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Weiß nicht weiter - Streit mit Freundin

8. Mai 2014 um 18:07 Letzte Antwort: 16. Mai 2014 um 19:19

Ich bin total ratlos. Habe mich mit einer langjährigen Freundin verkracht, die mir eigentlich sehr wichtig ist und weiß nicht was tun. Ich weiß nicht ob ich mich entschuldigen soll, oder erst mal nichts tun und Abstand gewinnen. Irgendwie ist es jetzt auch total schwer, die Situation jetzt "kurz" zu beschreiben.
Sie ist einer meiner engsten Freundinnen und wohnt gemeinsam mit einer anderen engen Freundin in einem Ort nicht allzuweit von mir. Ansonsten sind mir hier kaum Freunde geblieben, da ich aufgrund Studium etc. viel nicht zu Hause war und sich die meisten Freunde in alle Winde zertreut haben, so dass man sich aufgrund der Entfernung nur einmal im Jahr oder so sieht. Außerdem kann ich meine richtigen Freunde an einer Hand abzählen. Meine Freundin hat hier, abgesehen von unseren einen gemeinsamen Freundin, mehrere Freundschaften, viele von denen mag ich auch sehr gerne, sind aber mehr Bekanntschaften für mich und sie unternimmt gerne und viel mit uns allen in der Gruppe. Ich bin dort immer gerne gesehen, kann immer dazu kommen, sie ist eine tolle Gastgeberin. Wir haben beide die gleichen Interessen, sind manchmal leicht verrückt und beide sensibel und unterstützen uns beide bezüglich Studium (ich: Zweitstudium, sie: Doktorarbeit) Daher haben wir uns immer toll verstanden. Weniger schön fand ich dass ich immer "dazu" kommen darf, sie selbst spontane Einladungen in der Regel ablehnt. Im Grunde genommen hat mich das nie soo gestört, da ich oft nicht die Zeit hatte irgendwas zu planen. Auch wenn wir uns schon bei ihr verabredet haben, tauchen plötzlich andere auf, weil sie noch lieber in der Gruppe was macht. Eigentlich auch in Ordnung, ich bin ein ebenso geselliger Mensch.
Nun ist es aber so, dass ich mir natürlich auch manchmal wünsche einfach zu "reden". Ihr zu erzählen was mich beschäftigt. Das ist so natürlich nicht möglich. Außerdem hat sie mir zu verstehen gegeben, dass sie das zu arg belastet und das nicht möchte. Ich solle was an meiner Situation verändern damit ich nichts mehr habe worüber es zu jammern gibt und zum Therapeuten gehen. Ich muss dazu sagen, dass ich schon hin und wieder leicht depressiv bin und sie bekommt das natürlich mit. Allerdings erzähle ich ihr ja aus Rücksicht so gut wie gar nichts, sie hatte letztes Jahr selbst einen Schicksalsschlag und ich habe sie seither noch mehr geschont. Das weiß sie auch...aber dann hat sie mir tatsächlich gesagt dass man es mir ja ansieht, dass mein Lachen aufgesetzt wirkt etc. und ich nicht glücklich bin.
Ich bin ziemlich traurig dass ich niemandem zum Reden habe und dann noch Angst haben muss wie ich wirke. Ein großer Teil meines "Unglücks" besteht in dieser Tatsache so hängen gelassen zu werden. Natürlich ist es schwierig sich immer bei einer Freundin auszuheulen, ich verstehe total dass das nervt, daher halte ich mich ja auch zurück. Jeder hat auch noch eigene Probleme. Mein großes Problem ist aber, wofür sie natürlich auch nichts kann, dass ich ziemlich alleine bin. Mit meiner Familie habe ich so gut wie nichts zun tun, da ich keine so schöne Kindheit hatte und die Verhältnisse entsprechend gestört sind. Nochmal hinzu kommt, dass ich wirklich an ziemlich vielem zu Knabbern habe. Ich habe drei chronische Krankheiten, durch sehr starke Migräne bin ich dauernd ans Bett gefesselt und kann nicht wie ich will. Unter anderem hab ich einen unerfüllten Kinderwunsch aufgrund der einen Krankheit sieht es dahingehend ziemlich düster aus (aber man weiß ja nie). Und dann gehen mir auch noch aufgrund der Hormonstörung