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Wer kann mir etwas sagen zu ADS-Hyperaktivität??

15. Dezember 2005 um 13:28

Ich weiß nicht mehr weiter. Meine Tochter ist agressiv, hinterfragt alles und stellt jede Autorität erst mal in Frage...

Ausserdem ist sie hibbelig ohne Ende... ist auch schon bei der Kinderpsychologin gewesen, aber ohne nennbares Ergebnis.

Ich habe schon des öfteren die o. g. Anzeichen als Hinweis auf ADS in verschiedenen Foren und auf vielen Internetseiten gesehen. Hat jemand hier ein ADS-Kind und kann mir mehr dazu sagen?

Vielen Dank schon mal im Voraus!

LG

Blue

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15. Dezember 2005 um 14:11

ADS
läßt sich sehr schwer diagnostizieren, zumal es verschiedenen Krankheiten ähndelt. Zunächst sollte mal geklärt werden: Was ist normal und ab wann ist man krank? Es hat schon immer lebhaftere, aggressivere Kinder und ruhigere, sanftmütigere Kinder gegeben.

Für Hyperaktivität kann es verschiedene Gründe geben.

1. Psychische Probleme, die nicht selten zu seelischen Krankheiten führen.

2. ADS

3. Gestörtes beidäugiges Sehen (Winklfehlsichtigkeit)

4.Störung im vegetativen Nervensystem

Um rauszufinden, ob deine Tochter ADS hat müßtest du 1. und 3 und 4 ausklammern können.

ADS hat viel mit Konzentration zu tun. Beobachte deine Tochter. Kann sie nur kurze Zeit bei der Sache bleiben? Wenn ja, könnte sich der Verdacht vertiefen.
Kann sich deine Tochter "normal" konzentrieren, wird ADS schon etwas unwahrscheinlicher. Wie ist das Leistungsvermögen deiner Tochter? Kann es sein, dass sie in entspannter Umgebung einwandfreie Leistung bringt und nur unter Stress versagt? Dann wird wohl eher eine Störung im vegetativen Nervensystem in Frage kommen.
Hat deine Tochter Probleme beim Ausmalen und Ausschneiden, beim Lesen und Schreiben? Lass sie auf Winklfehlsichtigkeit untersuchen. Durch diese Fehlsichtigkeit kann es zu Hyperaktivität kommen.
Hat deine Tochter psychische Probleme, dann kann es auch von dem her kommen - allerdings - du warst ja schon beim Psychologen und hast dieses Problem ausklammern können.

Sollte deine Tochter tatsächlich ADS haben, ist es wichtig, dass sie immer wieder kurze Pausen macht, so dass sich die Neurotransmittel generieren können, die in nicht ausreichender Menge vorhanden sind. Es ist wichtig für sie, dass sie viel Bewegung hat. Judo ist in so einem Falle super gut, denn da hat sie Bewegung und muss sich konzentrieren und sich gleichzeitig beherrschen. Cola und Kaffee lösen bei ADS einen paradoxen Effekt aus. D. h. durch Koffein werden diese Kinder ruhig und konzentriert.
Allerdings muß ich sagen, dass zu einer guten ADS-Therapie auch Ritalin gehört. Und zwar darf dieses Ritalin nicht ewig genommen werden, sondern nur eine bestimmte zeitlang, etwa 6 Monate. ADS ist nicht heilbar in dem Sinne. Aber nach 6 Monaten Ritalin ist es jedenfalls besser als zuvor. Wenn dann noch ausreichende Pausen, Sport und viel Bewegung dazu kommen und auch Koffein, dann dürfte dieses Problem in den Griff zu kriegen sein. Ansonsten kann ich dich beruhigen, dass dieses ADS in der Regel nach der Pupertät verschwindet. Falls nicht, behalten die Betroffenen sie ein Leben lang - man kann aber damit lernen gut umzugehen.

Ich hoffe, dass ich dir geholfen habe. Viel Glück.

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15. Dezember 2005 um 19:12

MHH
Danke dir, jaja...

ich werde mich mal mit der MHH in Verbindung setzen und versuchen einen Termin zu bekommen bzw. fragen, ob sie mir hier Ärzte empfehlen können.

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15. Dezember 2005 um 19:17
In Antwort auf hattie_12740066

ADS
läßt sich sehr schwer diagnostizieren, zumal es verschiedenen Krankheiten ähndelt. Zunächst sollte mal geklärt werden: Was ist normal und ab wann ist man krank? Es hat schon immer lebhaftere, aggressivere Kinder und ruhigere, sanftmütigere Kinder gegeben.

Für Hyperaktivität kann es verschiedene Gründe geben.

1. Psychische Probleme, die nicht selten zu seelischen Krankheiten führen.

2. ADS

3. Gestörtes beidäugiges Sehen (Winklfehlsichtigkeit)

4.Störung im vegetativen Nervensystem

Um rauszufinden, ob deine Tochter ADS hat müßtest du 1. und 3 und 4 ausklammern können.

ADS hat viel mit Konzentration zu tun. Beobachte deine Tochter. Kann sie nur kurze Zeit bei der Sache bleiben? Wenn ja, könnte sich der Verdacht vertiefen.
Kann sich deine Tochter "normal" konzentrieren, wird ADS schon etwas unwahrscheinlicher. Wie ist das Leistungsvermögen deiner Tochter? Kann es sein, dass sie in entspannter Umgebung einwandfreie Leistung bringt und nur unter Stress versagt? Dann wird wohl eher eine Störung im vegetativen Nervensystem in Frage kommen.
Hat deine Tochter Probleme beim Ausmalen und Ausschneiden, beim Lesen und Schreiben? Lass sie auf Winklfehlsichtigkeit untersuchen. Durch diese Fehlsichtigkeit kann es zu Hyperaktivität kommen.
Hat deine Tochter psychische Probleme, dann kann es auch von dem her kommen - allerdings - du warst ja schon beim Psychologen und hast dieses Problem ausklammern können.

