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Wer oder was bin ich?

22. Dezember 2017 um 4:53 Letzte Antwort: 22. Dezember 2017 um 17:18

Hallo,

es gibt etwas, das mich sehr belastet.
Als ich noch zur Grundschule ging, habe ich immer lieber mit den Mädchen gespielt. Mit Barbies, Vater-Mutter-Kind und alles mögliche, das eher den Mädchen zugeschrieben wird. Ich habe auch gerne Mädchenkleidung getragen, was aber meiner Mutter überhaupt nicht gefallen hat.
Ich wurde als Junge erzogen und ich habe mich auch nicht dagegen gewehrt oder mich unwohl gefühlt. Im Laufe meines Lebens ist dieses Mädchen-sein-wollen aber immer wieder durchgekommen. Es hat mich Zeit meines Lebens immer mehr zu Mädchen/Frauen hingezogen als zu Jungen/Männern. Nicht nur sexuell (ich stehe auf Frauen, nicht auf Männer), sondern gesellschaftlich an sich. Frisuren, Schminken, Kleidung, körperliche Themen, usw. Viele Interessen, die bei einem Jungen/Mann eher belächelt oder verarscht wurden/werden. Freundinnen sind mit ihren Problemen zu mir gekommen, weil ich ihnen zugehört habe und selbst körperliche Empfindungen teils besser beschreiben/in Worte fassen konnte als sie selbst. Obwohl ich es bauartbedingt gar nicht (wirklich) selbst empfinden kann. Immer wieder wäre ich selbst gerne eine Frau gewesen.
Inzwischen ist es so, dass ich oft das Gefühl habe meine Jugend verpasst zu haben. Denn die Erfahrung sich Schminken zu lernen, sich über weibliche Probleme und Erfahrungen auszutauschen, sich körperlich zu entwickeln, habe ich natürlich nicht gemacht. Ich bin ein Mann und lebe als solcher. Ich trage immer noch gerne Frauenkleidung (zu Hause) und mache manchmal ein paar Versuche mit Make Up. Aber manchmal werde ich richtig traurig, dass ich nicht den Körper habe für schöne Kleider. Ich bin groß, habe ein markanntes Gesicht, große Füße und Hände. Also, diese "kleinen Verwandlungen" in meinen eigenen 4 Wänden machen mich meist eher traurig.
Wer oder was bin ich nun? Hat jemand einen Rat für mich, den ich erstmal ganz für mich allein befolgen kann. Ohne gleich jemand anders einzubeziehen?

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22. Dezember 2017 um 10:56

Hey,
Vielleicht kannst du einmal darüber nachdenken, warum dich denn diese "kleinen Verwandlungen" in den eigenen 4 Wänden" traurig machen.
Weil du es so "versteckt" machen musst, und es nicht richtig ausleben kannst? Oder bist du enttäuscht von dir selbst, dass du dieses Verlangen hast? Oder weil es dich unsicher macht?

Deine Jugend hast du ja nicht verpasst. sondern jede Sekunde davon erlebt. Ich denke auch oft zurück an meine Jugend und trauere dem nach, was wir nicht gemacht habe, an die Zeit, die ich "verschwendet" habe - aber schlussendlich bring das nichts:
Die jetztige Zeit sollten wir also besser dafür nutzen, die Dinge zu machen, die wir wollen, oder die wir früher nicht gemacht haben, statt weiter darüber zu trauern, dass man sie immer noch nicht gemacht hat.
Also mach die Erfahrungen einfach jetzt! Besser jetzt als gar nicht.
Auf youtube gibt es so viele gute Schmink-Videos, da ist bestimmt auch für dich etwas dabei (kenne mich nicht so aus, aber ich bin sicher du findest etwas)

Wenn du niemanden einbeziehen willst, musst du das auch nicht. 

Vielleicht hilft es dir, dich mal mit Stift und Papier hinzusetzen und einfach aufzuschreiben/malen, was in dir vorgeht. Mir hilft das oft, wenn ich keine klaren Gedanken fassen kann: ich schreibe dann einfach drauf los und irgendwie kommen dann die Worte aus meinem Unterbewusstsein, ohne dass ich "aktiv" überlegen muss. Oder so fühlt es sich zumindest an... So habe ich mir oft eine antwort auf "Lebensfragen" geben können.

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22. Dezember 2017 um 10:56

Hey,
Vielleicht kannst du einmal darüber nachdenken, warum dich denn diese "kleinen Verwandlungen" in den eigenen 4 Wänden" traurig machen.
Weil du es so "versteckt" machen musst, und es nicht richtig ausleben kannst? Oder bist du enttäuscht von dir selbst, dass du dieses Verlangen hast? Oder weil es dich unsicher macht?

Deine Jugend hast du ja nicht verpasst. sondern jede Sekunde davon erlebt. Ich denke auch oft zurück an meine Jugend und trauere dem nach, was wir nicht gemacht habe, an die Zeit, die ich "verschwendet" habe - aber schlussendlich bring das nichts:
Die jetztige Zeit sollten wir also besser dafür nutzen, die Dinge zu machen, die wir wollen, oder die wir früher nicht gemacht haben, statt weiter darüber zu trauern, dass man sie immer noch nicht gemacht hat.
Also mach die Erfahrungen einfach jetzt! Besser jetzt als gar nicht.
Auf youtube gibt es so viele gute Schmink-Videos, da ist bestimmt auch für dich etwas dabei (kenne mich nicht so aus, aber ich bin sicher du findest etwas)

Wenn du niemanden einbeziehen willst, musst du das auch nicht. 

Vielleicht hilft es dir, dich mal mit Stift und Papier hinzusetzen und einfach aufzuschreiben/malen, was in dir vorgeht. Mir hilft das oft, wenn ich keine klaren Gedanken fassen kann: ich schreibe dann einfach drauf los und irgendwie kommen dann die Worte aus meinem Unterbewusstsein, ohne dass ich "aktiv" überlegen muss. Oder so fühlt es sich zumindest an... So habe ich mir oft eine antwort auf "Lebensfragen" geben können.

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22. Dezember 2017 um 17:18

Hallo, es klingt so als wenn du transsexuell wärst und dadurch immer unter einer inneren Spannung stehst. Das bedeutet, du bist eine Frau in einem Männerkörper (in diesem Fall eine lesbische Frau). Bei einem Cousin von mir war es genau andersherum. Er wurde als Mädchen geboren, fühlte sich immer als Junge, und hat sich mit Anfang 20 operieren lassen. Das ist natürlich ein großer Schritt. Was du für dich machen kannst, ist, in Ruhe für dich zu überlegen, wie wichtig es dir ist oder wäre, deinen Körper (und somit dein ganzes Leben als Mann/Frau) deinem inneren Erleben anzupassen. An deiner Stelle würde ich mich über Transsexualität informieren und mich dann mal beraten lassen.
http://www.trans-infos.de/transsexualitaet-transidentitaet/
Alles Gute!

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