Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Psychologie / Wenige Worte - große Wirkung

Wenige Worte - große Wirkung

20. Juli 2010 um 18:27 Letzte Antwort: 21. Juli 2010 um 23:56

Hallo!
Ich finde es echt traurig, zu sehen, wie viele an Dingen wie Angsstörungen und Depressionen leiden (ich übrigens auch unter Erstem). Falls euch etwas im Leben geholfen habt, dann schreibt es doch bitte. Vielleicht hilft es ja jemandem! Danke im Voraus!!!

Mehr lesen

21. Juli 2010 um 10:15

Stell dich deinen ängsten. und zwar schritt für schritt
hallo

ich habe nicht ganz verstanden, was du meinst. aber ich denke, du möchtest wissen, wie man solche schwierigkeiten wie angststörung und depressionen überwinden könnte. ich denke, peu a peu. d.h. beispiel: sagen wir mal, du hast höllenangst vor spinnen. dann guckst du dir mal ein bild von spinnen an. hältst es aus, wie lange es nur geht. und belohnst dich danach selbst dafür, dass du die angst durchstanden hast! die belohnung ist sehr sehr wichtig! beim nächsten mal, wieder bild. wieder bild angucken, solange, wie es geht. wenn du dich irgendwann an das bild gewöhnt hast, dann kommt als nächstes eine spielzeugspinne. dich langsam an die spielzeugspinne wagen, sie irgendwann anfassen, und in der hand haben. dann: in den zoo. und ganz bewusst in die abteilung der insekten. dich vor das glas stellen, in der die spinne ist, und irgendwann so nah ran gehen, wie möglich, das glas berühren. und zwar an der stelle, an der die spinne am nahesten ist. als nächstes: spinne im haus entfernen! wichtig: spinnen in europa sind absolut ungefährlich! es kann also nichts passieren. und weiter: es ist sehr wichtig, dass du dir nach jedem schritt, an dem du dich an das, was dir angst macht, etwas mehr gewöhnt hast, dich dafür belohnst, dass du es gewagt hast, dich an das angst-objekt zu wagen. die belohnung ist superwichtig!!!! und warte, bis du dich wieder beruhigt hast, bevor du dich ein klein wenig näher an das wagst, was dir angst bereitet. und: es ist auch superwichtig, dass du dir selbst ins gedächtnis rufst, dass dir nichts passiert ist. dass du dir bewusst machst, dass dein annähern an das objekt der angst, dir keinen schaden zugefügt hat.

ich würde dir an dieser stelle verhaltenstherapie empfehlen. ansonsten vielleicht die einzelnen schritte mit einem freund/einer freundin durchführen, die einen motiviert. sie /er soll dich nur motivieren, dich dafür loben, dass du es geschafft hast, dich deiner angst zu stellen. sie/er sollte dich also nicht bedrängen. das ist absolut kontraproduktiv.

viel spaß. stell dir deiner angst. und: habe mut, zu gewinnen! wer wagt, der gewinnt!

Gefällt mir
21. Juli 2010 um 14:26

Meine Genesungsgeschichte
Hallo

Ich selbst lit etwa 6 Jahre an starken Depressionen, Selbstverletzung und sehr starken Esstörungen. Die Depressionen sind sozusagen ganz weg, ab und zu kleine Rückfälle, aber damit kann ich sehr gut umgehen. Überwunden habe ich sie schlussendlich weder durch Antidepressiva noch durch Psychotherapie, jedoch hat letzteres evtl. einen kleinen Beitrag dazu beigetragen, dass ich durch die schwierigste Zeit kam. Antidepressiva hatten bei mir eher die gegensätzliche Wirkung. Meistens fühlte ich mich so, als ob ich jemanden sein müsste, den ich garnicht bin. Ich hatte das Gefühl, ich, meine Seele, meine Gefühle wären von einer grosse, rauchigen Blase umschlossen. Gegen aussen war ich glücklich, aber ich spürte, dass es mir eigentlich immernoch schlecht ging, dass diese Gefühle einfach tier in mir innen eingeschlossen sind und nicht raus können, was schlussendlich viel schlimmer war. Ich wollte meine Gefühle lieber auslassen, weinen, schreien, um sie so zu verarbeiten.

Schlussendlich habe ich meine Depresionen überwunden, weil ich (ich weiss, das tönt jetzt vielleicht blöd) mehr zu mir selbst gefunden habe. Ich weiss nun wo ich hingehöre, was ich möchte, was meine Ziele sind. Ich denke, dass jeder Mensch die Afgabe hat, in seinem Leben zu sich selbst zu finden, den inneren Ausgleich zu schaffen, und dass es einem dann auch gut geht.

