Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Weinen wegen wirklich ALLEM!

Letzte Nachricht: 4:09
miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
06.05.22 um 0:51

Hey Ihr lieben (:


(fast) ​Jeder kennt das ;​​eine geliebte Filmfigur stirbt, alle im Film weinen und man selbst heult Rotz und Wasser.​
Das eigene Kind singt ein Solo auf der Schulbühne und die Tränen kullern vor Stolz.​​ Streit mit der besten Freundin und man heult vor Wut. Trennung vom langjährigen Partner und die Tränen wollen und wollen nicht mehr trocknen....

Ganz "normal"....


aber ich, ich muss schon bei den belanglosesten Sachen heulen! IMMER! Eine Frau bekommt ein Kind im TV - ich heule. Ich sage meinem Kind dass ich stolz bin - mir steigen die Tränen in die Augen. Ich erzähle jemandem etwas schönes - Tränen in den Augen. Eine Serienfigur verkündet eine Schwangerschaft - ich heule. ​​Das ist wirklich so anstrengend und ich hab einfach keine Ahnung warum. Es muss nicht mal irgendeine Serie/Film sein die mich interessiert. Es passiert einfach immer in Momenten die irgendwen berühren - egal ob bei Trauer, Wut, Stolz ... völlig egal und muss mich nicht mal im geringsten betreffen.

Ich würde so gern wissen wie ich das ändern/unterbinden kann.​ Bei mir wurde 2020 Borderline diagnostiziert. Ich habe mitlerweile Wege gefunden gut damit umzugehen, bzw. allein weil ich jetzt weiss was mit mir los ist geht es mir viel besser. Nur das ist eine Sache die ich null unter Kontrolle habe. 

Kennt das jemand von Euch auch?​ Wieso ist das so? ​​​​Hat jemand Tipps? Ich würde mich sehr über Antworten freuen. Liebe Grüße und gute Nacht (:

Mehr lesen

L
loomida
06.05.22 um 12:32

Also, ich bin dir da sehr ähnlich. Bei mir ist das so, seit meiner Schwangerschaft vor 17 Jahren. Ich bin einfach unfassbar schnell zu Tränen gerührt. Da kann ich auch was im TV schauen, was mich eigentlich gar nicht interessiert, es kommt ein irgendwie rührender Moment, ich heule! In der Kirche z. B. bei einem ganz normalen Gottesdienst, Gesang...ich heule! Singende Kinder auf einer Bühne, ich heule! Usw. Manchmal nerve ich mich damit ziemlich selbst, aber ich bin halt so. 

Ich halte mich im übrigen ansonsten für psychisch völlig gesund

Gefällt mir

C
carmenra
07.05.22 um 8:31

Hey, schon wieder Du ☺️
Mir geht's ähnlich, wenn auch nicht ganz so krass. Ich kann Dir keinen Tipp geben, wie Du das weg bekommst. Ich kann Dir nur berichten, wie ich damit lebe. Früher war mir das unangenehm und peinlich, ich wollte nicht, dass andere sehen dass ich so eine Heulsuse bin oder (noch schlimmer) mich jemand so sehr berührt hat. Ich hielt das für Schwäche.
Inzwischen hab ich das als Teil von mir akzeptiert, ich bin halt so. Das geht aber nur, weil ich inzwischen genügend Selbstbewusstsein entwickelt habe, damit ich das nicht mehr als Schwäche sonder als tolle Eigenschaft von mir empfinde. Ich bin sensibel und zeige das auch.
Das nötige Selbstbewusstsein kommt aus einer sehr verständnisvollen Beziehung.
alles Gute 😘

1 -Gefällt mir

miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
07.05.22 um 8:48

Ich hab halt das Gefühl, dass dadurch Sachen anders oder nicht glaubwürdig rüberkommen.

z.B. fällt es mir sowieso schon unglaublich schwer sowas wie Lob, Gefühle oder Komplimente auszusprechen weil es das bei mir nie gab damals. Das will ich natürlich bei meinen Kindern ganz anders machen aber wenn ich dann mal ein Lob oder so ausspreche, klingt das eh schon immer so holprig weil das für mich ein wahrer kraftakt ist obwohl es total ernst gemeint ist. Aber ich bin dann gleichzeitig auch total emotional und empfinde die Tränen in den Augen als Schwäche, versuche das zu verbergen und wende dann auch noch meinen Blick ab. Ich würde meinen Kindern so gern mal tief in die Augen gucken und sagen "Ich bin stolz auf Dich" , denn das bin ich aber hab immer das Gefühl dass es dadurch so rüber kommt als meine ich es nicht ernst.

