Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Was macht ihr, wenn die Freundin Stuß redet?

Was macht ihr, wenn die Freundin Stuß redet?

22. Mai 2011 um 20:39

Hallo, liebe Leute.

Ich bin in den 40ern, meine Freundin auch.
Wir kennen uns seit jüngster Kindheit, hatten mal ein paar Jahre keinen Kontakt, aber seit 2 Jahren läuft es wieder.
Wir verstehen uns auch wie früher, alles ist gut.

Aber in letzter Zeit fällt mir ihr "niederer" Horizont immer mehr auf.

Da gabs in jüngster Zeit 2 Sachen, wo ich nur noch den Kopf schütteln kann, weil oberflächlich gedacht.

Einmal ging es um das Thema Suizid und das andere Mal (heute) ums rauchen.
Sie ist so fern von der Realität, was diese Themen angeht wie die Sonne vom Mond.

Es fällt mir schwer, Dinge so stehen zu lassen, aber man kann sie auch nicht überzeugen und vielleicht will ich das auch gar nicht.
Soll ich ihr ihre Meinung lassen, auch wenn ich sie persönlich als extrem oberflächlich gedacht ansehe oder würdet ihr sowas ausdiskutieren?

Ich schwanke nämlich noch.

Mehr lesen

22. Mai 2011 um 22:36

Rauchen uä.
Also, es geht darum, dass ich niemand bin, der UNBEDINGT recht haben muss.
Ich kann Dinge auch stehen lassen und muß nicht meine Meinung durchbringen.
Dennoch bin ich ein wahrheitsliebender Mensch und gebe meine Meinung immer kund.

Im Fall Rauchen geht es darum, dass ich schon immer geraucht habe, vor knapp 2 Jahren habe ich aufgehört und hab auch kein Bedürfnis mehr danach, kann aber die Entspannung beim Rauchen nachzuvollziehen.
Mein Mann raucht noch. Nicht wenig.

Sie hat nun niemals geraucht und hatte auch noch nie einen Partner, der raucht.
Kann das also dementsprechend nicht nachvollziehen.

In den knapp 40 Jahren, in denen wir uns kennen, haben wir uns seltenst bis nie gestritten.
Wir sind fast immer einer Meinung und Dinge, wo wir nicht einer Meinung sind, da können wir uns ohne Härte drüber unterhalten.

Sie sagte nun heute, dass Rauchen mit Unsicherheit zu tun hat und Raucher sich hinter der Zigarette verstecken.
Das finde ich relativ primitiv gedacht, denn es ist allgemein bekannt, dass Nikotin eine Droge ist und für Entspannung sorgt.
In der Jugend haben wir (fast) alle mal der Coolness wegen angefangen, würde ich sagen.

In dem Sinne ging es nicht darum, dass sie Raucher verurteilt und ich ihr Nichtrauchen vorwerfe oä., sie hat mir niemals gesundheitliche Vorwürfe gemacht. Und ich habe akzeptiert, dass sie eben nie geraucht hat.

Meine Gedanken gingen nur einfach in die Richtung, dass ihre Denkweise relativ naiv ist. Genauso könnte man sagen: Dann hört doch einfach auf, zu rauchen. Dass das nicht so einfach ist, weil Droge, ist allgemein bekannt.

Kann aber nachvollziehen, dass sie da keine Ahnung von hat, weil sie nie geraucht hat und auch nie ein Bedürfnis danach bestand.

Ich habe ihr dann meine Sichtweise erklärt, sie hat auch nicht vehement auf ihrer Sichtweise bestanden, dennoch habe ich gemerkt, sie hats nicht begriffen...

Und es war keineswegs so, dass sie ihre Ruhe haben will oder ich, sondern dass es einfach das Unverständnis war, was mich zum Kopfschütteln brachte.

Aber gut, ich kann auch nachvollziehen, dass ich keine Ahnung von Dingen habe, mit denen ich noch nie zu tun hatte.

Ich habe auch nicht mehr viel dazu gesagt, hier war ich diejenige, die das nicht unbedingt ausdiskutieren wollte, eben aus o.g. Gründen. Ich dachte nur nach dem Telefonat, ob ich hätte mehr sagen müssen?

