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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Wer bin ich / Wer soll ich sein?

Letzte Nachricht: 5. März 2006 um 8:20
R
rexana_12725600
26.02.06 um 14:25

Ich hatte nie gedacht dass ich mal meine Probleme im Internet mit fremden Leuten teilen möchte, aber ich habe im Moment keine andere Möglichkeit.

Viel werden bestimmt denken, die hat ja Problme, das sind doch keine, doch ich sehe das anders.
Ich weiß nicht werd ich bin oder wer ich sein soll. Sicher ich weiß meinen Namen und so, aber das is es nicht.

Bie allem was ich tue, frage ich mich, was wohl die anderen davon halten und ob sie es für richtig oder nicht halten.
Zum Beispiel an der Arbeit, ich sitze mit 3 Kollegen in einem Zimmer und da bekommt jeder die Telefonate mit. Danach frage ich mich immer, was die Kollegen nun von mir halten, so wie ich mit demjenigen auf der anderen Seite der Leitung gesprochen habe. War das in Ordnung oder war ich vielleicht zu forsch oder zu nachgibig oder vielleicht habe ich doch zuviel erzählt. Manchmal gelingt es mir, diese Gedanken wieder weg zu schieben, aber leider nicht immer.

Auch daheim gibt es solche Momente. Ich wohne seit einem halben Jahr mit meinem Freund zusammen. Es klappt auch richtig gut. Aber gestern Abend war wieder so eine Situation. Ich wollte gerne noch den einen Film sehen, er aber nicht. Gleich kam wieder die Frage auf, darf ich das jetzt, mich durchsetzen mit meinem Film? Er hat dann gemeint, er läßt mich schauen und geht schon ins Bett. Und schon wieder die Frage, soll ich jetzt ihm zu liebe auf den Film verzichten und mit ihm zu Bett gehen? Ich hab es nicht gemacht, aber so richtig auf den Film konzentrieren und genießen konnte ich auch nicht. Er war nicht sauer, gar nichts, hat mich heute morgen auch gefragt, ob der Film denn noch schön war.

Und so gibt es viele solche Situationen in denen ich nicht weiß, ob denn meine Umwelt das jetzt gut heißt oder nicht.

Die Frage ist doch sicherlich, muss denn meine Umwelt das für richtig empfinden was ich tue oder reicht es nicht, wenn ich das tue. Was ist wenn ich wirklich mal was falsch mache? Wer bestimt eigentlich wer ich sein soll, was ich machen soll? Mache ich das alleine?

Ich versuche dann am manchen Stellen mich an anderen zu orientieren, schaue wie die Kollegen / Freunde viele Dinge machen und tue es dann genauso. Aber ich bin doch nicht meine Kollegin oder die Freundin, ich bin doch ich.

Ich habe den richtigen Weg einfach noch nicht gefunden, doch wo liegt er, wie finde ich ihn???

Danke.

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R
rexana_12725600
26.02.06 um 14:49

Nein Sagen
Ich habe sicher kein Problem NEIN zu sagen. Wenn ich nicht mit ihm unter die Dusche will, dann sag ich das auch.

Ich stelle mir nur immer öfter die Frage, was erwarten die Leute jetzt von mir, wie soll ich mich verhalten und was denken sie von mir, wenn ich dann so gehandelt habe wie ich es getan habe?

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R
rexana_12725600
26.02.06 um 14:50
In Antwort auf rexana_12725600

Nein Sagen
Ich habe sicher kein Problem NEIN zu sagen. Wenn ich nicht mit ihm unter die Dusche will, dann sag ich das auch.

Ich stelle mir nur immer öfter die Frage, was erwarten die Leute jetzt von mir, wie soll ich mich verhalten und was denken sie von mir, wenn ich dann so gehandelt habe wie ich es getan habe?

...
und wie ich es für richtig gehalten habe, war es dann wirklich richtig???


Und ist es wichtig immer allen Leuten zu "gefallen"???

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I
inez_12562985
26.02.06 um 15:09
In Antwort auf rexana_12725600

...
und wie ich es für richtig gehalten habe, war es dann wirklich richtig???


Und ist es wichtig immer allen Leuten zu "gefallen"???

