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Was stimmt nicht mit mir?

19. August 2014 um 14:47 Letzte Antwort: 28. August 2014 um 13:04

Hallo liebes Forum,
ich lese hier schon eine Weile mit und ich hoffe, vielleicht könnt ihr mir den einen oder anderen Rat geben, denn ich weiß nicht mehr weiter - Achtung, wird lang, sorry



Ich bin 28, habe eine ganz süße, 20 Monate alte Tochter und bin seit fast 6 Jahren mit ihrem Papa zusammen. Als Mutter bin ich total glücklich, gehe darin auf und das Zusammensein als Familie ist (meist) total harmonisch. Das ist das Positive. Das einzig positive, was ich zustande gebracht habe.

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Ich habe bisher bei allem immer nur versagt, aufgegeben. Seit meinem Abi habe ich zwei Studien und eine Ausbildung abgebrochen, hatte eine Fehlgeburt (2007) und bin zZ arbeitslos. Ich habe das Gefühl, ich sitze in einem tiefen Loch fest. Ich habe Tage, da bekomme ich meinen Ar*** einfach nicht hoch, ich bin nur noch abgeschlagen und müde, schlafe auch tagsüber viel. Ich weine viel, wenn ich allein bin und bin gegenüber meinem Freund teils sehr launisch und manchmal unfair, dass merke ich ja selber und habe dann ein schlechtes Gewissen.
Manchmal brauche ich eine halbe Stunde, ehe ich mich entschließen kann, meine Tochter vom Kindergarten zu holen. Teils, weil ich manchmal nicht weiß, was ich dann tun soll mit ihr, manchmal weil ich denke, sie kriegt mit, wie es mir geht und ich möchte nicht, dass sie das irgentwie belastet.

Seit meine Tochter geboren ist, weiß ich, dass ich Erzieherin werden will. Und obwohl ich weiß, dass es endlich die richtige Entscheidung ist, habe ich Angst, dass ich das nicht schaffe. Manchmal bin ich ja schon mit meinem Kind allein überfordert, wie soll das dann mit 5 oder 6 aussehen? Und die Zulassungsvorraussetzungen sind ein Graus. Ich kann mir selbst keine schulische Ausbildung leisten, Bafoeg bekomme ich nicht mehr und ich liege meinem Freund ja sowieso schon auf der Tasche. Er ist ja im Moment quasi Alleinernährer, für ihn ist das auch belastend. Ich bin immer nur sauer, wenn er so spät nach hause kommt.....

Ich weiß nicht mehr weiter - manchmal möchte ich einfach abhauen, nicht mehr da sein. Das wäre eine Erlösung! Und dann halte ich die Hand meiner Maus und ich weiß, dass ich sie nicht zurücklassen könnte. Sie ist alles Gute in meinem Leben. Alles andere geht gerade sowas von den Bach runter...

Ich weiß, dass das eigentlich kinderkram ist und ich mich zusammenreißen muss, aber es belastet mich so sehr. Vielleicht könnt ihr mir ja doch ein paar Tipps geben.

Liebe Grüße

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19. August 2014 um 22:03

Hilfe suchen
Hallo,

erstmals möchte ich sagen das es keines Wegs Kinderkram ist.
sondern ein ernstzunehmendes Thema ist.
Ich bin beruflich was dein anliegen angeht Beruflich bewant bin, daher denke ich das ich dir da weiterhelfen kann.

Wie lange geht es dir den schon so?

Als erstes ist es wichtig das du mit deinem Mann/Partner reden solltest und ihm genau das und deine Ängste ihm mitteilst.
Natürlich kann ich keine Diagnose stellen und das steht mir auch nicht zu, aber ich denke schon das man von einer Depressiven Verstimmung Reden kann. Und um dir wirklich zu helfen solltest du als erstes deinen Hausarzt auf suchen das er das mal begutachtet und eine erste Einschätzung abgibt. oder du suchst dir einen Facharzt meistens sind da aber die Wartezeiten etwas lang. in Größeren stäten gibt es auch Psychologiche anlaufstellen die erstmal nichts kosten um sich da beraten zu lassen. Das sind meistens träger von sozialen Einrichtungen die von Fachleuten geleitet werden.

wichtig ist das du keine scharm haben musst, anscheint machst du momentan eine Lebenskrise durch aus der man meistens nicht alleine raus findet. das muss keine peinlich sein denke daran das du eine Verantwortung hast nicht nur dir gegenüber, und das sich was du zur zeit durch machst auch auf dein umfelt aus wirkt auch wenn man das vielleicht selber nicht sieht.