Tjaja, ich hab schon n kleinen Knacks

Gefällt mir

C
carmenra
07.05.22 um 8:55

Ich bin auch in gewisser Weise borderlinerin, ich verstehe Dein Problem. Ich denke nicht, dass jemand Dein Lob für schwächer hält, wenn Du dabei Tränen in den Augen hast - im Gegenteil. Es unterstreicht doch, mit wie viel Gefühl Du dabei bist.
die ezinuige Sorge die ich da als hab ist, dass ich fürchte er denkt "jetzt flennt sie schon wieder", aber damit komm ich klar 😁
mit Kids ist das natürlich wieder bisschen anders, da kann ich leider nicht mitreden.

Gefällt mir

miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
07.05.22 um 9:11

ja vielleicht nicht, aber vielleicht doch und das reicht mir schon wieder aus um mich selbst zu verunsichern und mir da ewig Gedanken drüber zu machen

Letztens hat mein Sohn ne gute Note geschrieben und ich hab mich, während ich das Lob aussprach selbst gehört und dachte mir nur ; Oh Gott, wie aufgesetzt und psychopathisch kann das Wort "toll" nur klingen.

Gefällt mir

C
carmenra
07.05.22 um 9:26

Naja, das ist ja genau das Problem: du zergrübelst alles was Du tust und sagst und gehst davon aus, dass das alle anderen auch tun.
Dein Kind wird das Lob nicht durchanalysieren, das klingt für ihn bestimmt nicht aufgesetzt oder leer. Das kommt einfach eine nette freundliche Aussage an und fertig.
Und letztlich: was wäre die Alternative zu Aussagen und Komplimenten, zu deren Wirkung und "Klang" Du Dir unsicher bist? Gar nicht loben wäre auf jeden Fall die schlechteste Option ☺️

Gefällt mir

miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
07.05.22 um 9:28

Du hast völlig Recht! Und das Problem an dem Problem ist, dass ich das Problem kenne aber es trotzdem nicht abstellen kann. Verstehst Du?

Gefällt mir

K
kristi_27684155
08.05.22 um 7:39

Ich bin auch unfassbar schnell zu Tränen gerührt, läuft ein romantischer Film im TV fliessen bei mir die Tränen und Hochzeiten sind besonders schlimm da heule ich sehr viel, auch im Alltag ist es mir schon passiert


 

Gefällt mir

E
elaine300
08.05.22 um 16:42

Hey,
schonmal was von Hochsensibilität gehört?
Wenn nicht kannst dus gerne mal googlen und dir Berichte dazu durchlesen, mir hat es sehr viel geholfen. Und wenn du so emotional veranlagt bist, dann ist das eben so. Es hat ja auch viele schöne Seiten, wenn du z.B. zu tränen gerührt bist wenn dein Kind etwas tolles macht und du stolz bist, dann bedeutet das ja auch, dass du das positive viel mehr wahr nimmst als die ,,durchschnittlichen" Menschen. Das weiß dein Kind auch (eher unterbewusst) zu schätzen. Emotionen, egal ob positive oder negative sind sehr wichtig, sowohl für uns Erwachsene, wie auch vor allem für die Entwickung der kleinen. Und sie rauszulassen, auch wenns einen selbst schon anfängt zu nerven ist sehr wichtig. Kinder nehmen im übrigen sowieso deine Emotionen wahr, ob du sie versuchst zu verdrängen oder eben raus lässt. 
du bist gut so wie du bist, denk immer daran 😁
Liebe Grüße