Und ist es wichtig immer allen Leuten zu "gefallen"???
ich habe den eindruck, dass diese Frage dich an die Quelle deines Problems bringt. Was ist denn in deinem Leben vorgefallen, dass du so an dir selbst zweifelst?
Warum kannst du nicht stolz auf deine bisherigen Leistungen
sein? Es kommt mir vor, als würde dir das Gefühl für die "Berechtigung" deiner ureigenen Bedürfnisse fehlen.
Du orientierst dich zu sehr an (möglichen) Gedanken und Meinungen der anderen. Oder deine Erwartungshaltung dir selbst gegenüber ist sehr - um nicht zu sagen "zu" - hoch.
Wieso machst du dir deswegen so einen Kopf und tendierst immer wieder dazu, dich deswegen zu hinterfragen. Das bringt nichts! Wenn sich jemand an deinem Worten oder Verhalten gestört fühlt, sagt er/sie dir das - ab diesem Zeitpunkt kann man sich (gedanklich) immer noch damit auseinandersetzen.
Aber erst dann.
Falls nicht - nun, auch du sagst ja auch nicht immer, was du denkst.
Hör auf damit, dich mit fremden Augen zu sehen und mit fremden Maßstäben zu messen. Lerne von innen nach außen zu blicken - nicht umgekehrt. Es ist dein Leben. Was auch immer du tust, Du allein trägst die Verantwortung dafür, niemand anderer.
Deshalb ist es wichtig herauszufinden was man selbst will und was nicht, denn auch die Konsequenzen deiner Entscheidungen hast in erster Linie Du zu tragen.

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I
inez_12562985
26.02.06 um 15:35
In Antwort auf inez_12562985

Und ist es wichtig immer allen Leuten zu "gefallen"???
ich habe den eindruck, dass diese Frage dich an die Quelle deines Problems bringt. Was ist denn in deinem Leben vorgefallen, dass du so an dir selbst zweifelst?
Warum kannst du nicht stolz auf deine bisherigen Leistungen
sein? Es kommt mir vor, als würde dir das Gefühl für die "Berechtigung" deiner ureigenen Bedürfnisse fehlen.
Du orientierst dich zu sehr an (möglichen) Gedanken und Meinungen der anderen. Oder deine Erwartungshaltung dir selbst gegenüber ist sehr - um nicht zu sagen "zu" - hoch.
Wieso machst du dir deswegen so einen Kopf und tendierst immer wieder dazu, dich deswegen zu hinterfragen. Das bringt nichts! Wenn sich jemand an deinem Worten oder Verhalten gestört fühlt, sagt er/sie dir das - ab diesem Zeitpunkt kann man sich (gedanklich) immer noch damit auseinandersetzen.
Aber erst dann.
Falls nicht - nun, auch du sagst ja auch nicht immer, was du denkst.
Hör auf damit, dich mit fremden Augen zu sehen und mit fremden Maßstäben zu messen. Lerne von innen nach außen zu blicken - nicht umgekehrt. Es ist dein Leben. Was auch immer du tust, Du allein trägst die Verantwortung dafür, niemand anderer.
Deshalb ist es wichtig herauszufinden was man selbst will und was nicht, denn auch die Konsequenzen deiner Entscheidungen hast in erster Linie Du zu tragen.

"Du kannst
im Leben nicht viel mehr tun als du selbst zu sein.
Manche Menschen werden dich um deinetwillen lieben.
Die meisten werden dich für das lieben, was Du für
sie tun kannst, und manche werden dich überhaupt nicht
lieben. Sie werden weder deine Stimme lieben noch deine
Aussprache, weder deine Liebeskünste noch deine Hautfarbe.
Du darfst dich von ihnen nicht aufhalten lassen."

"Das Leben ruft,
und es ist nicht rational.
Denk nur, niemand hat vor dir dein Leben gelebt.
Es ist nagelneu.
Ich würde mich weit weniger darum sorgen,
ob die Menschen mich verstehen,
als darum,
nicht am großen Tanz der Natur teilzunehmen."

Zitate aus "Venusneid" von Rita Mae Brown

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rexana_12725600
26.02.06 um 16:14
In Antwort auf inez_12562985

Und ist es wichtig immer allen Leuten zu "gefallen"???
ich habe den eindruck, dass diese Frage dich an die Quelle deines Problems bringt. Was ist denn in deinem Leben vorgefallen, dass du so an dir selbst zweifelst?
Warum kannst du nicht stolz auf deine bisherigen Leistungen
sein? Es kommt mir vor, als würde dir das Gefühl für die "Berechtigung" deiner ureigenen Bedürfnisse fehlen.
Du orientierst dich zu sehr an (möglichen) Gedanken und Meinungen der anderen. Oder deine Erwartungshaltung dir selbst gegenüber ist sehr - um nicht zu sagen "zu" - hoch.
Wieso machst du dir deswegen so einen Kopf und tendierst immer wieder dazu, dich deswegen zu hinterfragen. Das bringt nichts! Wenn sich jemand an deinem Worten oder Verhalten gestört fühlt, sagt er/sie dir das - ab diesem Zeitpunkt kann man sich (gedanklich) immer noch damit auseinandersetzen.
Aber erst dann.
Falls nicht - nun, auch du sagst ja auch nicht immer, was du denkst.
Hör auf damit, dich mit fremden Augen zu sehen und mit fremden Maßstäben zu messen. Lerne von innen nach außen zu blicken - nicht umgekehrt. Es ist dein Leben. Was auch immer du tust, Du allein trägst die Verantwortung dafür, niemand anderer.
Deshalb ist es wichtig herauszufinden was man selbst will und was nicht, denn auch die Konsequenzen deiner Entscheidungen hast in erster Linie Du zu tragen.

