Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Wenn Depression und Alltag aufeinander treffen....wem geht's ähnlich?

Letzte Nachricht: 14. Januar 2012 um 21:00
C
clare_12325653
07.01.12 um 17:05

Ich weiß nicht ob es damit zu tun hat, dass ich Jahrelang gemobbt wurde (5 Jahre lang, es waren insgesamt fast 2 ganze Klassen die sich gegen mich stellten...--> in Folge Depressionen bis jetzt, Essstörung 1 1/2 Jahre, Selbsthass...).
Ich weiß nur, dass ich mich schrecklich einsam fühle wenn ich an die Schule denke, auch wenn ich seit 1 1/2 Jahren aus der Mobbingsituation durch Schulwechsel herausgekommen bin.

Ihr müsst wissen...ich bin eine sehr ehrgeizige Schülerin, befinde mich jetzt ein Jahr vor'm Schulabschluss (matura) und die LehrerInnen haben wirklich absolut kein Erbarmen.
vier Mal die Woche komme ich erst um 16 Uhr (ohne eine einzige Freistunde zum Essen o.ä...) nach Hause und lerne wenn ich zu Hause bin wie verrückt, weil es leider sein muss.
Nicht nur weil ich gute Noten will, sondern schlicht und einfach deshalb, weil wirklich so viel zu tun ist.

Bei meiner Psychologin (zu der ich jetzt seit September nicht mehr gehe, weil sie meinte, dass die Therapie jetzt als abgeschlossen angesehen werden kann) lernte ich mir Auszeiten zu nehmen, mir etwas zu gönnen, es mir angenehm zu machen.

Ich schaffe es auch oft das zu befolgen...aber jetzt in den Ferien zum Beispiel merkte ich wieder wie ruhelos ich bin.

Die Winterferien haben am 24.Dezember 2011 begonnen und ich hatte zu der Zeit echt fast ein Burn out. Ich konnte überhaupt nicht mehr. Erschöpft, extreme Schlafstörungen, Lustlosigkeit, funktionierte nur noch wie eine Maschine.

Ein paar Tage der Ferien sind rum und was ist...ich denke nur daran wie schlimm es nach den Ferien wieder wird. Das ganze lernen. Acht bis Neun Stunden am Tag mit MitschülerInnen in einer Klasse sitzen, die mir NUR am A***** gehen, auch, wenn ich mich mit ihnen gut verstehe. Sie wissen kaum etwas von meiner Vergangenheit. Nur, dass ich gemobbt wurde. Ich tu meistens so als wäre es alles okay und verdränge alles und in den Ferien kommt der Stress hoch.

Ich hab keine Lust den ganzen Mist von vorne zu starten...seit einigen Tagen lerne ich auch schon wieder, weil nach den Ferien gleich Tests sind usw.


Hab das Gefühl die freie Zeit nie genießen zu können, weil ich gedanklich IMMER (egal ob ich bei meinem Freund bin oder bester Freundin oder sonst wo!) bei der Schule bin.

Geht es euch auch so?
Was kann ich dagegen tun?
Könnt ihr mich irgendwie...beruhigen?

Na gut...ich lerne jetzt mal *seufz*.

Eure saraju1

Mehr lesen

V
vonda_11884194
11.01.12 um 16:02

LERNEN MACHT SPASS IST DIE STRATEGIE UND MEDITATION
Ich habe immer einen eigenen Lernstyle gehabt, den sich dann irgendwann meine Mitschüler bei mir abgeschaut haben.

Ich habe immer nur mit Stichpunkten gelernt. Das heißt ich habe mir ein Buch genommen und nur die Stichpunkte herausgeschrieben oder ich habe mir die Stichpunkte auf ein Diktiergerät diktiert und bin dann abends damit eingschlafen.

Ich habe mir auch meinen Tagesablauf gut durchstrukturiert. Also es gab feste Zeiten, mit Anfang und Ende der Hausaufgaben und Lernzeit. Ich habe mir auh immer täglih eingeredet, das ich das alles nur für mich mache!

Ich habe mir auch immer eingeredet das mir das lernen Spass macht, denn wenn man mit der Einstellung an die Sache geht, das man lernen "muss", ist das nicht gerade positiv für den Lernerfolg. Deshalb bekommst Du auch bestimmt den Kopf nicht frei. Es ist ja sehr lobenswert, das Du gute Noten haben willst. Aber vielleicht steigerst Du Dich da zu sehr rein, bzw. ist die Art wie Du da ran gehst ist verdreht.

Glaub mir, es macht schon sehr viel aus, ob man positiv oder negativ denkt, bzw. mit was für einer Einstellung man an die Dinge geht. Denn den Druck machst Du Dir, glaube ich selbst. Denn wenn Du schon nicht für Dein aussehen gelobt wirst, dann für Deine Leistungen. Kann das zutreffen?

Was willst Du denn danach machen, warum bist Du denn so Ehrgeizig? Willst Du Arzt, Anwalt oder so werden?

Ich mache manchmal Yoga, da lernt man zu entspannen und man lernt richtig zu atmen. Ich habe auch immer nur Sport gemacht, der mir Spaß macht und nicht welchen der mich schlank macht. Du kannst auch Thai Chi machen oder so. Informier Dich mal im Internet. Ich habe mir auch das Buch: "DALEI LAMA-108 PERLEN DER WEISHEIT" durchgelesen. Meditation ist auch noch empfehlenswert. Das muss man aber alles regelmäßig üben.Es gibt auch asiatische Entspannungsmusik, da kann man gut abschalten und träumen.

