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Was könnte der Grund dafür sein, dass mich die meisten Menschen nicht respektieren?

28. Juni um 13:23 Letzte Antwort: 14. Juli um 20:54

Liebe Community,

ich bin fast 38 Jahre alt und es ist bis heute so, dass mich die meisten Menschen nicht respektieren und auch nicht mögen. Natürlich leide ich darunter.

Ich war schon immer sehr zurückhaltend und weiß auch inzwischen, dass ich wenig Selbstsicherheit ausstrahle. Ich kann mich schlecht durchsetzen und bin leider auch in allem sehr langsam. Vielleicht wirke ich dadurch auch langweilig und uninteressant.
Ich bin meistens freundlich anderen gegenüber, kann mich auch schnell öffnen, wenn ich jemandem vertraue. Eine Freundschaft wurde daraus aber fast nie.

In Beziehungen mit Männern bin ich nur verar...t worden. Nur einer war wirklich in mich verliebt, aber ich konnte ihn nicht achten, weil er sich von seinen Kindern fertig machen ließ. Sein Sohn wünschte mir den Tod und er als Vater war hilflos. So wie ich bin, müsste ich aber einen starken Partner an meiner Seite haben.

Ja, und leider werde ich von anderen auch regelmäßig als naiv bezeichnet. Dabei empfinde ich mich jetzt mit Ende 30 doch eher als misstrauisch nach den ganzen Erfahrungen.

Was meint ihr, warum ich solche Probleme habe?
Lehnen mich die Menschen ab, weil ich unsicher bin oder wegen meiner Naivität eher dümmlich wirke?

Ich hatte mal eine gute Bekannte, die ich als Freundin gesehen habe. Sie nannte mich schon mal "Trutsche" und ich verstand "Trudchen" und dachte mir nichts dabei. Doch vor kurzem habe ich gelesen, dass man eine dumme und unsympathische Frau als Trutsche bezeichnet. (

Vielleicht hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht.

Lieben Gruß,

Klarissa
 

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28. Juni um 14:58
In Antwort auf klarissa45

Liebe Community,

ich bin fast 38 Jahre alt und es ist bis heute so, dass mich die meisten Menschen nicht respektieren und auch nicht mögen. Natürlich leide ich darunter.

Ich war schon immer sehr zurückhaltend und weiß auch inzwischen, dass ich wenig Selbstsicherheit ausstrahle. Ich kann mich schlecht durchsetzen und bin leider auch in allem sehr langsam. Vielleicht wirke ich dadurch auch langweilig und uninteressant.
Ich bin meistens freundlich anderen gegenüber, kann mich auch schnell öffnen, wenn ich jemandem vertraue. Eine Freundschaft wurde daraus aber fast nie.

In Beziehungen mit Männern bin ich nur verar...t worden. Nur einer war wirklich in mich verliebt, aber ich konnte ihn nicht achten, weil er sich von seinen Kindern fertig machen ließ. Sein Sohn wünschte mir den Tod und er als Vater war hilflos. So wie ich bin, müsste ich aber einen starken Partner an meiner Seite haben.

Ja, und leider werde ich von anderen auch regelmäßig als naiv bezeichnet. Dabei empfinde ich mich jetzt mit Ende 30 doch eher als misstrauisch nach den ganzen Erfahrungen.

Was meint ihr, warum ich solche Probleme habe?
Lehnen mich die Menschen ab, weil ich unsicher bin oder wegen meiner Naivität eher dümmlich wirke?

Ich hatte mal eine gute Bekannte, die ich als Freundin gesehen habe. Sie nannte mich schon mal "Trutsche" und ich verstand "Trudchen" und dachte mir nichts dabei. Doch vor kurzem habe ich gelesen, dass man eine dumme und unsympathische Frau als Trutsche bezeichnet. (

Vielleicht hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht.

Lieben Gruß,

Klarissa
 

Trutsche ist eher jemabd, der swhr lanfsam ist und verpeilt ist. Sie trutschelt, sagt man. 

Ich glaube, es liegt an den gesamten, obwohl dich das alles nicht nicht-liebenswürdig macht. Jeder Mensch ist anders. Du hast vielleicht die richtigen Menschen noch nicht getroffen.  Von einem starken Mann würde ich dir absolut abraten. Dee macht aus dir fischfutter. Such dir einen Mann, der zu dir passt. Wenig dominant und mehr mitfühlend. Das ist es, was du brauchst. Vielleicht machst du mal eine Verhaltenstherapie oder Rhetorik Kurse. Das könnte dein Auftreten verbessern.