Und wie geht das?
Ich habe bisher immer gedacht, ich schaue mal wie das die anderen machen um daraus dann das richtige für mich rauszusuchen.Habe aber nie überlegt, was ich eigentlich will. Denn wenn ich das so mache wie die anderen das tun würde, dann kann mir nicht viel passieren und die anderen können nicht schlecht über mich denken.

Aber das ist doch paradox. Die anderen sagen ja nicht was ich wie machen soll, insofern weiß ich es ja nicht und tappe doch weiterhin im Dunkeln.

Es ist ein komischer Kreislauf. Es ist schon richtig, ich frage mich bei vielen Dingen die ich tue, warum tue ich das und versuche so den Sinn meines Handeln zu erfahren. Aber vielleicht geht das gar nicht immer. Tut man denn manchmal einfach Dinge ohne tieferen Sinn? Der muss doch nicht immer da sein? Kann / Darf man auch mal Dinge tun die nicht sinnvoll sind einfach nur weil sie Spaß machen?

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renie_12451281
26.02.06 um 17:16

Die Frage, was die anderen denken,
ist meiner Meinung nach normal. Wir sind als Menschen soziale Wesen, d.h. wir können nicht ohne die anderen leben. Dementsprechend wollen wir alle in gewisser Weise anderen gefallen, von ihnen anerkannt und akzeptiert werden. Dazu gehört natürlich auch die Frage, wie das, was wir machen, bei den anderen ankommt. Ich denke, es ist auch wichtig, in diesem Punkt von Zeit zu Zeit Kompromisse einzugehen, sich an den anderen zu orientieren. Jedes Kind lernt ja, dass es bestimmte Regeln gibt, nach denen man leben muss - ohne dieses kann eine Gesellschaft nicht bestehen. Wir lernen auch, dass bestimmtes Verhalten positiv verstärkt wird. So leben wir nie in einem leeren Raum.
Die Probleme entstehen in dem Moment, in dem wir uns selbst und unsere Bedürfnisse, Träume und Wünsche um der anderen Willen verleugnen. Wenn wir versuchen, uns nur an den anderen zu orientieren, es allen Recht machen wollen. Wir vergessen dabei, dass es auch uns gutgehen muss. Dass wir nicht nur Teil einer Gruppe, sondern auch Individuen sind.
Wenn du selbst immer fragst "Was sagt der oder die dazu? Wird er oder sie das, was ich mache, denke usw. gut heißen?", dann spricht das wohl - wie redcorner es auch ähnlich ausgedrückt hat - für Selbstzweifel oder - negativ ausgedrückt - für mangelndes Selbstvertrauen. Und ich denke, dass die Wurzeln hierfür in der Kindheit gelegt wurden. Auf jeden Fall war es bei mir so. Ich weiß nicht, wie du erzogen wurdest. Aber kann es sein, dass bei dir die Eltern bestimmt haben, was geschieht? Oder hattest du sehr dominante FreundInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen oder Geschwister. Natürlich erklärt das nicht alles, sicher liegt auch immer noch ein Teil im Wesen jedes Einzelnen. Aber egal, wie es früher war.
Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber erwachsen bist du ja. Denke daran: Egal, was dir früher einmal suggeriert wurde. Egal, was man dir in deiner Kindheit und Jugend beigebracht hat. Du bist ERWACHSEN. Nun musst du dein Leben in die Hand nehmen, deinen Weg finden, auch an dich selbst denken.
Versuche doch einmal aufzulisten, was dich interessiert, was du gerne machen möchtest, wie du dir dein Leben vorstellst, was du besonders gut kannst. Und versuche, jeden Tag etwas von dem zu verwirklichen - unabhängig davon, was die anderen denken. Oder gehe jeden Tag ein kleines Risiko ein (soll auch gut für die Ausstrahlung sein).
Wichtig ist nur, sich selbst treu zu bleiben, ohne andere dabei zu verletzen. Aber denke daran: Genau so, wie die anderen das Recht auf eigene Bedürfnisse haben, so hast du es auch. Und an dir siehst du ja, dass es durchaus Menschen gibt, die die Bedürfnisse und Eigenheiten anderer akzeptieren.
Viel Glück wünscht dir dabei Lilotschka

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I
inez_12562985
26.02.06 um 20:01
In Antwort auf rexana_12725600

Und wie geht das?
Ich habe bisher immer gedacht, ich schaue mal wie das die anderen machen um daraus dann das richtige für mich rauszusuchen.Habe aber nie überlegt, was ich eigentlich will. Denn wenn ich das so mache wie die anderen das tun würde, dann kann mir nicht viel passieren und die anderen können nicht schlecht über mich denken.