Bei mir funktioniert das so ganz gut. Bin aber auch schon aus der Schule raus.

Noch eine Sache zu Deiner Lustlosigkeit, warst Du mal beim Hausarzt und hast Dir Blut abnehmen lassen? Es kann sein das Du an einer Schildrüsenüber- oder -unterfunktion leidest.

Zu letzt, wie stellst Du Dir das vor wenn Du studierst oder arbeiten gehst. Ich glaube wenn Du weiterhin so verkrampfst bekommst Du irgendwann im erwachsenen Alter ein BURN OUT bzw. es wird Dir weiterhin schlecht gehen.

Du könntest ja zum Beispiel Psychologie studieren und dabei anderen helfen, die ähnliche Erlebnisse hatten wie Du und Du hilfst Dir selbst, dann weißt Du auch was in Deiner Psyche so vor sich geht. Oder Du liest Dir diese Bücher einfach nur so mal durch.

Es sind Deine Gedankengänge die diese Gefühle in Dir auslösen und die musst Du ändern.

Wie stellst Du Dir Dein Leben denn nach der Schule so vor? Wovon träumst Du denn so?

Alles Gute )

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C
clare_12325653
11.01.12 um 17:27
In Antwort auf vonda_11884194

LERNEN MACHT SPASS IST DIE STRATEGIE UND MEDITATION
Ich habe immer einen eigenen Lernstyle gehabt, den sich dann irgendwann meine Mitschüler bei mir abgeschaut haben.

Ich habe immer nur mit Stichpunkten gelernt. Das heißt ich habe mir ein Buch genommen und nur die Stichpunkte herausgeschrieben oder ich habe mir die Stichpunkte auf ein Diktiergerät diktiert und bin dann abends damit eingschlafen.

Ich habe mir auch meinen Tagesablauf gut durchstrukturiert. Also es gab feste Zeiten, mit Anfang und Ende der Hausaufgaben und Lernzeit. Ich habe mir auh immer täglih eingeredet, das ich das alles nur für mich mache!

Ich habe mir auch immer eingeredet das mir das lernen Spass macht, denn wenn man mit der Einstellung an die Sache geht, das man lernen "muss", ist das nicht gerade positiv für den Lernerfolg. Deshalb bekommst Du auch bestimmt den Kopf nicht frei. Es ist ja sehr lobenswert, das Du gute Noten haben willst. Aber vielleicht steigerst Du Dich da zu sehr rein, bzw. ist die Art wie Du da ran gehst ist verdreht.

Glaub mir, es macht schon sehr viel aus, ob man positiv oder negativ denkt, bzw. mit was für einer Einstellung man an die Dinge geht. Denn den Druck machst Du Dir, glaube ich selbst. Denn wenn Du schon nicht für Dein aussehen gelobt wirst, dann für Deine Leistungen. Kann das zutreffen?

Was willst Du denn danach machen, warum bist Du denn so Ehrgeizig? Willst Du Arzt, Anwalt oder so werden?

Ich mache manchmal Yoga, da lernt man zu entspannen und man lernt richtig zu atmen. Ich habe auch immer nur Sport gemacht, der mir Spaß macht und nicht welchen der mich schlank macht. Du kannst auch Thai Chi machen oder so. Informier Dich mal im Internet. Ich habe mir auch das Buch: "DALEI LAMA-108 PERLEN DER WEISHEIT" durchgelesen. Meditation ist auch noch empfehlenswert. Das muss man aber alles regelmäßig üben.Es gibt auch asiatische Entspannungsmusik, da kann man gut abschalten und träumen.

Bei mir funktioniert das so ganz gut. Bin aber auch schon aus der Schule raus.

Noch eine Sache zu Deiner Lustlosigkeit, warst Du mal beim Hausarzt und hast Dir Blut abnehmen lassen? Es kann sein das Du an einer Schildrüsenüber- oder -unterfunktion leidest.

Zu letzt, wie stellst Du Dir das vor wenn Du studierst oder arbeiten gehst. Ich glaube wenn Du weiterhin so verkrampfst bekommst Du irgendwann im erwachsenen Alter ein BURN OUT bzw. es wird Dir weiterhin schlecht gehen.

Du könntest ja zum Beispiel Psychologie studieren und dabei anderen helfen, die ähnliche Erlebnisse hatten wie Du und Du hilfst Dir selbst, dann weißt Du auch was in Deiner Psyche so vor sich geht. Oder Du liest Dir diese Bücher einfach nur so mal durch.

Es sind Deine Gedankengänge die diese Gefühle in Dir auslösen und die musst Du ändern.

Wie stellst Du Dir Dein Leben denn nach der Schule so vor? Wovon träumst Du denn so?

Alles Gute )


Na ja...also ich hab ein ziemlich schwaches Selbstwertgefühl...finde mich äußerlich nicht attraktiv, von der Umwelt kommen abe rimmer nur Komplimente (zumindest nach dem Schulwechsel...in der alten Schule wurde ich jeden Tag fertig gemacht,...).
Aber mit dem lernen, damit will ich nichts wettmachen...es ist für mich ein gutes Gefühl eine gute Note zu bekommen.

