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Wie kann ich ihm helfen wieder neuen Lebensmut zu fassen?

5. April 2013 um 12:57

Hallo,

ich habe am Karfreitag meinen Vater halb tod aufgefunden.
Er hat versucht sich mit Schalftabletten das Leben zu nehmen. Als ich ihn fand war er nicht mehr ansprechbar und schon ganz kalt.

Davon abgesehen, dass ich jeden Moment dieses Ereignis in einer "Dauerschleife" in mir abspielt, quälen mich die Gedanken dass ich nicht weiß wie ich ihm helfen kann neuen Lebensmut zu fassen.

Er ist in der geschlossenen Abteilung in der Psychatrie nachdem er ihm Krankenhaus zur Überwachung auf Intensiv war. Die Tabletten haben wohl das Sprachzentrum sowie den Gleichgewichtssinn beeinträchtigt, also die Überdosis.

Es ist der 3te Selbstmordversuch innerhalb von 11 Monaten.

Kann mir viellt. jmd. Ratschläge geben.

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5. April 2013 um 22:56

Hallo
Leider kann ich dir keinen guten Rat geben, aber das tut mir sehr leid.
Alles Gute dir und deinem Vater

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6. April 2013 um 15:46

Dankeschön
Dankschön Brittamaus1...auch wenn du mir nicht helfen kannst

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8. April 2013 um 12:44

Ich versuche so gut es mir gelingt...
ihm zu zeigen dass er mir wichtig ist und dass ich ihn lieb habe.
Leider ist das in mir sehr schwer, da er in meiner Kindheit nie für mich da war und auch sehr sehr starke Alkoholprobleme hatte, die er nie richtig in den Griff bekommen hatte (mal gings ohne, mal wieder nicht) und ich dann sehr oft psychisch und physisch darunter zu leiden hatte.
Doch, auch so sehr er mir weh getan hat - und auch wenn ich ihm diese Sachen niemals verzeihen kann - zeige ich nicht wie es mich quält. Ich versuche wirklich ihm zu zeigen, dass er mir wichtig ist...doch es ist schrecklich wenn ich die Psychatrie betrete. Er hatte am Freitag Geburtstag, ich habe mir überlegt, da er motorische Schäden von den Tabletten davon trägt, einen Modelbausatz zu schenken, doch die in der Klinik haben mich das nicht geben lassen, wegen Verletzungsgefahr. Allerdings als ich dort war wäre ich am liebsten davon gerannt so schnell es ging, diese Atmosphäre macht mich krank und die Gewissheit dass er dort auch nur mit Antidepressiva ruhig gestellt wird ist noch schlimmer. Schließlich ist er nun schon das 3te Mal dort

Kennt vllt. jemand ein Sanatorium oder eine Klinik für Menschen mit Psychosomathischen Erkrankungen, in dem richtig Therapiert wird und die Menschen nicht sich selbst überlassen werden? Muss auch nicht unbedingt von der Krankenkasse voll bezahlt werden.
Bin über jeden Ratschlag dankbar.

Vielen Dank übrigens für eure lieben Antworten. Das gibt mir schon ein bisschen die Möglichkeit an ihn zu glauben, dass er es schafft aus diesem Loch zu kommen.

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20. April 2013 um 10:19

Wie kann ich ihm helfen
Ich selbst versucht mir das Leben zu nehmen mit Schlaftabletten. Das war im August 2012.
Ich weiss nicht ob man jemanden helfen kann neuen Lebensmut zu bekommen.
Einfach dasein für ihn.
Ich war danach 8 Wochen in der Psychiatrie und gleich anschliessend 12 Wochen in einem Therapiezentrum.
Ich habe dort viel gelernt über die Krankheit Depression.
Ich habe aber immer noch oder immer wieder Selbstmordgedanken.