Aber das ist doch paradox. Die anderen sagen ja nicht was ich wie machen soll, insofern weiß ich es ja nicht und tappe doch weiterhin im Dunkeln.

Es ist ein komischer Kreislauf. Es ist schon richtig, ich frage mich bei vielen Dingen die ich tue, warum tue ich das und versuche so den Sinn meines Handeln zu erfahren. Aber vielleicht geht das gar nicht immer. Tut man denn manchmal einfach Dinge ohne tieferen Sinn? Der muss doch nicht immer da sein? Kann / Darf man auch mal Dinge tun die nicht sinnvoll sind einfach nur weil sie Spaß machen?

Nicht die andern, sondern DU allein
bist der Gradmesser dafür, was du willst und vor allem, was dir gut tut. Was glaubst Du, wieviele Menschen nicht verstehen können, wie ich lebe? Es ist mir egal, denn es ist mein Leben und ich muss mich akzeptieren und in meiner Haut wohlfühlen.
Das heißt im Umkehrschluß nicht, dass ich anderen Leute auf die Füße trete, absolut nicht, ich versuche andere so zu behandeln, wie ich selbst gerne behandelt werden will (frei nach Kant).
Und das versucht doch im grunde jeder Mensch.
Lass die Menschen doch denken, was sie wollen, du hast keinen Einfluß darauf, selbst wenn du dich noch so anstrengst.
Du musst klar kommen mit dir! Du begegnest dir jeden Morgen im Spiegel. Wenn Du, vor lauter Angst, jemand könnte "schlecht" über dich denken, dich immer nur nach der (angenommenen) Meinung der anderen richtest, lebst du nicht dein eigenes Leben, sondern versuchst eine Kopie zu sein. Hey, dafür ist das Leben einfach zu kurz, findest du nicht?

Ausserdem lebt jeder im sozialen Miteinander auch ein großes Stück an "Fassade", bsp. wer meint es schon immer ehrlich und will es (genau) wissen, wen er fragt, "na, wie gehts?".
Oder greift auf Konventionen zurück. Selbst im privaten Rahmen
sind die meisten Menschen nicht 100%ig authentisch. Wir leben in einer Welt, die scheinbar immer "perfekter" wird. Eine gewisse Anpassung mag da sinnvoll sein, doch wenn du nur noch Teil des Mainstreams bist, verlierst du deine individuelle Persönlichkeit, und damit genau denn wichtigsten Teil von dir.


Viel spannender ist es, herauszufinden (auch mal durch weniger positive Erfahrungen und Fehler) was man wirklich für sich selber will und danach zu leben. Nur das macht dich aus Dauer zufrieden. Der rote Faden dabei ist dein Wohlfühlfaktor.
Ich hoffe, du bist es dir wert, DICH selbst zu entdecken.

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I
inez_12562985
26.02.06 um 20:13
In Antwort auf rexana_12725600

Und wie geht das?
Ich habe bisher immer gedacht, ich schaue mal wie das die anderen machen um daraus dann das richtige für mich rauszusuchen.Habe aber nie überlegt, was ich eigentlich will. Denn wenn ich das so mache wie die anderen das tun würde, dann kann mir nicht viel passieren und die anderen können nicht schlecht über mich denken.

Aber das ist doch paradox. Die anderen sagen ja nicht was ich wie machen soll, insofern weiß ich es ja nicht und tappe doch weiterhin im Dunkeln.

Es ist ein komischer Kreislauf. Es ist schon richtig, ich frage mich bei vielen Dingen die ich tue, warum tue ich das und versuche so den Sinn meines Handeln zu erfahren. Aber vielleicht geht das gar nicht immer. Tut man denn manchmal einfach Dinge ohne tieferen Sinn? Der muss doch nicht immer da sein? Kann / Darf man auch mal Dinge tun die nicht sinnvoll sind einfach nur weil sie Spaß machen?

Denken und Spaß haben
Dazu eine kleine Anekdote.
Zwei Männer treffen sich in einem Dampfbad und unterhalten sich.
Der ältere von beiden ist am jammern und macht sich Sorgen wie die Welt von morgen wohl aussehen wird. Er macht sich um alle möglichen Bereiche sorgen. Der Jüngere hört ihm eine Weile zu
und verlässt dann die Sauna, duscht, holt sich was zu Trinken,
geht in der frischen Luft spazieren, flirtet ein wenig mit einer netten Frau und macht dann etwas 2 Stunden später wieder einen Besuch im Dampfbad. Dort sitzt immer noch der ältere Mann und redet und redet und redet und redet......