1 -Gefällt mir

S
sisteronthefly
09.05.22 um 13:17

Hallo, 

vermutlich hängt die Schwierigkeit Emotionen zu kontrollieren mit deiner Borderline Störung zusammen. Damit möchte ich um Gottes Willen nicht behaupten, dass Emotionen zulassen negativ behaftet wäre oder krankhaft. In deinem Fall sorgen die Emotionen allerdings für eine permanente Anspannung. So klingt es für mich. Eine Therapie wäre ein hilfreicher Schritt, um mit Emotionen besser umzugehen und mehr über deine Erkrankung zu erfahren. Die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) hat sich hierfür etabliert und zeigt relativ gute Erfole. Sie kommt in abgewandelter Form aus der Verhaltenstherapie und verknüpft achtsamkeitsbasierte Elemente in ihr. Das Gefühl keine Kontrolle über die eigenen Gefühle zu haben kann stark ängstigen und unangenehme Empfindungen hervorrufen. In deinem Fall sagst du selber es ist "anstrengend". In einer Therapie würdest du Selbstmanagement erlernen und würdest dadurch nach und nach mehr Herr über deine Emotionen. Jedenfalls soweit, dass sie im normalen Rahmen auftreten und dich weniger belasten. 

LG Sis

1 -Gefällt mir

J
jana23072002
09.05.22 um 16:33

Ich schätze, das liegt an deiner Amygdala. 

An deiner Stelle würde ich mich nicht auf Aussagen von Foren-Quacksalbern stützen sondern vielleicht mal Psychoanalyse in Berracht ziehen. Aber nicht bei einem Psychiater, der im Grunde genommen Medizin studiert hat und einen deswegen mit Psychopharmaka vollpumpen darf, sondern bei einem Psychologen/Psychotherapeuten, der das nicht darf, Psychologie studiert hat und Gespräche führt uned den Menschen anschaut um herauszufinden was los ist.

1 -Gefällt mir

S
sisteronthefly
10.05.22 um 11:47
In Antwort auf jana23072002

Ich schätze, das liegt an deiner Amygdala. 

An deiner Stelle würde ich mich nicht auf Aussagen von Foren-Quacksalbern stützen sondern vielleicht mal Psychoanalyse in Berracht ziehen. Aber nicht bei einem Psychiater, der im Grunde genommen Medizin studiert hat und einen deswegen mit Psychopharmaka vollpumpen darf, sondern bei einem Psychologen/Psychotherapeuten, der das nicht darf, Psychologie studiert hat und Gespräche führt uned den Menschen anschaut um herauszufinden was los ist.

Hallo jana, 

deinen Vorschlag finde ich sinnvoll, jedoch nicht mit dem Hintergedanken lediglich einen Therapeuten aufzusuchen, um Psychopharmaka zu entgehen. Ein Neurologe sollte auf jeden Fall mit im Boot sitzen! Eine Borderline Erkrankung ist kein Schnupfen und ähnlich einer Depression nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Ich bin ganz bei dir, Psychopharmaka sollten nur dort eingesetzt werden, wo sie notwendig sind. Manchmal geht es leider nicht anders und diese Entscheidung trifft ein Psychiater/Neurologe!!! Ein seriöser Therapeut würde keine Behandlung beginnen ohne Vorstellung beim Neurologe. Vor allem sind viele und gründliche Untersuchungen notwendig. 

Es gibt nicht für alles eine Erklärung besonders nicht in der Psychologie. Manchmal ist es viel hilfreicher zu lernen mit dem Ist-Zustand umzugehen. Das schafft häufig Erleichterung und manchmal lösen sich im Laufe der Zeit mit viel Therapieerfahrung alte Probleme und Schwierigkeiten werden besser gelöst. 

Es kann sein, dass Hormonsysteme betroffen sind und sie sich in einem Ungleichgewicht befinden. Das betrifft nicht nur Borderline aber hier muss man, wie bei anderen psychischen Erkrankungen drauf schauen und auch untersuchen.  Ein Ungleichgewicht würde sich im Gehirn bemerkbar machen, und zwar in der Amygdala, dem gesamten limbischen System und dem Hippocampus. Das äußerst sich dann in den Symptomen, die der Betroffene verspürt. 

