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Weinen...

19. September 2003 um 12:59

hallo!

ich glaube, ich bin einfach zu empfindsam. die sache ist die, dass, jedes mal, wenn ich angst bekomme oder mir sorgen mache, ich weinen muß. das ist mir so peinlich und ich möchte es abstellen. ich habe einen freund, mit dem ich jetzt schon über ein jahr zusammen bin und wir wohnen sogar zusammen. es ist mir sehr sehr unangenehm,wenn ich wieder mal weinen muß....er tröstet mich dann zwar, aber trotzdem...wenn mir der heulanfall doch wenigstens nur in meinen eigenen vier wänden passieren würde...aber nein!!! sogar auf der strasse! es ist mir furchtbar unangenehm und ich würde am liebsten im boden versinken. seit monaten mache ich mir schon sorgen wegen meinen eltern, vor allem habe ich ein nicht so gutes verhältnis zu meiner mutter. sie ist ein sehr dominanter und aufdringlicher typ, sehr emotional geprägt und hält damit nicht hinterm berg. seit ich mit meinem freund zusammen bin, macht sie probleme und bedrängt mich. auch mein vater ist nicht besser. vor allem meine mutter hat persönliche probleme und chekct einfach nicht ,dass sie nicht noch andere und vor allem mich nicht damit belasten und jetzt noch zusätzlich auf meinem privatleben herumhacken soll. dass ich ihr gegenüber empfindlich reagiere, da schiebt sie die schuld auf meinen freund. mit fragen wie:beeinflusst er dich? du machst auch nur noch,was er sagt....blablabla,wie haltet ihr das nur in der kleinen wohnung aus? ...(wir sind halt noch studenten)blablabla. das macht mich fertig und deswegen muß ich sehr oft weinen. ich möchte sie am liebsten gar nicht mehr sehen und einen großen abstand zu ihr gewinnen. mein freund und ich verstehen uns hervorragend, aber sie checkt einfach nicht, dass ich ein dickes problem mit IHR habe und nicht mit ihm. tausendmal hab ich ihr das schon erklärt, genauso wie ich es jetzt hier erkläre. aber vergebens, ein hoffnungloser fall. wie soll das weitergehen? mein freund geht zwar ganz gut mit meinen heulatakcken um, aber ich habe Angst, dass es doch mal die beziehung richtig gefährden könnte. ich bin nunmal ein eher leidenschaftlicher typ, von himmel hoch jauchzend bis zu tode betrübt. ich würde das gern mehr kontrollieren können. aber wie????
ich wäre euch sehr dankbar für ratschläge und berichte aus eigener erfahrung.

viele dank euch!
evilyn

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19. September 2003 um 13:55

Also...
willst du mir etwa raten, den kontakt zu meiner mutter abzubrechen?
trotzdem,wie soll ich mit meinen gefühlsschwankungen umgehen?

grüße,
evilyn

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19. September 2003 um 14:17

Naja...
ich weine jetzt nicht bei jeder minimalen kleinigkeit. eigentlich bin ich ein eher optimistischer ,fröhlicher, lustiger mensch.
wenn ich weine, dann weiß ich auch warum.
ich kann mich unheimlich über eine sache freuen. ich weine, wenn mich eine sache tiersch aufregt. ich rege mich aber nicht über jeden kleinkram auf, sonern schon größere sachen. meine letern sind sehr schwierig mit umzugehen, dazu kommt noch meine schwester. sie alle machen mir momentan ziemlichen ärger. ich bin praktisch in einer umgebung aufgewachsen,die mit sich selbst probleme haben. ich kann wohl sagen, dass ich da anders bin und nicht egoistisch mich bei andern auslasse. mein freund sagt selbst, dass ich die normalste in meiner familie bin. naja, nichts für ungut. ich reagiere vielleicht nicht so emotional wie die meisten menschen, sondern vielleicht noch ein bisschen mehr. aber doch nicht,dass ich emotionalen schwankungen aus einem grund ausgesetzt bin, den ich nicht einmal kenne. also ich weiß nicht, depression,.....
ich möchte ratschläge, um sich besser selbstkontrollieren zu können.
außerdem bin ich mit meinem freund nicht aus trotzreaktion zusammen. und ich habe auch nicht imemr das gegenteil gemacht,was meine eltern mir gesagt haben. schon immer habe ich alles vorher abgewogen ujd darüber nachgedacht, ob es vernünftig ist oder nicht.
also,so ist das.