Beide können letztendlich die Zukunft nicht änderen -
doch wer von beiden hat mehr vom Leben?

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P
paaie_12129853
26.02.06 um 21:45

In eigenen Worten
Liebe Schnuseline,

meine Gedanken zu Deinem Beitrag wurden zwar schon mehrfach geschrieben und ausdiskutiert, aber ich möchte an dieser Stelle noch mal in meinen eigenen Worten etwas dazu äußern.

Du gehst mit offenen Augen durchs Leben, bist eine schnelle und aufmerksame Beobachterin und scheinst auch nicht gerade dumm, denn wer sich über seine eigene Person weitesgehend reflektiert Gedanken macht, muss zumindest einen Funken Intelligenz besitzen

Diese Lebensphase, in der Du Dich gerade befindest, zu kathegorisieren und den Ursprung zu nennen liegt nicht in meinem Ermessen. Dafür können wir hier im Forum nur Deinen Beitrag als Anhaltspunkte nehmen. Und außerdem bin ich ja auch kein Psychiater...

Aber ich möchte Dir Mut machen, Dich auf Dich selbst zu konzentrieren. Du selbst bestimmst Dein Leben! Gehst selbst die Schritte in Deine Zukunft und wählst auch immer Deinen Weg. Dein Bedürfniss der Identifikation mit anderen ist meiner Meinung nach verständlich und auch immer unabdingbar. Doch Du entscheidest für Dich, wie Du mit den Resonanzen -seien sie nur von Dir selbst beobachtet oder wirklich direkt eingegangen-, umgehst. Lass Dich nicht von anderen beeinflussen. Menschen kommen und gehen im Leben. Nur musst Du Dich täglich mit Dir auseinandersetzen, musst Dir morgens im Spiegel direkt in die Augen blicken können, denn Du bist und bleibst immer die Hauptperson. Wenn Du nicht Deinen eigenen Wert- und Moralmassstäben folgst, wer tut es dann für Dich?
Ich möchte es mal krass ausdrücken: Wenn nicht DU ein Stückchen von Dir selbst in der Welt hinterlässt, wer tut es dann für Dich? -Niemand!

Bedenke immer, dass Du ein Individuum bist und nicht die breite Masse!

Individualität und das Lernen der Wertschätzung Deines eigenen Könnens und auch Denkens sind wichtig.
Selbstverständlich ist die Orientierung am Handeln anderer möglich, denn es gibt nun mal in unserer Gesellschaft bestimmte Verhaltsweisen oder sogar -regeln. Doch letztlich führst Du die Regie! Es verlangt niemand, dass Du Dich bis zur Selbstaufgabe den anderen angleichst. Wer weiss, vielleicht boebachten Dich Deine Kollegen mit den gleichen Gedanken, wie Du sie oben geschildert hast: "Wow, die macht das aber gut, das probier ich beim nächsten Telefonat auch aus! Vielleicht erreiche ich damit genauso viel wie sie! Wobei, die kann das ja viel besser als ich, ich schaff das nicht...etc" -um einfach mal ein Beispiel zu nennen.

Lerne von den anderen, aber vergiss dabei nie, "Ich bin Ich" (Zitat: Du!) und diesen Gedanken solltest Du immer im Hinterkopf haben.

Also, entschuldige Dich nicht für das, was Du tust, steh dazu. Denn Du bist selbst letztlich die Einzige, die ihr eigenes Licht unter den Scheffel stellt und im Grunde genommen sich selbst mögen muss! Und diese Selbstliebe bist Du Dir letztlich auch schuldig! Denn Du bist einzigartig. Basta!

"I am what I am and what I am needs no excuses" *sing*

In diesem Sinne: Einen wunderschönen Abend noch und liebe Grüsse sendet Dir
einfallslos

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rexana_12725600
02.03.06 um 20:49
In Antwort auf paaie_12129853

In eigenen Worten
Liebe Schnuseline,

meine Gedanken zu Deinem Beitrag wurden zwar schon mehrfach geschrieben und ausdiskutiert, aber ich möchte an dieser Stelle noch mal in meinen eigenen Worten etwas dazu äußern.

Du gehst mit offenen Augen durchs Leben, bist eine schnelle und aufmerksame Beobachterin und scheinst auch nicht gerade dumm, denn wer sich über seine eigene Person weitesgehend reflektiert Gedanken macht, muss zumindest einen Funken Intelligenz besitzen

Diese Lebensphase, in der Du Dich gerade befindest, zu kathegorisieren und den Ursprung zu nennen liegt nicht in meinem Ermessen. Dafür können wir hier im Forum nur Deinen Beitrag als Anhaltspunkte nehmen. Und außerdem bin ich ja auch kein Psychiater...