LG Sis

Gefällt mir

J
jana23072002
11.05.22 um 0:23
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo jana, 

deinen Vorschlag finde ich sinnvoll, jedoch nicht mit dem Hintergedanken lediglich einen Therapeuten aufzusuchen, um Psychopharmaka zu entgehen. Ein Neurologe sollte auf jeden Fall mit im Boot sitzen! Eine Borderline Erkrankung ist kein Schnupfen und ähnlich einer Depression nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Ich bin ganz bei dir, Psychopharmaka sollten nur dort eingesetzt werden, wo sie notwendig sind. Manchmal geht es leider nicht anders und diese Entscheidung trifft ein Psychiater/Neurologe!!! Ein seriöser Therapeut würde keine Behandlung beginnen ohne Vorstellung beim Neurologe. Vor allem sind viele und gründliche Untersuchungen notwendig. 

Es gibt nicht für alles eine Erklärung besonders nicht in der Psychologie. Manchmal ist es viel hilfreicher zu lernen mit dem Ist-Zustand umzugehen. Das schafft häufig Erleichterung und manchmal lösen sich im Laufe der Zeit mit viel Therapieerfahrung alte Probleme und Schwierigkeiten werden besser gelöst. 

Es kann sein, dass Hormonsysteme betroffen sind und sie sich in einem Ungleichgewicht befinden. Das betrifft nicht nur Borderline aber hier muss man, wie bei anderen psychischen Erkrankungen drauf schauen und auch untersuchen.  Ein Ungleichgewicht würde sich im Gehirn bemerkbar machen, und zwar in der Amygdala, dem gesamten limbischen System und dem Hippocampus. Das äußerst sich dann in den Symptomen, die der Betroffene verspürt. 

LG Sis

Um mich geht es hier nicht, und die deutschen Schulmediziner/innen, die in unser krankes kaputtkorrumpiertes Gesundheitssystem eingebettet sind, in dem ihre Schlampigkeit nicht bestraft wird, und in dem sie deshalb nach Belieben in Überheblichkeit/Ignoranz/Inkompetenz/Sadismus/Machtgier Patient/inn/en schädigen/quälen/töten können, halte ich für schlecht, weil ich noch gar nie erlebt habe, nicht um richtige Diagnostik und Sorgfalt kämpfen zu müssen.

ZB habe ich ein Jahr lang unter höllischen Schmerzen gegen himmelschreiend ignorante sozial-darwinistische quacksalbende Windmühlen, vor allem Neurolog/inn/en(!!!),  ankämpfen müssen, die mir ohne jedwede orthopädische Abklärung Psychatrie anrieten, weil sie auf den Berichten der Radiologen über deren verschwommene Röntgenbilder und mit falschen Kontrastmitteln erstellten und fehlinterpretierten MRTs nichts finden konnten, was auch an deren Unfähigkeit in Hinblick auf die menschliche Anatomie lag, und was auch daran lag, dass da eine Duckmäuser-Krähe der anderen kein Auge aushackt und man lieber die Patient/inn/en leiden lässt als zuzugeben, dass man selbst oder ein/e Kolleg/in/e einen Fehler gemacht hat, bis mir endlich geglaubt wurde - von einem alten Orthopäden, der schon lange in Ruhestand sein könnte - und an meinem Atlaswirbel eine isolierte Jefferson-Fraktur festgestellt worden ist an der ich jederzeit hätte sterben können. Der nächste Witz war dann, dass man im ersten Krankenhaus meinte, das mit manueller Therapie und Wärmebehandlung machen zu können und ich echt suchen musste, bis ich jemand Kompetentes fand, der erstmal die Verkalkungen entfernt und den Wirbelkörper wieder gerichtet und repositioniert und dann mittels Halo-Fixateur die HWS ruhiggestellt hat.

Wenn es nicht mit oberflächlichem Drüberschauen geht, werden Patient/inn/en von Ärzt/inn/en als Gegner/innen behandelt, die es loszuwerden gilt - mit allen Mitteln. Intrige, Demütigung, Hinterhältigkeiten, Abzocke. Insbesondere bei Neurolog/inn/en habe ich diese Erfahrung sehr oft gemacht.