alle Haare aus. Das dritte ist ein kaputter Rücken seit meiner Kindheit, wodurch ich bei vielem eingeschränkt bin, trotzdem gibt sie mir immer Tipps und Ratschläge und schickt mir Stellenanzeigen die für mich gar nicht machbar sind. Diese Tipps sind gut gemeint, das weiß ich, daher habe ich nie etwas gesagt. Aber sie können so unglaublich nerven und zum Teil auch verletzten wenn die Krankheit oder meine Interessen einfach ignoriert werden, so in der Art ich wolle ja nicht arbeiten oder umziehen oder wie auch immer. Dabei kommt sie auf die tollsten Ideen was denn man denn so alles machen könnte usw..sie hat manchmal eine sehr naive und wenig reflektierende Art. Das letzte Jahr war ganz schlimm für mich, da sich die Migräne chronifiziert hat. Ich weiß auch dass Migräne ziemlich vorurteilsbelastet ist und hab eigentlich trotzdem das Gefühl dass mir schon geglaubt wird, wenn ich ein Treffen deswegen absagen muss. Ich habe viel probiert letztes Jahr, auch Prophylaxemedikament, von denen ich Alpträume bekommen habe und schlimme Gedanken. Trotzdem konnte ich meiner Freundin nichts davon erzählen. Das heisst ich muss fast alles mit mir alleine ausmachen. Die andere, unsere gemeinsame Freundin habe ich mehrfach um ein Gespräch gebeten, da nur sie mir als Option bleibt, sie mir auch nahe steht und nicht allzuweit weg wohnt. Im Teenageralter war sie in der Pschyiatrie und ich war die einzigste die ihr damals geblieben ist. Mit der anderen Freundin habe ich sie praktisch lange Zeit danach verkuppelt. Auf meine Fragen ob wir uns mal treffen kam keine Reaktion..sie habe zuviel um die Ohren, oder sie hat nicht mal zurückgerufen. Bzw. wir treffen uns nach ihrer Ansicht ja immer..nämlich bei gemeinsamen Ausflügen mit Freundin Nr.1, die irgendwie immer schafft Freundin Nr. 2 zu überreden, weil sie so lange nervt bis jeder ein schlechtes Gewissen bekommt wen er absagt. Und sie meint es ja gut. Ich muss dazu sagen, ich bin aber auch ein Mensch der nicht bettelt oder dauernd anruft, Geschenkle macht usw usw. Das macht Nr. 1 sehr gerne und natürlich freut man sich dann auch so umworben zu werden. Bei beiden meiner Freundinnen lief auch schon etwas schief, ich habe ihnen damals immer gesagt, sie sollen mich anrufen wenn sie jemand zum reden brauchen und ich bin sofort da. Aber sie wollten nicht. Es hieß sie müssen alleine sein mit ihrem Mann. Nachher bekomme ich aber bei gemeinsamen Kinoabenden etc mit, wie sich beide unterstützen, weil sie davon erzählen dass sie dann doch nicht alleine waren..sondern der jeweils die andere Freundin dabei. Das verletzt mich irgendwie, weil ich dann denke meine Probleme oder Hilfesuche wird anders gewertet.
Hinzu kommt noch die unangenehme Situation, dass meine Freundin nicht als Gesprächspartner in Frage kommt und Freundin Nr. 2 nicht auf meine Bitten eingeht. Sie zum Teil nicht mal zurückschreibt. Ich sie aber dann wieder bei gemeinsamen Mädelsabenden treffe und dort dann super happy dudelei vorspielen muss usw.
Natürlich hat sie sich dann auch mal die Zeit genommen, es vergingen in der Zwischenzeit aber Wochen und sogar mal Monate. Das kann ich nicht verstehen. In der Zeit gehts mir schlecht..dann gar nicht mehr wegen den ursprünglichen Sorgen, sondern weil ich enttäuscht bin wegen ihr oder nicht weiß woran ich jetzt eigentlich bin. Dabei fordere ich gerade al 1 Stunde Reden ein..und das alle paar Wochen oder Monate. Ich bin regelrecht wütend!! Sag aber nichts.