Sollte deine Tochter tatsächlich ADS haben, ist es wichtig, dass sie immer wieder kurze Pausen macht, so dass sich die Neurotransmittel generieren können, die in nicht ausreichender Menge vorhanden sind. Es ist wichtig für sie, dass sie viel Bewegung hat. Judo ist in so einem Falle super gut, denn da hat sie Bewegung und muss sich konzentrieren und sich gleichzeitig beherrschen. Cola und Kaffee lösen bei ADS einen paradoxen Effekt aus. D. h. durch Koffein werden diese Kinder ruhig und konzentriert.
Allerdings muß ich sagen, dass zu einer guten ADS-Therapie auch Ritalin gehört. Und zwar darf dieses Ritalin nicht ewig genommen werden, sondern nur eine bestimmte zeitlang, etwa 6 Monate. ADS ist nicht heilbar in dem Sinne. Aber nach 6 Monaten Ritalin ist es jedenfalls besser als zuvor. Wenn dann noch ausreichende Pausen, Sport und viel Bewegung dazu kommen und auch Koffein, dann dürfte dieses Problem in den Griff zu kriegen sein. Ansonsten kann ich dich beruhigen, dass dieses ADS in der Regel nach der Pupertät verschwindet. Falls nicht, behalten die Betroffenen sie ein Leben lang - man kann aber damit lernen gut umzugehen.

Ich hoffe, dass ich dir geholfen habe. Viel Glück.

Hallo nele!
Na, das nenn ich mal Informationen, ich danke dir!!

Ja- ich denke, ich sollte wirklich mal genau testen lassen, was da Sache ist. Sie hat Konzentrationsprobleme- sogar massiv! Allerdings kriegt sie trotzdem immer alles auf die Reihe- allerdings sehr widerwillig und mit viel Zeit und Geduld.

Sie ist schon im Judo-Verein. Seit zwei Monaten erst, aber ich merke, dass es ihr gut tut.

Das mit dem Koffein war mir neu, das werde ich aber mal probieren- in Maßen natürlich.

Tja- und mit dem Ritalin... das ist so eine Geschichte, die mir nicht so behagt, weil ich da viel nachteiliges gehört habe, vor allem über Nebenwirkungen. Es geht mir ja auch gar nicht darum, mein Kind ruhigzustellen, sondern ihr zu helfen, besser mit ihrem Leben klarzukommen.

Ich danke dir sehr für deinen langen Brief- es hat mir wirklich weitergeholfen, mal eine andere Meinung dazu zu hören.

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15. Dezember 2005 um 19:20

???
Hallo Luis,

ehrlich gesagt hilft mir deine Antwort überhaupt nicht weiter. Ich kann mit meinem Kind umgehen und ich kann schon ein

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15. Dezember 2005 um 22:57

Schilddrüsenüberfunktion?
Warst du mit deiner Tocher schonmal bei einem guten Endokrinologen und hast ihre Schilddrüsenwerte überprüfen lassen?

Oft wird leider die "Mode-Krankheit" ADHS diagnostiziert, obwohl die Schilddrüse krank ist...

Alle Symptome, die du nennst, treffen auch auf eine Schilddrüsenüberfunktion zu!

Beste Grüße Blumenaugen

P.S.: Wo wohnst du denn etwa? Ich kenne nämlich bei mir in der Nähe einen sehr guten Arzt.

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16. Dezember 2005 um 10:27

Sorry...
Hallo, Luis

tut mir leid, meine Antwort war leider nicht ganz widergegeben... ich hatte selbstverständlich mehr geschrieben als diese eine Zeile ;o))

Ich möchte nicht riskieren, dass meine Tochter auf Ritalin eingestellt wird- halte ich selbst nicht viel von... was ich aber möchte, ist ihr helfen und dafür muss ich wohl erst mal eine zuverlässige Diagnose haben. Es hilft immer schon sehr viel weiter, wenn man überhaupt weiss, was Sache ist und das weiß ich im Moment halt überhaupt nicht.

Es tut mir leid, dass du diese schlimmen Erfahrungen gemacht hast. Ich möchte dich beruhigen- ich möchte mein Kind nicht ruhigstellen. Ich lebe seit 9 Jahren mit einem sehr aktiven und anstrengenden Kind, das macht mir auch nichts aus- ich will ihr nur helfen, damit sie ihren Platz in Leben finden und damit umgehen kann. Im Moment ist sie selbst sehr unglücklich damit.

Aber... Medikamente kommen auf gar keinen Fall in Frage!!!

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16. Dezember 2005 um 10:37
In Antwort auf vika_12566826

Schilddrüsenüberfunktion?
Warst du mit deiner Tocher schonmal bei einem guten Endokrinologen und hast ihre Schilddrüsenwerte überprüfen lassen?

Oft wird leider die "Mode-Krankheit" ADHS diagnostiziert, obwohl die Schilddrüse krank ist...

Alle Symptome, die du nennst, treffen auch auf eine Schilddrüsenüberfunktion zu!

Beste Grüße Blumenaugen

P.S.: Wo wohnst du denn etwa? Ich kenne nämlich bei mir in der Nähe einen sehr guten Arzt.

Schilddrüse
Hallo, blumenaugen!

