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Wer hat Erfahrung mit HIV ??

21. November 2001 um 7:45

Hallo,

wer hat Erfahrung mit HIV-Positiven? Meine beste Freundin hat im Mai erfahren, daß sie seit 10 Jahren positiv ist. Mir hat sie es erst vor 3 Wochen erzählt (eigentlich nicht sie, sondern ihr freund). Über die Ansteckungsgefahr weiß ich Bescheid, auch daß ich sie weiterhin umarmen kann. Sie ist nicht bereit zu einem Therapeuten zu gehen oder ihre Exfreunde anzurufen. Ich habe ihr mehr oder weniger gedroht, daß ich es mache, wenn sie es nicht tut. Aber das ist eigentlich mein kleinstes problem.

Über Meinungen und Erfahrungen von anderen wäre ich sehr dankbar.

Lily

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22. November 2001 um 7:16

Hallo milano
Danke für deine Worte. Dein Dchicksal ist ja auch sehr, sehr (was schreibt man tragisch? dramatisch?) schlimm.

Meine Freundin ist momentan nicht sie selbst. Sie ist mit einer Meningitis eingeliefert worden und da haben sie es herausgefunden. der Arztmeint, daß die Meningitis einen schaden im Hirn hinterlassen hat. Sie ist nicht so egoistisch und läßt sich gehen, wie sie es momentan macht. Wir sind seit 17 Jahren die besten Freundinnen. Jetzt habe ich Zweifel: was hat sie mir denn noch verschwiegen. Sie weiß es seit einem 1/2 jahr. ich muß doch für mich selbst entscheiden, wie ich mit HIV Kranken umgehe. Das hört sich mies an. Ich weiß. Aber ich bin ihre Freundin und ich möchte für sie da sein. Sie schließt momentan jeden aus. Sie muß unbedingt in Therapie. Ihre Mutter unterstützt sie auch noch (negativ) in ihrer Krankheit. Von wegen, sie muß sich jetzt zum Sterben hinlegen. Kein Scherz. Die macht das wirklich. Ihr Freund (oder Ex-Freund) meint, daß sie keine 2 Jahre mehr lebt (wenn sie so weiter macht). Die Ärzte meinen das auch. Sie verweigert jedes Gespräch mit einem Therapeuten. Das Thema wird überhaupt nicht angesprochen (du siehst - es hat abgefärbt. ich benutze das wort Aids kaum). Ihr wurde angeboten, in einem Zirkel die neuesten Medikamente zu testen. Nichts, nichts.

War es denn bei deinem Vater ähnlich. Sicher benötigt jeder die Zeit um das zu verarbeiten. Aber sie hält seit 7 Monaten einen ganzen Haushalt auf Trab.

für eine Antwort wäre ich Dir nochmals sehr dankbar.

lily

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27. November 2001 um 7:42

Danke
für deine hilfreichen Worte. Ich möchte mich schon gern absolut richtig verhalten. Nur ist das leider nicht immer möglich. Wenn ich mit ihr telefoniere (momentan ist sie in der Klinik), ist sie nur am jammern. Wirklich, in einer Tour. Wir sprechen nicht über lustige oder traurige Sachen. Nein, sie heult nur rum. Das ist schlimm. Ihre Mutter kannst du abhaken. Sie wäscht sie, putzt sie ab und glaubt, daß meine Freundin bald stirbt. Zu allem Überfluss hat sich jetzt eine ehem. Bekannt bei ihr gemeldet. Sie ist mittlerweile manisch-depressiv und die beiden ziehen sich natürlich jetzt gegenseitig runter. Ich komme einfach nicht an sie ran. Sie interessiert auch nichts mehr. Z. B. meine Mutter: Sie ist jetzt an Krebs erkrankt und es sieht nicht gut aus. Klar, meine Freundin hat AIDS - aber ist es denn normal, daß sie so etwas überhaupt nicht mehr berührt. Meine Mutter kennt sie doch auch schon ewig.

Der Exfreund meiner Freundin sagt, daß man bei ihr nur noch mit Druck weiterkommt. Find ich nicht gut. Aber er ist der Einzige, auf den sie hört. Meine Meinung ist, daß sie für einige Wochen in eine geschlossene Therapie geht, wo sie niemanden von uns sieht oder hört. Sie muß sich doch früher oder später mit der Krankheit auseinander setzen.