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28. Juni um 14:58
In Antwort auf klarissa45

Liebe Community,

ich bin fast 38 Jahre alt und es ist bis heute so, dass mich die meisten Menschen nicht respektieren und auch nicht mögen. Natürlich leide ich darunter.

Ich war schon immer sehr zurückhaltend und weiß auch inzwischen, dass ich wenig Selbstsicherheit ausstrahle. Ich kann mich schlecht durchsetzen und bin leider auch in allem sehr langsam. Vielleicht wirke ich dadurch auch langweilig und uninteressant.
Ich bin meistens freundlich anderen gegenüber, kann mich auch schnell öffnen, wenn ich jemandem vertraue. Eine Freundschaft wurde daraus aber fast nie.

In Beziehungen mit Männern bin ich nur verar...t worden. Nur einer war wirklich in mich verliebt, aber ich konnte ihn nicht achten, weil er sich von seinen Kindern fertig machen ließ. Sein Sohn wünschte mir den Tod und er als Vater war hilflos. So wie ich bin, müsste ich aber einen starken Partner an meiner Seite haben.

Ja, und leider werde ich von anderen auch regelmäßig als naiv bezeichnet. Dabei empfinde ich mich jetzt mit Ende 30 doch eher als misstrauisch nach den ganzen Erfahrungen.

Was meint ihr, warum ich solche Probleme habe?
Lehnen mich die Menschen ab, weil ich unsicher bin oder wegen meiner Naivität eher dümmlich wirke?

Ich hatte mal eine gute Bekannte, die ich als Freundin gesehen habe. Sie nannte mich schon mal "Trutsche" und ich verstand "Trudchen" und dachte mir nichts dabei. Doch vor kurzem habe ich gelesen, dass man eine dumme und unsympathische Frau als Trutsche bezeichnet. (

Vielleicht hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht.

Lieben Gruß,

Klarissa
 

Trutsche ist eher jemabd, der swhr lanfsam ist und verpeilt ist. Sie trutschelt, sagt man. 

Ich glaube, es liegt an den gesamten, obwohl dich das alles nicht nicht-liebenswürdig macht. Jeder Mensch ist anders. Du hast vielleicht die richtigen Menschen noch nicht getroffen.  Von einem starken Mann würde ich dir absolut abraten. Dee macht aus dir fischfutter. Such dir einen Mann, der zu dir passt. Wenig dominant und mehr mitfühlend. Das ist es, was du brauchst. Vielleicht machst du mal eine Verhaltenstherapie oder Rhetorik Kurse. Das könnte dein Auftreten verbessern.

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28. Juni um 16:59

Schließt du aus deinen wenigen Freundschaften, dass dich keiner mag?

Das mti der Bekannten klingt furchtbar verletztend, das tut mir leid für dich.
Ich les jetzt aber aus deiner Zusammenfassung nichts, woraus ich schließen würde, dass du furchtbar unsympatisch bist.

Langweilig sind manche Menschen, das ist so. Aber jeder findet etwas anderes langweilig. Hast du Themen oder Hobbys, die dich interessieren? Da findet man doch unter Gleichgesinnten meist Leute, mit denen man dann auch gerne zusammen ist?

 

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28. Juni um 20:12
In Antwort auf klarissa45

Liebe Community,

ich bin fast 38 Jahre alt und es ist bis heute so, dass mich die meisten Menschen nicht respektieren und auch nicht mögen. Natürlich leide ich darunter.

Ich war schon immer sehr zurückhaltend und weiß auch inzwischen, dass ich wenig Selbstsicherheit ausstrahle. Ich kann mich schlecht durchsetzen und bin leider auch in allem sehr langsam. Vielleicht wirke ich dadurch auch langweilig und uninteressant.
Ich bin meistens freundlich anderen gegenüber, kann mich auch schnell öffnen, wenn ich jemandem vertraue. Eine Freundschaft wurde daraus aber fast nie.

In Beziehungen mit Männern bin ich nur verar...t worden. Nur einer war wirklich in mich verliebt, aber ich konnte ihn nicht achten, weil er sich von seinen Kindern fertig machen ließ. Sein Sohn wünschte mir den Tod und er als Vater war hilflos. So wie ich bin, müsste ich aber einen starken Partner an meiner Seite haben.

Ja, und leider werde ich von anderen auch regelmäßig als naiv bezeichnet. Dabei empfinde ich mich jetzt mit Ende 30 doch eher als misstrauisch nach den ganzen Erfahrungen.

Was meint ihr, warum ich solche Probleme habe?
Lehnen mich die Menschen ab, weil ich unsicher bin oder wegen meiner Naivität eher dümmlich wirke?