Danke dir für deine Antwort. Ja, ich hatte auch schon mal darüber nachgedacht, ob es das sein kann, zumal wir in unserer Familie mehrere Fälle haben... allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass das bei ihr zutrifft,denn sie müsste das dann schon seit einem Alter von knapp 2 jahren haben.
Trotzdem möchte ich nichts unversucht lassen, ihr zu helfen... ich wohne im Großraum Köln. Kommt das ungefähr hin??

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16. Dezember 2005 um 10:40

Hallo
Danke dir, sagmal...

Nein, eine zu frühe Diagnose will ich auch nicht.. und mir wäre es auch lieber, wenn sich etwas ganz anderes rausstellen würde als ADS.
Sie hat diese Verhaltensweisen schon seit frühester Kindheit, deshalb glaube ich nicht, dass es etwas ist, was sie sehr beschäftigt... und es ist Dauerzustand...

Medikamente kommen für mich absolut nicht in Frage- ich danke dir sehr für deinen Tip mit Dr. Mosetter. Sollte sich herausstellen, dass sie wirklich ADS hat, werde ich mich mit ihm in Verbindung setzen.

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16. Dezember 2005 um 12:19
In Antwort auf sabah_12380325

Hallo nele!
Na, das nenn ich mal Informationen, ich danke dir!!

Ja- ich denke, ich sollte wirklich mal genau testen lassen, was da Sache ist. Sie hat Konzentrationsprobleme- sogar massiv! Allerdings kriegt sie trotzdem immer alles auf die Reihe- allerdings sehr widerwillig und mit viel Zeit und Geduld.

Sie ist schon im Judo-Verein. Seit zwei Monaten erst, aber ich merke, dass es ihr gut tut.

Das mit dem Koffein war mir neu, das werde ich aber mal probieren- in Maßen natürlich.

Tja- und mit dem Ritalin... das ist so eine Geschichte, die mir nicht so behagt, weil ich da viel nachteiliges gehört habe, vor allem über Nebenwirkungen. Es geht mir ja auch gar nicht darum, mein Kind ruhigzustellen, sondern ihr zu helfen, besser mit ihrem Leben klarzukommen.

Ich danke dir sehr für deinen langen Brief- es hat mir wirklich weitergeholfen, mal eine andere Meinung dazu zu hören.

Hi
keine Ursache.

Bezüglich des Koffeins möchte ich anmerken, dass falls Kaffee hilft, es auch nicht unbedingt ADS sein muß. Es kann daran liegen, dass sie einen niedrigen Blutdruck hat und dass dann durch Kaffee das Konzentrationsvermögen verbessert wird.

Lange rede kurzer Sinn: Ich würde deine Tochter genau untersuchen lassen - beinahe hätte ich es vergessen: Schilddrüsenfehlfunktion gleicht ebenso ADS.

Aber dass sie Schwierigkeiten hat sich zu konzentrieren, dass würde schon darauf hinweisen. Allerdings - es kann auch eine sog. Teilleistungsstörung, z. b. Winkelfehlsichtigkeit schuld sein.

Am besten ist, du gehst mal zum Ergotherapeuten. Die kennen sich mit so was am besten aus.

Viel Glück!!!

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22. Dezember 2005 um 18:24
In Antwort auf sabah_12380325

Schilddrüse
Hallo, blumenaugen!

Danke dir für deine Antwort. Ja, ich hatte auch schon mal darüber nachgedacht, ob es das sein kann, zumal wir in unserer Familie mehrere Fälle haben... allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass das bei ihr zutrifft,denn sie müsste das dann schon seit einem Alter von knapp 2 jahren haben.
Trotzdem möchte ich nichts unversucht lassen, ihr zu helfen... ich wohne im Großraum Köln. Kommt das ungefähr hin??

Sorry...
daß ich erst jetzt antworte, aber ich war schon lange nicht mehr im Forum.

Köln ist leider etwas weit weg, der Arzt ist in der Nähe von Heidelberg...aber du kannst ja auch zu einem in deiner Nähe gehen. Einfach einen Arzt für Endokrinologie oder innere Medizin raussuchen, muß ja nicht unbedingt mein Arzt sein.

Die Kleine bekommt dort Blut abgenommen und dann werde zwei Werte bestimmt, die anzeigen, ob ein Problem mit der Schilddrüse vorliegt.

Ich drücke dir die Daumen, daß es deiner Tochter bald wieder besser geht!

Liebe Grüße Blumenaugen

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22. Dezember 2005 um 20:18

Schau mal hier
informative und hilfreiche Seite :

www.adhs-hyperaktivitaet.de

Alles Gute

equinox68

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22. Dezember 2005 um 20:21
In Antwort auf vika_12566826

Schilddrüsenüberfunktion?
Warst du mit deiner Tocher schonmal bei einem guten Endokrinologen und hast ihre Schilddrüsenwerte überprüfen lassen?

Oft wird leider die "Mode-Krankheit" ADHS diagnostiziert, obwohl die Schilddrüse krank ist...

Alle Symptome, die du nennst, treffen auch auf eine Schilddrüsenüberfunktion zu!

Beste Grüße Blumenaugen

P.S.: Wo wohnst du denn etwa? Ich kenne nämlich bei mir in der Nähe einen sehr guten Arzt.

Adhs ist keine Modekrankheit
sondern eine Fehlfunktion im Gehirn.

Bevor ein guter Arzt ADHS diagnostiziert schleißt er physische Möglichkeiten aus.

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22. Dezember 2005 um 20:28
In Antwort auf hattie_12740066

ADS
läßt sich sehr schwer diagnostizieren, zumal es verschiedenen Krankheiten ähndelt. Zunächst sollte mal geklärt werden: Was ist normal und ab wann ist man krank? Es hat schon immer lebhaftere, aggressivere Kinder und ruhigere, sanftmütigere Kinder gegeben.