Nun ist es so, dass ich gerade noch bei meinem On-/Off-Freund wohne, eine Situation, für die meine Freundinnen kein Verständnis haben. Ich hänge leider sehr an ihm, weil er sieht was bei mir los ist und mich dahingehend auch unterstützt. Bzw. mir zuhört. Wir sind aber mittlerweile Kumpel und ich sehe ihn auch wenig da er sehr viel arbeitet, auch die Feiertage etc. weg ist. Kann ich auch verstehen, dass das komisch auf andere wirkt, weil wir noch zusammen wohnen und wahrscheinlich ist so ne emotionale Abhängigkeit auch net grad gesund! Dann habe ich noch ein Zweitstudium gemacht da ich nach meinem ersten Studium vergeblich 2 Jahre nach einem Job gesucht habe. Neben dem Studium habe ich immer bis zu 50% gejobbt, meist sehr schlecht bezahlt und das meiste Geld ging fürs Pendeln drauf. Daher bleibt nicht viel Geld und das wissen meine Freundinnen auch. Trotzdem bin ich jetzt nach dem Abschluss mit meinem Kumpel 3 Wochen verreist und habe nur Unverständnis dafür geerntet, da ich ja mit dem Geld eigentlich hätte ausziehen können. Dann ists so dass ich mich, für den Fall ich habe nicht gleich ein Job, vor dem Urlaub für ein Lehramtsstudium in einem hohen Semester eingeschrieben habe, weil das immer mein Traum war. Allerdings will ich auch arbeiten, ich habe richtig Lust drauf und nehme zurzeit viele Vorstellungsgespräche etc wahr. Wenn ich was gefunden habe, wollte ich mit dem Studium wieder aufhören. Jetzt gefällt es mir total gut, mir macht es total Spaß vor der Klasse zu stehen und zu unterrichten, so dass ich überlege ob sich Job und Studium verbinden lassen und bewerbe mich grad für 50% Job im Sozialen Bereich (habe Soziale Arbeit studiert). Ich brauche auf jeden Fall Berufserfahrung!
Nun habe ich Freundin Nr. 1 erst kurz vorm Abflug vorm Urlaub erzählt, da ich wusste wie sie darüber denkt und ich früher vieles anders gemacht habe, weil ich nicht wollte dass jemand sauer auf mich ist. Zum anderen wusste ich tatsächlich erst zwei Wochen vor Abflug Bescheid mit wem und wohin ich gehe. Obwohl ich schon wieder seit 4 Wochen zurück bin, habe ich ihr vom Studium noch nichts erzählen können, weil ich das nicht vor versammelter Mannschaft im Kino nicht kann und wir uns aber nur zweimal in so Situationen gesehen haben. Mir ists ja selbst peinlich so als Langzeitstudentin und ich habe einmal am Telefon eine Notlüge erzählt weil ich Angst! hatte vor der Reaktion. Auf Nachfrage hatte sie nie Zeit für ein Treffen, einmal hatten wir zwei konkret was ausgemacht, aber dann kamen wieder befreundete Pärchen dazu. Meiner anderen Freundin, die ich so wenig erreiche, da sie immer im Stress ist, habe ich angerufen in nem blöden Zustand. Weil ich mal wieder eine Hiobsbotschaft vom Arzt bekommen habe, andererseits war ich sauer dass ich mit keinem reden kann und hab ihr das dann an den Kopf geknallt. Wenn nicht mit ihnen, mit wem dann? Dann hat sie sich Zeit genommen, und ich habe alles erzählt, auch mit dem Studium. Ich habe ihr gesagt sie soll der anderen Freundin nichts erzählen, dass würde ich schon machen wenns passt. Prompt erzählt sie es doch weiter und diese schreibt mir über facebook was das mit dem Studium soll. Ich habe ihr gesagt ich würde gerne alles erzählen aber nicht über facebook. Sie soll sich melden sobald sie Zeit hat und ich komme vorbei. Das hat sie nicht getan. Ich habe ihr per Mail gschrieben dass ich es grad nicht schaffe ihren Aufsatz ganz fertig zu korrigieren weil ich soviel um die Ohren habe (auch dauernd Migräne hatte die Tage..das hab ich verschwiegen) und sie soll sich melden wegen nem Treffen. Dann kam zurück Sie könne den Resttext aber gut gebrauchen. und sie wäre total enttäuscht dass ich ihr seit Monaten! wichtige Dinge verschweigen würde, obwohl sie sich immer so Gedanken um mich und meine Lage machen würde. Nunja..eigentlich wollte ich das ganze nicht per Mail klären, weil ich weiß dass dort vieles falsch verstanden wird, habe ihr dann geantwortet und dann