Lg

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20. August 2014 um 6:52
In Antwort auf kyros_12297245

Hilfe suchen
Hallo,

erstmals möchte ich sagen das es keines Wegs Kinderkram ist.
sondern ein ernstzunehmendes Thema ist.
Ich bin beruflich was dein anliegen angeht Beruflich bewant bin, daher denke ich das ich dir da weiterhelfen kann.

Wie lange geht es dir den schon so?

Als erstes ist es wichtig das du mit deinem Mann/Partner reden solltest und ihm genau das und deine Ängste ihm mitteilst.
Natürlich kann ich keine Diagnose stellen und das steht mir auch nicht zu, aber ich denke schon das man von einer Depressiven Verstimmung Reden kann. Und um dir wirklich zu helfen solltest du als erstes deinen Hausarzt auf suchen das er das mal begutachtet und eine erste Einschätzung abgibt. oder du suchst dir einen Facharzt meistens sind da aber die Wartezeiten etwas lang. in Größeren stäten gibt es auch Psychologiche anlaufstellen die erstmal nichts kosten um sich da beraten zu lassen. Das sind meistens träger von sozialen Einrichtungen die von Fachleuten geleitet werden.

wichtig ist das du keine scharm haben musst, anscheint machst du momentan eine Lebenskrise durch aus der man meistens nicht alleine raus findet. das muss keine peinlich sein denke daran das du eine Verantwortung hast nicht nur dir gegenüber, und das sich was du zur zeit durch machst auch auf dein umfelt aus wirkt auch wenn man das vielleicht selber nicht sieht.

Lg

Guten morgen
Danke für deine Antwort. Ich dachte wirklich schon, dass ich mich lächerlich mache
Wie lange das schon so geht, kann ich gar nicht mal so genau sagen. Richtig krass ist es seit zwei Monaten etwa, seit meine Elternzeit offiziell rum ist und ich mich ständig vor meinen Groß- und Schwiegereltern in spe rechtfertigen muss. Warum ich die Ausbildung nicht fertig mache, mir keine andere "ordentliche" Ausbildung suche, ob ich wirklich denke, dass ich ausgerechnet Erzieherin werden will usw. Das macht mic jedesmal so wütend und traurig.

Aber schon vorher ging es mir phasenweise sehr schlecht. Das erste Mal nach meiner Fehlgeburt, dann wurde ich am Ausbildungsplatz gemobbt und zuletzt während meiner Schwangerschaft bzw. die ersten Monate danach.

Mein Partner kennt das Problem, versucht mich so gut es geht zu unterstützen, aber seine Worte prallen mittlerweile an mir ab, weil er immerwieder das selbe sagt. Er weiß auch nicht mehr, was er sagen oder tun soll. Manchmal glaube ich, ich gehe ihm auf die Nerven, wenn ich abends mal wieder nicht so fröhlich durch die Gegend hüpfe, wie er es gern hätte. Ich glaub, er will, dass ich ihm abends freudestrahlend von meinem herrlichen Tag erzähle, doch da gibts nunmal nichts zu berichten und schon gar nichts schönes.

Auch meine Arbeitsvermittlerin beim Amt denkt wohl, ich hab einen an der Klatsche. Ich sollte schon eine Art IQ-Test machen und eine Selbsteinschätzung zu meiner Arbeitseinstellung. Dabei kam wohl raus, dass meine Auffassungsgabe "Überdurchschnittlich" ist, aber ihr passt meine Selbsteinschätzung wohl nicht. Ich habe nunmal schon lange kein gutes Bild von mir. Deswegen soll ich Montag zur psychologischen Beratung aufs Amt. Ich hab tierisch Angst davor!

Zu meinem Hausarzt traue ich ich nicht. Weil wir umgezogen sind, habe ich mir vor kurzem einen neuen gesucht und war da erst einmal. Zwar bin ich noch lange nach dem Umzug zu meiner alten Hausärztin gegangen, aber dorthin geht auch die Familie meines EX und die kennen die auch noch persönlich und ich will nicht riskieren, dass die doch mal plaudert - Schweigepflicht hin oder her, wir sind alle Tratschtanten

Naja, das hier sieht schon wieder verdächtig nach Roman aus - LG

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20. August 2014 um 9:22
In Antwort auf susana_12480367

Guten morgen
Danke für deine Antwort. Ich dachte wirklich schon, dass ich mich lächerlich mache
Wie lange das schon so geht, kann ich gar nicht mal so genau sagen. Richtig krass ist es seit zwei Monaten etwa, seit meine Elternzeit offiziell rum ist und ich mich ständig vor meinen Groß- und Schwiegereltern in spe rechtfertigen muss. Warum ich die Ausbildung nicht fertig mache, mir keine andere "ordentliche" Ausbildung suche, ob ich wirklich denke, dass ich ausgerechnet Erzieherin werden will usw. Das macht mic jedesmal so wütend und traurig.