Für Hyperaktivität kann es verschiedene Gründe geben.

1. Psychische Probleme, die nicht selten zu seelischen Krankheiten führen.

2. ADS

3. Gestörtes beidäugiges Sehen (Winklfehlsichtigkeit)

4.Störung im vegetativen Nervensystem

Um rauszufinden, ob deine Tochter ADS hat müßtest du 1. und 3 und 4 ausklammern können.

ADS hat viel mit Konzentration zu tun. Beobachte deine Tochter. Kann sie nur kurze Zeit bei der Sache bleiben? Wenn ja, könnte sich der Verdacht vertiefen.
Kann sich deine Tochter "normal" konzentrieren, wird ADS schon etwas unwahrscheinlicher. Wie ist das Leistungsvermögen deiner Tochter? Kann es sein, dass sie in entspannter Umgebung einwandfreie Leistung bringt und nur unter Stress versagt? Dann wird wohl eher eine Störung im vegetativen Nervensystem in Frage kommen.
Hat deine Tochter Probleme beim Ausmalen und Ausschneiden, beim Lesen und Schreiben? Lass sie auf Winklfehlsichtigkeit untersuchen. Durch diese Fehlsichtigkeit kann es zu Hyperaktivität kommen.
Hat deine Tochter psychische Probleme, dann kann es auch von dem her kommen - allerdings - du warst ja schon beim Psychologen und hast dieses Problem ausklammern können.

Sollte deine Tochter tatsächlich ADS haben, ist es wichtig, dass sie immer wieder kurze Pausen macht, so dass sich die Neurotransmittel generieren können, die in nicht ausreichender Menge vorhanden sind. Es ist wichtig für sie, dass sie viel Bewegung hat. Judo ist in so einem Falle super gut, denn da hat sie Bewegung und muss sich konzentrieren und sich gleichzeitig beherrschen. Cola und Kaffee lösen bei ADS einen paradoxen Effekt aus. D. h. durch Koffein werden diese Kinder ruhig und konzentriert.
Allerdings muß ich sagen, dass zu einer guten ADS-Therapie auch Ritalin gehört. Und zwar darf dieses Ritalin nicht ewig genommen werden, sondern nur eine bestimmte zeitlang, etwa 6 Monate. ADS ist nicht heilbar in dem Sinne. Aber nach 6 Monaten Ritalin ist es jedenfalls besser als zuvor. Wenn dann noch ausreichende Pausen, Sport und viel Bewegung dazu kommen und auch Koffein, dann dürfte dieses Problem in den Griff zu kriegen sein. Ansonsten kann ich dich beruhigen, dass dieses ADS in der Regel nach der Pupertät verschwindet. Falls nicht, behalten die Betroffenen sie ein Leben lang - man kann aber damit lernen gut umzugehen.

Ich hoffe, dass ich dir geholfen habe. Viel Glück.

Medikamente bei Ads sind nicht zwingend notwendig
und es gibt außer Ritalin noch diverse andere Medikamente.
Dauer und Dosis der Anwendunmg sind unterschiedlich und man kann da keine Pauschalaussage machen.
Der Gang zum Arzt ist ratsam,es werden viele Tests gemacht und wenn die Diagnose ADS lautet,gehört eine Verhaltesntherapie auf alle Fälle dazu.
Wenn man sich für Medikamente entscheidet,werden wiederum viele Untersuchungen durchgeführt,um zu bestimmen welches Medikament wie dosiert angewendet wird und dann muß es eingestellt werden.

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26. Dezember 2005 um 13:47

Ritalin
ich habe ritalin 2 jahre genommen und die einzige nebenwirkung war, dass mein (übermäßiger) appetit etwas gezügelt wurde. diese ewigen geschichten über nebenwirkungen sind oft ganz einfach nicht wahr. natürlich gibt es kinder die es nicht vertragen, aber für die gibt es genügend andere möglichkeiten.
ritalin habe ich nur wegen der, für mich zu kurzen, wirkungsdauer abgesetzt, ich nehme jetzt concerta und auch davon habe ich weger depressionen, schlafstörungen oder tics bekommen.

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26. Dezember 2005 um 13:56

AARGH!!
ES IST ZUM HEULEN!!! DU HASST LEIDER KEIN FÜNKCHEN AHNUNG VON NEUROLOGIE ODER PSYCHOLOGIE, ALSO BITTE: BEHALT DEINE HORRORGESCHICHTEN FÜR DICH!

zuerst beschwert sich die ganze welt über diese TEUFLISCHEN beruhigungsmittel, nun wird jeder mit methylphenidat oä behandelte zum psychotischen junkie abgestempelt!!!

ich bin meinen eltern unendlich dankbar, dass sie damals entwas unternommen haben und mit mir zum kinderpsychologen gengangen sind, von dem ich nach zwei monaten die diagnose ad(h)s bekam-
ich wäre sonst zerbrochen.

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26. Dezember 2005 um 23:16

Wie alt ist denn die Tochter
ADS bzw. ADHS ist heute sehr schnell diagnostiziert, wenn man ein "schwieriges Kind" hat.Was ja bei pubertierenden (12-17 Jahre) absolut normal ist. Aber ich kenne ADHS als genetisch vorprogrammierte Temperamentsausstattung. Das würde bedeuten, ihr Kind war schon immer etwas temperamentvoller. Hauptsymptom ist die leichte Ablenkbarkeit, die sich dann in Tag-Träumen oder in unkontrolliertem Handeln äußern kann. Ich möchte aber genau darauf hinweisen, dass man die Diagnose ADHS nicht ohne spezielle Tests fällen darf! Bedenken Sie, ihr Kind bekommt bei ADHS sehr starke Medikamente verabreicht, welche den Dopaminstoffwechsel beeinflussen!!!
Also, wenn sie diese Vermutung haben, lassen Sie ihr Kind testen.