Aber ich möchte Dir Mut machen, Dich auf Dich selbst zu konzentrieren. Du selbst bestimmst Dein Leben! Gehst selbst die Schritte in Deine Zukunft und wählst auch immer Deinen Weg. Dein Bedürfniss der Identifikation mit anderen ist meiner Meinung nach verständlich und auch immer unabdingbar. Doch Du entscheidest für Dich, wie Du mit den Resonanzen -seien sie nur von Dir selbst beobachtet oder wirklich direkt eingegangen-, umgehst. Lass Dich nicht von anderen beeinflussen. Menschen kommen und gehen im Leben. Nur musst Du Dich täglich mit Dir auseinandersetzen, musst Dir morgens im Spiegel direkt in die Augen blicken können, denn Du bist und bleibst immer die Hauptperson. Wenn Du nicht Deinen eigenen Wert- und Moralmassstäben folgst, wer tut es dann für Dich?
Ich möchte es mal krass ausdrücken: Wenn nicht DU ein Stückchen von Dir selbst in der Welt hinterlässt, wer tut es dann für Dich? -Niemand!

Bedenke immer, dass Du ein Individuum bist und nicht die breite Masse!

Individualität und das Lernen der Wertschätzung Deines eigenen Könnens und auch Denkens sind wichtig.
Selbstverständlich ist die Orientierung am Handeln anderer möglich, denn es gibt nun mal in unserer Gesellschaft bestimmte Verhaltsweisen oder sogar -regeln. Doch letztlich führst Du die Regie! Es verlangt niemand, dass Du Dich bis zur Selbstaufgabe den anderen angleichst. Wer weiss, vielleicht boebachten Dich Deine Kollegen mit den gleichen Gedanken, wie Du sie oben geschildert hast: "Wow, die macht das aber gut, das probier ich beim nächsten Telefonat auch aus! Vielleicht erreiche ich damit genauso viel wie sie! Wobei, die kann das ja viel besser als ich, ich schaff das nicht...etc" -um einfach mal ein Beispiel zu nennen.

Lerne von den anderen, aber vergiss dabei nie, "Ich bin Ich" (Zitat: Du!) und diesen Gedanken solltest Du immer im Hinterkopf haben.

Also, entschuldige Dich nicht für das, was Du tust, steh dazu. Denn Du bist selbst letztlich die Einzige, die ihr eigenes Licht unter den Scheffel stellt und im Grunde genommen sich selbst mögen muss! Und diese Selbstliebe bist Du Dir letztlich auch schuldig! Denn Du bist einzigartig. Basta!

"I am what I am and what I am needs no excuses" *sing*

In diesem Sinne: Einen wunderschönen Abend noch und liebe Grüsse sendet Dir
einfallslos

Offene Augen
Guten Abend,

habe gerade deinen Beitrag gelesen und er hat mir doch in einigen Dingen die Augen ein wenig geöffnet.

Die Gedanken, ich möchte gerne was erreichen im Leben und Spuren in der Welt von mir hinterlassen, sind mir schon öfter gekommen und ich habe mich eigentlich ganz gut dabei gefühlt.

Auch der Gedanke, das meine Kollegen vielleicht sich vonmir mal was abschauen könnten, fühlt sich gut an. Und eigentlich hat sich noch nie jemand beschwert, es sei denn ich hab wirklich Mist gebaut.

Nein, das Leben ist viel zu kurz um sich darüber den ganzen Tag den Kopf zu zerbrechen.

Danke!

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D
debora_12079552
02.03.06 um 21:23

Was
andere von dir halten mußt du merken wie sie dir gegenübertreten . Mir bist du , aufgrund deines Geschriebenen , symphatisch ! Du bist eben sehr sensibel und ich wette genau das schätzen die Menschen an dir !

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T
tarina_11961602
02.03.06 um 21:41

Hey
mach grundsätzlich immer nur das was du möchtest, andere Menschen und deren Meinungen brauchen dich absolut nicht interessieren, das kann dir total egal sein.

Wenn ich etwas tun möchte zb .einen film sehen möchte, dann kann sich mein Freund irgendeine andere Beschäftigung suchen, meinetwegen weggehen mit Kumpels oder auch schlafen gehen, ist mir dann egal, wenn ich den Film sehen möchte tu ich das auch alles andere wäre fremdbestimmt und ist ein großer Fehler im Leben

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E
elita_12646270
03.03.06 um 9:25
In Antwort auf tarina_11961602

Hey
mach grundsätzlich immer nur das was du möchtest, andere Menschen und deren Meinungen brauchen dich absolut nicht interessieren, das kann dir total egal sein.

