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Was zum Teufel stimmt mit mir nicht ...

28. Dezember 2008 um 22:35 Letzte Antwort: 29. Dezember 2008 um 9:38

Hallo Ihr

Auch ich wende mich in der Hoffnung an Euch, dass mir irgendjemand den entscheidenen Tipp geben kann.
Mein Problem in Kurzform ist folgendes: Ein guter Freund von mir ist der Meinung, dass ich aufgrund eines unbewussten weil unterbewussten Problems beziehungsunfähig bin. Mein Vater hat mich und meine Mutter verlassen als ich noch sehr klein war. Er lebt zwar in meiner Nähe, ist aber für mich längst gestorben, da er niemals das geringste Interesse an mir hatte. Ich erzähle das weil mein Freund glaubt, dass hier die Ursache für mein sogenanntes Verhaltensmuster ist und mir nur noch eine Hypnose-Therapie helfen kann. In einer Beziehung bin ich gerne distanziert und kühl, Zuneigung für meinen Partner, speziell sexuell, gibt es eigentlich immer nur wenn MIR danach ist. Geschenke für meinen Partner sind unpersönlich und rein materieller Natur. Wenn ich selber mal persönliche Dinge wie Ringe oder Ketten etc. geschenkt bekomme, verliere oder beschädige ich sie. Wenn ich in einer Beziehung bin flirte ich gerne mit gebundenen Männern, wenn ich solo bin werfe ich mich gerne gebundenen Männern an den Hals, vor allem wenn sie eigentlich glücklich verheiratet sind und Kinder haben. Die Männer springen ja auch immer wieder mal darauf an und lassen sich auf eine Affäre mit mir ein. Sie erzählen und schreiben mir dann auch von ihrer Familie. Obwohl ich kein eiskalter oder schlechter Mensch bin, erregt mich dieser Zustand irgendwie immer wieder. Die mit Abstand größte körperliche Erregung bei meinem Exfreund hatte ich tatsächlich als er eine neue Freundin hatte und ich wusste, dass sie auf ihn wartet. Ich war in höchstem Maße erregt und habe ihn regelrecht angesprungen, wir hatten in dieser Zeit unseren besten Sex. Beim Sex macht mir die klassische Missionarsstellung nicht den geringsten Spaß, im Gegenteil, irgendwie widert mich das an. Erst recht wenn ein Mann sich dabei dann noch hinkniet und meine Beine anhebt oder festhält. Dann geht bei mir garnichts mehr. Für mich gibt es beim Sex eigentlich nur die Löffelchen-Stllung im Liegen von hinten. Das ist im Grunde die einzige Stellung die mich erregt und ggf. befriedigt. Am liebsten abgwendet von meinem Partner. Genauso wenig gerne küsse ich meinen Partenr intensiv, es sind fast alles nur Küsschen. Wenn mein Partner verständlicherweise öfter erregt und mir dadurch zu aufdringlich ist, befriedige ich ihn lieber von Hand oder oral als mich benutzen zu lassen. Mein guter Freund ist nun der Meinung, dass ich im Unterbewusstsein keinen Mann ganz haben will weil meine Mutter auch keinen hatte. Andereseits wünsche ich mir aber immer wieder einen Mann und eine Familie. Das merke ich daran, dass ich die schnell Männer in SMS, Emails oder vor anderen schnell als meine Männer und mich als ihre Frau oder sogar Traumfrau bezeichne. Ein weiteres Problem von mir ist, dass ich mich sehr gerne und sehr intensiv mitteile. Vor allem schriftlich. Ich gebe sämtliche, mir anvertrauten Details meines Exfreundes ungehemmt weiter. Obwohl meine Affären im Grunde noch Fremde sind und sie das absolut nichts angeht. Wenn ich mal alleine bin fallen mir immer wieder meine Freundinnen ein, die ich ansonsten mal gerne vernachlässige. Wie gesagt, mein guter Freund ist der Meinung, dass mir nur noch eine Therapie, speziell eine Hypnose-Therapie helfen kann, weil es seiner Meinung nach ein Problem ist, dass mir garnicht bewusst ist und nicht über den Verstand gesteuert werden kann. Wer kann mir helfen? Wer erkennt mein Problem oder hat vielleicht sogar das selbe Problem? Was kann ich tun oder sollte ich überhaupt etwas tun? In erster Linie ist mein Verhalten nämlich nur meinem guten Freund aufgestossen..

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29. Dezember 2008 um 9:38

Ich bin ja
jetzt keine Fachfrau , aber wozu Hypnose? Die Ursache scheint ja schon mehr oder weniger klar zu sein, oder nich? Ich sehe das so: Das kleine Mädchen, das du mal warst, hat miterlebt, wie die MUtter verlassen wurde. Es hat gelernt, das andere Frauen einem den Mann wegnehmen können und man plötzlich ganz alleine dasteht und irgendwie hat es auch gelernt, dass es wichtig ist für eine Frau einen Mann 1. zu haben und 2. zu behalten. Jetzt bist du eine Frau und versuchst dir immer und immer wieder zu beweisen, dass du so attraktiv und begehrenswert bist, dass DU anderen Frauen mit Leichtigkeit die Männer wegschnappen kannst. In eine längere Beziehung kannst du keine Gefühle investieren, denn dann würdest du riskieren , verlassen zu werden. Du weißt, dass dir dasselbe passieren kann wie deiner Mutter und eben allen Menschen, enttäuscht und verlassen zu werden, du willst das aber nicht wahrhaben, weil es zu schmerzlich ist.
Du weist alle ab aus Selbstschutz, weil du insgeheim davon überzeugt bist, nicht wirklich liebenswert zu sein. Du solltest dir aber ein paar Dinge klarmachen: Es ist nicht unbedingt ein Beweis für Attraktivität, wenn eine Frau Affairen - auch mit gebundenen Männern - hat, sondern vielmehr für die Charakterlosigkeit der Männer, die ihre Frauen betrügen, außerdem sind Männer generell leicht rumzukriegen. Aber tief innen drin hast du ja grade Angst davor, dass du es keinem Mann wert bist, bei dir zu BLEIBEN, wie im Fall deiner Mutter. Aber auch sowas hat nichts mit Attraktivität oder Wert zu tun: Allen Frauen kann das passieren, ALLEN.
Und das A und O im Leben einer Frau sollte auch nicht unbedingt sein, einen Mann zu haben. Warum versuchst du nicht, dein Selbstwertgefühl aus anderen Bereichen zu holen? Ob du einmal eine Familie haben wirst oder nicht, ist Schicksal.
Wenn du unter deinem Verhalten leidest, solltest du vielleicht mal mit einem Therapeuten sprechen.
Wünsche dir auf jeden Fall alles Gute,

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