Genauso kam vor ein paar Monaten das Thema Suizid auf, was mich persönlich in meinem Umfeld betrifft und da kam eine ähnlich naive, unwissende Meinung von ihr. Ich habe das nicht weiter ausdiskutiert und dachte danach aber ähnlich wie beim Rauchen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. Mai 2011 um 22:40

Hab
ich auch nicht, auf meiner Meinung beharrt.
Habe aber kurz und knapp meine Meinung erklärt.

Habe aber festgestellt, dass sie irgendwie ein leichtes Scheuklappendenken besitzt und sich irgendwie auch nicht weiterbildet.

Irgendwie so...sie hängt in ihrem Leben fest und bleibt stehen.
Sie hat kein Interesse am PC, Internet schon mal gar nicht, das ist "neumodisches Zeug" und hat vor einem Jahr ihren Fernseher verkauft und kriegt irgendwie nichts mehr mit.

Dennoch verstehen wir uns gut, weil uns vor allem die Kindheit verbindet.

Und natürlich können wir über Dinge sprechen, lachen, diskutieren, wir streiten uns über sowas aber nie, sondern suchen dann ein anderes Thema.

Mach mir nur so meine Gedanken darüber.

Lass ich es stehen, weil sie eben eine andere Denke hat als ich oder bringe meine Meinung stärker mit konstruktiven Argumenten zum Ausdruck?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. Mai 2011 um 9:59
In Antwort auf jackydoe

Rauchen uä.
Also, es geht darum, dass ich niemand bin, der UNBEDINGT recht haben muss.
Ich kann Dinge auch stehen lassen und muß nicht meine Meinung durchbringen.
Dennoch bin ich ein wahrheitsliebender Mensch und gebe meine Meinung immer kund.

Im Fall Rauchen geht es darum, dass ich schon immer geraucht habe, vor knapp 2 Jahren habe ich aufgehört und hab auch kein Bedürfnis mehr danach, kann aber die Entspannung beim Rauchen nachzuvollziehen.
Mein Mann raucht noch. Nicht wenig.

Sie hat nun niemals geraucht und hatte auch noch nie einen Partner, der raucht.
Kann das also dementsprechend nicht nachvollziehen.

In den knapp 40 Jahren, in denen wir uns kennen, haben wir uns seltenst bis nie gestritten.
Wir sind fast immer einer Meinung und Dinge, wo wir nicht einer Meinung sind, da können wir uns ohne Härte drüber unterhalten.

Sie sagte nun heute, dass Rauchen mit Unsicherheit zu tun hat und Raucher sich hinter der Zigarette verstecken.
Das finde ich relativ primitiv gedacht, denn es ist allgemein bekannt, dass Nikotin eine Droge ist und für Entspannung sorgt.
In der Jugend haben wir (fast) alle mal der Coolness wegen angefangen, würde ich sagen.

In dem Sinne ging es nicht darum, dass sie Raucher verurteilt und ich ihr Nichtrauchen vorwerfe oä., sie hat mir niemals gesundheitliche Vorwürfe gemacht. Und ich habe akzeptiert, dass sie eben nie geraucht hat.

Meine Gedanken gingen nur einfach in die Richtung, dass ihre Denkweise relativ naiv ist. Genauso könnte man sagen: Dann hört doch einfach auf, zu rauchen. Dass das nicht so einfach ist, weil Droge, ist allgemein bekannt.

Kann aber nachvollziehen, dass sie da keine Ahnung von hat, weil sie nie geraucht hat und auch nie ein Bedürfnis danach bestand.

Ich habe ihr dann meine Sichtweise erklärt, sie hat auch nicht vehement auf ihrer Sichtweise bestanden, dennoch habe ich gemerkt, sie hats nicht begriffen...

Und es war keineswegs so, dass sie ihre Ruhe haben will oder ich, sondern dass es einfach das Unverständnis war, was mich zum Kopfschütteln brachte.

Aber gut, ich kann auch nachvollziehen, dass ich keine Ahnung von Dingen habe, mit denen ich noch nie zu tun hatte.

Ich habe auch nicht mehr viel dazu gesagt, hier war ich diejenige, die das nicht unbedingt ausdiskutieren wollte, eben aus o.g. Gründen. Ich dachte nur nach dem Telefonat, ob ich hätte mehr sagen müssen?

Genauso kam vor ein paar Monaten das Thema Suizid auf, was mich persönlich in meinem Umfeld betrifft und da kam eine ähnlich naive, unwissende Meinung von ihr. Ich habe das nicht weiter ausdiskutiert und dachte danach aber ähnlich wie beim Rauchen.