danke,
Grüße,
evilyn

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19. September 2003 um 14:20
In Antwort auf jannah_11908428

Naja...
ich weine jetzt nicht bei jeder minimalen kleinigkeit. eigentlich bin ich ein eher optimistischer ,fröhlicher, lustiger mensch.
wenn ich weine, dann weiß ich auch warum.
ich kann mich unheimlich über eine sache freuen. ich weine, wenn mich eine sache tiersch aufregt. ich rege mich aber nicht über jeden kleinkram auf, sonern schon größere sachen. meine letern sind sehr schwierig mit umzugehen, dazu kommt noch meine schwester. sie alle machen mir momentan ziemlichen ärger. ich bin praktisch in einer umgebung aufgewachsen,die mit sich selbst probleme haben. ich kann wohl sagen, dass ich da anders bin und nicht egoistisch mich bei andern auslasse. mein freund sagt selbst, dass ich die normalste in meiner familie bin. naja, nichts für ungut. ich reagiere vielleicht nicht so emotional wie die meisten menschen, sondern vielleicht noch ein bisschen mehr. aber doch nicht,dass ich emotionalen schwankungen aus einem grund ausgesetzt bin, den ich nicht einmal kenne. also ich weiß nicht, depression,.....
ich möchte ratschläge, um sich besser selbstkontrollieren zu können.
außerdem bin ich mit meinem freund nicht aus trotzreaktion zusammen. und ich habe auch nicht imemr das gegenteil gemacht,was meine eltern mir gesagt haben. schon immer habe ich alles vorher abgewogen ujd darüber nachgedacht, ob es vernünftig ist oder nicht.
also,so ist das.

danke,
Grüße,
evilyn

Ach noch was...
wie gesagt, ich kann mich über eine sache riesig freuen und unheimlich begeistern und mich dhinein steigern .auf der anderen seite, wenn mich etwas verletzt oder etwas ziemlich ärgert, dann fang ich an zu heulen. es ist aber kein kleinkram. sonst wäre mein freund wohl wirklich nicht mehr mit mir zusammen.

grüße,
judith

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19. September 2003 um 14:23

Aber...
denselben fehler machen wie jemand anderes, indem man es ihm gleichtut? ich denke nicht,dass es dann besser wird.
noch jemand hier mit schwierigen eltern?

viele grüße,
evilyn

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19. September 2003 um 14:48

Entschuldigung!!!
Den Eindruck von Patzigkeit wollte ich jetzt nicht erwecken! SORRY!
Ich wollte nur die Sachen klären, und habe den fehler nicht bei anderen ,sondern bei mir gesucht. deswegen habe ich es nochmal erläutert,weil ich möchte,dass mich keiner missversteht. mir ist die sache sehr wichtig,weil ich mich gerade in der wichtigsten phase meines lebens befinde, die ausschlaggebend für mein späteres berufs -und privatleben ist, deswegen bin ich für jeden rat sehr sehr dankbar!

vielen dank euch!
viele viele grüße,
evilyn

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19. September 2003 um 14:52

Hmm...
ich denke, wenn ich nicht in der lage bin, meinen problemen, vor allem mit meinen eltern ,gelassen gegenüberzustehen, wird es mich immer wieder belasten. gelassenheit erreiche ich aber nur,wenn ich meine gefühlsausbrüche im griff habe.wie mach ich das? naja....vielleicht hat ja jemand schon sowas ähnliches erlebt und hat einen weg darsu gefunden.

vielen dank nochmal, für eure mühe!
evilyn

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20. September 2003 um 9:20

Schilddrüse
Hallo Evilyn,

lass mal Deine Schilddrüsenwerte checken,
es ist stellenweise unglaublich welch starken Einfluß dieses kleine Ding auf Deinen Hormonhaushalt und somit auch auf die Psyche hat.
Falls Du mit der Pille verhütest, kanns auch
daran liegen.