Die Esstörungen sind nicht völlig verschwunden, ich habe sie imemrnoch, aber ich kann damit umgehen und sie nehmen nicht mehr mein ganzes Leben ein. Ich habe damals vieles versucht, um sie zu überwinden. Als ich die Hoffnung sozusagen schon aufgegeben hatte, dachte ich, na gut, probiere ich hald noch die Hypnose, schaden kanne s ja nicht.
Damals war ich total am Ende, mein Tag war beherrscht von der Essstörung. Ich dachte 24h am Tag daran, und das ist NICHT übertrieben.
Ich ging zu dem Hypnosearzt (der übrigens auch Allgemeinmediziner und Leiter einer Gemeinschaftsarztpraxis war, also keinerlei ein Guru mit Räucherstäbchen oder so), hatte eine Stunde diese Hypnosetherapie (wobei man eher in Trance ist als in Hypnose, ich bekam alles ganz bewusst mit) und ich mag mich noch ganz genau erinnern, als ich die Praxis verlies und im Lift nach unten fuhr, überkam mich ein Gefühl, das so unbeschreiblich schön war, ein Gefühl von Freiheit und Glück. Ich dachte

Gefällt mir
21. Juli 2010 um 14:54
In Antwort auf lilo_12080096

Stell dich deinen ängsten. und zwar schritt für schritt
hallo

ich habe nicht ganz verstanden, was du meinst. aber ich denke, du möchtest wissen, wie man solche schwierigkeiten wie angststörung und depressionen überwinden könnte. ich denke, peu a peu. d.h. beispiel: sagen wir mal, du hast höllenangst vor spinnen. dann guckst du dir mal ein bild von spinnen an. hältst es aus, wie lange es nur geht. und belohnst dich danach selbst dafür, dass du die angst durchstanden hast! die belohnung ist sehr sehr wichtig! beim nächsten mal, wieder bild. wieder bild angucken, solange, wie es geht. wenn du dich irgendwann an das bild gewöhnt hast, dann kommt als nächstes eine spielzeugspinne. dich langsam an die spielzeugspinne wagen, sie irgendwann anfassen, und in der hand haben. dann: in den zoo. und ganz bewusst in die abteilung der insekten. dich vor das glas stellen, in der die spinne ist, und irgendwann so nah ran gehen, wie möglich, das glas berühren. und zwar an der stelle, an der die spinne am nahesten ist. als nächstes: spinne im haus entfernen! wichtig: spinnen in europa sind absolut ungefährlich! es kann also nichts passieren. und weiter: es ist sehr wichtig, dass du dir nach jedem schritt, an dem du dich an das, was dir angst macht, etwas mehr gewöhnt hast, dich dafür belohnst, dass du es gewagt hast, dich an das angst-objekt zu wagen. die belohnung ist superwichtig!!!! und warte, bis du dich wieder beruhigt hast, bevor du dich ein klein wenig näher an das wagst, was dir angst bereitet. und: es ist auch superwichtig, dass du dir selbst ins gedächtnis rufst, dass dir nichts passiert ist. dass du dir bewusst machst, dass dein annähern an das objekt der angst, dir keinen schaden zugefügt hat.

ich würde dir an dieser stelle verhaltenstherapie empfehlen. ansonsten vielleicht die einzelnen schritte mit einem freund/einer freundin durchführen, die einen motiviert. sie /er soll dich nur motivieren, dich dafür loben, dass du es geschafft hast, dich deiner angst zu stellen. sie/er sollte dich also nicht bedrängen. das ist absolut kontraproduktiv.

viel spaß. stell dir deiner angst. und: habe mut, zu gewinnen! wer wagt, der gewinnt!

Spinnen?
Das was du meinst nennt sich Phobi - hat zwar was mit angst zu tun, aber bei den meinsten Angststörungen, die für Menschen zum Problem werden geh einmal es um gegenstandslose Ängste - die meisten wissen noch nicht einmal, dass sie im permanennten Gefühl von Angst gefangen sind und erleben nur die Körperlichen Symptome bzw permanennten psychischen Druck, ohne zu wissen woher es kommt- da ist das leider nicht ganz so einfach wie mit deiner Anleitung

Gefällt mir
21. Juli 2010 um 15:02
In Antwort auf dalal_12706172

Spinnen?
Das was du meinst nennt sich Phobi - hat zwar was mit angst zu tun, aber bei den meinsten Angststörungen, die für Menschen zum Problem werden geh einmal es um gegenstandslose Ängste - die meisten wissen noch nicht einmal, dass sie im permanennten Gefühl von Angst gefangen sind und erleben nur die Körperlichen Symptome bzw permanennten psychischen Druck, ohne zu wissen woher es kommt- da ist das leider nicht ganz so einfach wie mit deiner Anleitung

Stimmt
Meine Ärzte sagten mir auch, dass ich unter einer Angststörung leide, was ich für totalen Quatsch hielt. Ich hatte keine Angst, jedenfalls fühlte ich mich nicht so. Aber wie du sagst, ich war permanend unter psychischem Druck. Eines Tages hatte ich ganz unverhofft einen anfall im Auto, ich bekam zu wenig Luft und fingt an zu Hyperventilieren 8das wusste ichzu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht, uich dachte einfach ich könne nciht mehr richtig atmen. Die Ambulanz musste kommen und was war die Diagnose: Angststörung.

Gefällt mir
21. Juli 2010 um 23:56

Danke...
... schonmal für die Antworten, Anregungen und Erfahrungen. Zur Klärung: ich leide unter Panikattacken, aber das ist nicht so wichtig. Ich freue mich natürlich, wenn ich etwas Konkretes dazu lese, aber wenn jemandem geholfen wird, der andere Probleme hat, ist das natürlich genauso gut!
Ich hoffe, es melden sich noch mehr.

Gefällt mir