Hallo,
ich habe mich wissenschaftlich mit dem Rauchen auseinandergesetzt und muss deiner Freundin Recht geben.
Sie hat sich vielleicht nicht gewählt ausgedrückt und hatte eventuell auch nicht wissenschaftlich fundierte Argumente, aber im Grunde ist es richtig.
Denn das Rauchen ist zwar eine Sucht, aber weniger aufgrund der Inhaltstoffe, sondern eher durch das Verhalten & Gewohnheit (und darauf wollte deine Freundin ja hinaus). Wenn die Sucht nur am Nikotin hängen würde, müsste ja jeder Raucher, der aufhören will, in eine Entzugsklinik. Dies ist aber nicht der Fall und ich schätze, du hast es auch ohne medizinische Hilfe geschafft, oder?
Rauchen führt nur zu einer vorgetäuschten Entspannung. Raucher bekämpfen lediglich die leichten Entzugserscheinungen und fühlen sich logischerweise nach einer Zigarette besser. Aber Nichtraucher fühlen sich den ganzen Tag so, wie Raucher nach der Zigarette. Wirkliche Entspannung ist etwas anderes!

Vielleicht solltest du auch die Meinung deiner vermeintlich ungebildeten Freundin einfach mal überdenken.

Viele Grüße, Phenyce

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. Mai 2011 um 15:53
In Antwort auf jagoda_12327952

Hallo,
ich habe mich wissenschaftlich mit dem Rauchen auseinandergesetzt und muss deiner Freundin Recht geben.
Sie hat sich vielleicht nicht gewählt ausgedrückt und hatte eventuell auch nicht wissenschaftlich fundierte Argumente, aber im Grunde ist es richtig.
Denn das Rauchen ist zwar eine Sucht, aber weniger aufgrund der Inhaltstoffe, sondern eher durch das Verhalten & Gewohnheit (und darauf wollte deine Freundin ja hinaus). Wenn die Sucht nur am Nikotin hängen würde, müsste ja jeder Raucher, der aufhören will, in eine Entzugsklinik. Dies ist aber nicht der Fall und ich schätze, du hast es auch ohne medizinische Hilfe geschafft, oder?
Rauchen führt nur zu einer vorgetäuschten Entspannung. Raucher bekämpfen lediglich die leichten Entzugserscheinungen und fühlen sich logischerweise nach einer Zigarette besser. Aber Nichtraucher fühlen sich den ganzen Tag so, wie Raucher nach der Zigarette. Wirkliche Entspannung ist etwas anderes!

Vielleicht solltest du auch die Meinung deiner vermeintlich ungebildeten Freundin einfach mal überdenken.

Viele Grüße, Phenyce

@Phenyce
Um es nochmal klar zu sagen:

Meine Freundin und ich sind beide in der Stadt großgeworden.
Sie ist mit 16 in ein Minikaff gezogen, war eigentlich nie ein Stadtmädchen und glücklich, nach der Ausbildung daheim bei ihren Kids zu bleiben, während ich immer in der Stadt wohnte und im Berufsleben stand.
Insofern sind wir etwas auseinandergedriftet.

Und nochmal:
Sie hat keine Ahnung von PC ( hat nach 2 Mails an mich aufgegeben und ihre Emailaddy gelöscht), hat ihren Fernseher verkauft, weil sie eh nie Fern sieht und liest keine Zeitung.
Wenn ich von aktuellen Geschehnissen erzähle, was mich betroffen macht zb., dann ist sie völlig unwissen, weil es sie nicht interessiert.

Es geht hier auch nicht um wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, für die ich jederzeit offen bin.
Da hat sie wirklich 0 Plan.

Und wenn du mein Eingangsposting liest, siehst du auch, dass es hier weniger um Erkenntnisse geht als um ihre Behauptung, dass Raucher sich hinter der Zigarette verstecken, was in meinen Augen relativ primitiv gedacht ist.

Vielleicht geht es mir um die unterschiedliche Entwicklung, die wir beide durchgemacht haben und die sich jetzt herauskristallisiert.

Aber zu deinen Argumenten: Ja, das ist wohl war. Ich gebe dir da völlig recht.

Eine Sucht ist es dennoch und manch einer schafft es eben nicht aus freien Stücken, davon loszukommen, sondern braucht tatsächlich medizinische Hilfe.

LG.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. Mai 2011 um 15:59

@madleine
Da hast du vollkommen recht.

