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Was sagt man dem Arzt??

11. Februar 2007 um 10:31

Hallo!!
Ich hab mal ne Frage...
Was erzählt man eigentlich seinem Arzt, wenn man an Depris leidet??
Ich wohne erst seit 1 Jahr hier und war in dieser Zeit erst einmal beim Arzt (wegen Magenschmerzen).
Ich zweifele seine Kompetenz in keiner Weise an und er war mir auch recht sympathisch, allerdings ist er auch ein eher lockerer Typ, der seine Scherzchen macht und ich weiß nicht, ob ich bei dem einen "Seelen-Striptease" hinlegen kann.
Bzw. das er das dann auch ernst nimmt.
Es käme mir auch etwas anmaßend vor, wenn ich da hingehe und sage:"Hallo, ich leide unter Depressionen."
Beschreibe ich ihm also lieber nur die Symthome und laß ihn selbst drauf kommen??
Das Problem ist auch, das ich meist darüber nachdenke endlich einen Arzt aufzusuchen, wenn es mir relativ gut geht (wenn es mir schlecht geht scheint mir sowieso alles sinnlos).
Tja und dann denke ich, wenn ich jetzt zum Arzt gehe, dann denkt der doch ich mach ihm was vor oder so.
Hätte nie gedacht, das es soviel Überwindung kostet zu nem Arzt zu gehen.
Ich möchte aber ne Therapie machen, damit ich endlich wieder "normal" leben kann...ohne Angst vor dem nächsten "Loch".
Wie habt ihr euch überwunden den ersten Schritt zu gehen und wie war das dann??
Ich würde mich über eure Antworten sehr freuen!!!

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11. Februar 2007 um 11:30

Direkt
Du brauchst Deinem Hausarzt gar nichts zu sagen und kannst direkt zu einem Psychotherapeuten oder Psychiater gehen. Du brauchst dafür keine Überweisung.

jaja

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11. Februar 2007 um 19:29

Vielen Dank
euch beiden für eure Antworten.
Ich habe bisher eigentlich immer gelesen, das man erst zum Hausarzt müßte um eine Überweisung zu bekommen.
Ich kann es mir leider nicht leisten die Kosten aus eigener Tasche zu zahlen.
Hat es euch (falls betroffen) eigentlich auch soviel Überwindung gekostet euch Hilfe zu suchen??
Ich denke immer, ich bräuchte doch einen "triftigen" Grund, sonst halten die mich alle für nen Spinner.

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11. Februar 2007 um 19:32
In Antwort auf zappelmauserbsenprinzessin

Vielen Dank
euch beiden für eure Antworten.
Ich habe bisher eigentlich immer gelesen, das man erst zum Hausarzt müßte um eine Überweisung zu bekommen.
Ich kann es mir leider nicht leisten die Kosten aus eigener Tasche zu zahlen.
Hat es euch (falls betroffen) eigentlich auch soviel Überwindung gekostet euch Hilfe zu suchen??
Ich denke immer, ich bräuchte doch einen "triftigen" Grund, sonst halten die mich alle für nen Spinner.

@ aggaknack
noch vergessen...gibt es zufällig eine "Kombination" aus Psychiater und Psychologen??
Deiner Beschreibung zufolge könnt ich wohl beides gebrauchen

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11. Februar 2007 um 21:16
In Antwort auf zappelmauserbsenprinzessin

@ aggaknack
noch vergessen...gibt es zufällig eine "Kombination" aus Psychiater und Psychologen??
Deiner Beschreibung zufolge könnt ich wohl beides gebrauchen


Geh zum Neurologen !!!!

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12. Februar 2007 um 1:40
In Antwort auf sadhbh_12471989


Geh zum Neurologen !!!!

Neurologe
Der weiß zwar auch besser Bescheid, als ein Hausarzt, ist aber dennoch nicht die beste Adresse.
Psychotherapeut (oder Psychiater) wären meine erste Empfehlung.

jaja

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12. Februar 2007 um 1:45

Nein
man braucht dafür keine Überweisung. Du kannst zum Psychotherapeuten wie auch zum Psychiater direkt gehen.
(Bei Privatversicherten gibt es die verschiedensten Sonderfälle). Der einzige Vorteil mit einer Überweisung ist der, dass Du wenn Du schon in dem Quartal bei einem Arzt warst und ohne Überweisung hingehst, Du dann die 10 Euro ein zweites Mal bezahlen müßtest.)

Der Unterschied zwischen Psychiater und Psychologen ist der, dass ein Psychiater die Heilung mit Medikamten gelernt hat, während der Psychotherapeut halt Psychotherapie (nicht Medikamente, sondern Gespräche etc.) als Weg gelernt hat.

jaja

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12. Februar 2007 um 1:49

Psychiater und Psychotherapeuten
Ein Psychiater IST ein Facharzt für Psychiatrie.
Ein Psychotherapeut hat, ausgehend von einer beliebigen Arztausbildung oder von einem Psychologiestudium, eine Weiterqualifikation zum Psychotherapeuten gemacht (dauert je nachdem, ob es tiefenpsychologisch oder Verhaltenstherapeutisch basiert ist, meist ca. 3-7 Jahre)

jaja

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12. Februar 2007 um 13:22
In Antwort auf zappelmauserbsenprinzessin

@ aggaknack
noch vergessen...gibt es zufällig eine "Kombination" aus Psychiater und Psychologen??
Deiner Beschreibung zufolge könnt ich wohl beides gebrauchen

Ich habe was anderes gefunden...
mein Arzt ist Neurologe und Psychiater. Nach 6 Jahren habe ich mich endlich aufgerafft und zuerst meinem Hausarzt von meinen vordergründigen, körperlichen Beschwerden erzählt, die mit der langjährigen Depression zusammenhängen.(Auch der hat bald erkannt, um was es sich bei mir handelt) Mein Hausarzt machte mir schnell klar, daß er mich nicht kompetent weiterbehandeln könne und hat mir einen Termin bei dem Neurologen/Psychiater gemacht. Das war im Dezember; jetzt fühle ich mich nach den ganzen miesen Jahren schon etwas besser! Ich habe auch so lange gewartet, weil ich das niemand sagen wollte. Glaube mir, es war ein Fehler! Ich habe auch immer gedacht, ich würde noch irgendwann mal die Kraft haben, mich selbst aus der Depression rauszuholen. Aber - es geht nicht alleine. Du kannst es ja erst mal vorsichtig angehen und umschreiben, wenn Du nicht gleich mit dem Wort "Depression" anfangen willst. Erzähle doch Deinem Arzt von Deinen Schlafstörungen, Deiner Einsamkeit, dem Verlust jeglicher Lebensfreude und aller sozialen Kontakte usw. oder was eben auf Dich zutrifft. Ich glaube, daß das jeder Arzt erkennen wird, wenn Du offen darüber sprichst.

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12. Februar 2007 um 17:42

Ja
da hast Du recht.

jaja

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