Nachder Schule möchte ich Psychologie studieren und da ich weiß, dass ein Studium auf eine gewisse Art und Weise noch mehr Arbeit ist als Schule, trainiere ich mich jetzt schon mal drauf hin.
Also mir fehlt wirklich KEINE Hausübung, alle VErbesserungen der HÜ's werden abgegeben, alles rechtzeitig usw usf.
Ich mein ich muss das ja schaffen, wenn ich in zwei Jahren studieren möchte!
Allerdings hab ich noch einen inneren konflikt ob ich wirklich psychologie machen möchte, oder doch lieber lehramt gesang u englisch und dann noch musik studiere.
Hänge sehr an der Musik.

Jedenfalls..bezüglich Lustlosigkeit etc...ich habe schon vor drei Jahren, als die Depressionen begannen, Blutbilder machen lassen (Psychiater muss das ja machen lassen, um organische Gründe auszuschließen!) .
Die einzig verkehrten Werte waren Cholesterin (weil ich fast nichts aß zu der Zeit) und die Bilirubin-Werte (habe so eine Leber"krankheit" namens "Morbus Meulenkracht" die viele Jugendliche haben. Da werden zu viele Blutkörperchen in Stresssituationen ausgeschüttet. Bei mir sieht man das in den Augen) .

Aber sonst wirklich nichts.

Es ist als möchte ich krank sein...klingt seltsam aber ist so.
Oft sitz ich da und denk mir: "Ich mager mich jetzt zu Tode, damit die Menschen endlich wirklich an mich denken und um mich trauern" oder "Ich spring morgen vom Hochhaus / einer Brücke oder sonst was, weil ich dann den ganzen Dreck nicht mehr machen muss und mich selbst nichtausstehen kann weil ich so denke und diese Welt sowieso eine schlechte ist".

Ich versuche an mir zu arbeiten.
Aber dann übernimmt irgendwas die Überhand und lenkt mein Empfinden um....!

Lg saraju1

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V
vonda_11884194
11.01.12 um 20:15
In Antwort auf clare_12325653


Na ja...also ich hab ein ziemlich schwaches Selbstwertgefühl...finde mich äußerlich nicht attraktiv, von der Umwelt kommen abe rimmer nur Komplimente (zumindest nach dem Schulwechsel...in der alten Schule wurde ich jeden Tag fertig gemacht,...).
Aber mit dem lernen, damit will ich nichts wettmachen...es ist für mich ein gutes Gefühl eine gute Note zu bekommen.

Nachder Schule möchte ich Psychologie studieren und da ich weiß, dass ein Studium auf eine gewisse Art und Weise noch mehr Arbeit ist als Schule, trainiere ich mich jetzt schon mal drauf hin.
Also mir fehlt wirklich KEINE Hausübung, alle VErbesserungen der HÜ's werden abgegeben, alles rechtzeitig usw usf.
Ich mein ich muss das ja schaffen, wenn ich in zwei Jahren studieren möchte!
Allerdings hab ich noch einen inneren konflikt ob ich wirklich psychologie machen möchte, oder doch lieber lehramt gesang u englisch und dann noch musik studiere.
Hänge sehr an der Musik.

Jedenfalls..bezüglich Lustlosigkeit etc...ich habe schon vor drei Jahren, als die Depressionen begannen, Blutbilder machen lassen (Psychiater muss das ja machen lassen, um organische Gründe auszuschließen!) .
Die einzig verkehrten Werte waren Cholesterin (weil ich fast nichts aß zu der Zeit) und die Bilirubin-Werte (habe so eine Leber"krankheit" namens "Morbus Meulenkracht" die viele Jugendliche haben. Da werden zu viele Blutkörperchen in Stresssituationen ausgeschüttet. Bei mir sieht man das in den Augen) .

Aber sonst wirklich nichts.

Es ist als möchte ich krank sein...klingt seltsam aber ist so.
Oft sitz ich da und denk mir: "Ich mager mich jetzt zu Tode, damit die Menschen endlich wirklich an mich denken und um mich trauern" oder "Ich spring morgen vom Hochhaus / einer Brücke oder sonst was, weil ich dann den ganzen Dreck nicht mehr machen muss und mich selbst nichtausstehen kann weil ich so denke und diese Welt sowieso eine schlechte ist".

Ich versuche an mir zu arbeiten.
Aber dann übernimmt irgendwas die Überhand und lenkt mein Empfinden um....!

Lg saraju1

Liebe Saraju,
ich finde es bewunderndswert wie offen Du hier über Dein Problem sprichst.

Du könntest auch Musiktherapie studieren. Was der Studiengang genau bietet bzw. wie später dann mal diese Tätigkeit aussieht, da musst Dich mal drüber informieren.

Aber ich hoffe Du suchst Dir eine Tätigkeit, die Dir Spass bereitet und die Dich erfüllt.

Das mit dem Lehramt klingt auch gut und Psychologie kann man z. Bsp. auch über das Internet studieren. Informier Dich mal ganz genau und ganz in Ruhe über die verschiedenen Optionen und denk auch mal darüber nach ob Du den Job in 20 Jahren auch noch machen möchtest.

Oder mach Dir zu den verschiedenen Studiengängen, mal eine Pro und Kontra Liste. Dann kannst Du besser abwägen.

Das mit Deinem Selbstwertgefühl verstehe ich. Ging mir auch schon so, aber es war nicht so extrem.