Wenn ich etwas tun möchte zb .einen film sehen möchte, dann kann sich mein Freund irgendeine andere Beschäftigung suchen, meinetwegen weggehen mit Kumpels oder auch schlafen gehen, ist mir dann egal, wenn ich den Film sehen möchte tu ich das auch alles andere wäre fremdbestimmt und ist ein großer Fehler im Leben

Nein cameron
so seh ich das aber nicht. wenn jeder mensch machen würde was er wollte , ohne auch nur im geringsten drüber nachdenken würde was die anderen davon halten. Genauso , wa sist denn mit gruppenarbeit. Ich meine das sagt doch das wort : GRUPPEN-arbeit. Soll ich da auch nru tun was ICH für richtig halte. Außerdem kann und muss man doch garnicht alles richtig machen im leben , es giebt eine menge mensche die schon erfahrungen damit haben und dir helfen können. Wieso immer auf eigene faust ???
LG

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R
royce_12443210
03.03.06 um 10:53

Du bist harmoniesüchtig.
So nennt man das nämlich, wenn jemand es allen recht machen und von allen geliebt werden möchte. Du hast Angst vor Konflikten und möglichen Feinden. Du versteckst Dich hinter einer unverbindlichen Nettigkeit, möchtest einerseits so sein wie alle Anderen, andererseits aber wieder nicht. Bei allem, was Du tust, spult ein Film ab: Darf ich das? Ist mein Wunsch mehr wert als der eines Anderen? Zeige ich nicht Stärke, indem ich verzichte?
Schon der Satz "Viele werden bestimmt denken, die hat ja Probleme, das sind doch keine" sagt alles. Du fürchtest Dich davor, mit Deinem Problem zum Gespött zu werden und das Forum damit zu "belästigen". Dabei ist Dein Problem ein ernstes und wichtiges, weil sehr viele Menschen, besonders Frauen, darunter leiden. Fang einmal damit an: Mein Problem ist echt, und es ist wichtig und gut, dass ich es ins Forum gestellt habe. Und ich antworte vorerst mal: Danke, dass Du es getan hast.

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rexana_12725600
04.03.06 um 10:52
In Antwort auf royce_12443210

Du bist harmoniesüchtig.
So nennt man das nämlich, wenn jemand es allen recht machen und von allen geliebt werden möchte. Du hast Angst vor Konflikten und möglichen Feinden. Du versteckst Dich hinter einer unverbindlichen Nettigkeit, möchtest einerseits so sein wie alle Anderen, andererseits aber wieder nicht. Bei allem, was Du tust, spult ein Film ab: Darf ich das? Ist mein Wunsch mehr wert als der eines Anderen? Zeige ich nicht Stärke, indem ich verzichte?
Schon der Satz "Viele werden bestimmt denken, die hat ja Probleme, das sind doch keine" sagt alles. Du fürchtest Dich davor, mit Deinem Problem zum Gespött zu werden und das Forum damit zu "belästigen". Dabei ist Dein Problem ein ernstes und wichtiges, weil sehr viele Menschen, besonders Frauen, darunter leiden. Fang einmal damit an: Mein Problem ist echt, und es ist wichtig und gut, dass ich es ins Forum gestellt habe. Und ich antworte vorerst mal: Danke, dass Du es getan hast.

Harmoniesucht?
Ich weiß nicht ob ich so Harmoniesüchtig bin. Ich meine, Konflikte sind ja auch wichtig.

Vielleicht ist es ja eher so. In wenigen Fällen bekommt man von seinen Mitmenschen, Kollegen wirklich ein Feedback. Ich kenne es halt aus meiner Familie und Freunden her anders. Wenn da einem was nicht passt, können wir darüber reden und ich bekomme mein Feedback.

Aber bei den Kollegen im Büro ist das nicht so, da da nicht so eine enge persönliche Bindung besteht, wie zwischen der Familie. Ich möchte einfach nicht, dass die Leute hinter meinem Rücken über mich reden. Sie sollen es mir ins Gesicht sagen, das tun aber die wenigsten. Daher versuche ich wahrscheinlich, es allen Recht zu machen um dann nicht zum Gerede werden.

Es ist halt passiert, das ich bestimmte Dinge getan habe, so wie ich es für Richtig halte und habe dann gemerkt an kleinen Verhaltensweisen, das das bei den anderen nicht so gut angekommen ist. Aber direkt angesprochen wurde es nicht und insofern weiß nicht womit die Leute jetzt genau das Problem haben. Viellicht ist es ja gar kein Problem sondern sie denken vielleicht positiv von mir, aber ich fasse das falsch auf. Ich möchte einfach wissen woran ich bin.

