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Was tun nach Haftentlassung?

11. Februar 2016 um 12:39 Letzte Antwort: 12. Februar 2016 um 11:09

Ich bin derzeit in Haft und werde in drei Monaten entlassen. Darauf freue ich mich zwar, habe aber auch große Angst, weil ich nicht weiß, was dann aus mir wird. Es gibt zwar einen Verein zur Unterstützung, aber mein Problem ist eher ein längerfristiges, weil ich einfach nicht in der Lage bin, mein Leben zu meistern. Das beginnt schon damit, dass ich wie man mir gesagt hat mit meinem Vorleben (kein Lehrabschluss, Drogensucht, Haft) keine Chance auf einen Job habe.

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11. Februar 2016 um 15:22

Nabend
Die Frage ist wie lange du in Haft warst? Je nach länge der Strafe wird dir die Eingliederung leichter oder eben schwerer Fallen. Wenn du noch Familie hast die hinter dir steht dann erleichtert das noch einmal deinen Neustart.

Bist du im OV? Wenn ja, dann schau dich früh genug nach einer kleinen Wohnung um und nehme kontakt zur Gefangenenhilfe auf. Die helfen einem für gewöhnlich.

Arbeitstechnisch sind Zeitarbeiterfirmen eine gute Adresse. Die mögen nicht sehr zimperlich sein schauen aber ganz gerne mal über die ein oder andere Vorstrafe hinweg.

Bei deinem langfristigeren Problem muss ich dir ja nichts vormachen, du weißt selber wie viele Rückfällig werden. Andererseits gibt es auch genug Leute die sich trotz langer Haft ein passables Leben aufgebaut haben.

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11. Februar 2016 um 15:43
In Antwort auf nico8411

Nabend
Die Frage ist wie lange du in Haft warst? Je nach länge der Strafe wird dir die Eingliederung leichter oder eben schwerer Fallen. Wenn du noch Familie hast die hinter dir steht dann erleichtert das noch einmal deinen Neustart.

Bist du im OV? Wenn ja, dann schau dich früh genug nach einer kleinen Wohnung um und nehme kontakt zur Gefangenenhilfe auf. Die helfen einem für gewöhnlich.

Arbeitstechnisch sind Zeitarbeiterfirmen eine gute Adresse. Die mögen nicht sehr zimperlich sein schauen aber ganz gerne mal über die ein oder andere Vorstrafe hinweg.

Bei deinem langfristigeren Problem muss ich dir ja nichts vormachen, du weißt selber wie viele Rückfällig werden. Andererseits gibt es auch genug Leute die sich trotz langer Haft ein passables Leben aufgebaut haben.

Danke für deine Worte
Ich bin jetzt seit bald zwei Jahren in Haft. Im OV bin ich nicht, habe aber jetzt dann einige Ausgangstage. Bei uns in Österreich gibt es den Verein Neustart, der auch WG-Wohnungen hat, wo man eine zeitlang unterkommen kann. Mein Problem ist ja eher dass ich längerfristig nicht weiß, was aus mir werden soll. Und ich weiß dass es dann nicht weit ist, und ich hänge wieder an der Nadel. Zeitarbeitsfirmen sind vielleicht eine Idee. Bisher sagen mir alle, dass ich keine Chance habe, irgendeinen Job zu kriegen.

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11. Februar 2016 um 15:59
In Antwort auf dummenuss9

Danke für deine Worte
Ich bin jetzt seit bald zwei Jahren in Haft. Im OV bin ich nicht, habe aber jetzt dann einige Ausgangstage. Bei uns in Österreich gibt es den Verein Neustart, der auch WG-Wohnungen hat, wo man eine zeitlang unterkommen kann. Mein Problem ist ja eher dass ich längerfristig nicht weiß, was aus mir werden soll. Und ich weiß dass es dann nicht weit ist, und ich hänge wieder an der Nadel. Zeitarbeitsfirmen sind vielleicht eine Idee. Bisher sagen mir alle, dass ich keine Chance habe, irgendeinen Job zu kriegen.

Dafür brauchst du nun wirklich nicht zu danken
Gut in zwei Jahren hat sich nicht sonderlich viel verändert, da sollte das zurückkehren leicht fallen.

Die WG-Wohnung ist ja schon mal ein guter Start, dann hast du das Problem schon mal von der Backe.

Noch ein kleiner Tipp, grade was die Drogenszene anbetrifft... zieh dich aus deinem alten Umfeld zurück. Geh am besten in eine andere Stadt um da etwas Abstand zu gewinnen.