Für eine Antwort oder Meinung wäre ich dir dankbar, da das Thema bei uns doch immer noch tot geschwiegen wird.

danke

Lily

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15. Dezember 2001 um 22:29

HIV - Bin selbst betroffen!
Hallo Lily

Ich bin Heike, habe vor kurzen Deine Geschichte gelesen und mich daraufhin hier angemeldet, um Dir ein paar Zeilen dazu zu schreiben.
Ich bin selbst HIV-positiv und weiß es seit November 98. Ist durch eine Lungenentzündung rausgekommen.
Zum Anfang ist es nicht leicht, für einen selbst, damit umzugehen. Ich wollte Anfangs gar nichts davon wissen, wegen Therapie, oder mit anderen Positiven zusammenzukommen. Hatte Angst, damit konfrontiert zu werden. Ich habe teilweise immer noch Probleme damit, mich anderen mitzuteilen. Mittlerweile geht es aber, mit ein paar Tiefschlägen.
Wenn Deine Freundin es Dir nicht gleich erzählt hat, ist es glaub ich kein mangelndes Vertrauen. Wie gesagt, ich habe auch eine ganze Weile gebraucht. Laß ihr Zeit. Wichtig ist nur, das sie weiß, das Du zu ihr stehst und sie nicht allein läßt.
Würde mich freuen, wenn Du Dich noch mal melden würdest.

liebe Grüße
Heike

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17. Dezember 2001 um 7:42
In Antwort auf laurie_12173476

HIV - Bin selbst betroffen!
Hallo Lily

Ich bin Heike, habe vor kurzen Deine Geschichte gelesen und mich daraufhin hier angemeldet, um Dir ein paar Zeilen dazu zu schreiben.
Ich bin selbst HIV-positiv und weiß es seit November 98. Ist durch eine Lungenentzündung rausgekommen.
Zum Anfang ist es nicht leicht, für einen selbst, damit umzugehen. Ich wollte Anfangs gar nichts davon wissen, wegen Therapie, oder mit anderen Positiven zusammenzukommen. Hatte Angst, damit konfrontiert zu werden. Ich habe teilweise immer noch Probleme damit, mich anderen mitzuteilen. Mittlerweile geht es aber, mit ein paar Tiefschlägen.
Wenn Deine Freundin es Dir nicht gleich erzählt hat, ist es glaub ich kein mangelndes Vertrauen. Wie gesagt, ich habe auch eine ganze Weile gebraucht. Laß ihr Zeit. Wichtig ist nur, das sie weiß, das Du zu ihr stehst und sie nicht allein läßt.
Würde mich freuen, wenn Du Dich noch mal melden würdest.

liebe Grüße
Heike

Liebe heike
erst mal vielen dank für deine antwort. ja, mit dem vertrauen hab ich wohl übertrieben. milano ist ja auch der ansicht. ich weiß einfach nicht, wie ich sie mit ihr umgehen soll. diese völlige ignoranz. momentan steht sie (glaube ich) unter antidepressiva. sie lacht, was sie seit monaten nicht gemacht hat. lallt wie ein betrunkener (medikamente). bist du in einer therapie? bitte korrigiere mich, aber so etwas ist doch absolut notwendig. oder? ich komme mir so hilflos und dumm vor. möchtest du von der vergangenheit auch nichts mehr wissen? das hat meine freundin mir vor einigen wochen an den kopf geschmissen. ich stehe auf jeden fall zu ihr. neulich hat mir jemand am aids-telefon (so nennen die das) gesagt, daß ich ihr klipp und klar sagen soll, daß mich ihr gejammer nervt. bring ich echt nicht über die bühne. sie spricht ja nur angesicht zu angesicht normal mit einem. z. Zt. liegt sie ja wieder in der uniklinik. sie ist körperlich so schwach. ich hab teilweise echt angst, daß sie gar nicht an der krankheit stirbt sondern in kürze an mangelndem lebenswillen. wer hat dir denn in deiner schwersten zeit geholfen oder wie hast du dich denn da mehr oder weniger mit abgefunden.