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15. August 2013 um 12:04

Nun fehlt er an jedem einzelnen Ort
Noch vor ein paar Monaten habe ich hier einen Beitrag geschrieben und euch um Hilfe bzw. Ratschläge geben wie ich es schaffe meinem Papa neuen Lebensmut zu geben.
Ich habe es nicht geschafft (
Am 6. August beendete er sein Leben.
Es tut so unbeschreiblich weh, doch ich habe auch einen so großen Hass auf die Ärzte! Er war ja zuletzt wieder in der Psychatrie, erst geschlossene, dann offene und danach in einer Tagesklinik doch die scheiß Ärzte meinten nur mit einem Lächeln auf den Lippen, dass sie ihn wieder in der Psyhatrie sehen und haben ihn mit Psychopharmaka vollgestopft!
Vor 2 Tagen habe ich dann einen Film geschaut einfach um mich berieseln zu lassen weil ich nicht schlafen kann. Da wurde handelte es von einem Mann der versuchte es indem er von einer Brücke sprang, dabei kam ihm der Gedanke dass er doch leben will, irgendwie hat er es geschafft zu überleben.
Die Polizei fand bei meim Papa noch ein Teppichmesser in der Hosentasche. Also er hats an einem Baum im Wald gemacht. Mich lässt die Frage nicht los, ob er nicht auch versuchte die Schlinge zu lösen und mit dem Messer aufzuschneiden. Doch wie ich gelesen habe wird man dabei ganz schnell bewustlos und nach 20 Sekunden is kein Leben mehr im Körper. ... Dann gibt es bei uns in der Stadt nicht mal Selbsthilfegruppen - ich weiß nicht wie ich damit klar kommen soll. Ich gehe jeden Tag ans Grab und bete doch es bricht immer wieder aus mir heraus und am liebesten möchte ich zu ihm. Da er mich und meinen Bruder in den letzten 2 / 3 Wochen komplett von sich weggestoßen hat

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15. August 2013 um 16:32
In Antwort auf ilay_12637679

Nun fehlt er an jedem einzelnen Ort
Noch vor ein paar Monaten habe ich hier einen Beitrag geschrieben und euch um Hilfe bzw. Ratschläge geben wie ich es schaffe meinem Papa neuen Lebensmut zu geben.
Ich habe es nicht geschafft (
Am 6. August beendete er sein Leben.
Es tut so unbeschreiblich weh, doch ich habe auch einen so großen Hass auf die Ärzte! Er war ja zuletzt wieder in der Psychatrie, erst geschlossene, dann offene und danach in einer Tagesklinik doch die scheiß Ärzte meinten nur mit einem Lächeln auf den Lippen, dass sie ihn wieder in der Psyhatrie sehen und haben ihn mit Psychopharmaka vollgestopft!
Vor 2 Tagen habe ich dann einen Film geschaut einfach um mich berieseln zu lassen weil ich nicht schlafen kann. Da wurde handelte es von einem Mann der versuchte es indem er von einer Brücke sprang, dabei kam ihm der Gedanke dass er doch leben will, irgendwie hat er es geschafft zu überleben.
Die Polizei fand bei meim Papa noch ein Teppichmesser in der Hosentasche. Also er hats an einem Baum im Wald gemacht. Mich lässt die Frage nicht los, ob er nicht auch versuchte die Schlinge zu lösen und mit dem Messer aufzuschneiden. Doch wie ich gelesen habe wird man dabei ganz schnell bewustlos und nach 20 Sekunden is kein Leben mehr im Körper. ... Dann gibt es bei uns in der Stadt nicht mal Selbsthilfegruppen - ich weiß nicht wie ich damit klar kommen soll. Ich gehe jeden Tag ans Grab und bete doch es bricht immer wieder aus mir heraus und am liebesten möchte ich zu ihm. Da er mich und meinen Bruder in den letzten 2 / 3 Wochen komplett von sich weggestoßen hat

Nun fehlt er an jedem ort
es tut mir sehr leid was mit deinem papa passiert ist und ich wünsche dir sehr viel kraft.

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15. August 2013 um 23:37
In Antwort auf ilay_12637679

Ich versuche so gut es mir gelingt...
ihm zu zeigen dass er mir wichtig ist und dass ich ihn lieb habe.
Leider ist das in mir sehr schwer, da er in meiner Kindheit nie für mich da war und auch sehr sehr starke Alkoholprobleme hatte, die er nie richtig in den Griff bekommen hatte (mal gings ohne, mal wieder nicht) und ich dann sehr oft psychisch und physisch darunter zu leiden hatte.
Doch, auch so sehr er mir weh getan hat - und auch wenn ich ihm diese Sachen niemals verzeihen kann - zeige ich nicht wie es mich quält. Ich versuche wirklich ihm zu zeigen, dass er mir wichtig ist...doch es ist schrecklich wenn ich die Psychatrie betrete. Er hatte am Freitag Geburtstag, ich habe mir überlegt, da er motorische Schäden von den Tabletten davon trägt, einen Modelbausatz zu schenken, doch die in der Klinik haben mich das nicht geben lassen, wegen Verletzungsgefahr. Allerdings als ich dort war wäre ich am liebsten davon gerannt so schnell es ging, diese Atmosphäre macht mich krank und die Gewissheit dass er dort auch nur mit Antidepressiva ruhig gestellt wird ist noch schlimmer. Schließlich ist er nun schon das 3te Mal dort

Kennt vllt. jemand ein Sanatorium oder eine Klinik für Menschen mit Psychosomathischen Erkrankungen, in dem richtig Therapiert wird und die Menschen nicht sich selbst überlassen werden? Muss auch nicht unbedingt von der Krankenkasse voll bezahlt werden.
Bin über jeden Ratschlag dankbar.

Vielen Dank übrigens für eure lieben Antworten. Das gibt mir schon ein bisschen die Möglichkeit an ihn zu glauben, dass er es schafft aus diesem Loch zu kommen.

Kliniken
Hallo,
das tut mir so leid für dich, dass du so leiden musst. Wahnsinn wie toll du dich kümmerst trotz deiner schlechten Erfahrungen.
Ich kann dir folgende Kliniken empfehlen: Die Schön-Kliniken (einfach mal googlen) - davon gibt es mehrere in Deutschland; Wittgenstein in Bad Bramstedt - wunderbare Klinik, wird von der Kasse bezahlt und Systelios in Wald Michelbach - ganz besonders empathischer Therapieansatz, aber eine Privatklinik.
Ich weiß nicht inwiefern dein Vater noch heute ein Suchtproblem hat. Dies sollte grundsätzlich aber vorher behandelt werden.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und wenn du noch Fragen hast, dann stell sie gerne.

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15. August 2013 um 23:41
In Antwort auf ilay_12637679

Nun fehlt er an jedem einzelnen Ort
Noch vor ein paar Monaten habe ich hier einen Beitrag geschrieben und euch um Hilfe bzw. Ratschläge geben wie ich es schaffe meinem Papa neuen Lebensmut zu geben.
Ich habe es nicht geschafft (
Am 6. August beendete er sein Leben.
Es tut so unbeschreiblich weh, doch ich habe auch einen so großen Hass auf die Ärzte! Er war ja zuletzt wieder in der Psychatrie, erst geschlossene, dann offene und danach in einer Tagesklinik doch die scheiß Ärzte meinten nur mit einem Lächeln auf den Lippen, dass sie ihn wieder in der Psyhatrie sehen und haben ihn mit Psychopharmaka vollgestopft!
Vor 2 Tagen habe ich dann einen Film geschaut einfach um mich berieseln zu lassen weil ich nicht schlafen kann. Da wurde handelte es von einem Mann der versuchte es indem er von einer Brücke sprang, dabei kam ihm der Gedanke dass er doch leben will, irgendwie hat er es geschafft zu überleben.
Die Polizei fand bei meim Papa noch ein Teppichmesser in der Hosentasche. Also er hats an einem Baum im Wald gemacht. Mich lässt die Frage nicht los, ob er nicht auch versuchte die Schlinge zu lösen und mit dem Messer aufzuschneiden. Doch wie ich gelesen habe wird man dabei ganz schnell bewustlos und nach 20 Sekunden is kein Leben mehr im Körper. ... Dann gibt es bei uns in der Stadt nicht mal Selbsthilfegruppen - ich weiß nicht wie ich damit klar kommen soll. Ich gehe jeden Tag ans Grab und bete doch es bricht immer wieder aus mir heraus und am liebesten möchte ich zu ihm. Da er mich und meinen Bruder in den letzten 2 / 3 Wochen komplett von sich weggestoßen hat

Tut mir leid
Mist, habe diesen Beitrag total überlesen.
Es tut mir so leid für dich, dass er es nicht geschafft hat. Ich würde dir dringend einen Klinikaufenthalt für dich empfehlen, damit du mit der Belastung und Trauer leben lernst und weil du dich da mal um dich kümmern darfst und nicht alleine bist.

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