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27. Dezember 2005 um 15:30
In Antwort auf shena_12375982

Adhs ist keine Modekrankheit
sondern eine Fehlfunktion im Gehirn.

Bevor ein guter Arzt ADHS diagnostiziert schleißt er physische Möglichkeiten aus.

Es kann ja auch beides sein...
...mir ist klar, dass es sich dabei um eine Fehlfunktion des Gehirns handelt, aber trotzdem wird diese Krankheit zu oft und zu früh diagnostiziert.

Die Ärzte haben durch die Krankenkassen nicht die Möglichkeit sämtliche Ursachen detailliert zu untersuchen, oft wird eine Schilddrüsenfehlfunktion "übersehen".
War bei mir auch so, ich habe die nötigen Untersuchungen selbst ansprechen müssen, sonst wäre ich heute immer noch krank!

Lieben Gruss Blumenaugen

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27. Dezember 2005 um 19:04

...
du daran schon zerbrichst dann bist du sowieso zum Untergang verurteilt.Du wirst nie eine Krise ohne Hilfe überstehen

daran!? schon!?
ein stark ausgeprägtes, UNBEHANDELTES! ads ist doch wohl ein grund zu zerbrechen?! ich war zwar

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27. Dezember 2005 um 19:28
In Antwort auf inkeri_12715947

...
du daran schon zerbrichst dann bist du sowieso zum Untergang verurteilt.Du wirst nie eine Krise ohne Hilfe überstehen

daran!? schon!?
ein stark ausgeprägtes, UNBEHANDELTES! ads ist doch wohl ein grund zu zerbrechen?! ich war zwar

^
in der lage, einige meiner probleme zu kompensieren, aber nur unter extremen anstrengungen. das hält niemand auf die dauer aus. die diagnose war wie ein licht am ende eines langen tunnels. eine plausible erklärung für meine probleme. und wohl auch die einzige.
methylphenidat bzw.
atomoxetin helfen mir und vielen anderen sehr, ob du das willst oder nicht.
und das drogen-argument ist völlig ausgelutscht, nicht mal fr. caspers-merck ist noch dieser antiquierten meinung. und die muss es ja wissen.

jaaa..wie ich darauf komme, das du nichts VON neurologie
usw. verstehst?!
...vermutlich wegen deiner äußerungen!

falls ich mich geirrt haben sollte, steht es dir frei mich zu "widerlegen" und ich entschuldige mich

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27. Dezember 2005 um 23:24

...
Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei ADHS-Kindern die Informationsverarbeitung zwischen verschiedenen Abschnitten im Gehirn nicht richtig funktioniert. Ursache dafür sind Störungen im Stoffwechsel der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin. Beide sind wichtig für Aufmerksamkeit, Antrieb und Motivation. Bei ADHS-Kindern übertragen diese Neurotransmitter die Informationen zwischen den Gehirnzellen nur noch eingeschränkt. Betroffen sind die Stammganglien und das Frontalhirn - Gehirnabschnitte, die für Aufmerksamkeit, Ausführung und Planung, Konzentration und Wahrnehmung verantwortlich sind.

"Du willst mir jetzt aber nicht erzählen,das eine Generation existiert,die nicht in der Lage ist ohne Drogen zu überleben oder?"
öööhhh...ich weiß nicht, ob das schon zu dir durchgedrungen ist, aber methylphenidat wird schon seit über 60 jahren zb zur behandlung von narkolepsie eingesetzt...eigentlich müssten also überall halluzinierende rentner in der pampa rumschaukeln....neee,neee, deine argumentationskette ist nicht wirklich reißfest.

und, das weißt du wohl auch nicht, ist es üblich, die medikamente während der ferien oder am wochenende abzusetzen, und das wäre wohl kaum möglich, wenn man so süchtig nach dem zeug ist, wie du darstellst.

ich glaube ich habe dir gegenüber einen entscheidenden vorteil: ICH WEIß, wovon ich spreche.

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28. Dezember 2005 um 13:25

Oh mann
na und wo hast du das jetzt wieder her????
VON WWW.RITALIN-KRITIK.DE???
also bitte, dieser scientology-käse ist schon dreimal überholt. nenn mir eine AKTUELLE, ANERKANNTE studie zu dem thema, die beweist, dass MPH krebs oder parkinson usw. verursacht!
wie gesagt: Suchtbericht !!1999!!
wieviele jahre ist das jetzt her?? waaarte, mein drogengeschädigtes gehirn braucht immer etwas länger
...hmmm....6 jahre???