über eine antwort wäre ich dir nochmals sehr dankbar und freue mich natürlich auch über eine rückmeldung

liebe grüße

lily

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19. Dezember 2001 um 4:46
In Antwort auf oxana_12753055

Liebe heike
erst mal vielen dank für deine antwort. ja, mit dem vertrauen hab ich wohl übertrieben. milano ist ja auch der ansicht. ich weiß einfach nicht, wie ich sie mit ihr umgehen soll. diese völlige ignoranz. momentan steht sie (glaube ich) unter antidepressiva. sie lacht, was sie seit monaten nicht gemacht hat. lallt wie ein betrunkener (medikamente). bist du in einer therapie? bitte korrigiere mich, aber so etwas ist doch absolut notwendig. oder? ich komme mir so hilflos und dumm vor. möchtest du von der vergangenheit auch nichts mehr wissen? das hat meine freundin mir vor einigen wochen an den kopf geschmissen. ich stehe auf jeden fall zu ihr. neulich hat mir jemand am aids-telefon (so nennen die das) gesagt, daß ich ihr klipp und klar sagen soll, daß mich ihr gejammer nervt. bring ich echt nicht über die bühne. sie spricht ja nur angesicht zu angesicht normal mit einem. z. Zt. liegt sie ja wieder in der uniklinik. sie ist körperlich so schwach. ich hab teilweise echt angst, daß sie gar nicht an der krankheit stirbt sondern in kürze an mangelndem lebenswillen. wer hat dir denn in deiner schwersten zeit geholfen oder wie hast du dich denn da mehr oder weniger mit abgefunden.

über eine antwort wäre ich dir nochmals sehr dankbar und freue mich natürlich auch über eine rückmeldung

liebe grüße

lily

Liebe Lily
Danke erst mal, für Deine Antwort. Als ich erfuhr, das ich Aids habe,(die Krankheit war schon ausgebrochen)war ich eine ganze Zeit lang auch "unausstehlich" (ich definiere es jetzt mal so)Ich hatte Lungenentzündung und gleich darauf noch Tbc, Pilze in der Speiseröhre, so das ich kaum noch etwas essen konnte (bin ins Krankenhaus mit 41 kg)also totaler Zusammenbruch des Imunsystems. Anfangs wollte ich nicht mehr Leben, aber ich hatte auch Angst zu sterben. Hatte das Gefühl, vieles im Leben verpasst zu haben. Schließlich wollte ich alles auf einmal, aber das funktioniert ja nicht. Ich habe die Lungenentzündung grad so überlebt. Seit dem, glaube ich an Schutzengel. Zu der Zeit hat mich auch noch mein damaliger Freund verlassen, wegen einer anderen. Ich hab mich damals gefragt, warum, ich hab doch gar nicht so gelebt, das ich das mal kriegen würde. Deshalb bin ich immer noch wütend auf ihn, weil er mir mein Leben kaputt gemacht hat. Aber ich habe einen guten Freund, der mich "rausgezogen" hat und mit dem ich auch 2 Jahre anschließend zusammen war. Wir sind bis heute noch sehr gute Freunde, aber nicht mehr zusammen.
Entschuldige, Lily, ich wollte eigentlich nicht über mich reden. Es überkommt mich manchmal eben.