fing das Desaster an. Ich habe mich gerechtfertigt und ihr gesagt dass es ja nie zu einem Treffen kam (außer in großer Gruppe) obwohl ich mehrmals danach gefragt habe. Und ich sie auch nicht belasten wollte mit meinen Sachen weil sie mir sagte wie schwer das für sie ist, weil sie sich alles so zu Herzen nimmt und mir das aber natürlich auch leid tut und ich es mir damit schlecht ging. Dann schrieb sie zurück sie fände es aber total daneben dass ich Freundin Nr. 2 mit "reinzogen" habe! und es wären "ihnen" generell zuviel sich mit mir alleine zu treffen, denn das würde "nichts" bringen. Ich würde Rat bekommen und dann doch wieder etwas ganz anderes tun. Selbst ihre Männer! würden sich seit Jahren! wegen mir den Kopf zerbrechen! Außerdem würde ich mir ja so nur kurzfristig Erleichterung schaffen statt professionelle Hilfe zu holen. Ich würde tun wonach mir der Sinn stehe....
Sie war schon immer sehr direkt, aber das alles zu lesen, war für mich schlimm. Es hat mich sehr getroffen. Dann habe ich doch getan was ich nie tun wollte. Ich habe ihr geantwortet und mir alles von der Seele geschrieben. Mit "Ich Botschaften". Also dass es mir grad nicht gut geht, da ich Stress habe wegen den ganzen Arztterminen und immer hibbelig bin weil ich auf Blut Ergebnisse und jetzt nen OP Termin warten muss. Und dass ich eigentlich sie oder die andere Freundin nerven wollte, dass ich selbst weiß, dass bei anderen vllt die Familie einspringt und bei mir da aber nichts ist
Mein Kumpel hat etxra drüber gelesen, weil ich weiß wie schnell man per Mail oder im Affekt Blödes schreibt und er fands auch voll in Ordnung, da ich in erster Linie geschrieben habe, was bei mir los ist und wies mir halt geht und ich mich sogar entschuldigt habe. Leider klang es wohl ziemlich wie gejammert! Und ich habe schon gemerkt dass es mir meine Freundinnen zum Teil übel nehmen dass ich dauernd was habe. Es kamen schon so Aussprüche wie ich soll mich nicht in meine Krankheiten reinsteigern, nur weil ich eine übliche Kontrolle beim Arzt gemacht habe, oder wie das sein kann, dass ich jetzt noch was mit den Hormonen habe, wenn ich doch schon Migräne habe..usw. Dabei bin ich gar nicht wehleidig,oder jemand der dauernd zu Selbsthilfegruppen rennt oder sonst etwas. Das Blöde war, dass ich letztes Jahr nicht richtig hormonell eingestellt war, und die Ärzte viel verbockt haben und so meine Haare büschelweise ausgingen. Das hat mich natürlich fertig gemacht. ich würde meine Freundinnen so gerne fragen ob sie mit mir eine Perücke aussuchen gehen, aber ich bekomme gar nicht die Gelegenheit dazu oder habe Angst dass ich damit nerve,
Naja..diese lange Mail hatte ich ihr geschrieben, obwohl sie schwanger ist und ja eigentlich keine Probleme mehr hören wollte.
Daraufhin meinte sie ihr wäre klar, dass sie mit ihren direkten Aussagen auch verletztend sein kann. Aber anscheinend wäre ja nicht relevant was sie als meine Freundinnen denken..wenn sie denn nur zuhören sollen. Ich würde alles auf meine Familie und meine Gesundheit schieben. (ich hatte mich nur entschuldigt, dass ich meine Freundinnen mit Problemen belästige, weil ich nicht wie sie auch mal jemand in der Familie habe, auf den ich ausweichen kann um nicht meine Freunde zu nerven) Daraufhin unterstellt sie mir, ich würde ja nur zu ihnen kommen, weil ich anscheinend keine andere Wahl habe. Und ich wäre total ich-bezogen weil ich Freundin Nr. 2 sogar mal auf der Arbeit angerufen habe. Sie würde nur den Kopf über mich schütteln und ich würde ihnen nicht mal ein Kinobesuch gönnen, und dementsprechend würde sich mein Universum nur um mich drehen, weil ich ihr geschrieben habe, dass ich ihr im Kino auch nichts erzählen kann und mich damit entschuldigen wollte dass sie noch nicht Bescheid wusste über das Studium etc. seitdem ich ich aus dem Urlaub zurück bin. Ok..vllt kommt manches beim Lesen auch falsch an. Deswegen mag ich ja auch keine Mails.