Meine Erfahrung: Wenn man möchte, dass es einem besser geht, sind Leute aus dem allgemeinen deutschen Gesundheitssystem, insbesondere Neurolog/inn/en, mit Vorsicht zu genießen. Wer es dort heutzutage aushält, muss die entsprechende moralische Flexibilität haben.

Aber wie gesagt: Um mich geht es hier nicht: Das was du zu sagen hattest, hättest du an die Thread-Erstellerin richten können, als Deine Ergänzung zu dem, was ich ihr geschrieben habe.

1 -Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
11.05.22 um 10:02

danke für Deine lieben Worte <3

Nein, da werd ich mich mal reinlesen. Liebste Grüße

Gefällt mir

miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
11.05.22 um 10:07

Danke!!! Werde mich mal ein bisschen in das Thema einlesen. Eine Therapie plane ich sowieso - auch wenn ich mir noch nicht sicher ob ich mich so richtig darauf einlassen kann und Angst hab, dass ich mich jetzt schon selbst beinflusse weil ich  denke, ich könnte mich  möglicherweise nicht drauf einlassen. Hach, ich bin so kompliziert

Gefällt mir

miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
11.05.22 um 10:09

liebe Jana, also das Wort musste ich erstmal googlen Hat mich zuerst an die Prinzessin von Star Wars erinnert

Das mit der Psychoanalyse ist ein super Tipp! Danke dafür (:

Gefällt mir

S
sisteronthefly
11.05.22 um 10:21
In Antwort auf jana23072002

Um mich geht es hier nicht, und die deutschen Schulmediziner/innen, die in unser krankes kaputtkorrumpiertes Gesundheitssystem eingebettet sind, in dem ihre Schlampigkeit nicht bestraft wird, und in dem sie deshalb nach Belieben in Überheblichkeit/Ignoranz/Inkompetenz/Sadismus/Machtgier Patient/inn/en schädigen/quälen/töten können, halte ich für schlecht, weil ich noch gar nie erlebt habe, nicht um richtige Diagnostik und Sorgfalt kämpfen zu müssen.

ZB habe ich ein Jahr lang unter höllischen Schmerzen gegen himmelschreiend ignorante sozial-darwinistische quacksalbende Windmühlen, vor allem Neurolog/inn/en(!!!),  ankämpfen müssen, die mir ohne jedwede orthopädische Abklärung Psychatrie anrieten, weil sie auf den Berichten der Radiologen über deren verschwommene Röntgenbilder und mit falschen Kontrastmitteln erstellten und fehlinterpretierten MRTs nichts finden konnten, was auch an deren Unfähigkeit in Hinblick auf die menschliche Anatomie lag, und was auch daran lag, dass da eine Duckmäuser-Krähe der anderen kein Auge aushackt und man lieber die Patient/inn/en leiden lässt als zuzugeben, dass man selbst oder ein/e Kolleg/in/e einen Fehler gemacht hat, bis mir endlich geglaubt wurde - von einem alten Orthopäden, der schon lange in Ruhestand sein könnte - und an meinem Atlaswirbel eine isolierte Jefferson-Fraktur festgestellt worden ist an der ich jederzeit hätte sterben können. Der nächste Witz war dann, dass man im ersten Krankenhaus meinte, das mit manueller Therapie und Wärmebehandlung machen zu können und ich echt suchen musste, bis ich jemand Kompetentes fand, der erstmal die Verkalkungen entfernt und den Wirbelkörper wieder gerichtet und repositioniert und dann mittels Halo-Fixateur die HWS ruhiggestellt hat.

Wenn es nicht mit oberflächlichem Drüberschauen geht, werden Patient/inn/en von Ärzt/inn/en als Gegner/innen behandelt, die es loszuwerden gilt - mit allen Mitteln. Intrige, Demütigung, Hinterhältigkeiten, Abzocke. Insbesondere bei Neurolog/inn/en habe ich diese Erfahrung sehr oft gemacht.

Meine Erfahrung: Wenn man möchte, dass es einem besser geht, sind Leute aus dem allgemeinen deutschen Gesundheitssystem, insbesondere Neurolog/inn/en, mit Vorsicht zu genießen. Wer es dort heutzutage aushält, muss die entsprechende moralische Flexibilität haben.

Aber wie gesagt: Um mich geht es hier nicht: Das was du zu sagen hattest, hättest du an die Thread-Erstellerin richten können, als Deine Ergänzung zu dem, was ich ihr geschrieben habe.

Hallo jana, 

es tut mir so leid, dass du anscheinend lange leiden musstest bis dir geholfen wurde. Ich hatte deine Vorurteile gegenüber Neurologen und anderen Ärzten bereits aus dem vorherigen Post herausgelesen. Was passiert ist, ist natürlich nicht schön und in deinem Fall ein Paradebeispiel, wie es nicht sein sollte. Und genau aus solchen Gründen ist eine umfassende Diagnostik unglaublich wichtig! Deine Meinung hast du zurecht erworben aber ich bin der Meinung, du überträgst sie generell auf andere Situationen, die dich nicht betreffen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man durch lange Leidenswege den Glauben an das System verliert. 

LG Sis
 

Gefällt mir

miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
11.05.22 um 10:25
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo, 

vermutlich hängt die Schwierigkeit Emotionen zu kontrollieren mit deiner Borderline Störung zusammen. Damit möchte ich um Gottes Willen nicht behaupten, dass Emotionen zulassen negativ behaftet wäre oder krankhaft. In deinem Fall sorgen die Emotionen allerdings für eine permanente Anspannung. So klingt es für mich. Eine Therapie wäre ein hilfreicher Schritt, um mit Emotionen besser umzugehen und mehr über deine Erkrankung zu erfahren. Die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) hat sich hierfür etabliert und zeigt relativ gute Erfole. Sie kommt in abgewandelter Form aus der Verhaltenstherapie und verknüpft achtsamkeitsbasierte Elemente in ihr. Das Gefühl keine Kontrolle über die eigenen Gefühle zu haben kann stark ängstigen und unangenehme Empfindungen hervorrufen. In deinem Fall sagst du selber es ist "anstrengend". In einer Therapie würdest du Selbstmanagement erlernen und würdest dadurch nach und nach mehr Herr über deine Emotionen. Jedenfalls soweit, dass sie im normalen Rahmen auftreten und dich weniger belasten. 

LG Sis

hach, ich dachte eigentlich ich hätte direkt auf Deinen Beitrag geantwortet - falsch gedacht, bin noch recht neu und scheinbar zu doof. Die 2. Antwort unten gilt Dir (:

Gefällt mir

miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
11.05.22 um 10:26
In Antwort auf elaine300

Hey,
schonmal was von Hochsensibilität gehört?
Wenn nicht kannst dus gerne mal googlen und dir Berichte dazu durchlesen, mir hat es sehr viel geholfen. Und wenn du so emotional veranlagt bist, dann ist das eben so. Es hat ja auch viele schöne Seiten, wenn du z.B. zu tränen gerührt bist wenn dein Kind etwas tolles macht und du stolz bist, dann bedeutet das ja auch, dass du das positive viel mehr wahr nimmst als die ,,durchschnittlichen" Menschen. Das weiß dein Kind auch (eher unterbewusst) zu schätzen. Emotionen, egal ob positive oder negative sind sehr wichtig, sowohl für uns Erwachsene, wie auch vor allem für die Entwickung der kleinen. Und sie rauszulassen, auch wenns einen selbst schon anfängt zu nerven ist sehr wichtig. Kinder nehmen im übrigen sowieso deine Emotionen wahr, ob du sie versuchst zu verdrängen oder eben raus lässt. 
du bist gut so wie du bist, denk immer daran 😁
Liebe Grüße

hab nicht geschnallt wie ich richtig auf Beiträge antworte. Die erste Antwort war für Dich (:

Gefällt mir

S
sisteronthefly
11.05.22 um 10:31
In Antwort auf miss.verstaendnis

Danke!!! Werde mich mal ein bisschen in das Thema einlesen. Eine Therapie plane ich sowieso - auch wenn ich mir noch nicht sicher ob ich mich so richtig darauf einlassen kann und Angst hab, dass ich mich jetzt schon selbst beinflusse weil ich  denke, ich könnte mich  möglicherweise nicht drauf einlassen. Hach, ich bin so kompliziert