Liebe Grüße

Sinola

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22. September 2003 um 13:59

Vielleicht hast du recht.....
das beruhigt mich sogar von dir zu hören, dass "stinksauer"zu sein in diesem Fall eine normale Reaktion ist.

viele grüße an euch alle!
evilyn

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24. September 2003 um 14:26

WooooW!!!!
Ja, du hast es ins schwraze getroffen!!!
ich werde mich später nochmal dazu äußern..muß jetzt ganz schnell weg.

viele grüße,
evilyn

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25. September 2003 um 13:03

Jetzt sehe ich alles klarer
und habe nochmal gründlich über alles nachgedacht. Z.B. um der ursache,warum ich mich jedesmal schlecht fühle, wenn ich weinen muß ,habe ich mich mal an meine Kindheit zurückerinnert und ich denke, es liegt wohl auch an der erziehung:
vor allem meine mutter hat auf meine gefühlsausbrüche eher abwertend reagiert, nach dem motto, es ist beschämend sich so bloß zustellen, du kannst dich wohl nicht zusammenreißen. andererseits ist meine mutter auch ein sehr emotionaler typ (wohl jemand,der mit sienen gefühlen nicht umgehe kann?) die dem ausdruck verleiht OHNE scham, mit der begründung und rechtfertigung,dass man seine gefühle nicht unterdrücken sollte. dadurch ist ein zwiespalt entstanden durch die konfrontation der gegensätze, die aus der abwertenden, verständnislosen, nicht darauf eingehenden Reaktion auf meinen gefühlsausdruck und aus selbstgönnerischen emotionalen verhalten meiner mutter, baue ich nun jedesmal einen konflikt auf ,wenn ich mich in einer lage befinde, die mir sorgen bereitet. auf der einen seite gestehe ich mir meine mich emotional ergreifenden sorgen nicht ein, auf der anderen seite kann ich sie nicht unterdrücken. und wenn ich mal wieder furchtbar wütend auf meine mutter bin und anfangen muß zu weinen, kriege ich jedes mal von ihr zu hören wie unmöglich ich mich verhalte, wie sehr ich mich veräbndert hätte. sie meine es ja nur gut, hat schon sooo viel für mich getan und jetzt verhält sich ihre tochter sooo unverschämt und undankbar..blablabla und natürlich ist mein freund schuld...der hat ja soo viel einfluss auf mich...blablabla.
und jedes mal,wenn ich vor meinem freund anfangen muß zu weinen, habe ich angst auf unverständnis und ein daraus resultierendes abneigungsverhalten zu stoßen. dabei reagiert mein freund jedes mal angemessen, umarmt mich und wir sprechen über alles. trotzdem ist es mir sehr unangenehm. ja, in den augenblicken wundert es mich sehr,dass er überhaupt noch da ist.
meine mutter checkt einfach nicht, dass ich ein problem mit ihr habe...ja, sie hat schon einiges für mich getan, aber oftmasl nicht das richtige, wodruch ich in meinem leben schon in unangenehme situationen geraten bin. jetzt, wo ich mit meinem freund zusammen bin, läuft alles recht harmonisch, ich habe meine ziele und weiß was zu tun ist....einziger störfaktor:meine mutter.
also, danke für deine richtlinie, michi. ich werds versuchen.

grüße,
evilyn

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29. September 2003 um 15:19

Das ist nicht nur negativ..
Liebe Evilyn.
Wenn ein Mensch viel weint, zeigt das oft, was er/sie für ein großes Herz hat. Ich kenne diese Sensibilität von mir selbst sehr gut und ich hatte auch immer große Probleme damit. Aber inzwischen denke ich mir, dass die eigenen Gefühle und Empfindungen bei so vielen Menschen abstumpfen, wenn sie erwachsen werden, dass es doch auch ganz schön ist, wenn es noch Menschen mit viel Gefühl gibt. Oft ist es auch so, dass man nur richtig glücklich sein kann, wenn man

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19. Oktober 2005 um 0:36

Besser spät als nie...
Liebe evilyn,

über den Eintrag "weinen +forum" stiess ich sofort auf deinen Beitrag. Ich hoffe, dass du nochmal hier herein schaust. Weil mir die Info, die ich hiermit an dich weitergeben will, LEBENSWICHTIG ist.