Ich habe das Gefühl ich komme immer in den Modus mich rechtfertigen zu müssen, während sie nur anklagt. Alles wir mir im Mund umgedreht. Dabei habe ich sogar gesagt dass ich einsehe, dass ich nicht einfach bin mit allen meinen Baustellen und dass ich manchmal mir deswegen vllt zuviele Sorgen oder Gedanken mache. Aber sie sieht gar nichts ein. Nur dass es stimme, dass ich sie eigentlich so gut wie nie wegen sowas anrufe. Der Knüller ist eigentlich dass sie sich immer bei mir ausheult. Vielleicht hat sie manches nicht so gemeint..aber versteht sie nicht wie solche Worte wehtun, wenn sie so mit mir schreibt?! "Kopf schütteln" "Ich bezogen weil ich Freundin Nr. 2 mal! auf der Arbeit angerufen habe" "Alle würden sich wegen mir den Kopf zerbrechen" usw. Was hab ich aber davon, wenn mit mir nicht geredet wird, nur über mich oder sich unbeteiligte Leute angeblich den Kopf zerbrechen über mich, weil sie ihnen Sachen von mir weitererzählt. Und sie erzählt alles weiter! Geheimnisse kennt sie nicht.
Ich finde es fast schon etwas respektlos. Es mag ja für sie einfach direkt sein, aber ich würde nie so lehrermäßig von oben herab schreiben!
Was mir auch unendlich peinlich war uns ist, ist dass mein Kumpel letztes Jahr, als es mir mal richtig richtig schlecht ging und er arbeiten musste, den beiden Freundinnen ne SMS geschrieben hatte und gefragt ob sie mal nach mir schauen können weil er sich Sorgen mache. Er hatte mitbekommen dass keiner für mich da ist. Ich wusste von der SMS natürlich nichts und war danach sauer auf ihn!! Freundin Nr. 2 rief damals an, aber ich konnte nicht drangehen weil mir so elend war. Ich wusste ja nichts von der SMS, sonst wäre ich drangegangen. Ich habe ihr dann am nächsten Tag zurückgerufen oder so und ihr davon erzählt. Ich weiß nicht mal ob sie mich sonst von sich aus überhaupt gefragt hätte was los war. Meine andere Freundin, also um die es hier geht, hat bis gestern nichts dazu gesagt..es wurde monatelang totgeschwiegen. Gestern äußerte sie sich das erste Mal dazu. "..es wäre harter Toback."
Nunja..ich war unterwegs..musste das alles gestern in der Mail lesen. Mir war nur zum Heulen, ich war unendlich wütend und habe ihr eine Mail geschrieben wie ich über sie denke!!! Auf nicht ganz so schöne Art und Weise vllt. da ich ziemlich geladen war. Ich habe ihr geschrieben "warum sie nicht mit meiner Situation klar kommt. Ich müsse damit klar kommen und sie solle froh sein dass sie mein Leben nicht habe. und dass sie sich wegen mir ja immer schlecht fühlen müsse anscheinend und ich ihr dankbar sein solle, weil sich ja alle den Kopf zerbrechen, obwohl ich ihr kaum was erzähle. und dass sie sich null reindenken könne sondern allein die Tatsache, dass sie es indirekt mitbekommt wie es mir geht, würde sie ja schon belasten und dass sie daher wohl auch ein Problem hätte." usw...
Jetzt tut es mir leid....und ich weiß nicht ob ich mich entschuldigen soll oder nicht. Glaube nicht dass ich sonst je wieder was von ihr höre. Und weiß auch nicht wie ich jetzt mit Freundin Nr. 2 umgehen soll, die mal wieder auf meine drei Anrufe innerhalb letzter Woche bis heute nicht reagierte, aber für Freundin Nr. 1 bestimmt wieder Zeit hat und sich ihren Teil über mich denken wird, da ich ja Nr. 1 so psychisch direkt und indirekt fertig mache obwohl sie schwanger ist.
Ich bin so ratlos und traurig. Es waren meine zwei meiner besten Freundinnen und die einzigen die hier in der Nähe wohnen. Jetzt habe ich gar niemanden mehr.