Hallo, 

aus diesen Gründen ist eine Psychoanalyse m. E. nach nicht die richtige Therapieform für dich. Ich kann nicht einschätzen, wie stabil du bist und welche Ausmaße deine Erkrankung hat. Wenn du das Gefühl hast dich nicht einlassen zu können, wird ein Graben in deiner Vergangenheit beinahe ausgeschlossen sein. Vielleicht sind dort auch Dinge zu finden, die Zeit brauchen, um mit ihnen konfrontiert zu werden. So oder so wird es eine gute Vertrauensbasis brauchen und anstrengend werden. Such dir Therapeuten, die auf Borderline spezialisiert sind. Du kannst probatorische Sitzungen vereinbaren, um zu schauen, ob es für dich passt. 

LG Sis 

Gefällt mir

miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
11.05.22 um 10:45
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo, 

aus diesen Gründen ist eine Psychoanalyse m. E. nach nicht die richtige Therapieform für dich. Ich kann nicht einschätzen, wie stabil du bist und welche Ausmaße deine Erkrankung hat. Wenn du das Gefühl hast dich nicht einlassen zu können, wird ein Graben in deiner Vergangenheit beinahe ausgeschlossen sein. Vielleicht sind dort auch Dinge zu finden, die Zeit brauchen, um mit ihnen konfrontiert zu werden. So oder so wird es eine gute Vertrauensbasis brauchen und anstrengend werden. Such dir Therapeuten, die auf Borderline spezialisiert sind. Du kannst probatorische Sitzungen vereinbaren, um zu schauen, ob es für dich passt. 

LG Sis 

Mein Problem ist eher, dass ich mir nicht vorstellen kann was eine Therapeutin/Therapeut mit Worten ausrichten kann, sodass mein Kopf aufhört ständig so zu rotieren. Das zu "ändern" oder zumindest zu lindern was mich seit Jahren quält. Ich weiss woher all diese negativen Gefühle und das nicht vorhandene Selbstwertgefühl kommen. Ich weiss auch warum ich ständig im Selbstzerstörungsmodus bin. Aber ich weiss halt nicht was das ändern könnte. Ich versuche grad die richtigen Worte zu finden um Dir zu erklären was ich meine aber irgendwie ist das nicht so leicht - ich hoffe Du weisst was ich meine. 

Gefällt mir

miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
11.05.22 um 10:47
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo, 

aus diesen Gründen ist eine Psychoanalyse m. E. nach nicht die richtige Therapieform für dich. Ich kann nicht einschätzen, wie stabil du bist und welche Ausmaße deine Erkrankung hat. Wenn du das Gefühl hast dich nicht einlassen zu können, wird ein Graben in deiner Vergangenheit beinahe ausgeschlossen sein. Vielleicht sind dort auch Dinge zu finden, die Zeit brauchen, um mit ihnen konfrontiert zu werden. So oder so wird es eine gute Vertrauensbasis brauchen und anstrengend werden. Such dir Therapeuten, die auf Borderline spezialisiert sind. Du kannst probatorische Sitzungen vereinbaren, um zu schauen, ob es für dich passt. 

LG Sis 

ich hab ehrlich gesagt Angst vor der Therapeutensuche... ich weiss dass man da echt dran bleiben muss und dass das nicht von heute auf morgen geht. Aber genau das sind so Faktoren die mich in der Regel dazu bringen etwas hängen zu lassen und es dann so lang vor mich herzuschieben dass ich es irgendwann als aussichtslos empfinde und lasse. Und falls man dann einen finden sollte, muss ja auch noch die Chemie stimmen.....