3. Mai 2002
Zur Anwendung von Methylphenidat bei der Behandlung des
Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndroms (ADHS)
Position der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und
des Bundesministeriums für Gesundheit
Marion Caspers-Merk
Die Therapie des ADHS mit Methylphenidat (Ritalin und Medikinet) wird seit geraumer Zeit verstärkt
in den Medien diskutiert. Dabei wird in der Laienpresse nicht selten durch verkürzte oder falsche Dar-stellungen
der Eindruck erweckt, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung oder das Bundesmini-sterium
für Gesundheit würden der Anwendung entsprechender Arzneimittel bei dieser Indikation
grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen. Dazu ist folgendes festzustellen:
1. Das ADHS ist nach solider wissenschaftlicher Auffassung keine "Modeerkrankung", sondern tritt
entsprechend der Mehrheitsmeinung der veröffentlichten Prävalenzuntersuchungen bei 2-6 % v. a.
der Kinder und Jugendlichen auf. Ein nicht geringer Teil der jungen Patienten behält auch im Erwach-senenalter
diese Krankheit bei. Es handelt sich bei ADHS um ein komplexes Krankheitsbild, bei des-sen
Entstehung ein Zusammenspiel psychosozialer und biologischer Faktoren vermutet wird. Studien
der letzten Jahre messen den biologischen Faktoren eine wichtigere Bedeutung zu. Nach derzeitigem
Stand der medizinischen Wissenschaft führen Störungen im Dopaminstoffwechsel zu einer Informati-onsverarbeitung
im Gehirn. Die Diagnose erfordert besondere Sorgfalt und fachspezifische Kenntnis-se,
um andere Ursachen (organische Schäden, Störungen im Sozialverhalten, Entwicklungsstörun-gen,
Intelligenzminderung, Aktuelle Lebensbelastungen) auszuschließen.
2. Methylphenidat ist nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft für die Behandlung des ADHS
geeignet. Dabei sind in den letzten Jahren in der Bundesrepublik Deutschland spürbare Fortschritte
erzielt worden, die für viele Patienten und - was gerade bei diesem Krankheitsbild besonders hervor-zuheben
ist - auch für deren Angehörige nachhaltig positive Auswirkungen auf das tägliche Leben mit
sich gebracht haben. Diese Fortschritte sind ausdrücklich zu begrüßen.
3. Es besteht national und international in Fachkreisen Übereinstimmung, dass der Einsatz von Me-thylphenidat
im Rahmen einer multimodalen Therapie erfolgen soll, die neben einer sorgfältigen Dia-gnose
auch die Beratung der Eltern, Angehörigen und anderen Bezugspersonen psychotherapeuti-sche
und psychosoziale Behandlungs- und Betreuungsmaßnahmen der Patienten einbezieht. Folge-richtig
enthalten auch die Fachinformationen für die Fertigarzneimittel Ritalin und Medikinet einen
entsprechenden Hinweis.
4. Methylphenidat wirkt amfetaminartig und führt letztlich zu einer Konzentrationserhöhung von Do-pamin
im Gehirn. Dies wird als Voraussetzung und Predictor für das Missbrauchspotential von Sub-stanzen
angesehen. Aus diesem Grund wurde Methylphenidat den internationalen Suchtstoffüberein-kommen
und dem deutschen Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterstellt. Das reale Ausmaß des
Missbrauchs ist jedoch derzeit niedriger, als es die Substanzeigenschaften vermuten lassen. Unter
den Bedingungen einer qualifizierten multimodalen Therapie des ADHS besteht nach vorliegenden
Untersuchungen offensichtlich nicht die Gefahr, dass die Patienten einem erhöhten Missbrauchs- und
Abhängigkeitsrisiko ausgesetzt sind.

soo...und bei einer kontrollierten therapie ist ein missbrauch nun mal nicht möglich.
und wenn eltern sich nicht umfassend mit dem thema befassen, ihr kind einfach nur zum kinderarzt schleppen und der dem kind dann eine völlig falsche dosis der medikamente verordnet, sind sie ja wohl selbst schuld!
normal ist: alle 2 monate messung von gewicht und körpergröße,
alle 4 monate blutuntersuchung,
alle 6 monate EEG und EKG.

bitte, bitte, keine USA-beispiele mehr, ja?! wir leben in deutschland, da kann man die medikamente nicht mal eben so im supermarkt kaufen.

ich habe nie behauptet, allwissend zu sein, nur mal so zur info, aber wenn jemand so einen gequirlten mist daherredet und in gewisser weise auch meine eltern und mich als betroffene beleidigt, muss ich ja wohl was sagen oder?!

du kannst glauben, was du willst, mir egal, aber es sollte doch alles im rahmen bleiben.

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28. Dezember 2005 um 17:56
In Antwort auf inkeri_12715947

...
Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei ADHS-Kindern die Informationsverarbeitung zwischen verschiedenen Abschnitten im Gehirn nicht richtig funktioniert. Ursache dafür sind Störungen im Stoffwechsel der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin. Beide sind wichtig für Aufmerksamkeit, Antrieb und Motivation. Bei ADHS-Kindern übertragen diese Neurotransmitter die Informationen zwischen den Gehirnzellen nur noch eingeschränkt. Betroffen sind die Stammganglien und das Frontalhirn - Gehirnabschnitte, die für Aufmerksamkeit, Ausführung und Planung, Konzentration und Wahrnehmung verantwortlich sind.

"Du willst mir jetzt aber nicht erzählen,das eine Generation existiert,die nicht in der Lage ist ohne Drogen zu überleben oder?"
öööhhh...ich weiß nicht, ob das schon zu dir durchgedrungen ist, aber methylphenidat wird schon seit über 60 jahren zb zur behandlung von narkolepsie eingesetzt...eigentlich müssten also überall halluzinierende rentner in der pampa rumschaukeln....neee,neee, deine argumentationskette ist nicht wirklich reißfest.

und, das weißt du wohl auch nicht, ist es üblich, die medikamente während der ferien oder am wochenende abzusetzen, und das wäre wohl kaum möglich, wenn man so süchtig nach dem zeug ist, wie du darstellst.

ich glaube ich habe dir gegenüber einen entscheidenden vorteil: ICH WEIß, wovon ich spreche.

