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Waschzwang aufgrund von "seltsamen" Beobachtungen

24. Februar 2012 um 16:06

Ich habe Berührungsängste und einen Waschzwang. Die Herkunft von beidem kann ich mir erklären. Als ich kleiner war (ca. 3-11 Jahre) schlief ich in der Mitte im Bett meiner Eltern. Des öfteren schob mich mein Vater auf die Seite. Er rammelte, entschuldigt bittedie Ausdrucksweise, meine Mutter von hinten an. Beide hatten währenddessen Kleidung an und meine Mutter schlief bis zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich.Kann man hierbei von sexuellen Missbrauch reden? In mir hat dies tiefe Wunden hinterlassen. Ich habe ein manchmal Misstrauen gegenüber Männern und auch Angst vor Berührungen. Der Waschzwang hat auch mit der Sache zu tun. Ich weiß nicht, ob man es als solcher bezeichnen kann. Ich muss mir sofort die Hände waschen, wenn ich etwas berühre, das zuvor mein Vater berührt hat. Dies schränkt mein Leben (hier im Haus) sehr ein. Ich finde es an manchen Tagen unerträglich. Ich habe schon des öfteren darüber nachgedacht, mir etwas anzutun oder von zu Hause abzuhauen, obwohl es mir dort, abgesehen von den Problemen aufgrund des Waschzwanges, gut geht.

Gibt es hier im Forum jemand, der eine ähnliche Erfahrung gemacht hat?
Habt ihr Tipps im Bezug auf dem Umgang mit dem Waschzwang und dem Verarbeiten des Erlebten ( vielleicht auch jenseits psycholigischer Behandlungen)?
Ich danke euch im Vorraus schon einmal für ale Tipps und Ratschläge .

LG VanVallo

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24. Februar 2012 um 18:33

Ähm...
bist du dir sicher das deine Mutter zu diesem Zeitpunkt noch schlief? Vielleicht solltest du ganz doll zu probieren deine Hände nicht so oft zu waschen, hört sich zwar doof an aber du solltest es wirklich probieren. Wenn du merkst das du dir die Hände waschen willst dann hau dir auf die Finger und denk dran das du dir die Hände NICHT waschen willst höchstens nachdem du auf Klo warst oder so.

Und wenn es nicht funktioniert dann solltest du echt zum Psychologen gehen.

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24. Februar 2012 um 19:41

Hallo Vanvallo
Als erstes würde ich an deiner stelle mit einem Therapeuten reden und in fragen, ob du deine Mutter darauf ansprechen sollst. Er kann dir mit sicherheit auch bei deinem Waschzwang helfen.

Den Eltern dabei zu zuschauen kann in dem von dir geschildertem Alter für ein Kind sehr schockierent sein. Auch deshalb denke ich, dass du einen Therapeuten benötigst.

Darf ich fragen wie alt du jetzt bist?

Lg

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25. Februar 2012 um 16:13

Danke für eure Antworten
Ich glaube meine Mutter hat nicht immer geschlafen bzw. wurde durch die ganze "Aktion" wach. Einmal habe ich auch ein kurzes Gespräch mitbekommen, aufgrunde dessen sich schließen ließ, das sie es nicht wollte.
Manchmal habe ich bezüglich meines Waschzwangs gute Phasen, aber dann kommen meistens doch wieder Tiefs. Mit rationalen Denken kommt man bei einer solchen Erkrankung nicht weit, da hat sich ein System einfach zu tief in den Kopf eingenistet. Es kam auch schon vor, dass ich wirklich diszipliniert diesbezüglich sein konnte, aber dann gings, wie schon gesagt, doch wieder nicht.
Ob ich eine Therapie machen soll, habe ich mir schon oft überlegt, aber ich hätte Angst, dass ich so in noch größere Erklärungsnot kommen würde, weil meine Mutter wieder und vielleicht hartnäckiger fragen würde, was der Grund für meinen Waschzwang sei. Um esto111s Frage zu beantworten: Ich bin 16 Jahre alt.

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