Sorry für den Roman!

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15. Mai 2014 um 19:44

Hey du
ich verstehe wie du dich wahrscheinlich fühlen magst. ich denke ihr bewertet eure freundschaft ganz unterschiedlich und habt auch verschiedene vorstellungen was ihr euch davon wünscht. dies ist ziemlich unausgeglichen.
vielleicht solltest du ersteinmal zur ruhe kommen und dich auf dich selbst fokusieren. Ich weiß, das es die Krankheit Depression ist, aber du fixierst dich total auf ein paar wenige Leute und deine Stimmung (Hochs-und Tiefs) werden dadurch beeinflusst. Eine Depression ist leider nicht ohne und es ist sehr sehr schwierig für andere damit klar zu kommen, da fast niemand weiß wie damit umzugehen. sie fühlt sich bestimmt einfach total überfordert wie du dich genauso mit deiner gefühlslage überfordert fühlst.
Du solltest alleine für dich etwas gutes tun und die professionelle Hilfe holen. wenn es dir besser geht wird dir dein freundschaftskuddelmuddel auch einfacher fallen.

es ist machbar sich fast ganz von depressionen zu heilen. es ist nur dauerhaft schwere arbeit. kannst mir gerne per pn schreiben.

liebe grüße
blumenwiese

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15. Mai 2014 um 20:33

Danke
Hallo ihr zwei,
danke für eure Antworten und Tipps. Ich finde es sehr gut getroffen mit der Aussage "...die Freundschaft ist unausgeglichen". Wir haben es beide immer sehr geschätzt dass wir beide kulturell interessiert sind etc., aber ich habe in ihr auch mehr gesehen, ich glaub das kann sie aber nicht leisten. Und irgendwie hat mich das auch enttäuscht. Ich verlange wirklich nicht viel. Klar weiß ich dass immer Reden nichts bringt, aber wenn man einer sehr guten Freundin wirklich gar nichts erzählen kann, finde ich das schon hart. Zumal sie wegen jeder Kleinigkeit sich bei mir immer ausheulte!!
Am WE hat mich eine andere Freundin von weiters weg besucht, es war sehr schön und sie hat mich mal gefragt wie es mir geht. Ich hab mich wirklich sehr zurückgehalten, aber sie hat verstanden was es zum Beispiel heißt zu allem übel noch die Diagnose Unfruchtbarkeit zu bekommen wenn man großen Kinderwunsch hat, bzw. hatte Verständnis. Freundin Nr. 1 möchte davon nichts hören, dabei hat es bei ihr selbst nicht gleich geklappt, und sie hat sich zu der Zeit bei mir augeweint. Jetzt ist sie schwanger.
Ich möchte auf jeden Fall eine Therapie machen!! Das muss ich versuchen. Denn auch wenn ich viele "Baustellen" habe, weiß ich, dass es nicht normal ist dauernd daran zu verzweifeln, bzw. unglücklich zu sein. Ich habe auch ganz große Entscheidungsschwierigkeiten.. .
Das mit der Therapie habe ich auch schon öfters mal versucht in Angriff zu nehmen, das erste Mal vor 4 Jahren schon! Leider habe ich mich damals nach 20 Telefonanrufen irgendwann nicht mehr getraut irgendwo anzurufen, nachdem ich entweder nicht durchkam, es hieß sie wären voll oder ich solle in 6 Monaten nochmal anrufen. Und dass wo jeder Anruf und jede zusätzliche Arbeit nebem dem Alltag ein enormer Kraftakt darstellte, weil es mir dermaßen schlecht ging. Irgendwann hat mein damaliger Freund einen Termin erbettelt gehabt, und ich hatte ein Vorgespräch. Dort wurde mir gesagt ich habe keine echte Depression weil in meiner Lage hätte ja wohl keiner mehr Lust weiter zu machen..Bääm
Da bin ich dann natürlich auch kein zweites Mal mehr hin.
Aber ein Versuchs ists auf jeden Fall nochmal wert. LG, Julia