Das was Du hier erzählst nehme ich sehr ernst. Dein Bild was Du von Dir selber hast ist auf jeden Fall verzerrt. Du solltest (noch) einen Psychologen aufsuchen gehen. Du hast offensichtlich Selbstmordgedanken, darüber mache ich mir sorgen.

In jeder größeren Stadt gibt es, ein sogenanntes Universitätsklinikum auch mit Schwerpunkt Psychologie, Psychatrie oder so eine psychologische Ambulanz. Du solltest Dir dort wirklich noch einmal hilfe holen.

Alles was ich Dir noch sagen kann, ist das Dir evtl. eine kognitive Verhaltenstherapie in Verbindung mit Antidepressiva weiterhelfen könnte. Vielleicht wäre eine Tagesklinik auch noch was für Dich. Aber ich bin kein Arzt!

Ich kannte auch ein Mädchen, dem es so ähnlich ging, auch das mit dem von Dir beschriebenen Gedanken, klingt nach einer Depression. Vielleicht hast Du aber genauso etwas ja schon hinter Dir?!

Meine Frage ist, in welcher Hinsicht arbeitest Du an Dir an Dir selbst? Nenn mal ein paar Beispiele, bitte.

Warum bist Du eigentlich auf keinen meiner vorherigen Ratschläge eingegangen? Ist Yoga oder Meditation nichts für Dich? Ich meine das wäre okay, frag nur so.

Auf jeden Fall brauchst Du Hilfe!!! Bitte lass Dir helfen, denn Selbstmord ist keine Lösung! Damit löst man nichts, man verursacht nur Leid, das leiden schafft. Haben Dir denn Deine Eltern etwas angetan? Wie behandeln sie Dich denn?

Ich weiß nicht welche Ratschläge ich Dir noch geben könnte....???

Liebe Grüße

ANGIE SUN

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C
clare_12325653
12.01.12 um 11:50
In Antwort auf vonda_11884194

Liebe Saraju,
ich finde es bewunderndswert wie offen Du hier über Dein Problem sprichst.

Du könntest auch Musiktherapie studieren. Was der Studiengang genau bietet bzw. wie später dann mal diese Tätigkeit aussieht, da musst Dich mal drüber informieren.

Aber ich hoffe Du suchst Dir eine Tätigkeit, die Dir Spass bereitet und die Dich erfüllt.

Das mit dem Lehramt klingt auch gut und Psychologie kann man z. Bsp. auch über das Internet studieren. Informier Dich mal ganz genau und ganz in Ruhe über die verschiedenen Optionen und denk auch mal darüber nach ob Du den Job in 20 Jahren auch noch machen möchtest.

Oder mach Dir zu den verschiedenen Studiengängen, mal eine Pro und Kontra Liste. Dann kannst Du besser abwägen.

Das mit Deinem Selbstwertgefühl verstehe ich. Ging mir auch schon so, aber es war nicht so extrem.

Das was Du hier erzählst nehme ich sehr ernst. Dein Bild was Du von Dir selber hast ist auf jeden Fall verzerrt. Du solltest (noch) einen Psychologen aufsuchen gehen. Du hast offensichtlich Selbstmordgedanken, darüber mache ich mir sorgen.

In jeder größeren Stadt gibt es, ein sogenanntes Universitätsklinikum auch mit Schwerpunkt Psychologie, Psychatrie oder so eine psychologische Ambulanz. Du solltest Dir dort wirklich noch einmal hilfe holen.

Alles was ich Dir noch sagen kann, ist das Dir evtl. eine kognitive Verhaltenstherapie in Verbindung mit Antidepressiva weiterhelfen könnte. Vielleicht wäre eine Tagesklinik auch noch was für Dich. Aber ich bin kein Arzt!

Ich kannte auch ein Mädchen, dem es so ähnlich ging, auch das mit dem von Dir beschriebenen Gedanken, klingt nach einer Depression. Vielleicht hast Du aber genauso etwas ja schon hinter Dir?!

Meine Frage ist, in welcher Hinsicht arbeitest Du an Dir an Dir selbst? Nenn mal ein paar Beispiele, bitte.

Warum bist Du eigentlich auf keinen meiner vorherigen Ratschläge eingegangen? Ist Yoga oder Meditation nichts für Dich? Ich meine das wäre okay, frag nur so.

Auf jeden Fall brauchst Du Hilfe!!! Bitte lass Dir helfen, denn Selbstmord ist keine Lösung! Damit löst man nichts, man verursacht nur Leid, das leiden schafft. Haben Dir denn Deine Eltern etwas angetan? Wie behandeln sie Dich denn?

Ich weiß nicht welche Ratschläge ich Dir noch geben könnte....???

Liebe Grüße

ANGIE SUN

Erstmal...
danke dass du mir überhaupt helfen willst, ist ziemlich umständlich mit mir.

Das mit der Pro Contra liste werde ich sicherlich umsetzen und ich hoffe, dass wir von der Schule aus noch so eine Art Berufsberatung machen, um herauszufinden, welche Berufe durch welche Studien überhaupt ermöglicht werden.
Vielen Dank!

Die Sache ist die...ich hab das alels schon mal durchgemacht.
Damals war ich so weit, dass ich nur noch 35kg wog, wenn überhaupt, ich ritzte mich fast jeden Tag, in der Schule musste ich die STunden verlassen, weil ich weinen musste (okay, lag auch an der extremen Mobbingsituation damals).


Als es dann schon so schlimm war (das war im Mai 2010) , entschloss mein Freund mit mir in eine Klinik zu fahren.