Ich bin auch ein Mensch, der sagt: Wenn ich keine Ahnung habe, einfach mal die Fresse halten.
Ich würde mich nie zu Dingen äußern, von denen ich tatsächlich keinen blauen Dunst habe. Dann grinse ich meist blöd.

Und ja, man interessiert sich immer nur für das, was aktuell im eigenen Leben los ist.

Ich würde aber deshalb niemals die Freundschaft aufgeben, Gott bewahre.
Mir ging es nur darum: Wie reagieren?

Stehen lassen oder ausdisktieren?

ich tendiere aber immer mehr zu stehenlassen.

Sie denkt halt anders als ich über gewisse Dinge.
Was ich schade finde, da ich mit ihr dann leider nicht darüber sprechen kann.
Aufregen tut mich das nicht.

Und was den Suizid angeht, da kam von ihr auch nur ein:

Wenn sich jemand umbringt, dann tut er das nur, um anderen Menschen eins auszuwischen.

Da ich in direkter Umgebung einen suizidgefährdeten und hochdepressiven Menschen habe, der mit Medis endlich seinen Weg und seinen Frieden gefunden hat, denke ich da logischerweise anders drüber, vor allem, weil ich mich tiefer in das Thema reingefügt habe, ua. in Gesprächen mit entsprechenden Ärzten.
Aber auch das kann ich stehenlassen und merke: Es hat echt keinen Sinn, darüber zu diskutieren.
Sie hat halt ihre Meinung dazu und kann das nicht nachvollziehen, wie es wirklich ist.

Du hast recht: Es betrifft sie nicht.

Du hast mir sehr weitergeholfen. Danke.

LG.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. Mai 2011 um 10:17
In Antwort auf jackydoe

@Phenyce
Um es nochmal klar zu sagen:

Meine Freundin und ich sind beide in der Stadt großgeworden.
Sie ist mit 16 in ein Minikaff gezogen, war eigentlich nie ein Stadtmädchen und glücklich, nach der Ausbildung daheim bei ihren Kids zu bleiben, während ich immer in der Stadt wohnte und im Berufsleben stand.
Insofern sind wir etwas auseinandergedriftet.

Und nochmal:
Sie hat keine Ahnung von PC ( hat nach 2 Mails an mich aufgegeben und ihre Emailaddy gelöscht), hat ihren Fernseher verkauft, weil sie eh nie Fern sieht und liest keine Zeitung.
Wenn ich von aktuellen Geschehnissen erzähle, was mich betroffen macht zb., dann ist sie völlig unwissen, weil es sie nicht interessiert.

Es geht hier auch nicht um wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, für die ich jederzeit offen bin.
Da hat sie wirklich 0 Plan.

Und wenn du mein Eingangsposting liest, siehst du auch, dass es hier weniger um Erkenntnisse geht als um ihre Behauptung, dass Raucher sich hinter der Zigarette verstecken, was in meinen Augen relativ primitiv gedacht ist.

Vielleicht geht es mir um die unterschiedliche Entwicklung, die wir beide durchgemacht haben und die sich jetzt herauskristallisiert.

Aber zu deinen Argumenten: Ja, das ist wohl war. Ich gebe dir da völlig recht.

Eine Sucht ist es dennoch und manch einer schafft es eben nicht aus freien Stücken, davon loszukommen, sondern braucht tatsächlich medizinische Hilfe.

LG.

Hallo,
ich habe mich in meinem Posting lediglich auf die Aussage zum Rauchen bezogen, die ich als nicht falsch ansehe.

Allerdings möchte ich dir raten, die Dinge etwas offener zu sehen. Wir Medienkonsumenten müssen nicht zwangsläufig immer die richtige Meinung haben. Wir wurden eventuell beeinflusst durch Hervorhebung unwichtiger oder Weglassung wichtiger Fakten. Ein Mensch, der nichts von dem Thema gehört hat, könnte eventuell Fragen aufwerfen, die als interessant betrachtet werden sollten... In meiner wissenschaftlichen Arbeit nutze ich gern mal den Blickwinkel von Außenstehenden.

Letztendlich musst du aber entscheiden, ob du Lust hast weiterhin mit ihr darüber zu sprechen oder ob ihr Themen besprechen könnt, von denen ihr beide Ahnung habt. Falls nicht, bleibt doch nur die Auflösung der Freundschaft, oder?

Viele Grüße, Phenyce

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper