Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Wie freundinnen/freunde finden....

Letzte Nachricht: 23. Januar 2013 um 19:58
E
eila_12770438
21.01.13 um 11:08

Hallo,
ich bin eine erwachsene Frau doch schon seit Jahren leide ich unter meinen Kontaktschwierigkeiten...
ich kann auf die meisten menschen ohne probleme zugehen und mich einbringen, höre mir auch deren Gespräche und und gebe Tipps. Doch ist es meist imemr so, daß sich nicht mehr daraus entwickelt. Bsp. dass man sich auf einen Kaffee trifft, zusammen was unternimmt etc.Auch meine Vorschläge mal z. Bsp. spazierenzugehen war oft einmalig, dann war oft Abstand angesagt, von der anderen Seite. Oft gibt es dann auch jemanden in der Gruppe der dann, wie ich später erfahren habe hintenrum irgendwas erzählt hat, irgendeine lapalie, die keiner versteht. Die Anderen haben sich doch dadurch beeinflussen lassen. Ich versteht nicht, warum ich mich so schwer tu, wertige freundschaften zu pflegen, ich werde auch nie eingeladen etc. Wem gehts genauso, bzw. wer kann mir tipps geben? Danke, bitte nur ernstgemeinte Antworten.

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A
an0N_1189750099z
21.01.13 um 12:50


Vermutlich muss ich jetzt mal wieder betont dazusagen, dass es eine *ernst gemeinte* Antwort ist, aber was bitte willst Du auf der Suche nach einem Freund mit Menschen, die von irgendeiner Lappalie beeinflussen lassen, die irgendwer in Deiner Abwesenheit erzählt hat?!?
Tut es Dir wirklich leid, so jemanden nicht zum Freund zu haben? Also sorry, aber so etwas ist doch als Bekannter / Freund eine Strafe und keine Bereicherung.

Ändere nicht Dich, nicht Deinen Umgang mit Menschen sondern überdenke mal Dein Beuteschema. Vielleicht passen einfach Menschen besser zu Dir, an denen Du im Moment vorbeigehst.

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L
loyd_12507305
22.01.13 um 9:10

Ach ja .....
Hallo gibitze,

mir geht es genauso.

Bei mir ist es so, dass ich zwar nie Schwierigkeiten hatte, eine Partnerin zu finden (bin auch seit bald 20 Jahren verheiratet), aber Freunde? Null. Und das seit meiner Schulzeit. D.h. sobald die Schulzeit vorbei war, stand ich plötzlich allein da. Da ist es mir zum ersten Mal aufgefallen, dass ich da ein Problem habe, denn alle meine Versuche, damals den Kontakt zu einigen Klassenkameraden zu halten, die ich mochte, sind gescheitert.

Und so ging das bei mir weiter. Eigentlich müssten sich ja bei jeder Lebensstation (Schule, Vereine, Studium, Arbeitsstellen) ernsthaftere Kontakte bilden und wenn die Station vorbei ist, müssten doch auch ein-zwei Kontakte weiterbestehen aber ich schaffe das einfach nicht. Ich komme schon nicht dazu, dass es ernsthaftere Kontakte gibt. Und sobald diese Station vorbei ist, brechen auch sofort alle Kontakte ab. Das finde ich teilweise sehr schmerzhaft. Im Ergebnis habe ich heute keine Freunde.

Woran liegt das?
Ich würde es verstehen, wenn ich einfach ein blöder Typ wäre, arrogant, desinteressiert, geschwätzig etc. Aber ich finde, ich bin genau das Gegenteil. Jedenfalls bin ich nicht arrogant, sondern freundlich zu allen, hilfsbereit. Wenn mir jemand etwas erzählt, frage ich nach usw. usw. Aber ich muss feststellen, dass man dadurch keine Freunde gewinnt. Ich möchte fast sagen: Im Gegenteil. Wenn man nett und hilfsbereit ist, dann ist man für viele nur der Mülleimer, dem man die Ohren vollquatschen kann und den man nach Lust und Laune einspannen (und genauso schnell wieder vergessen) kann. Eine typische Situation für mich ist dabei z.B.: Ich treffe nach dem Urlaub meinen Kollegen und frage ihn, wie sein Urlaub war. Er erzählt mir daraufhin 20 Minuten lang und breit alle Details seines Urlaubs. Dann schaut er auf die Uhr und sagt: Oh, so spät schon, da muss mich mal wieder. Keine Frage nach meinem Urlaub.

Es ist auch nicht so, dass ich nicht auf Menschen zuginge oder nur zu Hause sitze. Im Gegenteil: ich bin seit Jahren ehrenamtlich aktiv und sogar Vorsitzender eines Vereins. Dadurch kenne ich sehr viele Leute. Aber immer nur auf dieser sachlichen Zusammenarbeitsebene. Ich schaffe es einfach nicht, auf die persönliche Ebene zu kommen.

Zum Teil mag das auch mit meinem fortgeschrittenen Alter liegen. Ich habe oft den Eindruck, andere Leute meines Alters haben schon einen gewissen Freundeskreis und suchen gar keine neuen Freunde.

Irgendwie liegt das natürlich an mir. Ich habe anscheinend eine Aura, die Menschen davon abhält, sich näher mit mir einlassen zu wollen.
Ich habe mal eine Studie gelesen, wonach Menschen besonders interessant erscheinen, wenn sie a) ihre Gefühle offen zeigen (egal ob positiv oder negativ) und b) viel von sich erzählen. Und da habe ich sicher meine Schwierigkeiten ich zeige meine Gefühle sehr ungern und ich erzähle von mir aus nicht viel über mich. Klar, wenn jemand fragt, erzähle ich. Aber ich bin eben nicht der Typ, der jedem ungefragt seine Lebensgeschichte erzählt.

Dein Problem mit Gerüchten / Lapalien, wie Du es nennst, kenne ich übrigens auch. Auch bei mir muss ich immer wieder erfahren, dass Sachen über mich behauptet werden (natürlich hinter meinem Rücken), die überhaupt nicht stimmen. So erzählte z.B. vor kurzem ein Kollege in meiner Dienststelle über mich, ich hätte mich total abfällig über einen anderen Kollegen geäußert. Was aber überhaupt nicht stimmte ich schätze diesen anderen Kollegen sehr. Aber da nimmt man irgendeine Bemerkung von mir und skandalisiert sie. Und dann läuft das einmal durch den ganzen Kollegenkreis bevor man auch nur weiß, dass irgendetwas erzählt wird.

Manchmal kann ich mit diesem Ohne-Freund-Sein ganz gut umgehen, aber oft macht es mich einfach total traurig. Umso mehr weil ich den Eindruck habe, dass selbst die größten Blödmänner jede Menge Freunde haben, aber wenn man einfach nur nett ist, dann mag einen keiner wirklich.

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E
eila_12770438
22.01.13 um 11:19
In Antwort auf loyd_12507305

Ach ja .....
Hallo gibitze,

mir geht es genauso.

Bei mir ist es so, dass ich zwar nie Schwierigkeiten hatte, eine Partnerin zu finden (bin auch seit bald 20 Jahren verheiratet), aber Freunde? Null. Und das seit meiner Schulzeit. D.h. sobald die Schulzeit vorbei war, stand ich plötzlich allein da. Da ist es mir zum ersten Mal aufgefallen, dass ich da ein Problem habe, denn alle meine Versuche, damals den Kontakt zu einigen Klassenkameraden zu halten, die ich mochte, sind gescheitert.

Und so ging das bei mir weiter. Eigentlich müssten sich ja bei jeder Lebensstation (Schule, Vereine, Studium, Arbeitsstellen) ernsthaftere Kontakte bilden und wenn die Station vorbei ist, müssten doch auch ein-zwei Kontakte weiterbestehen aber ich schaffe das einfach nicht. Ich komme schon nicht dazu, dass es ernsthaftere Kontakte gibt. Und sobald diese Station vorbei ist, brechen auch sofort alle Kontakte ab. Das finde ich teilweise sehr schmerzhaft. Im Ergebnis habe ich heute keine Freunde.

Woran liegt das?
Ich würde es verstehen, wenn ich einfach ein blöder Typ wäre, arrogant, desinteressiert, geschwätzig etc. Aber ich finde, ich bin genau das Gegenteil. Jedenfalls bin ich nicht arrogant, sondern freundlich zu allen, hilfsbereit. Wenn mir jemand etwas erzählt, frage ich nach usw. usw. Aber ich muss feststellen, dass man dadurch keine Freunde gewinnt. Ich möchte fast sagen: Im Gegenteil. Wenn man nett und hilfsbereit ist, dann ist man für viele nur der Mülleimer, dem man die Ohren vollquatschen kann und den man nach Lust und Laune einspannen (und genauso schnell wieder vergessen) kann. Eine typische Situation für mich ist dabei z.B.: Ich treffe nach dem Urlaub meinen Kollegen und frage ihn, wie sein Urlaub war. Er erzählt mir daraufhin 20 Minuten lang und breit alle Details seines Urlaubs. Dann schaut er auf die Uhr und sagt: Oh, so spät schon, da muss mich mal wieder. Keine Frage nach meinem Urlaub.

Es ist auch nicht so, dass ich nicht auf Menschen zuginge oder nur zu Hause sitze. Im Gegenteil: ich bin seit Jahren ehrenamtlich aktiv und sogar Vorsitzender eines Vereins. Dadurch kenne ich sehr viele Leute. Aber immer nur auf dieser sachlichen Zusammenarbeitsebene. Ich schaffe es einfach nicht, auf die persönliche Ebene zu kommen.

Zum Teil mag das auch mit meinem fortgeschrittenen Alter liegen. Ich habe oft den Eindruck, andere Leute meines Alters haben schon einen gewissen Freundeskreis und suchen gar keine neuen Freunde.

Irgendwie liegt das natürlich an mir. Ich habe anscheinend eine Aura, die Menschen davon abhält, sich näher mit mir einlassen zu wollen.
Ich habe mal eine Studie gelesen, wonach Menschen besonders interessant erscheinen, wenn sie a) ihre Gefühle offen zeigen (egal ob positiv oder negativ) und b) viel von sich erzählen. Und da habe ich sicher meine Schwierigkeiten ich zeige meine Gefühle sehr ungern und ich erzähle von mir aus nicht viel über mich. Klar, wenn jemand fragt, erzähle ich. Aber ich bin eben nicht der Typ, der jedem ungefragt seine Lebensgeschichte erzählt.

Dein Problem mit Gerüchten / Lapalien, wie Du es nennst, kenne ich übrigens auch. Auch bei mir muss ich immer wieder erfahren, dass Sachen über mich behauptet werden (natürlich hinter meinem Rücken), die überhaupt nicht stimmen. So erzählte z.B. vor kurzem ein Kollege in meiner Dienststelle über mich, ich hätte mich total abfällig über einen anderen Kollegen geäußert. Was aber überhaupt nicht stimmte ich schätze diesen anderen Kollegen sehr. Aber da nimmt man irgendeine Bemerkung von mir und skandalisiert sie. Und dann läuft das einmal durch den ganzen Kollegenkreis bevor man auch nur weiß, dass irgendetwas erzählt wird.

Manchmal kann ich mit diesem Ohne-Freund-Sein ganz gut umgehen, aber oft macht es mich einfach total traurig. Umso mehr weil ich den Eindruck habe, dass selbst die größten Blödmänner jede Menge Freunde haben, aber wenn man einfach nur nett ist, dann mag einen keiner wirklich.

Freundschaft
Hallo, danke für deine Antwort. Ich würde "weiß was" drum geben wennich wüßte worans liegt...

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E
eila_12770438
22.01.13 um 11:22

Freundschaften
Hallo, thanks for your answer.
weil du schriebst..natürlich sein... es kann sein daß ich mich irgendwie besonders bemühe, beim Kontakte knüpfen.. versuche besonders lustig zu sein, besonders hilfsbereit,, vielleicht nervt das die leute? aber das könntens einen doch sagen oder?

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E
eila_12770438
22.01.13 um 11:26
In Antwort auf an0N_1189750099z


Vermutlich muss ich jetzt mal wieder betont dazusagen, dass es eine *ernst gemeinte* Antwort ist, aber was bitte willst Du auf der Suche nach einem Freund mit Menschen, die von irgendeiner Lappalie beeinflussen lassen, die irgendwer in Deiner Abwesenheit erzählt hat?!?
Tut es Dir wirklich leid, so jemanden nicht zum Freund zu haben? Also sorry, aber so etwas ist doch als Bekannter / Freund eine Strafe und keine Bereicherung.

Ändere nicht Dich, nicht Deinen Umgang mit Menschen sondern überdenke mal Dein Beuteschema. Vielleicht passen einfach Menschen besser zu Dir, an denen Du im Moment vorbeigehst.

Freundschaften
Hallo, nö du hättest nix betonen müssen betreffend: ernsthafte antworten.
Ich wollte mir damit ein paar Spaßvögel vom Leib halten...
Deine satz mit: Ändere nicht Dich.. fand ich richtig gut.

LG

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E
eila_12770438
22.01.13 um 11:27
In Antwort auf loyd_12507305

Ach ja .....
Hallo gibitze,

mir geht es genauso.

Bei mir ist es so, dass ich zwar nie Schwierigkeiten hatte, eine Partnerin zu finden (bin auch seit bald 20 Jahren verheiratet), aber Freunde? Null. Und das seit meiner Schulzeit. D.h. sobald die Schulzeit vorbei war, stand ich plötzlich allein da. Da ist es mir zum ersten Mal aufgefallen, dass ich da ein Problem habe, denn alle meine Versuche, damals den Kontakt zu einigen Klassenkameraden zu halten, die ich mochte, sind gescheitert.

Und so ging das bei mir weiter. Eigentlich müssten sich ja bei jeder Lebensstation (Schule, Vereine, Studium, Arbeitsstellen) ernsthaftere Kontakte bilden und wenn die Station vorbei ist, müssten doch auch ein-zwei Kontakte weiterbestehen aber ich schaffe das einfach nicht. Ich komme schon nicht dazu, dass es ernsthaftere Kontakte gibt. Und sobald diese Station vorbei ist, brechen auch sofort alle Kontakte ab. Das finde ich teilweise sehr schmerzhaft. Im Ergebnis habe ich heute keine Freunde.

Woran liegt das?
Ich würde es verstehen, wenn ich einfach ein blöder Typ wäre, arrogant, desinteressiert, geschwätzig etc. Aber ich finde, ich bin genau das Gegenteil. Jedenfalls bin ich nicht arrogant, sondern freundlich zu allen, hilfsbereit. Wenn mir jemand etwas erzählt, frage ich nach usw. usw. Aber ich muss feststellen, dass man dadurch keine Freunde gewinnt. Ich möchte fast sagen: Im Gegenteil. Wenn man nett und hilfsbereit ist, dann ist man für viele nur der Mülleimer, dem man die Ohren vollquatschen kann und den man nach Lust und Laune einspannen (und genauso schnell wieder vergessen) kann. Eine typische Situation für mich ist dabei z.B.: Ich treffe nach dem Urlaub meinen Kollegen und frage ihn, wie sein Urlaub war. Er erzählt mir daraufhin 20 Minuten lang und breit alle Details seines Urlaubs. Dann schaut er auf die Uhr und sagt: Oh, so spät schon, da muss mich mal wieder. Keine Frage nach meinem Urlaub.

Es ist auch nicht so, dass ich nicht auf Menschen zuginge oder nur zu Hause sitze. Im Gegenteil: ich bin seit Jahren ehrenamtlich aktiv und sogar Vorsitzender eines Vereins. Dadurch kenne ich sehr viele Leute. Aber immer nur auf dieser sachlichen Zusammenarbeitsebene. Ich schaffe es einfach nicht, auf die persönliche Ebene zu kommen.

Zum Teil mag das auch mit meinem fortgeschrittenen Alter liegen. Ich habe oft den Eindruck, andere Leute meines Alters haben schon einen gewissen Freundeskreis und suchen gar keine neuen Freunde.

Irgendwie liegt das natürlich an mir. Ich habe anscheinend eine Aura, die Menschen davon abhält, sich näher mit mir einlassen zu wollen.
Ich habe mal eine Studie gelesen, wonach Menschen besonders interessant erscheinen, wenn sie a) ihre Gefühle offen zeigen (egal ob positiv oder negativ) und b) viel von sich erzählen. Und da habe ich sicher meine Schwierigkeiten ich zeige meine Gefühle sehr ungern und ich erzähle von mir aus nicht viel über mich. Klar, wenn jemand fragt, erzähle ich. Aber ich bin eben nicht der Typ, der jedem ungefragt seine Lebensgeschichte erzählt.

Dein Problem mit Gerüchten / Lapalien, wie Du es nennst, kenne ich übrigens auch. Auch bei mir muss ich immer wieder erfahren, dass Sachen über mich behauptet werden (natürlich hinter meinem Rücken), die überhaupt nicht stimmen. So erzählte z.B. vor kurzem ein Kollege in meiner Dienststelle über mich, ich hätte mich total abfällig über einen anderen Kollegen geäußert. Was aber überhaupt nicht stimmte ich schätze diesen anderen Kollegen sehr. Aber da nimmt man irgendeine Bemerkung von mir und skandalisiert sie. Und dann läuft das einmal durch den ganzen Kollegenkreis bevor man auch nur weiß, dass irgendetwas erzählt wird.

Manchmal kann ich mit diesem Ohne-Freund-Sein ganz gut umgehen, aber oft macht es mich einfach total traurig. Umso mehr weil ich den Eindruck habe, dass selbst die größten Blödmänner jede Menge Freunde haben, aber wenn man einfach nur nett ist, dann mag einen keiner wirklich.

Freundschaften
hat dir jemand gesagt oder einen hinweis darauf gegeben worans liegen könnte?

LG

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A
an0N_1189750099z
22.01.13 um 11:57
In Antwort auf loyd_12507305

Ach ja .....
Hallo gibitze,

mir geht es genauso.

Bei mir ist es so, dass ich zwar nie Schwierigkeiten hatte, eine Partnerin zu finden (bin auch seit bald 20 Jahren verheiratet), aber Freunde? Null. Und das seit meiner Schulzeit. D.h. sobald die Schulzeit vorbei war, stand ich plötzlich allein da. Da ist es mir zum ersten Mal aufgefallen, dass ich da ein Problem habe, denn alle meine Versuche, damals den Kontakt zu einigen Klassenkameraden zu halten, die ich mochte, sind gescheitert.

Und so ging das bei mir weiter. Eigentlich müssten sich ja bei jeder Lebensstation (Schule, Vereine, Studium, Arbeitsstellen) ernsthaftere Kontakte bilden und wenn die Station vorbei ist, müssten doch auch ein-zwei Kontakte weiterbestehen aber ich schaffe das einfach nicht. Ich komme schon nicht dazu, dass es ernsthaftere Kontakte gibt. Und sobald diese Station vorbei ist, brechen auch sofort alle Kontakte ab. Das finde ich teilweise sehr schmerzhaft. Im Ergebnis habe ich heute keine Freunde.

Woran liegt das?
Ich würde es verstehen, wenn ich einfach ein blöder Typ wäre, arrogant, desinteressiert, geschwätzig etc. Aber ich finde, ich bin genau das Gegenteil. Jedenfalls bin ich nicht arrogant, sondern freundlich zu allen, hilfsbereit. Wenn mir jemand etwas erzählt, frage ich nach usw. usw. Aber ich muss feststellen, dass man dadurch keine Freunde gewinnt. Ich möchte fast sagen: Im Gegenteil. Wenn man nett und hilfsbereit ist, dann ist man für viele nur der Mülleimer, dem man die Ohren vollquatschen kann und den man nach Lust und Laune einspannen (und genauso schnell wieder vergessen) kann. Eine typische Situation für mich ist dabei z.B.: Ich treffe nach dem Urlaub meinen Kollegen und frage ihn, wie sein Urlaub war. Er erzählt mir daraufhin 20 Minuten lang und breit alle Details seines Urlaubs. Dann schaut er auf die Uhr und sagt: Oh, so spät schon, da muss mich mal wieder. Keine Frage nach meinem Urlaub.

Es ist auch nicht so, dass ich nicht auf Menschen zuginge oder nur zu Hause sitze. Im Gegenteil: ich bin seit Jahren ehrenamtlich aktiv und sogar Vorsitzender eines Vereins. Dadurch kenne ich sehr viele Leute. Aber immer nur auf dieser sachlichen Zusammenarbeitsebene. Ich schaffe es einfach nicht, auf die persönliche Ebene zu kommen.

Zum Teil mag das auch mit meinem fortgeschrittenen Alter liegen. Ich habe oft den Eindruck, andere Leute meines Alters haben schon einen gewissen Freundeskreis und suchen gar keine neuen Freunde.

Irgendwie liegt das natürlich an mir. Ich habe anscheinend eine Aura, die Menschen davon abhält, sich näher mit mir einlassen zu wollen.
Ich habe mal eine Studie gelesen, wonach Menschen besonders interessant erscheinen, wenn sie a) ihre Gefühle offen zeigen (egal ob positiv oder negativ) und b) viel von sich erzählen. Und da habe ich sicher meine Schwierigkeiten ich zeige meine Gefühle sehr ungern und ich erzähle von mir aus nicht viel über mich. Klar, wenn jemand fragt, erzähle ich. Aber ich bin eben nicht der Typ, der jedem ungefragt seine Lebensgeschichte erzählt.

Dein Problem mit Gerüchten / Lapalien, wie Du es nennst, kenne ich übrigens auch. Auch bei mir muss ich immer wieder erfahren, dass Sachen über mich behauptet werden (natürlich hinter meinem Rücken), die überhaupt nicht stimmen. So erzählte z.B. vor kurzem ein Kollege in meiner Dienststelle über mich, ich hätte mich total abfällig über einen anderen Kollegen geäußert. Was aber überhaupt nicht stimmte ich schätze diesen anderen Kollegen sehr. Aber da nimmt man irgendeine Bemerkung von mir und skandalisiert sie. Und dann läuft das einmal durch den ganzen Kollegenkreis bevor man auch nur weiß, dass irgendetwas erzählt wird.

Manchmal kann ich mit diesem Ohne-Freund-Sein ganz gut umgehen, aber oft macht es mich einfach total traurig. Umso mehr weil ich den Eindruck habe, dass selbst die größten Blödmänner jede Menge Freunde haben, aber wenn man einfach nur nett ist, dann mag einen keiner wirklich.

... eine Aura, die Menschen davon abhält, sich näher mit mir einlassen zu wollen
Wahrscheinlicher eine Aura, die Menschen davon abhält, sich oberflächlich einlassen zu wollen.

Was Du beschreibst ist das Stadium "Bekanntschaft" und da sind Menschen, die hilfsbereit und nett sind und immer ein offenes Ohr haben und bescheiden und ... was auch immer noch für Tugenden, schlicht nicht "unterhaltsam".

Sowas zählt für Freundschaft - wenn Du den richtigen Menschen hast - aber nicht für Bekanntschaften. Für eine Bekanntschaft zählt: amüsant & unterhaltsam: ja / nein. Nach Deiner Beschreibung Deiner Person landest Du bei "nein".

Bei dem Typ Mensch, den Du und gibitze als "Zielperson" beschreiben, werdet Ihr nie an den Punkt kommen, wo aus Bekanntschaft Freundschaft werden kann, weil Ihr eben bei Bekanntschaft durchfallt.

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

E
eila_12770438
22.01.13 um 15:24
In Antwort auf an0N_1189750099z

... eine Aura, die Menschen davon abhält, sich näher mit mir einlassen zu wollen
Wahrscheinlicher eine Aura, die Menschen davon abhält, sich oberflächlich einlassen zu wollen.

Was Du beschreibst ist das Stadium "Bekanntschaft" und da sind Menschen, die hilfsbereit und nett sind und immer ein offenes Ohr haben und bescheiden und ... was auch immer noch für Tugenden, schlicht nicht "unterhaltsam".

Sowas zählt für Freundschaft - wenn Du den richtigen Menschen hast - aber nicht für Bekanntschaften. Für eine Bekanntschaft zählt: amüsant & unterhaltsam: ja / nein. Nach Deiner Beschreibung Deiner Person landest Du bei "nein".

Bei dem Typ Mensch, den Du und gibitze als "Zielperson" beschreiben, werdet Ihr nie an den Punkt kommen, wo aus Bekanntschaft Freundschaft werden kann, weil Ihr eben bei Bekanntschaft durchfallt.

Freundschaft
hmmm... ich kann durchaus sehr unterhaltsam sein... und witzig,alerdings: ratsch und tratsch sind da nicht unbedingt meine Gebiete, ... du meinst also , man muss bekanntschaft und freundschaft erst einmal voneinander unterscheiden,,, bekanntschaft: eher lockere, unverbindliche oberflächlichere Kommunikation, alles andere erst vertiefen, wenn eine freundschaft entsteht oder entstanden ist.

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E
eila_12770438
22.01.13 um 15:32

Freundschaft
hallo lenadommen,

interessante antwort. du meinst, wenn jemand sozusagen zu schleimig ( übertrieben) sich verhält , ein Jasager, und selbst keine eigene meinung vertritt?
Doch, ne eigene Meinung hab ich schon und sag das dann auch, ab und zu ist natürlich auch mal lästern angesagt, klar macht doch jeder mal, aber ohne dabei zu verletzend zu werden. Vielleicht bin ich zu wenig boshaft? könnt ja auch sein, und dadurch zu wenig unterhaltsam? hmmm jetzt wirds schwierig...also . ich halte mich von menschen fern, die ständig lästern und recht gemein sein können.

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A
an0N_1189750099z
22.01.13 um 16:08
In Antwort auf eila_12770438

Freundschaft
hmmm... ich kann durchaus sehr unterhaltsam sein... und witzig,alerdings: ratsch und tratsch sind da nicht unbedingt meine Gebiete, ... du meinst also , man muss bekanntschaft und freundschaft erst einmal voneinander unterscheiden,,, bekanntschaft: eher lockere, unverbindliche oberflächlichere Kommunikation, alles andere erst vertiefen, wenn eine freundschaft entsteht oder entstanden ist.

Das galt in der Hauptsache alexander661
ob Du unterhaltsam sein kannst - idk

Was ich für Euch beide meinte: ob man bei einem Menschen, der einen anfängt zu ignorieren, weil er von x gehört hat, dass z gesagt hat, dass sie von einem wüsste der einen kennt, der a erzählt haben soll, dass Du irgendwas gesagt haben könntest (mal bewusst überspitzt) überhaupt Freundschaft erwarten kann, würde ich doch sehr bezweifeln.

Aber ja, ein "Freund ist jemand, der einen mag, obwohl er einen kennt" - d.h. vor einer Freundschaft steht immer kennenlernen. Davor steht "finde ich interessant" und "freu mich ihn / sie zu sehen" und "bin gern mit ihm / ihr zusammen". Ich denke nicht, dass es sehr viele Menschen gibt, die direkt auf die "tiefere" Ebene gehen würden. Erst mal unterhält man sich - das ist eben ... Unterhaltung.

Mag sein, dass die Gruppe Dich nicht interessant findet - nun, da gibt es 2 Möglichkeiten: Du bist es nicht und müsstest Dich verstellen - niemals eine Basis für eine Freundschaft oder Du bist es und man sieht es Dir nicht an. Was ich aber eigentlich nach Deiner Beschreibung nicht glaube.
Davon abgesehen ist eben die Möglichkeit: Du suchst an der falschen Stelle. Wofür schon Sätze wie "ich erfahre hintenrum, dass sie sich haben beeinflussen lassen..." sehr deutlich sprechen. Also ich mein... stell Dir mal vor, das würde klappen. Willst Du jemanden Freund nennen, bei dem Du die nächsten Jahre Angst haben musst, was der von Dir denken könnte, wenn irgendwer mal wieder irgendwelche Worte in den Wind pustet, die Deinen Namen enthalten?!?
Ich fände das eine echte Horrorvorstellung.

Versuch mal einfach bei den nächsten 10 Menschen, die bei Dir eigentlich "durchs Raster fallen", Dich bewußt auf diese Menschen einzulassen.

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L
loyd_12507305
23.01.13 um 8:27

Okay
Wenn ich mal ein bisschen die Antworten zusammenfassen darf:
Wenn man einen Menschen kennenlernt, muss man unterhaltsam / interessant sein, damit man auf die "höhere Ebene" der Freundschaft kommt.
Aber nicht zu sehr freundlich sein, weil man sonst als aufdringlich / überfreundlich bewertet wird.
Und ich soll mir die Leute als potentielle Freunde anschauen, die mich eigentlich wenig interessieren.

Ja, da scheint was dran zu sein.

Ich gebe es zu: ich bin nicht der unterhaltsamste oder interessanteste Mensch. Aber ich bin auch nicht der langweiligste Mensch. Also müsste es doch bei einem Alter von 46 Jahren außer meiner Frau irgend jemand gegeben haben, der meine positiven Seiten sieht. Leider geschieht dies aber nicht.
Das Schlimme ist natürlich, dass man irgendwann in einen Teufelskreislauf rein gerät. Weil man annimmt, dass man eh keine Chance hat, versucht man es gar nicht erst. Das will ich bei mir gar nicht mehr ausschließen.

Allerdings muss ich auch immer wieder feststellen, dass ich, wenn ich es denn mal versuche, immer enttäuscht werde. Wie ich es schon beschrieben habe: solange ich mit den Leuten zusammenarbeite oder gemeinsam aktiv bin, quatschen wir durchaus mal miteinander. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass ich besonders unbeliebt bin oder der andere mich nicht leiden kann. Aber sobald diese Zusammenarbeit aufhört, meldet sich der andere nicht mehr. D.h. solange ich mich melde, kommt eine Reaktion. Aber sobald ich es nicht tue, ist sofort Schluss. Das habe ich ein paar Mal in den letzten Jahren sehr, sehr schmerzlich erlebt.

Ein Problem mag durchaus mein höheres Alter sein: in meinem Alter hat man normalerweise einen Freundeskreis.

Ein anderes Problem ist, dass ich mit den "klassischen Männerthemen" Fußball, Saufen gehen etc. absolut nichts anfangen kann. Ich wäre lieber mit Frauen befreundet. Aber als verheirateter Mann hat man da praktisch keine Chance, weil da sofort die Vermutung aufkommt, dass ich mehr wollte. Besonders schlimm war das übrigens, als ich in Elternzeit war. Versuch mal, als Vater eine Mutter zu einer gemeinsamen Unternehmung (Krabbelgruppe, Zoobesuch etc.) zu bringen. Auch da scheint sofort die Panik bei den Frauen hochzukommen, dass ich "mehr" will.
(Und bevor jetzt die entsprechenden Antworten kommen: nein, ich bagger die Frauen nicht an.)

Tja, vermutlich bin ich einfach ein Langweiler. Nur: warum gibt es so viele andere Langweiler, die Freunde haben?

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A
an0N_1189750099z
23.01.13 um 10:33
In Antwort auf loyd_12507305

Okay
Wenn ich mal ein bisschen die Antworten zusammenfassen darf:
Wenn man einen Menschen kennenlernt, muss man unterhaltsam / interessant sein, damit man auf die "höhere Ebene" der Freundschaft kommt.
Aber nicht zu sehr freundlich sein, weil man sonst als aufdringlich / überfreundlich bewertet wird.
Und ich soll mir die Leute als potentielle Freunde anschauen, die mich eigentlich wenig interessieren.

Ja, da scheint was dran zu sein.

Ich gebe es zu: ich bin nicht der unterhaltsamste oder interessanteste Mensch. Aber ich bin auch nicht der langweiligste Mensch. Also müsste es doch bei einem Alter von 46 Jahren außer meiner Frau irgend jemand gegeben haben, der meine positiven Seiten sieht. Leider geschieht dies aber nicht.
Das Schlimme ist natürlich, dass man irgendwann in einen Teufelskreislauf rein gerät. Weil man annimmt, dass man eh keine Chance hat, versucht man es gar nicht erst. Das will ich bei mir gar nicht mehr ausschließen.

Allerdings muss ich auch immer wieder feststellen, dass ich, wenn ich es denn mal versuche, immer enttäuscht werde. Wie ich es schon beschrieben habe: solange ich mit den Leuten zusammenarbeite oder gemeinsam aktiv bin, quatschen wir durchaus mal miteinander. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass ich besonders unbeliebt bin oder der andere mich nicht leiden kann. Aber sobald diese Zusammenarbeit aufhört, meldet sich der andere nicht mehr. D.h. solange ich mich melde, kommt eine Reaktion. Aber sobald ich es nicht tue, ist sofort Schluss. Das habe ich ein paar Mal in den letzten Jahren sehr, sehr schmerzlich erlebt.

Ein Problem mag durchaus mein höheres Alter sein: in meinem Alter hat man normalerweise einen Freundeskreis.

Ein anderes Problem ist, dass ich mit den "klassischen Männerthemen" Fußball, Saufen gehen etc. absolut nichts anfangen kann. Ich wäre lieber mit Frauen befreundet. Aber als verheirateter Mann hat man da praktisch keine Chance, weil da sofort die Vermutung aufkommt, dass ich mehr wollte. Besonders schlimm war das übrigens, als ich in Elternzeit war. Versuch mal, als Vater eine Mutter zu einer gemeinsamen Unternehmung (Krabbelgruppe, Zoobesuch etc.) zu bringen. Auch da scheint sofort die Panik bei den Frauen hochzukommen, dass ich "mehr" will.
(Und bevor jetzt die entsprechenden Antworten kommen: nein, ich bagger die Frauen nicht an.)

Tja, vermutlich bin ich einfach ein Langweiler. Nur: warum gibt es so viele andere Langweiler, die Freunde haben?

^^
als Zusammenfassung meiner Antwort schlicht falsch.

Drücke ich mich so undeutlich aus? *kopfkratz*

Wenn Du BEI DEN MENSCHEN, DIE DU BESCHREIBST, landen willst, musst Du "unterhaltsamer" sein, damit Du überhaupt dahin kommen kannst, habe ich geschrieben.

Aber wenn ich die Hauptaussage meiner Antworten zusammenfasse bin ich bei "Hört auf, Euch mit Menschen abzugeben, die von paar Gerüchten ihre Meinung über andere abhängig machen und sucht nach anderen Leutz!"

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eila_12770438
23.01.13 um 19:09
In Antwort auf an0N_1189750099z

^^
als Zusammenfassung meiner Antwort schlicht falsch.

Drücke ich mich so undeutlich aus? *kopfkratz*

Wenn Du BEI DEN MENSCHEN, DIE DU BESCHREIBST, landen willst, musst Du "unterhaltsamer" sein, damit Du überhaupt dahin kommen kannst, habe ich geschrieben.

Aber wenn ich die Hauptaussage meiner Antworten zusammenfasse bin ich bei "Hört auf, Euch mit Menschen abzugeben, die von paar Gerüchten ihre Meinung über andere abhängig machen und sucht nach anderen Leutz!"

Freundschaften
hallo avarr....

warum so hitzig? und auch kein: hallo....
du kannst gerne sachlich schreiben, wenn wir dich angeblich nicht verstanden haben., Großschrift ist auch nicht nötig, ich denke wir können auch kleinere buchstaben entziffern.

Ich hab deine Aussage durchaus verstanden, bin auch nit von gestern *lächel*

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an0N_1189750099z
23.01.13 um 19:58
In Antwort auf eila_12770438

Freundschaften
hallo avarr....

warum so hitzig? und auch kein: hallo....
du kannst gerne sachlich schreiben, wenn wir dich angeblich nicht verstanden haben., Großschrift ist auch nicht nötig, ich denke wir können auch kleinere buchstaben entziffern.

Ich hab deine Aussage durchaus verstanden, bin auch nit von gestern *lächel*


Ich schreibe nie "Hallo".

Großschreibung ist manchmal einfach eine Betonung, nicht immer schreien. Oder ich verstehe seit 15 Jahren Chats etwas falsch ^^

Wo bitte war ich denn nicht sachlich? "Hallo" ist übrigens nicht sachlich sondern rein zwischenmenschlich.

Warum meinst Du, ich würde nicht davon ausgehen, dass Du mich verstanden hast, wenn ich alexander661 antworte, dass *seine* (geht das als Betonung besser bei Dir?) so nicht stimmt? Also entweder Du hast Dich gerade mit dem falschen Nick eingeloggt oder Du bist gar nicht gemeint

Warum so hitzig? Mein Ideal ist Temperament und Leidenschaft, niemals "ausgeglichen und zurückhaltend".
Siehst Du darin schon etwas. was Dich abweist?

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