Zum Thema ADS
Ich möchte folgendes dazu sagen:

Mir erklärte eine sehr kompetente Ergotherapeutin folgendes:

ADS ist eine chemische Ungleichheit im Gehirn, die zu mangelnder Kontrolle der Impulsivität und zu verkürzten Konzentrationsspannen führt, sofern dem Betroffenden die Arbeit langweilig vorkommt. Aber nur dann wohlgemerkt. Findet der Betroffene die Arbeit interessant, werden die Botenstoffe vermehrt produziert.

Der Rest, Wahrnehmung Informationsverarbeitung im Gehirn sind sog. Teilleistungsstörungen. Sie sind auch eine Störung im sog. Frontalhirn aber eine ganz andere und bedarf eine ganz andere Behandlung. Sie sind so verschieden wie Apfel und Birne.

Laut dieser Ergotherapeutin hilft bei ADS Ritalin. Sie meinte ohne dem Ritalin kann man kein ADS behandeln. Allerdings darf ihrer Meinung nach dieses Ritalin höchstens 6 Monate !!! genommen werden und muss danach für i m m e r abgesetzt werden. Nach diesen 6 Monaten ist das Gehirn in der Lage vermehrt diese Botenstoffe zu produzieren, wenngleich es nie 100 % sein wird, aber auf alle Fälle besser als vorher. Hinzu kommt eine Verhaltenstherapie, in der die Betroffenen lernen, die Impulsivität zu kontrollieren und Struktur für den Alltag zu finden. Auch hilft Koffein, weil man durch ADS einen paradoxen Effekt hat.
Ausheilen tut sich das ADS nicht, höchstens nach der Pupertät. Wer ADS im Erwachsenenalter hat, behält sie ein Leben lang!!! Allerdings ist das eher die Ausnahme als die Regel und es sind auch wesentlich mehr Jungen als Mädchen davon betroffen.

Die Wahrnehmungsstörungen, Informationsverarbeitungen bedürfen einer Ergotherapie. Durch gezieltes Training des Gehirns werden diese unterentwickelten Hirnfunktionen auf dem Stand gebracht, auf dem sie gemäß des betreffenden Alters sein müßten. Diese Teilleistungsstörungen sind im Gegensatz zu ADS heilbar. Sie entscheiden sich von ADS aus einem ganz einfachen Grund. Bei ADS treten die Leistungsmängel auf, nachdem der Betroffende eine Weile gearbeitet hat, weil dann die Konzentration plötzlich ausfällt und auch nur dann, wenn er die Arbeit langweilig findet. Bei einer Teilleistungsstörung kann der Betroffene zu keiner einzigen Sekunde die Leistung bringen, auch wenn er die Arbeit noch so spannend findet.
Ohne Therapie ist daher meiner Meinung nach eine Teilleistungsstörung schlimmer als ADS, da die Leistung nie erbracht werden kann, während bei ADS zeitweise die Leistung erbracht werden kann, oder sogar ganz, wenn der Betroffene die Arbeit interessant findet.
Mit Therapie ist eine Teilleistungsstörung nicht annähernd so schlimm wie ADS, weil sie vollständig therapiert werden kann.

Genau so hat mir das eine sehr kompetente und erfahrene Ergotherapeuting erklärt. Ich dachte bis dahin auch, das ADS gleich Teilleistungsstörung wäre. In Wirklichkeit sind das zwei Paar Schuhe und bedürfen zwei ganz unterschiedlicher Therapien.

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28. Dezember 2005 um 17:58

Ritalin
darf höchstens 6 Monate eingenommen werden. Danach muss es für immer abgesetzt werden. Nach diesen 6 Monaten ist das Gehirn in der Lage, die fehlenden Botenstoffe vermehrt zu produzieren, wenngleich es nie 100%ig o.k. werden wird. Aber besser als vorher. Deshalb ist Ritalin wichtig. Aber wie schon gesagt, als Dauerzustand absolut keine Lösung, weil die Langzeitfolgend nicht abzusehen sind und auch nicht nötig.

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28. Dezember 2005 um 18:07
In Antwort auf shena_12375982

Medikamente bei Ads sind nicht zwingend notwendig
und es gibt außer Ritalin noch diverse andere Medikamente.
Dauer und Dosis der Anwendunmg sind unterschiedlich und man kann da keine Pauschalaussage machen.
Der Gang zum Arzt ist ratsam,es werden viele Tests gemacht und wenn die Diagnose ADS lautet,gehört eine Verhaltesntherapie auf alle Fälle dazu.
Wenn man sich für Medikamente entscheidet,werden wiederum viele Untersuchungen durchgeführt,um zu bestimmen welches Medikament wie dosiert angewendet wird und dann muß es eingestellt werden.

@equionox68
Also ich geb dir völlig Recht, dass zu ADS eine Verhaltenstherapie gehört, um die Impulsitivät zu kontrollieren, damit man nicht ständig mit den Mitmenschen aneckt. Dies ist bei ADS ein großes Problem.

Zu Ritalin kann ich nur das wieder geben was mir eine Ergotherapeutin gab. Sie sagte, Ritalin ist als Dauerlösung untragbar, aber ganz ohne geht es auch nicht.
Das ist nämlich so. Bei ADS fehlen die Botenstoffe. Durch das Ritalin werden diese dem Körper zugeführt. Wenn man das Ritalin eine Weile - ca. 6 Monate - genommen hat und diese danach absetzt (muß absolut dann aber auch gemacht werden!!!) ist das Gehirn in der Lage diese fehlenden Botenstoffe vermehrt zu produzieren. Es ist besser als vor der Ritalintherapie, wenngleich es aber nie 100%ig o.k. werden wird.