Jedenfalls...dort bekam ich einen Psychiater zugewiesen, den ich sehr mochte. Endlich interessierte man sich für meine Probleme.
Er war sehr freundlich, schrieb auf was ich mir wünschte etc. Seine Diagnose waren mittelschwere Depressionen, darausfolgende Essstörung und Selbstverletzendes Verhalten, Suizidgedanken.
Eine Aussage von mir war : "Am liebsten würde ich für ein paar Wochen, Monate in eine Psychiatrie, damit ich den Alltag nicht mehr ertragen muss, ich halt's nicht aus!":

Natürlich musste er mit meinen Eltern reden. Ich bat ihn, dass er das mit dem Essen nicht sagt, weil ich ohnehin wusste wie arg meine Eltern reagieren würden, wenn sie von meinem wirklichen Problem erfahren.

Ja...sie waren dort...ein Tag später kam ich von der Schule heim, der Tag war wieder schrecklich.
Ich lag in meinem Zimmer und weinte ganz bitterlich.
Aber meine Eltern kamen nur rein und haben mich angefahren was mit mir los ist, warum ich mich nicht zusammenreisse, was denn los ist, dass eine Psychiatrie nicht in Frage kommt (es seien dort die ärgsten Gestalten, das wollen sie alles nicht etc etc etc!) . Papa schrie mich an, Mama schrie mich an.
Ich lag da und weinte und schrie,...ich dachte ich würde wirklich sterben an dem seelischen Schmerz.

Ja...dann kam es zu schlimmen KOnflikten , Mama : "Dir kann man echt nicht vertrauen, dich kann ich ja niemals mehr mit deiner kleinen Schwester allein zu Haus lassen in dem Zustand, super!!!!" . Daraufhin lief ich von zuhaus weg. Ich lief wahllos die Straße herum, und wollte nur eins: mich umbringen, egal wie. Abhängig machte ich es davon, ob mein Freund nun am Telefon abhebt oder nicht.
Er hat abgehoben.
Beruhigte mich, fuhr zu mir, ich war bereits auf einer Brücke gewesen, habe mich seinen Anweisungen nach aber auf eine Bank gesetzt und dort auf ihn gewartet.
Ja..ohne ihn, wär ich nicht mehr hier.

Vielleucht verstehst du es....Ich KANN mit meinen Eltern NICHT über sowas reden.
In den Sommerferien 2011 hatte ich einen starken Rückfall (habe kurz davor Antidepressiva abgesetzt, es war deutlich zu früh)...ich hoffte bei meiner Mama Hilfe zu finden, aber nein.

Ich schrieb ihr eine E-Mail , um zu erklären, dass es mir wieder nicht gut geht und so weiter...und dass ich sie in voller Liebe bitte, mir erstmals zu antworten (schriflich), da ich wirklich nicht darüber reden will und kann.
Was passierte darauf wieder?
Sie kam in mein Zimmer, schrie mich an.
SIE fing an zu weinen, dass SIE so arm wäre, dass SIE eine schlechte Mama sei, dass SIE kein krankes Kind haben will, dass ich doch ZUFRIEDEN und GLÜCKLICH sein müsste mit allem.

Es ist so viel passiert, dass ich das Vertrauen in dieser Hinsicht...VÖLLIG verloren habe.

Ich weiß ja nicht mal, wie ich mir hilfe suchen soll...wie, wenn meine Eltern nicht hinter mir stehen?
Wie, wenn sienicht begreifen dass ich mich allein fühle?
Wie....sie müssen die Therapien ja dann bezahlen.

Und genau deshalb, weil ich nicht will, dass meine Eltern WIEDER so auszucken und mir einreden, dass es mir doch eh gut geht und alles nur ansichtssache ist (mama redet dann stundenlang von buddhistischen weisheiten und redet auf mich ein...) ......spiel ich lieber, es wär eh alles okay, als es zu zeigen. Und genau deshalb, weil mamaimmer nur von Buddhismus, Meditation etc redet hab ich es satt davon zu hören.

bitte entschuldige für den langen TExt.
Ich kann wirklich verstehen, wenn dir das zu viel ist...nicht nur von der Länge.

Trotzdem danke ich dir von ganzem herzen!

Alles Liebe,
saraju1

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C
clare_12325653
12.01.12 um 11:55
In Antwort auf clare_12325653

Erstmal...
danke dass du mir überhaupt helfen willst, ist ziemlich umständlich mit mir.

Das mit der Pro Contra liste werde ich sicherlich umsetzen und ich hoffe, dass wir von der Schule aus noch so eine Art Berufsberatung machen, um herauszufinden, welche Berufe durch welche Studien überhaupt ermöglicht werden.
Vielen Dank!

Die Sache ist die...ich hab das alels schon mal durchgemacht.
Damals war ich so weit, dass ich nur noch 35kg wog, wenn überhaupt, ich ritzte mich fast jeden Tag, in der Schule musste ich die STunden verlassen, weil ich weinen musste (okay, lag auch an der extremen Mobbingsituation damals).


Als es dann schon so schlimm war (das war im Mai 2010) , entschloss mein Freund mit mir in eine Klinik zu fahren.

Jedenfalls...dort bekam ich einen Psychiater zugewiesen, den ich sehr mochte. Endlich interessierte man sich für meine Probleme.
Er war sehr freundlich, schrieb auf was ich mir wünschte etc. Seine Diagnose waren mittelschwere Depressionen, darausfolgende Essstörung und Selbstverletzendes Verhalten, Suizidgedanken.
Eine Aussage von mir war : "Am liebsten würde ich für ein paar Wochen, Monate in eine Psychiatrie, damit ich den Alltag nicht mehr ertragen muss, ich halt's nicht aus!":

Natürlich musste er mit meinen Eltern reden. Ich bat ihn, dass er das mit dem Essen nicht sagt, weil ich ohnehin wusste wie arg meine Eltern reagieren würden, wenn sie von meinem wirklichen Problem erfahren.

Ja...sie waren dort...ein Tag später kam ich von der Schule heim, der Tag war wieder schrecklich.
Ich lag in meinem Zimmer und weinte ganz bitterlich.
Aber meine Eltern kamen nur rein und haben mich angefahren was mit mir los ist, warum ich mich nicht zusammenreisse, was denn los ist, dass eine Psychiatrie nicht in Frage kommt (es seien dort die ärgsten Gestalten, das wollen sie alles nicht etc etc etc!) . Papa schrie mich an, Mama schrie mich an.
Ich lag da und weinte und schrie,...ich dachte ich würde wirklich sterben an dem seelischen Schmerz.

Ja...dann kam es zu schlimmen KOnflikten , Mama : "Dir kann man echt nicht vertrauen, dich kann ich ja niemals mehr mit deiner kleinen Schwester allein zu Haus lassen in dem Zustand, super!!!!" . Daraufhin lief ich von zuhaus weg. Ich lief wahllos die Straße herum, und wollte nur eins: mich umbringen, egal wie. Abhängig machte ich es davon, ob mein Freund nun am Telefon abhebt oder nicht.
Er hat abgehoben.
Beruhigte mich, fuhr zu mir, ich war bereits auf einer Brücke gewesen, habe mich seinen Anweisungen nach aber auf eine Bank gesetzt und dort auf ihn gewartet.
Ja..ohne ihn, wär ich nicht mehr hier.

Vielleucht verstehst du es....Ich KANN mit meinen Eltern NICHT über sowas reden.
In den Sommerferien 2011 hatte ich einen starken Rückfall (habe kurz davor Antidepressiva abgesetzt, es war deutlich zu früh)...ich hoffte bei meiner Mama Hilfe zu finden, aber nein.

Ich schrieb ihr eine E-Mail , um zu erklären, dass es mir wieder nicht gut geht und so weiter...und dass ich sie in voller Liebe bitte, mir erstmals zu antworten (schriflich), da ich wirklich nicht darüber reden will und kann.
Was passierte darauf wieder?
Sie kam in mein Zimmer, schrie mich an.
SIE fing an zu weinen, dass SIE so arm wäre, dass SIE eine schlechte Mama sei, dass SIE kein krankes Kind haben will, dass ich doch ZUFRIEDEN und GLÜCKLICH sein müsste mit allem.

Es ist so viel passiert, dass ich das Vertrauen in dieser Hinsicht...VÖLLIG verloren habe.

Ich weiß ja nicht mal, wie ich mir hilfe suchen soll...wie, wenn meine Eltern nicht hinter mir stehen?
Wie, wenn sienicht begreifen dass ich mich allein fühle?
Wie....sie müssen die Therapien ja dann bezahlen.

Und genau deshalb, weil ich nicht will, dass meine Eltern WIEDER so auszucken und mir einreden, dass es mir doch eh gut geht und alles nur ansichtssache ist (mama redet dann stundenlang von buddhistischen weisheiten und redet auf mich ein...) ......spiel ich lieber, es wär eh alles okay, als es zu zeigen. Und genau deshalb, weil mamaimmer nur von Buddhismus, Meditation etc redet hab ich es satt davon zu hören.

bitte entschuldige für den langen TExt.
Ich kann wirklich verstehen, wenn dir das zu viel ist...nicht nur von der Länge.

Trotzdem danke ich dir von ganzem herzen!

Alles Liebe,
saraju1

Hinzufügend :
Meine Eltern wollten von mir, dass ich denkn KOntakt zum Psychiater beende, weil er mir nicht gut täte.
Zuerst dachte ich ich soll ihnen vertrauen, weil es meien Eltern sind. Aber schon nach ein paar Monaten und bis heute merke ich, dass das nicht MEINE Entscheidung gewesen wäre, weil ich gut mit ihm reden konnte undmich verstanden fühlte.
Eltern sind der Meinung, dass Psychiater einem Krankheiten extra einreden wollen, nur darauf aus sind einen in die Psychiatrie zu schicken....

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M
mata_12900056
13.01.12 um 10:05


tja meine verlobte wählte im herbst 2011 den einfachen weg....
sie hat mich nach 7 jahren verlassen und mir somit auch noch den letzten mut geraubt...
alles was ich brauchte war sie an meiner seite um mehr wenigstens ein bisschen mut zugeben....
tja.... jetzt bin ich single und es geht mir zunehmend schlechter

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clare_12325653
13.01.12 um 21:35
In Antwort auf mata_12900056


tja meine verlobte wählte im herbst 2011 den einfachen weg....
sie hat mich nach 7 jahren verlassen und mir somit auch noch den letzten mut geraubt...
alles was ich brauchte war sie an meiner seite um mehr wenigstens ein bisschen mut zugeben....
tja.... jetzt bin ich single und es geht mir zunehmend schlechter


Das tut mir sehr leid!