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R
royce_12443210
05.03.06 um 6:38
In Antwort auf rexana_12725600

Harmoniesucht?
Ich weiß nicht ob ich so Harmoniesüchtig bin. Ich meine, Konflikte sind ja auch wichtig.

Vielleicht ist es ja eher so. In wenigen Fällen bekommt man von seinen Mitmenschen, Kollegen wirklich ein Feedback. Ich kenne es halt aus meiner Familie und Freunden her anders. Wenn da einem was nicht passt, können wir darüber reden und ich bekomme mein Feedback.

Aber bei den Kollegen im Büro ist das nicht so, da da nicht so eine enge persönliche Bindung besteht, wie zwischen der Familie. Ich möchte einfach nicht, dass die Leute hinter meinem Rücken über mich reden. Sie sollen es mir ins Gesicht sagen, das tun aber die wenigsten. Daher versuche ich wahrscheinlich, es allen Recht zu machen um dann nicht zum Gerede werden.

Es ist halt passiert, das ich bestimmte Dinge getan habe, so wie ich es für Richtig halte und habe dann gemerkt an kleinen Verhaltensweisen, das das bei den anderen nicht so gut angekommen ist. Aber direkt angesprochen wurde es nicht und insofern weiß nicht womit die Leute jetzt genau das Problem haben. Viellicht ist es ja gar kein Problem sondern sie denken vielleicht positiv von mir, aber ich fasse das falsch auf. Ich möchte einfach wissen woran ich bin.

Wie Du ganz richtig sagst,
besteht zu Kollegen im Büro keine enge persönliche Bindung, da kommt es in erster Linie darauf an, dass man den Arbeitstag rüberbringt, ohne dass einem die Magengeschwüre aufgehen. Das ist hauptsächlich eine Zweckgemeinschaft, wo jeder schaut, dass er niemandem auf die Zehen steigt, auf dass ihm selber keiner drauflatsche. Bürokameradschaften werden sehr selten wirkliche Freundschaften. Wahrscheinlich bist Du den Kollegen bis zu einem hohen Grad ziemlich wurscht. Und wahrscheinlich besteht Dein Interesse an ihnen auch hauptsächlich in der Frage, ob sie Dich mögen oder nicht. Es ist wohl anzunehmen, dass Leute "hinter Deinem Rücken" über Dich reden, es muss ja nicht unbedingt was Schlechtes sein.
Die Dinge, die Dir passiert sind und die nicht so gut rübergekommen sind - so arg werden die schon nicht gewesen sein. Was machst Du, wenn Du etwas tust, das den einen gefällt, und den anderen gegen den Strich geht? Dann bist Du aber echt im Dilemma.
Im Allgemeinen hilft ja doch noch der gute alte abgedroschene Spruch "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu."

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I
ige_12290614
05.03.06 um 8:20

...sein einfach du...
Hallo Schnuseline,
ich befand mich in einer ähnlichen Situation wie du. Zumindest was den geschäftlichen Bereich angeht. Ich dachte auch immer - oh je, das war jetzt zu forsch...da kommt bestimmt ne Beschwerde.....-kann ich das denn jetzt ablehnen?wer weiss was dann auf mich zukommt...usw.!!! Inzwischen handel ich nach bestem Wissen und Gewissen. (noch kurz: warum bei mir die Veränderung eingetreten ist: habe bis vor einem Jahr noch ca. 30Personen im Außendienst betreut (also ich im Innendienst) doch durch verschiedene Umstrukturierungen im Betrieb selbs, betreuen wir jetzt zu viert 400Personen!!!) Das heißt, weniger Zeit Entscheidungen zu fällen und anschließend weniger Zeit über diese nachzudenken. Wenn mir eben mal ein Fehler passiert oder sein ein Außendienstmitarbeiter angegriffen fühlt...dann ist das eben so und ich muss dann eben Rede und Antwort stehen. Aber bei allen Entscheidungen alle zufrieden zu stellen, das wird dir nur sehr sehr selten gelingen. Du hast doch sicher ein Bauchgefühl - so der erste Gedanke, der dir durch den Kopf schießt. Spreche diesen aus...auch wenn die anderen vielleicht komisch schauen..bleibe bei deiner Meinung. Vielleicht schauen sie auch nur weil sie überrascht sind, wie konsequent du reagiert hast, oder weil sie genau so auch reagiert hätten. Es ist nicht immer alles negativ zu deuten. Du solltest nach dem Motto handeln: Ich bín wie ich bin und wem es nicht passt soll was sagen.
Aber glaub mir, so mutig sind die wenigsten.
Sei einfach du...
Gruß jl

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