Wie gesagt, habe ich einen guten Freund und mittlerweile mehr Freunde, die mich nie im Stich lassen würden. Durch sie alle, habe ich neuen Lebensmut gefunden. Wenn ich geheult habe, haben sie mich getröstet, aber auch zu mir gesagt: Tu etwas! Lebe Dein Leben,(das hatte ich nämlich früher nie getan, sondern nur das, was andere von mir wollten oder erwartet haben.) Aber das ist ein anderes Thema. Selbstmitleid bringt Dir nicht viel und meine Freunde haben recht.
Du hattest mal geschrieben, das ihre Mutter sie so runterzieht, finde ich nicht so gut von ihr.
In einer Therapie bin ich nicht, aber mittlerweile kenne ich andere HIV positive Menschen. Man ist nicht allein. Vielleicht hilft ihr eine Gruppe von der Aidshilfe und natürlich auch Gespräche mit einem Psychologen. Ich war mal kurz in einer Frauengruppe, aber die Leiterin war der Meinung "Ich gehöre noch nicht hierher, ich käme noch nicht mit meiner Krankheit klar und hat mir einen Psychologen empfohlen. War auch ein paar mal da. Hat mir auch was gebracht. Nicht nur wegen der Krankheit, sondern auch wegen meiner Vergangenheit und Zukunft.
Sie möchte von der Vergangenheit nichts mehr wissen? Wie meint sie das? Hatte sie eine schlimme Vergangenheit? Wenn Du mich fragst, möchte ich auch nichts mehr von meiner Vergangenheit wissen (wenn das so einfach ginge).
Jedenfalls geht es mir zur Zeit recht gut. Habe jetzt Rente eingereicht. Aber ich lebe und ich will leben. Mein Leben hat sich komplett geändert. Ich traue mir Dinge, die ich mir früher nie getraut hätte, gehe ca. alle 14 Tage mit meiner Freundin weg. War früher eher ein Einzelgänger und Außenseiter.
Weshalb liegt sie jetzt im Krankenhaus? Es gibt ja verschiedene Krankheiten mit denen man ja evtl. rechnen kann.
Ich hoffe, ich hab nicht zuviel geschrieben, ist ja schon fast ein "Roman".

Ich wünsche Deiner Freundin gute Besserung. Du bist eine sehr gute Freundin für sie. Halte weiter zu ihr. Ich wünsche Dir und ihr die Kraft, das durchzustehen.

Wenn Du magst, kannst Du mir auch privat schreiben. charly23@gofeminin.de

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19. Dezember 2001 um 8:01
In Antwort auf laurie_12173476

Liebe Lily
Danke erst mal, für Deine Antwort. Als ich erfuhr, das ich Aids habe,(die Krankheit war schon ausgebrochen)war ich eine ganze Zeit lang auch "unausstehlich" (ich definiere es jetzt mal so)Ich hatte Lungenentzündung und gleich darauf noch Tbc, Pilze in der Speiseröhre, so das ich kaum noch etwas essen konnte (bin ins Krankenhaus mit 41 kg)also totaler Zusammenbruch des Imunsystems. Anfangs wollte ich nicht mehr Leben, aber ich hatte auch Angst zu sterben. Hatte das Gefühl, vieles im Leben verpasst zu haben. Schließlich wollte ich alles auf einmal, aber das funktioniert ja nicht. Ich habe die Lungenentzündung grad so überlebt. Seit dem, glaube ich an Schutzengel. Zu der Zeit hat mich auch noch mein damaliger Freund verlassen, wegen einer anderen. Ich hab mich damals gefragt, warum, ich hab doch gar nicht so gelebt, das ich das mal kriegen würde. Deshalb bin ich immer noch wütend auf ihn, weil er mir mein Leben kaputt gemacht hat. Aber ich habe einen guten Freund, der mich "rausgezogen" hat und mit dem ich auch 2 Jahre anschließend zusammen war. Wir sind bis heute noch sehr gute Freunde, aber nicht mehr zusammen.
Entschuldige, Lily, ich wollte eigentlich nicht über mich reden. Es überkommt mich manchmal eben.

Wie gesagt, habe ich einen guten Freund und mittlerweile mehr Freunde, die mich nie im Stich lassen würden. Durch sie alle, habe ich neuen Lebensmut gefunden. Wenn ich geheult habe, haben sie mich getröstet, aber auch zu mir gesagt: Tu etwas! Lebe Dein Leben,(das hatte ich nämlich früher nie getan, sondern nur das, was andere von mir wollten oder erwartet haben.) Aber das ist ein anderes Thema. Selbstmitleid bringt Dir nicht viel und meine Freunde haben recht.
Du hattest mal geschrieben, das ihre Mutter sie so runterzieht, finde ich nicht so gut von ihr.
In einer Therapie bin ich nicht, aber mittlerweile kenne ich andere HIV positive Menschen. Man ist nicht allein. Vielleicht hilft ihr eine Gruppe von der Aidshilfe und natürlich auch Gespräche mit einem Psychologen. Ich war mal kurz in einer Frauengruppe, aber die Leiterin war der Meinung "Ich gehöre noch nicht hierher, ich käme noch nicht mit meiner Krankheit klar und hat mir einen Psychologen empfohlen. War auch ein paar mal da. Hat mir auch was gebracht. Nicht nur wegen der Krankheit, sondern auch wegen meiner Vergangenheit und Zukunft.
Sie möchte von der Vergangenheit nichts mehr wissen? Wie meint sie das? Hatte sie eine schlimme Vergangenheit? Wenn Du mich fragst, möchte ich auch nichts mehr von meiner Vergangenheit wissen (wenn das so einfach ginge).
Jedenfalls geht es mir zur Zeit recht gut. Habe jetzt Rente eingereicht. Aber ich lebe und ich will leben. Mein Leben hat sich komplett geändert. Ich traue mir Dinge, die ich mir früher nie getraut hätte, gehe ca. alle 14 Tage mit meiner Freundin weg. War früher eher ein Einzelgänger und Außenseiter.
Weshalb liegt sie jetzt im Krankenhaus? Es gibt ja verschiedene Krankheiten mit denen man ja evtl. rechnen kann.
Ich hoffe, ich hab nicht zuviel geschrieben, ist ja schon fast ein "Roman".