Zunächst: mir geht es oft wie dir. Kleine Anlässe, und ich heule los. Nicht wegen dem kleinen Anlass, sondern wegen dem, was dahinter steckt. Missverständnisse zwischen Menschen, die sich eigentlich lieben, Intoleranz, die Ungerechtigkeit auf dieser Erde, manchmal auch, wenn etwas ganz besonders schön ist...

Zum erstenmal ist mir klar geworden, dass das ein besonderes Phänomen ist, als ich (etwa 1989) den Film "Das brennende Bett" mit Farrah Fawcett Majors gesehen hatte. Vielleicht hatte der Film mit mir, mit meiner Situation zu tun. Geweint habe ich danach über zwei Stunden lang darüber, dass eine Gesellschaft eine Frau dazu bringen kann, so etwas zu tun...

Kennst du den Film "Dumbo"? Ich habe ihn mit meinen Mädchen bestimmt an die fünf- bis sechsmal gesehen. Wenn die Szene kommt, in der die Elefantenmutter eingesperrt wird, und Dumbo dann aus dem Gefängnis heraus nur mit dem Rüssel und ihrem Gute-Nacht-Lied tröstet, dann fließt es bei mir, ich bin sicher, auch heute noch, wo meine Mädels längst aus dem Alter heraus sind.

Mit meiner Familie ging es mir so ähnlich wie dir mit deiner. Als älteste von vier Töchtern war und bin ich immer noch der Rebell, das schwarze Schaf. Im Alter von 16 von zuhause ausgerissen, viel zu früh Mutter von viel zu vielen Kindern (5), keine Berufsausbildung (bis 36, da habe ich eine Sekretärinnenausbildung gemacht), ohne Eigentumswohnung, zweimal geschieden, als einzige am rauchen, usw. und so fort....

Bei der geringsten Erwähnung eines meiner Minuspunktes war ich nicht mehr fähig klar zu denken, klar zu handeln, mich, meinen Lebensstil und meine Kinder zu verteidigen. Wegen des Wasserschwalls, der da über mich kam. Es ging so weit, dass ich die Besuche im Elternhaus stark einschränkte, im Nachhinein sehr bedauerlich, weil ich vom Leiden und Sterben meines Vaters vor fünf Jahren sehr wenig mitbekommen habe.

Früher, bevor ich dieses Buch in die Hand bekam, schämte ich mich ebenfalls dafür, so "nah am Wasser gebaut zu haben". Dann habe ich, in der vierten Schwangerschaft, getrieben vom Grauen vor dem ständig plärrenden Säugling die Lösung meines "Problems" gefunden: Aletha J. Solters Buch "Warum Babys weinen"

Hier geht es nicht darum, das Weinen abzustellen. Das tun wir alle. Sofort. Von Anfang an. Und das Kind lernt schnell. Dass Weinen nicht akzeptiert wird. Dass Mama und Papa ungehalten reagieren, wenn "Kind" weint. Dass man einen Schnuller in den Mund gesteckt, Kekse angeboten bekommt (Ersatzbefriedigung, spätere Erscheinungsform: übermäßiges Essen, Rauchen (ich), Trinken (auch ich, später), Drogenkonsum), viel herumgetragen, abgelenkt wird (Ersatzbefriedigung, spätere Erscheinungsform: Ablenkung durch Fernsehen oder andere Kulturangebote, Feste, Feiern, Clownerien, übermäßiger Einsatz in Vereinen, auf der Arbeit usw.). Ganz brutal wird es, wenn der fehlende Stessabbau in Gewalt mündet, Gewalt gegen Sachen und vor allem gegen Personen.

