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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Wenn das Leben einem den letzten Halt nimmt: Experten zu Hilfe ziehen?

Letzte Nachricht: 26. Oktober 2011 um 17:17
A
afia_12318061
26.10.11 um 10:34

Guten Morgen ihr Lieben...

Vorab möchte ich mich für die Länge des Textes entschuldigen und mich für euer Interesse an meinen Problemen bedanken.

Ich bin verzweifelt und weiß nicht, wie es jetzt weitergehen soll. In der Schule schloss ich mich immer selbst aus, weil mir das ganze kindische Getue tierisch auf den Geist ging.

Mein Vater ist computerabhängig - natürlich ohne es einzusehen - und schlägt mich manchmal, weil er seine Aggressionen nicht im Griff hat und ein schlechter Diskussionspartner ist. Wenn ihm die Argumente ausgehen und ich nicht nachgebe schlägt er.

Desweiteren hat mein Freund vor etwa zwei Monaten Schluss gemacht und er war wirklich mit das Letzte, was mir blieb. Es war nicht einfach nur eine Verliebtheit. Ich machte ihn zu allem was ich hatte. Nun möchte er garnichts mehr von mir wissen (autsch).

Ansonsten habe ich jetzt noch einen Freund, der aber tolle 700km weit weg wohnt. Früher telefonierten wir spätestens jeden zweiten Tag. Jetzt ist er aber im Abiturjahr und hat wirklich kaum noch Zeit...

Ich habe von der Trennung noch immer das Gefühl, dass mir jemand die Brust zerquetscht. Mir fällt das Atmen schwer. Ich sitze jeden Abend zuhause und weine.

Desöfteren führe ich Selbstgespräche. Weil niemand da ist. Inzwischen gibt es "sie" und "mich". Sie ist immer die starke von uns beiden. Sagt mir, dass er mich eh nur verarscht hat. Dass mein Vater ein Arsch ist und ich mir das nicht zu Herzen nehmen darf. Dass die Schule auch irgendwann endet und man die Lästermäuler dann los ist.
Ich bin der schwache Teil von uns. Ich wünsche mir Aufmerksamkeit und meinen Ex zurück.
Sie hilft mir. Immer. Aber ich höre ihre Gedanken trotzdem wenn wir uns bei den Gleisen aufhalten. Das ist der Teil, den sie versucht vor mir zu verstecken. Sie fragt sich, ob es wohl weh täte und ob der Schmerz der uns so plagt dann endlich verschwindet.

Nunja. Da ist ja noch mein bester Freund. Ich bin emotional sehr stark mit ihm verbunden, weil wir stets Sorgen und Leid miteinander teilten. Es ist nicht nur eine Freundschaft. Nein. Er ist mein letzter Sinn im Leben. Ich möchte ihm helfen, weil er zu gut für diese Welt ist.
Doch ich habe das Gefühl ihn zu verlieren. Er ist so selten da, obwohl ich weiß, dass er noch immer eine Menge Probleme hat. Ich kann ihm nicht helfen. Er entgleitet mir. Entfernt sich. Ich bin traurig. Und jetzt auch allein.

Was gibt euch Sinn? Was bringt euch dazu, jeden Morgen aufzustehen? Bin ich krank? Sollte ich zum Psychologen?

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I
iris_12527557
26.10.11 um 10:48

Wie alt bist du denn?
es gibt die Nummer gegen Kummer oder das Jugendsorgentelefon. Es gibt den Kinderschutzbund und es gibt Beratungsstellen von Diakonie , Caritas, auch Stadtverwaltungen und Landratsämter haben so etwas.Du brauchst dringend Hilfe. Es hört sich nach einer Depression an und fehlendem Lebensinn. Du hast keine einfache Situation, aber sie kann sich durchaus wieder ändern.
Gruß Melike

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A
afia_12318061
26.10.11 um 10:57
In Antwort auf iris_12527557

Wie alt bist du denn?
es gibt die Nummer gegen Kummer oder das Jugendsorgentelefon. Es gibt den Kinderschutzbund und es gibt Beratungsstellen von Diakonie , Caritas, auch Stadtverwaltungen und Landratsämter haben so etwas.Du brauchst dringend Hilfe. Es hört sich nach einer Depression an und fehlendem Lebensinn. Du hast keine einfache Situation, aber sie kann sich durchaus wieder ändern.
Gruß Melike

.
Ich bin fast 16..
Jetzt denkst du vielleicht, dass ich noch so viel vor mir habe und noch so jung bin, aber die Probleme werden immer die gleichen bleiben. Ich sehe es bei meinen Eltern, bei anderen Erwachsenen. Den geht es auch nicht anders. Die haben die selben Sorgen und Probleme wie Jugendliche.

Klar, es gibt die ganzen Möglichkeiten in der Theorie. Aber hier nicht. Wo soll man denn hin? Ich bezweifle, dass die mir wirklich helfen können. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, an wen ich mich wenden könnte ohne dass meine Eltern das mitbekommen würden oder das Unmengen kostet...

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I
iris_12527557
26.10.11 um 17:17
In Antwort auf afia_12318061

.
Ich bin fast 16..
Jetzt denkst du vielleicht, dass ich noch so viel vor mir habe und noch so jung bin, aber die Probleme werden immer die gleichen bleiben. Ich sehe es bei meinen Eltern, bei anderen Erwachsenen. Den geht es auch nicht anders. Die haben die selben Sorgen und Probleme wie Jugendliche.

Klar, es gibt die ganzen Möglichkeiten in der Theorie. Aber hier nicht. Wo soll man denn hin? Ich bezweifle, dass die mir wirklich helfen können. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, an wen ich mich wenden könnte ohne dass meine Eltern das mitbekommen würden oder das Unmengen kostet...

Ich kann deine Verzweiflung sehr gut verstehen,
weil ich einige junge Leute auf nicht ganz einfachen Wegen begleite. Das was ich dir empfohlen habe kostet dich nichts.
Du solltest den Mut haben, etwas zu unternehmen., Und wenn du nichts unternimmst, dann hast du vollkommen recht, dann kann es wirklich doof weitergehen. Aber du erkennst vieles. Bist auf der einen Seite noch halb in den Kinderschuhen und wünscht dir so sehr die Liebe und das Verständnis der Eltern und auf der anderen Seite bist du reif, denkst über vieles nach. WEnn du es wirklich möchtest , kann sich ganz viel ändern. DU MUSST ES WOLLEN .
Gruß melike

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