Ich wünsche Deiner Freundin gute Besserung. Du bist eine sehr gute Freundin für sie. Halte weiter zu ihr. Ich wünsche Dir und ihr die Kraft, das durchzustehen.

Wenn Du magst, kannst Du mir auch privat schreiben. charly23@gofeminin.de

Danke für deinen "roman"
erst einmal vielen dank für deine antwort. schön, daß ich mich mit jemanden austauschen kann. mein email funktioniert momentan irgendie nicht. deshalb antworte ich nochmal über diesen weg. dein ausbruch hört sich ganz ähnlich dem meiner freundin an. pilze im hirnwasser, auf 36 kg runtergemagert. momentan liegt sie in der uniklinik ffm. ich glaube, daß sie auf dem weg der besserung ist. gestern habe ich eine halbe stunde !!! mit ihr telefoniert. das ist seit der krankheit absoluter rekord. ich habe das thema aids angesprochen ohne probleme. ich hab ihr auch von dir erzählt. so etwas wollte sie ja die ganze zeit nicht hören. "die anderen sind mir egal" usw.

Vergangenheit: meine freundin hat eine schöne vergangenheit. hört sich jetzt vielleicht blöd an, war aber so: sie ist (momentan war) wunderschön, viel geld, absolut liebenswert, stand immer im mittelpunkt. gott sei dank haben wir uns so gut ergänzt, daß der vorteil des einem dem anderen nichts ausmachte. also, 17 Jahre lang eine wunderbare freundschaft. von dem allen (gute zeit??) möchte sie nichts mehr hören. naja, vielleicht war das ja auch nur ne phase.

also, ich finde es absolut gut, daß du von dir erzählst. du liest meine beiträge doch auch. dafür bin ich dir sehr dankbar. wenn es bescheurt klingt, entschuldige ich mich schon mal. wenn man mit hiv im nahem umfeld nicht konfrontiert wird, ist man ja so aufgeschlossen und tolerant. ob schwul, norman, süchtig, oder was auch immer. wenn es dann aber einen betrifft, ist es mit der toleranz vorbei. und das schlimme ist, du kannst den menschen, die so reagieren, keinen vorwurf machen. ich konnte auch erst für mich entscheiden, wie ich reagiere, als ich mit dem wissen "sie ist positiv" das erste mal vor ihr stand. glaub mir anke, ich bin heilfroh, daß ich wie gehofft reagiert habe.

weißt du, was schon teilweise wirklich "ironisch" ist??? die meisten menschen mit hiv, welche ich bis jetzt kennengelernt habe (ob live oder im net)
haben sich nicht über den sexuellen weg angesteckt. und ausgerechnet in dieser zeit, werden unsere teenies wieder leichtsinniger. da sitz ich hier und könnte mit dem kopp auf die tischplatte schlagen.

so, jetzt höre ich auf. wir machen das doch besser über email. versuche doch mal, mir eine zu senden unter lily27@gofeminin.de

dann seh ich, ob es wieder funktioniert.

gruß lily

p. s. dein freund muß ja ein außergewöhnlicher mensch sein. würde mich interessieren, wie er dich aus deiner lethargie herausbkommen hat.