Gefällt mir

S
sisteronthefly
11.05.22 um 11:02
In Antwort auf miss.verstaendnis

Mein Problem ist eher, dass ich mir nicht vorstellen kann was eine Therapeutin/Therapeut mit Worten ausrichten kann, sodass mein Kopf aufhört ständig so zu rotieren. Das zu "ändern" oder zumindest zu lindern was mich seit Jahren quält. Ich weiss woher all diese negativen Gefühle und das nicht vorhandene Selbstwertgefühl kommen. Ich weiss auch warum ich ständig im Selbstzerstörungsmodus bin. Aber ich weiss halt nicht was das ändern könnte. Ich versuche grad die richtigen Worte zu finden um Dir zu erklären was ich meine aber irgendwie ist das nicht so leicht - ich hoffe Du weisst was ich meine. 

Hallo, 

du hast einen langen Weg vor dir. Ich möchte dir gar nichts beschönigen, es wird nicht leicht. Es gibt Möglichkeiten, um die Gedanken zur Ruhe zu bringen. Ich kann dir versichern, dass das geht! Eventuell muss man erst an einer emotionalen Stabilisierung arbeiten, bevor man sich den Gedanken widmet oder an deiner Motivation. Das vermag ich von hier aus nicht zu beurteilen. Ich mag dir aber Mut machen das du etwas gegen deine negativen Gefühle unternehmen kannst. Das es sich lohnt und das es dir (nicht sofort) dein Leben erleichtert.  

LG Sis

Gefällt mir

miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
11.05.22 um 11:07
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo, 

du hast einen langen Weg vor dir. Ich möchte dir gar nichts beschönigen, es wird nicht leicht. Es gibt Möglichkeiten, um die Gedanken zur Ruhe zu bringen. Ich kann dir versichern, dass das geht! Eventuell muss man erst an einer emotionalen Stabilisierung arbeiten, bevor man sich den Gedanken widmet oder an deiner Motivation. Das vermag ich von hier aus nicht zu beurteilen. Ich mag dir aber Mut machen das du etwas gegen deine negativen Gefühle unternehmen kannst. Das es sich lohnt und das es dir (nicht sofort) dein Leben erleichtert.  

LG Sis

Einfach ist es ja jetzt schon überhaupt nicht - das schreckt mich also nicht ab (: Ich finde es gut mal mit jeandem zu sprechen der weiss wie das ist. Ist ja doch was ganz anderes als mit unbetroffenen. Dankeschön fürs Mut zusprechen und Deine Tips - gefühlt hat mir das schon ein Stück weitergeholfen. Und ich hoffe jetzt einfach mal, dass eine solche Analyse nicht ganz so schwer zu bekommen ist wie ein entgültiger Therapie Platz. 

Gefällt mir

S
sisteronthefly
11.05.22 um 11:42
In Antwort auf miss.verstaendnis

ich hab ehrlich gesagt Angst vor der Therapeutensuche... ich weiss dass man da echt dran bleiben muss und dass das nicht von heute auf morgen geht. Aber genau das sind so Faktoren die mich in der Regel dazu bringen etwas hängen zu lassen und es dann so lang vor mich herzuschieben dass ich es irgendwann als aussichtslos empfinde und lasse. Und falls man dann einen finden sollte, muss ja auch noch die Chemie stimmen.....

Hallo,

wechselhafte Gefühle sind recht typisch, wenn ich das mal so salopp ausdrücken darf. Es wird dir vermutlich so gehen, dass du heute so denkst und morgen ganz anders. 

Die meisten Therapeuten verfügen über eine recht aussagekräftige Website, vielleicht spricht dich eine sofort an.

Alles Gute und....Durchhaltevermögen. 

LG Sis

1 -Gefällt mir

miss.verstaendnis
miss.verstaendnis
4:09
In Antwort auf jana23072002

Ich schätze, das liegt an deiner Amygdala. 

An deiner Stelle würde ich mich nicht auf Aussagen von Foren-Quacksalbern stützen sondern vielleicht mal Psychoanalyse in Berracht ziehen. Aber nicht bei einem Psychiater, der im Grunde genommen Medizin studiert hat und einen deswegen mit Psychopharmaka vollpumpen darf, sondern bei einem Psychologen/Psychotherapeuten, der das nicht darf, Psychologie studiert hat und Gespräche führt uned den Menschen anschaut um herauszufinden was los ist.

habe  nun im Juni einen Termin für die Psychoanalyse. Bin schon ganz gespannt!

Gefällt mir