Diese verkürzten Konzentrationsspannen treten nur bei Langeweile auf. Wenn die Betroffenen einen interessanten Job haben, können sie genau weil sie ADS haben, besonders erfolgreich sein. Allerdings: Haben sie einen langweiligen Job, wird es wohl nicht funktionieren.

Abgesehen davon finde ich es wichtig herauszufinden, ob es wirklich ADS ist, es gibt viele andere Krankheiten, die ADS sehr ähnlich sind. Und wenn man jemanden der kein ADS hat Ritalin verschreibt, fühlt es sich ungefähr so an, als wäre man
vollgekokst. Ein sehr unangenehmes Gefühl.

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28. Dezember 2005 um 19:15

...
okay, ich gebs auf!
ich will deine lauteren "ich-rette-die-welt-vor-der-bösen-pharmaindustrie"--absichten nicht weiter behindern, da du anscheindend resistent gegen jede art von einwand bist.

"Darüberhinaus ist es durchaus nicht so das du Recht hast nur weil du aggressiv bist-Der aggressivste ist immer der Schwächste.Oder ist das noch nicht zu dir durchgedrungen,du Psychologieexpertin?"

tja, ich hab halt ads! oppositionelles verhalten gehört nun mal dazu!
"sei der sand im getriebe, nicht das öl!" sagt meine mutter oft zu mir.

und ist es nicht ironisch, dass du mir vorgeworfen hast, ungerecht über deine fähigkeiten (oder unfähigkeiten) zu urteilen und jetzt einfach so über meine familie urteilst?

ich glaub ich weiß jetzt auch, warum du meine argumente ignorierst: ich passe einfach nicht in dein "eltern stopfen-ihr-kind-mit-medis-voll-und-parken-es-dann--vorm- tv-damit-es-nicht-nervt"-bild. und ich habe leider auch keine halluzinationen, schlaganfälle oder sonstwas in der art. ein drittes auge ist mir bis jetzt auch noch nicht gewachsen...

und nebenbei: ich bin nicht volljährig und nehme zur zeit keine medikamente. und süchtig bin ich höchstens nach kakao, duftkerzen und beethoven-klavierkonzerten, ich rauche nicht mal

ps: was soll den das heißen?
>In der Medizin hat es seit der zeit des Medicus wohl immer wieder kontroverse Diskussionen gegeben.
des medicus??

und was hältst du denn zb von aspirin??
50 aspirin-freiblick auf radisschen von unten
50 ritalin- unangehem, aber nicht tödlich.

und der vorgänger des aspirins war mei beyer übrigens das allseits beliebte heroin!! hilft toll gegen nymphomanie! hat mal halb deutschland genommen...
na, auch schon mal kopfschmerzen gehabt?

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28. Dezember 2005 um 22:06
In Antwort auf hattie_12740066

@equionox68
Also ich geb dir völlig Recht, dass zu ADS eine Verhaltenstherapie gehört, um die Impulsitivät zu kontrollieren, damit man nicht ständig mit den Mitmenschen aneckt. Dies ist bei ADS ein großes Problem.

Zu Ritalin kann ich nur das wieder geben was mir eine Ergotherapeutin gab. Sie sagte, Ritalin ist als Dauerlösung untragbar, aber ganz ohne geht es auch nicht.
Das ist nämlich so. Bei ADS fehlen die Botenstoffe. Durch das Ritalin werden diese dem Körper zugeführt. Wenn man das Ritalin eine Weile - ca. 6 Monate - genommen hat und diese danach absetzt (muß absolut dann aber auch gemacht werden!!!) ist das Gehirn in der Lage diese fehlenden Botenstoffe vermehrt zu produzieren. Es ist besser als vor der Ritalintherapie, wenngleich es aber nie 100%ig o.k. werden wird.

Diese verkürzten Konzentrationsspannen treten nur bei Langeweile auf. Wenn die Betroffenen einen interessanten Job haben, können sie genau weil sie ADS haben, besonders erfolgreich sein. Allerdings: Haben sie einen langweiligen Job, wird es wohl nicht funktionieren.

Abgesehen davon finde ich es wichtig herauszufinden, ob es wirklich ADS ist, es gibt viele andere Krankheiten, die ADS sehr ähnlich sind. Und wenn man jemanden der kein ADS hat Ritalin verschreibt, fühlt es sich ungefähr so an, als wäre man
vollgekokst. Ein sehr unangenehmes Gefühl.

Bin Ritalin-Gegner
und ich glaube Pro und Contra Ritalin steht hier auch nicht zur Debatte

Die verkürzte Konzentrationspanne ist da,egal ob langweilig oder nicht (klar,bei langweiligen Sachen,tritt sie eher ein) und es geht auch in einem langweiligen Job-jeder Job hat seine Höhen und Tiefen-aber ein Adsler kann sehr gut lernen sich dort zurecht zu finden.

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29. Dezember 2005 um 12:11

Hmmm...
nee eigentlicht kann ich das nicht!
ich glaube zu einem "rausch" ist mehr nötig als mickrige 36 mg concerta.

ich bitte dich als erziehungs und drogenexperte, mir zu erklären, welches mittel du denn für adäquat zur behandlung von schweren aufmerksamkeits- und konzentrationsstörungen, innerer unruhe bzw. hyperaktivität, impulsivität, einer minimalen frustrtrationstoleranz, motorischer ungeschicklichkeit und so weiter und so weiter hältst?

das will ich ehrlich wissen.

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29. Dezember 2005 um 15:02

Du wiederholst dich!...
na gut, selbe frage, nur dieses mal ohne sarkasmus.

was hältst du denn für richtig?

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29. Dezember 2005 um 20:30

...
aber wie kann ein baby positiv denken? ads hat man nämlich von geburt an...

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