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16. Mai 2014 um 19:19
In Antwort auf dora_12316726

Danke
Hallo ihr zwei,
danke für eure Antworten und Tipps. Ich finde es sehr gut getroffen mit der Aussage "...die Freundschaft ist unausgeglichen". Wir haben es beide immer sehr geschätzt dass wir beide kulturell interessiert sind etc., aber ich habe in ihr auch mehr gesehen, ich glaub das kann sie aber nicht leisten. Und irgendwie hat mich das auch enttäuscht. Ich verlange wirklich nicht viel. Klar weiß ich dass immer Reden nichts bringt, aber wenn man einer sehr guten Freundin wirklich gar nichts erzählen kann, finde ich das schon hart. Zumal sie wegen jeder Kleinigkeit sich bei mir immer ausheulte!!
Am WE hat mich eine andere Freundin von weiters weg besucht, es war sehr schön und sie hat mich mal gefragt wie es mir geht. Ich hab mich wirklich sehr zurückgehalten, aber sie hat verstanden was es zum Beispiel heißt zu allem übel noch die Diagnose Unfruchtbarkeit zu bekommen wenn man großen Kinderwunsch hat, bzw. hatte Verständnis. Freundin Nr. 1 möchte davon nichts hören, dabei hat es bei ihr selbst nicht gleich geklappt, und sie hat sich zu der Zeit bei mir augeweint. Jetzt ist sie schwanger.
Ich möchte auf jeden Fall eine Therapie machen!! Das muss ich versuchen. Denn auch wenn ich viele "Baustellen" habe, weiß ich, dass es nicht normal ist dauernd daran zu verzweifeln, bzw. unglücklich zu sein. Ich habe auch ganz große Entscheidungsschwierigkeiten.. .
Das mit der Therapie habe ich auch schon öfters mal versucht in Angriff zu nehmen, das erste Mal vor 4 Jahren schon! Leider habe ich mich damals nach 20 Telefonanrufen irgendwann nicht mehr getraut irgendwo anzurufen, nachdem ich entweder nicht durchkam, es hieß sie wären voll oder ich solle in 6 Monaten nochmal anrufen. Und dass wo jeder Anruf und jede zusätzliche Arbeit nebem dem Alltag ein enormer Kraftakt darstellte, weil es mir dermaßen schlecht ging. Irgendwann hat mein damaliger Freund einen Termin erbettelt gehabt, und ich hatte ein Vorgespräch. Dort wurde mir gesagt ich habe keine echte Depression weil in meiner Lage hätte ja wohl keiner mehr Lust weiter zu machen..Bääm
Da bin ich dann natürlich auch kein zweites Mal mehr hin.
Aber ein Versuchs ists auf jeden Fall nochmal wert. LG, Julia

Ohje...
das man ewig auf einen therapieplatz warten muss ist leider so...solche kommentare und nicht ernst genommen zu werden hatte ich auch schon mal...das entmutigt sehr. du musst wirklich jemanden finden, auch wenn es ewig dauert bei dem du dich wohl fühlst. ich habe leider keinen gefunden und es dank meines freundes geschafft das es mir besser geht. das war aber auch sehr sehr harte arbeit und es hat auch oft weh getan, ich fand vieles verletzend (niemand mag kritik), vieles wollte ich nicht hören aber stetiger tropfen hölt den stein. es hat mich zum nachdenken gebracht und in mir haben sich einige dinge nach und nach verändert. jeder ist anders und muss seinen weg finden. aus welcher gegend bist du denn?

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