Vielleicht kannst du ja in Gruppen (für ein bestimmtes Hobby z.B) beitreten...da lernst du neue Menschen kennen und mit denen kannst du dann sicher auch über deine Probleme reden...ich denk, dass dir das gut tun würde.
Einfach darüber zu reden.
Das ist bei einer Trennung wichtig..

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V
vonda_11884194
14.01.12 um 21:00
In Antwort auf clare_12325653

Erstmal...
danke dass du mir überhaupt helfen willst, ist ziemlich umständlich mit mir.

Das mit der Pro Contra liste werde ich sicherlich umsetzen und ich hoffe, dass wir von der Schule aus noch so eine Art Berufsberatung machen, um herauszufinden, welche Berufe durch welche Studien überhaupt ermöglicht werden.
Vielen Dank!

Die Sache ist die...ich hab das alels schon mal durchgemacht.
Damals war ich so weit, dass ich nur noch 35kg wog, wenn überhaupt, ich ritzte mich fast jeden Tag, in der Schule musste ich die STunden verlassen, weil ich weinen musste (okay, lag auch an der extremen Mobbingsituation damals).


Als es dann schon so schlimm war (das war im Mai 2010) , entschloss mein Freund mit mir in eine Klinik zu fahren.

Jedenfalls...dort bekam ich einen Psychiater zugewiesen, den ich sehr mochte. Endlich interessierte man sich für meine Probleme.
Er war sehr freundlich, schrieb auf was ich mir wünschte etc. Seine Diagnose waren mittelschwere Depressionen, darausfolgende Essstörung und Selbstverletzendes Verhalten, Suizidgedanken.
Eine Aussage von mir war : "Am liebsten würde ich für ein paar Wochen, Monate in eine Psychiatrie, damit ich den Alltag nicht mehr ertragen muss, ich halt's nicht aus!":

Natürlich musste er mit meinen Eltern reden. Ich bat ihn, dass er das mit dem Essen nicht sagt, weil ich ohnehin wusste wie arg meine Eltern reagieren würden, wenn sie von meinem wirklichen Problem erfahren.

Ja...sie waren dort...ein Tag später kam ich von der Schule heim, der Tag war wieder schrecklich.
Ich lag in meinem Zimmer und weinte ganz bitterlich.
Aber meine Eltern kamen nur rein und haben mich angefahren was mit mir los ist, warum ich mich nicht zusammenreisse, was denn los ist, dass eine Psychiatrie nicht in Frage kommt (es seien dort die ärgsten Gestalten, das wollen sie alles nicht etc etc etc!) . Papa schrie mich an, Mama schrie mich an.
Ich lag da und weinte und schrie,...ich dachte ich würde wirklich sterben an dem seelischen Schmerz.

Ja...dann kam es zu schlimmen KOnflikten , Mama : "Dir kann man echt nicht vertrauen, dich kann ich ja niemals mehr mit deiner kleinen Schwester allein zu Haus lassen in dem Zustand, super!!!!" . Daraufhin lief ich von zuhaus weg. Ich lief wahllos die Straße herum, und wollte nur eins: mich umbringen, egal wie. Abhängig machte ich es davon, ob mein Freund nun am Telefon abhebt oder nicht.
Er hat abgehoben.
Beruhigte mich, fuhr zu mir, ich war bereits auf einer Brücke gewesen, habe mich seinen Anweisungen nach aber auf eine Bank gesetzt und dort auf ihn gewartet.
Ja..ohne ihn, wär ich nicht mehr hier.

Vielleucht verstehst du es....Ich KANN mit meinen Eltern NICHT über sowas reden.
In den Sommerferien 2011 hatte ich einen starken Rückfall (habe kurz davor Antidepressiva abgesetzt, es war deutlich zu früh)...ich hoffte bei meiner Mama Hilfe zu finden, aber nein.

Ich schrieb ihr eine E-Mail , um zu erklären, dass es mir wieder nicht gut geht und so weiter...und dass ich sie in voller Liebe bitte, mir erstmals zu antworten (schriflich), da ich wirklich nicht darüber reden will und kann.
Was passierte darauf wieder?
Sie kam in mein Zimmer, schrie mich an.
SIE fing an zu weinen, dass SIE so arm wäre, dass SIE eine schlechte Mama sei, dass SIE kein krankes Kind haben will, dass ich doch ZUFRIEDEN und GLÜCKLICH sein müsste mit allem.

Es ist so viel passiert, dass ich das Vertrauen in dieser Hinsicht...VÖLLIG verloren habe.

Ich weiß ja nicht mal, wie ich mir hilfe suchen soll...wie, wenn meine Eltern nicht hinter mir stehen?
Wie, wenn sienicht begreifen dass ich mich allein fühle?
Wie....sie müssen die Therapien ja dann bezahlen.

Und genau deshalb, weil ich nicht will, dass meine Eltern WIEDER so auszucken und mir einreden, dass es mir doch eh gut geht und alles nur ansichtssache ist (mama redet dann stundenlang von buddhistischen weisheiten und redet auf mich ein...) ......spiel ich lieber, es wär eh alles okay, als es zu zeigen. Und genau deshalb, weil mamaimmer nur von Buddhismus, Meditation etc redet hab ich es satt davon zu hören.

bitte entschuldige für den langen TExt.
Ich kann wirklich verstehen, wenn dir das zu viel ist...nicht nur von der Länge.

