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Wer bin ich?

28. Dezember 2015 um 15:13 Letzte Antwort: 10. Februar 2016 um 19:38

Ich weiß nicht, ob das mit meiner Depression zusammenhängt... Jedenfalls in letzter Zeit ist es besonders seltsam: ich sehe in den Spiegel und mir blickt (objektiv betrachtet) ein freundlich aussehendes, eigentlich recht hübsches Gesicht entgegen. Nur kann ich dieses Gesicht nicht MIR zuordnen. In mir drin ist es dunkel und leer, ich selbst habe ein (inneres) Bild von mir als eine sichtbar traurige, kaputte Person. Würde ich sozusagen tatsächlich auch außen so aussehen, wie innen - das Ergebnis wäre wohl nicht schön anzusehen. Das ist auch der Punkt. Ich sehe ein anderes Mädchen im Spiegel, eines das ich mir nicht zuordnen kann. Hört sich jetzt bestimmt wirr an, es verwirrt mich auch. Wie kann diese Optik zu einem Inneren, wie dem meinen, passen? Wie kann sie so freundlich gucken, so zarte Züge haben? Als wäre mein ICH sozusagen in einem anderen Körper. Ich fühle mich wie eine alte, verbrauchte Frau im Körper einer jungen. Einfach nicht passend. Natürlich möchte ich nicht, dass ich irgendwann tatsächlich so aussehe, wie mein inneres Bild, welches ich von mir habe. (Befürchte aber, dass das irgendwann passieren könnte, wenn ich diese Vorstellungen nicht abschalten kann). Was mich dabei noch verwirrt ist: ich selbst komme mir auch "dunkler" vor als ich in Wahrheit bin. Habe zwar helle Haut und Haare, muss mich aber manchmal davon erst selbst immer wieder im Spiegel überzeugen (z.B. dass meine Augen nicht schwarz sind usw.). Was ist das und wie finde ich wieder "zu mir"? So dass ich mich annehmen kann? Wer ist diese Andere im Spiegel?? Und wie kann ich wieder zu ihr werden?

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7. Februar 2016 um 23:02

Schwierige Frage
Ich kann dir leider nicht sagen, wie du das ändern kannst.

Vielleicht hilft es dir aber, wenn ich dir sage, dass ich ein ähnliches Problem habe. Ich bin 25 Jahre alt und habe ein Selbstbild von einem 8 jährigen Jungen...

Spreche mal mit einem Therapeuten darüber. Vertraue ihm ALLES an und versuche dabei auch so ehrlich zu dir selbst zu sein wie möglich. Es gibt keinen Grund etwas vor dem Therapeuten zu verbergen. Eines meiner größten Probleme war, dass ich mich für bestimmte Gedanken und Gefühle geschämt habe. Therapeuten haben ihren Beruf ausgewählt um Menschen zu helfen und werden deshalb nicht negativ über dich urteilen. Es gibt keine schlechten Menschen, nur schlechte Erfahrungen mit miese Laune.

Es ist keinesfalls einfach. Lass dich also nicht unterkriegen, wenn es etwas länger dauert. Fehler sind dabei ausgeschlossen. Du kannst dich nur weiter entwickeln.

Viel Erfolg bei der Therapie(suche) und ich wünsche dir, dass du glücklich bist. Das hat ausnahmslos jeder Mensch verdient.

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10. Februar 2016 um 19:38

Au weia
Das hört sich nicht gut an.

Bist du bei einem Psychiater in Behandlung?
Hast du das Gefühl, dass sich außen was bei dir verändert, wenn du in den Spiegel schaust?

Versuch es bitte dringend mit Vitamin B12 Ampullen.
Ein Vitamin B Mangel kann psychische Erkrankungen bis hin zu Psychosen oder Wesensveränderungen zur Folge haben.Magnesium hochdosiert ist auch wichtig. Ich nehme alles schon, hänge aber dennoch in der Depression.

Schnauf.

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