein eigentliches Problem ist, dass ich vor meinem engen Freundeskreis nicht Essen kann (ich weiß das klingt super komisch, aber ich bekomme dann häufig nichts mehr runter, obwohl ich hunger habe). Ich kann auch bei keinen Liedern laut mit singen oder einfach drauf los tanzen, insbesondere Tanzen oder starke Emotionen von mir geben fällt mir häufig richtig schwer. Irgendetwas in mir hindert mich daran und ich würde es gerne los werden, aber das ist wie eine mentale Sperre, die ich nicht durchbrechen kann. Es ist auch nicht so als hätte ich keinen Spaß mit ihnen, aber ich kann mich bei so was einfach überhaupt nicht entspannen oder mich gehen lassen, außer wenn ich mich total abschieße. Wahrscheinlich ist die Angst etwas falsch zu machen und dann verurteilt zu werden immer noch in meinem Hinterkopf.
Wenn ich neue Leute kennen lernen ist das Ganze auch nicht so schlimm, nur mit den Menschen, die mir eine Menge bedeuten fällt mir so etwas sehr schwer.
Ich wollte fragen, ob Jemand meine Situation kennt/nachvollziehen kann oder vielleicht hat ja Jemand sogar einen Tipp parat.
Ich sende euch ganz Liebe Grüße
 

Eine qualifizierte Psychologin hilft. Verhaltenstherapie. Man muss sich gut informieren welche Psychologin, qualifiziert und empathisch gut auf die Patientin eingeht. Lg

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23. April 2018 um 8:02
In Antwort auf sweetgirlbee

Guten Abend,
Ich habe mich gerade heute frisch hier angemeldet und ich bin mir weder sicher, ob ich hier im richtigen Forum, noch ob ich in der richtigen Kategorie bin (Falls dem nicht so ist, wäre es super lieb, wenn mir Jemand Bescheid gibt!)
Zu eurer Information, ich bin weiblich und 22 Jahre alt, Single und studiere jetzt im sechsten Semester, mein Studium macht mir eine menge Spaß.
Wie schon oben in der Frage steht, habe ich das Problem, dass ich eine recht "verklemmte" Person bin. Ich kann mir auch denken woher das kommt: Ich wurde in jüngeren Jahren viel gemobbt und habe es erst über die letzten Jahre geschafft mir unheimlich viel Selbstvertrauen und Selbstliebe anzueignen.
Ich hatte für lange Zeit große Probleme mit meinem Aussehen und damit, dass ich noch in keiner längeren Beziehung war. Ich habe mir immer wieder Druck gemacht und mich mies gefühlt. Ich hatte auch für zwei Jahre mittelstarke Depressionen, die ich mittlerweile sehr gut im Griff habe und das Leben genießen kann. Letztendlich habe ich gelernt, dass es wichtigeres im Leben gibt und gebe mein bestes um glücklich zu sein
Mein eigentliches Problem ist, dass ich vor meinem engen Freundeskreis nicht Essen kann (ich weiß das klingt super komisch, aber ich bekomme dann häufig nichts mehr runter, obwohl ich hunger habe). Ich kann auch bei keinen Liedern laut mit singen oder einfach drauf los tanzen, insbesondere Tanzen oder starke Emotionen von mir geben fällt mir häufig richtig schwer. Irgendetwas in mir hindert mich daran und ich würde es gerne los werden, aber das ist wie eine mentale Sperre, die ich nicht durchbrechen kann. Es ist auch nicht so als hätte ich keinen Spaß mit ihnen, aber ich kann mich bei so was einfach überhaupt nicht entspannen oder mich gehen lassen, außer wenn ich mich total abschieße. Wahrscheinlich ist die Angst etwas falsch zu machen und dann verurteilt zu werden immer noch in meinem Hinterkopf.
Wenn ich neue Leute kennen lernen ist das Ganze auch nicht so schlimm, nur mit den Menschen, die mir eine Menge bedeuten fällt mir so etwas sehr schwer.
Ich wollte fragen, ob Jemand meine Situation kennt/nachvollziehen kann oder vielleicht hat ja Jemand sogar einen Tipp parat.
Ich sende euch ganz Liebe Grüße
 

Hallo sweetgirlbee,
ich kenne noch einen Trick. Stell dir ein Schutzwesen vor, das dich begleitet. Es kann ein Tier sein oder ein Mensch oder ein Phantasiewesen, so, wie es dir gefällt. Es begleitet dich in alle Situationen, die dir Angst bereiten. Es ist gegenüber dir absolut wohlwollend, verständnisvoll und liebevoll.
Dann beobachte mal genau, was für Gedanken oder Emotionen gegenüber dir selbst aufkommen, wenn du in der Angstsituation bist. Was würde dein Schutzwesen dazu sagen? Sind sie gerechtfertigt? Und selbst wenn jemand sich darüber beschweren würde, dass du falsch gekaut hast, was würde dein Schutzwesen ihm sagen?
Du bist wertvoll und wundervoll und du darfst auch Fehler machen. Aber suche den Fehler nicht immer zuerst bei dir.

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