Einen Job zu finden ist nicht einfach aber auch nicht unmöglich. Ich habe damals 4 oder 5 Monate benötigt um etwas zu finden und das mit mehr "Knasterfahrung". Mein Traumjob war es nicht aber ich habe Geld verdient.
Ist halt alles so wie bei der Justiz, die Mühlen mahlen langsam aber sie mahlen. Man muss nur die nötige Geduld mitbringen. .

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11. Februar 2016 um 16:38
In Antwort auf nico8411

Dafür brauchst du nun wirklich nicht zu danken
Gut in zwei Jahren hat sich nicht sonderlich viel verändert, da sollte das zurückkehren leicht fallen.

Die WG-Wohnung ist ja schon mal ein guter Start, dann hast du das Problem schon mal von der Backe.

Noch ein kleiner Tipp, grade was die Drogenszene anbetrifft... zieh dich aus deinem alten Umfeld zurück. Geh am besten in eine andere Stadt um da etwas Abstand zu gewinnen.

Einen Job zu finden ist nicht einfach aber auch nicht unmöglich. Ich habe damals 4 oder 5 Monate benötigt um etwas zu finden und das mit mehr "Knasterfahrung". Mein Traumjob war es nicht aber ich habe Geld verdient.
Ist halt alles so wie bei der Justiz, die Mühlen mahlen langsam aber sie mahlen. Man muss nur die nötige Geduld mitbringen. .

Darf ich fragen,
wie lange du in Haft warst? (Kannst gerne auch per PN antworten). Nachdem ich sonst nichts anderes finde, werde ich halt in eine WG ziehen. Aber ich mache das nur ungern, weil da wohl lauter Frauen sind, die genauso kaputt sind wie ich.
Ja, dass ich aus Wien weg muss, ist mir auch klar.

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11. Februar 2016 um 17:27
In Antwort auf dummenuss9

Darf ich fragen,
wie lange du in Haft warst? (Kannst gerne auch per PN antworten). Nachdem ich sonst nichts anderes finde, werde ich halt in eine WG ziehen. Aber ich mache das nur ungern, weil da wohl lauter Frauen sind, die genauso kaputt sind wie ich.
Ja, dass ich aus Wien weg muss, ist mir auch klar.

Ich...
sitze grade mein 16 Jahr in Haft ab, insgesamt werden es bis zur Entlassung 17 Jahre.
Joar das kann ich mir vorstellen. Ich bin damals in einer ähnlichen Unterkunft untergekommen. 4 Bettzimmer und eine gemeinschaftliche Küche. Naja wählerisch ist man ja schon lange nicht mehr.
Such dir in ruhe etwas neues und lass es erst mal ruhig angehen.

So muss nun aber auch, mal los. Schreibe gerne morgen weiter aber für mich heißt es nun die Füße hochlegen und die nächsten 13 Stunden absitzen.

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12. Februar 2016 um 9:00
In Antwort auf nico8411

Ich...
sitze grade mein 16 Jahr in Haft ab, insgesamt werden es bis zur Entlassung 17 Jahre.
Joar das kann ich mir vorstellen. Ich bin damals in einer ähnlichen Unterkunft untergekommen. 4 Bettzimmer und eine gemeinschaftliche Küche. Naja wählerisch ist man ja schon lange nicht mehr.
Such dir in ruhe etwas neues und lass es erst mal ruhig angehen.

So muss nun aber auch, mal los. Schreibe gerne morgen weiter aber für mich heißt es nun die Füße hochlegen und die nächsten 13 Stunden absitzen.

Wünsche dir alles Gute
Da hast du ja ganz schön was ausgefasst! Ist es bei euch leicht, zu einem Computer zu kommen? Bei uns geht das nur, weil ich einen Kurs mache.

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12. Februar 2016 um 11:09
In Antwort auf dummenuss9

Wünsche dir alles Gute
Da hast du ja ganz schön was ausgefasst! Ist es bei euch leicht, zu einem Computer zu kommen? Bei uns geht das nur, weil ich einen Kurs mache.

...
Unschuldig bin ich sicherlich nicht.

Computerkurse hatte ich zwar als Jugendlicher aber alles ohne Internet. Leicht einen zu bekommen war es aber nicht.

Ich habe nun aber den Vorteil das ich im OV bin und entsprechend draußen arbeite. Da kann man recht entspannt ins Internet.

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