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Was soll ich jetzt nur machen?

17. Juli 2012 um 19:57

Hallo Zusammen!

Ich bin vor nunmehr 1 Jahr in die USA ausgewandert. Habe keine richtige Familie mehr in meinem Heimatland, allerdings habe ich Familie hier in den Staaten. Ich war in der gluecklichen Lage, durch meinen alten Arbeitsplatz, eine Stelle in unserer amerikanischen Aussenstelle zu bekommen. Ich habe bereits mehr als 12 Jahre Erfahrung auf meinem Gebiet, dennoch konnte mir keine fixe Stelle angeboten werden sondern ein Trainingsprogramm. Danach wurde mir natuerlich gesagt, wird es sicher zu einer Einstellung kommen. Da ich ohne Visum natuerlich nicht laenger als 3 Monate in den Staaten bleiben kann, nahm ich diese Stelle im Trainingsprogramm an u. hoffte mehr als 1 Jahr, dass sich die Dinge zum guten wenden. Alles, ausser in der Arbeit, lief toll. Das Leben mit u. neben meiner Familie laeuft toll, ich habe hier in der Arbeit sogar meinen Freund gefunden. Wir haben uns verliebt u. sind seither zusammen. Er ist zwar auch Oesterreicher, hat aber die greencard, d.h. er ist nicht so an diese Firma gebunden wie ich. Das vergangene Jahr war die Hoelle. Ich hatte NICHTS zu tun, keiner zeigte mir meinen Aufgabenbereich, man wird behandelt wie ein Ferialpraktikant bzw. als waere man frisch von der Universitaet (das alles hab ich lange hinter mir). Ich dachte mir immer, egal, Du willst hier sein, es gefaellt Dir in diesem Land, sei stark. Versuch Dich zu interessieren, zeig wer Du bist. Fehlanzeige. Es gibt keine Chance sich zu etablieren. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass der Aufgabenbereich hier GANZ u. GAR nicht meiner Expertise entspricht, sprich, ich kenne mich nicht aus. Erklaert wird einem nichts...usw. Mit einem Wort, Horror. Man schlaegt die Zeit tot u. es interessiert auch keinen. Jedenfalls ging nun das Jahr zu Ende u. ich fragte beim obersten Boss nach ob es vielleicht fuer mich eine Chance gaebe zu bleiben allerdings in einem anderen Feld bzw. einer anderen Abteilung. Er hat sofort verneint u. gemeint, wenn, dann nur in meiner jetzigen Abteilung und mit meinen jetzigen Agenden (die ja allerdings gar nicht vorhanden waren/sind). Da mein Freund und ich uns hier in diesem Jahr ein kleines Reich aufgebaut haben und ich in Oesterreich alles abgebrochen, aufgegeben habe, WILL ich nicht zurueck. Ich WILL hierbleiben. Nun ist mir eben angeboten worden, ich koenne diese lachhafte Stelle um 6 Monate verlaengern u. danach sehen wir nochmal weiter. D.h. weitere 6 Monate in einem Bereich arbeiten der einem nicht liegt, wo nichts zu tun ist und fuer so gut wie kein Geld...oder eben nach Hause. Ich hab gesagt, ok, ich versuch es. Nur hab ich jetzt eine Aufgabe bekommen, in diesem vorher genannten Bereich in dem ich keine Erfahrung habe, und ich kann nicht wirklich damit glaenzen oder mich eindenken. Mein Freund ist, nur um es dazuzusagen, ebenfalls in diesem Trainingsprogramm (Trainingsprogramm ohne Trainings) und wurde auch "verlaengert". Er sucht schon seit fast 1 Jahr eine neue Arbeitsstelle und alles ohne Erfolg, obwohl er die grenncard hat. Wie gesagt....ich kann nicht mehr, jetzt noch diese Aufgabe die fuer mich schier unloesbar scheint. Ich will nicht mehr zurueck nach Oesterreich aber mittlerweile, in meiner Verzweiflung, waere mir alles lieber als in dieser Vorhoelle zu bleiben. Ich verliere dann meine Familie wieder, unsere kleine Wohnung, alles das ich hier habe. In Oesterreich erwartet mich nichts. Mein Freund wuerde zwar mitgehen aber ihm geht es hier besser als mir. Ich will das nicht von ihm verlangen. D.h. vielleicht verliere ich dann sogar ihn. Bitte, sagt mir was ihr denkt u. was ihr machen wuerdet.

Danke!!

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17. Juli 2012 um 20:49

Danke
erstmal fuer Deine Antwort. Du hast Recht, ich schaue mich staendig um andere Arbeitsstellen um. Das Problem ist, dass ich ein Visumssponsoring durch den Arbeitgeber benoetigen wuerde u. das ist, noch dazu in der momentanen, wirtschaftlichen Situation der USA, keiner gewillt zu geben. Daher laeuft das leider sehr erfolglos. Mein Freund hat sogar die staendige Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung fuer die USA und sucht trotzdem schon seit 1 Jahr vergebens. Traurig aber wahr.

Stimmt, bis lange wurde meine Leistung nicht bemaengelt, war ja nichts da zu bemaengeln. Umso trauriger finde ich es jetzt, das gerade die erste, richtige Aufgabe, die mir meine abnormale Chefin aufgehalst hat, nicht machbar zu sein scheint. Es fehtl mir Hintergrundinfo und natuerlich auch Erfahrung und Koennen auf dem Gebiet. Ich kenne meine Staerken und Schwaechen sehr gut und als ich das Gespraech mit dem "Oberboss" hatte, habe ich das auch sehr deutlich gemacht. Finanzanalyse (das ist der Bereich) ist nicht mein Feld der Expertise. Das wurde aber gepflegt ueberhoert. Jetzt steh ich da, hab diese Verlaengerung in der Tasche u. seh mich vor einer Zeit des Horrors.

Ich muss da irgendwie durch, ich will ja hierbleiben und im Moment ist diese Firma, LEIDER, der einzige Weg um hierzubleiben und auch Arbeit zu haben (wenn auch schlecht bezahlt im Vergleich zu meinem frueheren Leben)

DANKE nochmal fuer Deine aufbauenden Worte!!!

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