Trotzdem danke ich dir von ganzem herzen!

Alles Liebe,
saraju1

Huhu Saraju1,
ein kurzer Tipp: Du hast doch eine eigene Versicherungskarte von Deiner zuständigen Krankenkasse, auch wenn Du noch über Deine Eltern versichert bist, oder? Du könntest ja auch mal bei Deiner zuständigen Krankenkasse anrufen und erstmal erkundigungen einholen, wie das in Deinem Fall aussieht, dass Du schon mal eine Therapie gemacht hast, Du aber weitere Betreuung brauchst und wie das mit der Finanzierung aussieht. Oder Du fragst mal Deinen Haussarzt.

Du hast doch ein Recht auf medizinische Versorgung! Rede mal mit Deinem Haussarzt, über Deine Situation zu Hause, Deine Depressionen und frag mal nach wie es aussieht mit einer finanzierung einer Therapie, wer da für aufkommt oder was das kostet. Wenn es irgendwie klappt, könntest Du auch ne ambulante Therapie machen, dann erzählst Du Deinen Eltern Du gehst zu Deinem Freund.

Das Du mit Deinen Eltern darüber wolltest, finde ich gut. Es war auch eine gute Idee von Dir das schriftlich zu tun. Die Reaktion Deiner Eltern war/ist nicht sehr förderlich für eine Verbesserung Deiner Situation. Ich weiß das Du das jetzt vielleicht nicht gerne hörst, aber folgendes: Es erscheint mir so, das Du und Deine Mutter aneinander vorbeiredet. Auf der einen Seite willst Du Verständnis und Liebe/Hilfe und auf der anderen Seite ist Deine Mutter die das auch will, aber jeder ist auf sich bezogen. Mmhh...

Warum fragst Du Deine Mutter nicht einmal, ob Ihr zusammen zum Yoga gehen wollt? Das ist ein erster Schritt aufeinander zuzugehen. Auch wenn Du das jetzt ablehnst. Aber auf der einen Seite lehnst Du die "Lebensweise" oder "Interessen" (Buddhismus) Deiner Mutter ab und auf der anderen lehnt Deine Mutter/Vater Deinen Wunsch nach der Psychatrie ab. Verstehst Du was ich meine? Da ist redet der eine und der andere gegen eine Wand. Ihr habt da alle samt irgendwie auf Stur geschaltet.

Ich glaube, das Deine Eltern Dir nicht helfen wollen, sondern folgendes: Deine Eltern haben Dich lieb, aber sehen das Sie Dir nicht helfen können und wenn das Kind in die Psychatrie soll, dann nehmen die Eltern das als Angriff auf Ihre Erziehungsmethoden, so nach dem Motto: Ich bin`ne gute Mutter und jetzt soll mein Kind in eine Psychatrie, zu kranken Individuen?"

Deine Mutter/Vater nehmens das als eine Art Beleidigung war und blocken das ab. Und Du blockst auch ab, weil Du Dich unverstanden fühlst.

Ich verstehe schon wenn Du mit Deinen Eltern nicht mehr reden willst.

Worüber ich mich für Dich freue, ist das Du einen lieben Freund hast, der Dir helfen will und der Dich liebt.

Du könntest, wenn es gar nicht mehr anders geht zu Hause, auch mal zum Jugendamt gehen und dort Deinen Fall schildern. Oder Du gehst mal zum Vertrauenslehrer. Es gibt auch sogenannte "Seelsorger" Hotlines.

Geh mal auf: www.bewellnow.de

Da geht es um das Thema Depressionen, schau Dir mal die Videos an.

Was den Budhismus anbelangt, auch wenn Du es nicht hören willst, aber nur eines: In dieser Philosophie geht darum seinen Verstand in gewisse Richtungen zu lenken. Das beinhaltet auch eine kognitive Verhaltenstherapie. Verstehst Du da gibt es Paralelen. Und das ist gar nicht so übel, lies es Dir doch mal durch oder informier Dich über Meditation. Hinterher kannst Du immer noch sagen, das ist nicht Dein Fall.

Geh mal zu Deiner Mutter und frage Sie ob Ihr zusammen zur Meditation gehen wollt. Dann machst Du einen ersten Schritt auf Sie zu. Wenn sie das nicht will, brauchst Du Dir keinen Vorwurf machen, denn Du bist auf Sie zugegangen!

Wenn es nicht anders geht, dann versuche bis zu Deinem Studienbeginn durchzuhalten und dann kannst Du von zu Hause weg, bzw. Du gehst in eine andere Stadt und kommst weg. Würde Dein Freund denn mitkommen? Oder wohnst Du bereits in einer Großstadt? Wenn ja, dann gehst Du in ein Studentenwonheim oder so. Informier Dich jetzt schon mal wie teuer eine eigene 1,5-2 Zimmer Wohnung in Deiner Gegend ist bzw. ein Studentenwohnheim, dann wägst Du ab, was besser ist. Informier Dich schon mal über den Bafög usw. bzw. rechne mal so durch was Du so im Monat brauchst zum leben. Es gibt auch Sach- und Fachliteratur zum Thema Haushaltsbuch etc.

Wie gesagt, halte durch bis zum Studienbeginn und wenn Du dann studierst, dann nutzte es Chance um von zu Hause wegzukommen!

Alles liebe... und gute Besserung!!!

Angie Sun

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