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5. Januar 2002 um 2:11
In Antwort auf oxana_12753055

Danke für deinen "roman"
erst einmal vielen dank für deine antwort. schön, daß ich mich mit jemanden austauschen kann. mein email funktioniert momentan irgendie nicht. deshalb antworte ich nochmal über diesen weg. dein ausbruch hört sich ganz ähnlich dem meiner freundin an. pilze im hirnwasser, auf 36 kg runtergemagert. momentan liegt sie in der uniklinik ffm. ich glaube, daß sie auf dem weg der besserung ist. gestern habe ich eine halbe stunde !!! mit ihr telefoniert. das ist seit der krankheit absoluter rekord. ich habe das thema aids angesprochen ohne probleme. ich hab ihr auch von dir erzählt. so etwas wollte sie ja die ganze zeit nicht hören. "die anderen sind mir egal" usw.

Vergangenheit: meine freundin hat eine schöne vergangenheit. hört sich jetzt vielleicht blöd an, war aber so: sie ist (momentan war) wunderschön, viel geld, absolut liebenswert, stand immer im mittelpunkt. gott sei dank haben wir uns so gut ergänzt, daß der vorteil des einem dem anderen nichts ausmachte. also, 17 Jahre lang eine wunderbare freundschaft. von dem allen (gute zeit??) möchte sie nichts mehr hören. naja, vielleicht war das ja auch nur ne phase.

also, ich finde es absolut gut, daß du von dir erzählst. du liest meine beiträge doch auch. dafür bin ich dir sehr dankbar. wenn es bescheurt klingt, entschuldige ich mich schon mal. wenn man mit hiv im nahem umfeld nicht konfrontiert wird, ist man ja so aufgeschlossen und tolerant. ob schwul, norman, süchtig, oder was auch immer. wenn es dann aber einen betrifft, ist es mit der toleranz vorbei. und das schlimme ist, du kannst den menschen, die so reagieren, keinen vorwurf machen. ich konnte auch erst für mich entscheiden, wie ich reagiere, als ich mit dem wissen "sie ist positiv" das erste mal vor ihr stand. glaub mir anke, ich bin heilfroh, daß ich wie gehofft reagiert habe.

weißt du, was schon teilweise wirklich "ironisch" ist??? die meisten menschen mit hiv, welche ich bis jetzt kennengelernt habe (ob live oder im net)
haben sich nicht über den sexuellen weg angesteckt. und ausgerechnet in dieser zeit, werden unsere teenies wieder leichtsinniger. da sitz ich hier und könnte mit dem kopp auf die tischplatte schlagen.

so, jetzt höre ich auf. wir machen das doch besser über email. versuche doch mal, mir eine zu senden unter lily27@gofeminin.de

dann seh ich, ob es wieder funktioniert.

gruß lily

p. s. dein freund muß ja ein außergewöhnlicher mensch sein. würde mich interessieren, wie er dich aus deiner lethargie herausbkommen hat.

Hallo Lily
Hallo Lily

Entschuldige, die verspätete Antwort. Ich war ein paar Tage nicht zu Hause.
Wie geht es Dir und Deiner Freundin? Hoffe doch, es geht ihr besser. Ich habe schon paarmal probiert, Dir eine E-Mail zu schicken, aber ich bekomme immer eine komische Fehlermeldung zurück.
Gebe Dir erst mal eine andere E-Mail Adresse.

h.armknecht@web.de

Vielleicht ist es ja besser, wenn Du mir auch eine andere geben könntest, weil man ja nicht weiß, ob sie dann bei Dir ankommt.

Würde gern mit Dir in Verbindung bleiben. Melde Dich bitte noch mal!

liebe Grüße
Heike

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16. November 2013 um 6:12

Was sol ich machren
was sol ich machren mein freundh at hiv ich habe in jetzt genenkelernd was sol ich jetzt machren

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17. November 2013 um 13:22

Beratungsstellen
Hey

Erstmal,super das du ihr als Freundin beistehst!Schlage ihr doch vor mit jemandem zusammen zu einer Beratungsstelle zu gehen,dort bekommt sie,auf Wunsch auch anonym,Hilfe.

LG und viel Kraft<3

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