Also, Solter erklärt in ihrem Buch ganz schlüssig, dass Weinen nur eines bezweckt: Stressabbau. Wenn du mal ganz genau nachfühlst, wie es dir geht, nachdem du ausreichend weinen konntest, wirst du das gut verstehen. Sei' froh, dass du weinen kannst. Du gehörst zu den wenigen Menschen, die keinen Buckel bekommen werden, keine Enttäuschungsfalten im Gesicht (wie die Merkel) und bestimmt keine Magengeschwüre.

Was du lernen musst, wie du schreibst willst, ist eine Anleitung dafür, anderen Menschen nicht zur Last zu fallen, mit deinem Weinen. Auch ich habe -jetzt endlich- einen sehr verständnisvollen Partner, der sich trotzdem schuldig fühlt, sollte ich mal wieder "schwimmen". Ich sage ihm dann, dass es nichts mit ihm zu tun hat, ungefähr den Grund, den er natürlich, Pragmatiker, der er ist, nicht versteht, aber akzeptiert, und bitte ihn, mich einfach nur festzuhalten, falls er das kann, ansonsten, mich in Ruhe weinen zu lassen. Es funktioniert!

Bei gesellschaftlichen Gelegenheiten bei denen es sich eh' schickt (Beerdigung, leidenschaftliche politische oder soziale Reden, Verabschiedungen) verdrücke ich dann schon die eine oder andere Träne, ohne dass ich es belastend finde für die Leute um mich rum.

Bitte, bitte, besorg' dir dieses Buch! (ich biete es demnächst bei ebay an, nicht weil ich Geld machen will, sondern weil es mir ein Bedürfniss ist, es meinen Mitmenschen nahe zu bringen). Schau' halt erstmal in der Stadtbücherei nach. Habe ich auch gemacht, bevor ich es mir (weil ich es verliehen hatte, doppelt) kaufte. Ich weiß, du bist Studentin, hast wohl noch keine Kinder, aber trotzdem... Auch du bist in der Lage, dich selbst als Kind, als Säugling zu sehen, dich zu sehen als kleines, hilfsbedürftiges Baby, und dich auf den Arm zu nehmen, dir selbst Verständnis zu geben und dein eigenes Weinen zu unterstützen...

Bereite dich darauf vor, dass es dauern wird. Ich selbst habe fünfzehn Jahre gebraucht, von der Erkenntnis bis zu meiner Überzeugung, dass ich diese weitergeben möchte, muss.

In diesem Sinne: Lass' uns aus vollem Herzen weinen, auf dass wir aus vollem Herzen auch lachen können!

Liebe Grüße, ghellina

P.S. Vor lauter Missionsbewusstsein bin ich garnicht richtig eingegangen auf das Problem mit deiner Mutter: Liebes, wir Frauen haben alle die gleiche Erfahrung: wir identifizieren uns mit ihr, wir lehnen sie ab, wir wollen alle ganz anders sein und trotzdem wünschen wir uns nur das eine: Sie soll uns lieben. So wie wir sind. Ein absolut berechtigter Wunsch. In einer idealen Gesellschaft würde uns unsere Mutter ihre uneingeschränkte Liebe vermitteln und gleichzeitig uns das Rüstzeug für den Umgang mir der Welt mitgeben.

Wir leben aber nicht in einer idealen Gesellschaft. Auch unsere Mütter sind Produkte ihrer Umwelt, der Vorstellungen ihrer Eltern und der Gesellschaft, in der sie aufgewachsen sind. Erst wenn du begriffen hast, das deine Mutter nicht anders kann, als dich zu kritisieren, weil sie sonst ihre eigenen Maßstäbe in Frage stellen müsste, wenn du ihr das verzeihst, weil du es verstehts, wirst du erkennen, dass sie dich wirklich liebt, auf ihre eigene, unvollkommene Art und Weise.

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