Aber schon vorher ging es mir phasenweise sehr schlecht. Das erste Mal nach meiner Fehlgeburt, dann wurde ich am Ausbildungsplatz gemobbt und zuletzt während meiner Schwangerschaft bzw. die ersten Monate danach.

Mein Partner kennt das Problem, versucht mich so gut es geht zu unterstützen, aber seine Worte prallen mittlerweile an mir ab, weil er immerwieder das selbe sagt. Er weiß auch nicht mehr, was er sagen oder tun soll. Manchmal glaube ich, ich gehe ihm auf die Nerven, wenn ich abends mal wieder nicht so fröhlich durch die Gegend hüpfe, wie er es gern hätte. Ich glaub, er will, dass ich ihm abends freudestrahlend von meinem herrlichen Tag erzähle, doch da gibts nunmal nichts zu berichten und schon gar nichts schönes.

Auch meine Arbeitsvermittlerin beim Amt denkt wohl, ich hab einen an der Klatsche. Ich sollte schon eine Art IQ-Test machen und eine Selbsteinschätzung zu meiner Arbeitseinstellung. Dabei kam wohl raus, dass meine Auffassungsgabe "Überdurchschnittlich" ist, aber ihr passt meine Selbsteinschätzung wohl nicht. Ich habe nunmal schon lange kein gutes Bild von mir. Deswegen soll ich Montag zur psychologischen Beratung aufs Amt. Ich hab tierisch Angst davor!

Zu meinem Hausarzt traue ich ich nicht. Weil wir umgezogen sind, habe ich mir vor kurzem einen neuen gesucht und war da erst einmal. Zwar bin ich noch lange nach dem Umzug zu meiner alten Hausärztin gegangen, aber dorthin geht auch die Familie meines EX und die kennen die auch noch persönlich und ich will nicht riskieren, dass die doch mal plaudert - Schweigepflicht hin oder her, wir sind alle Tratschtanten

Naja, das hier sieht schon wieder verdächtig nach Roman aus - LG

Morgen
Also nach dem du jetzt noch ein wenig mehr ins Detail gegangen bist, bin ich jetzt noch mehr der meinung das du einen Arzt auf suchen solltest.
Wie ich schon sagte kannst du dich ja auch direkt an einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie wenden manchmal muss man nur ein paar Wochen warten. Ansonsten bist du erst mal auch bei einem Arzt für Allgemeinmedizin auch gut beraten.
Wenn du zu deinem Hausarzt nicht möchtest bin ich mir sicher das er nicht der einzige in der Nähe ist

Es ist aber schon mal gut das du mit deinem Partner geredet hast und er deine Problematik kennt. Vergesse aber bei der ganzen Sache nicht das er dir nicht in den Kopf sehen kann, und Psychische Probleme nicht sieht wie z.b ein gebrochenes Bein.

Zu psychologischen Beratung vom Amt kann ich jetzt leider nichts sagen, halte es aber persönlich erst mal für eine gute Sache und solltest das nutzen.

Um dir jetzt noch weitere Möglichkeiten auf zu zählen auch wenn die erst mal abschrecken für die betroffenen sind, was aber wirklich nicht sein muss ist ein Aufenthalt im Stationären oder in einen Tageskliniken Bereich. Da gibt es auch immer Sozialarbeiter die wie z.b bei beruflichen Situationen zwegs Ausbildung Weiterbildung etc. helfen können. Mann kann sich auch da selber vorstellen, und die geben dann eine ein Schätzung ob das nötig ist.
Ich persönlich würde erst mal den weg über einen HA oder FA gehen.

Und noch mal dir muss das nicht peinlich sein wir haben Patzienten die für weniger zu uns kommen. für weitere Fragen kannst du dich gern weiter hier bei mir melden

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28. August 2014 um 13:04

Update
Montag war ich beim arbeitspsychologischem Dienst- hätte ichs mir mal erspart...

Ich weiß nicht, was der Kerl da erwartet hatte, aber der stocherte die ganze Zeit nur auf meinem Selbstbewusstsein herum. Erstens weiß ich selbst, dass ich mir mal eines zulegen müsste und zweitens hat mich die Leiher irgendwann so fertig gemacht, dass ich am liebsten gegangen wäre! Woher soll ich denn wissen, warum ich nichts wert bin? Das muss der doch keine zehn mal fragen! Ich war danach komplett am Ende, als wäre ich Marathon gelaufen, mein Kopf war komplett leer, zu Hause ab ich erst geheult und dann geschlafen, weil ich so KO war.

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