Ich hatte mal eine gute Bekannte, die ich als Freundin gesehen habe. Sie nannte mich schon mal "Trutsche" und ich verstand "Trudchen" und dachte mir nichts dabei. Doch vor kurzem habe ich gelesen, dass man eine dumme und unsympathische Frau als Trutsche bezeichnet. (

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Lieben Gruß,

Klarissa
 

nein, Du brauchst keinen "starken Partner" - ein "Beschützer" würde das eher noch verschlimmern. Es respektiert Dich erst recht niemand, Dein Partner vermutlich inklusive, wenn immer jemand anders alles für Dich regelt, oder siehst Du das anders?

Warum kannst Du dich schlecht durchsetzen, warum strahlst Du Unsicherheit aus? Da würde ich ansetzen. Mangelndes Selbstwertgefühl ist in der Tat nicht sexy, wer soll Dich lieben, wenn noch nicht einmal Du selbst es tust? 

Oder - irgendwie genauso wahrscheinlich -  Du suchst an der falschen Stelle.
Ich gebe es zu, ich lehne unsichere Menschen ab. Als Freunde, als Kollegen, als Bekannte, erst recht als Partner. Ich kann mich aber auch gut durchsetzen - unsichereren Menschen gegenüber eher zu gut, was einer der Gründe für meine Ablehnung ist. Auf der anderen Seite ist aber auch sehr klar, dass meine Art ganz sicher auch nicht nur Fans hat. Es gibt viele Menschen, die einen (deutlich) ruhigeren und dezenteren Typ bevorzugen. Suchst Du aber bei Menschen wie mir nach Kontakten, erfährst Du quasi nur Ablehnung. Wie es mir auch gehen würde, wenn ich bei den falschen Menschen suche.

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5. Juli um 13:00
In Antwort auf klarissa45

Liebe Community,

ich bin fast 38 Jahre alt und es ist bis heute so, dass mich die meisten Menschen nicht respektieren und auch nicht mögen. Natürlich leide ich darunter.

Ich war schon immer sehr zurückhaltend und weiß auch inzwischen, dass ich wenig Selbstsicherheit ausstrahle. Ich kann mich schlecht durchsetzen und bin leider auch in allem sehr langsam. Vielleicht wirke ich dadurch auch langweilig und uninteressant.
Ich bin meistens freundlich anderen gegenüber, kann mich auch schnell öffnen, wenn ich jemandem vertraue. Eine Freundschaft wurde daraus aber fast nie.

In Beziehungen mit Männern bin ich nur verar...t worden. Nur einer war wirklich in mich verliebt, aber ich konnte ihn nicht achten, weil er sich von seinen Kindern fertig machen ließ. Sein Sohn wünschte mir den Tod und er als Vater war hilflos. So wie ich bin, müsste ich aber einen starken Partner an meiner Seite haben.

Ja, und leider werde ich von anderen auch regelmäßig als naiv bezeichnet. Dabei empfinde ich mich jetzt mit Ende 30 doch eher als misstrauisch nach den ganzen Erfahrungen.

Was meint ihr, warum ich solche Probleme habe?
Lehnen mich die Menschen ab, weil ich unsicher bin oder wegen meiner Naivität eher dümmlich wirke?

Ich hatte mal eine gute Bekannte, die ich als Freundin gesehen habe. Sie nannte mich schon mal "Trutsche" und ich verstand "Trudchen" und dachte mir nichts dabei. Doch vor kurzem habe ich gelesen, dass man eine dumme und unsympathische Frau als Trutsche bezeichnet. (

Vielleicht hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht.

Lieben Gruß,

Klarissa
 

Wenn du dich selbst nicht liebst, respektierst oder wert schätzt... Wie sollten das dann andere tun können?

Du wirst vermutlich auch genug durchgemacht haben. Sei stolz auf dich! Halte dir vor Augen was du kannst und folge deinem moralischen Kompass.

Und vor allem... Versuche nicht anderen gerecht zu werden.
Am Ende zählt nur die Meinung, die du über dich hast.

VLG

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6. Juli um 8:56

Hallo klarissa45,

es tut mir sehr Leid für dich, dass du schon so viel durchmachen musstest. Das hat niemand verdient!

Ich denke, es ist immer wichtig, dass man sich selbst reflektiert und versucht, an sich zu arbeiten. Du wirst bestimmt nicht an deinem Charakter arbeiten müssen, sondern lediglich an deinem Selbstvertrauen und an deinem Auftreten. Dabei kann dir vielleicht ein Psychologe oder auch ein Rhetorik-Coach helfen. Es ist immer schwer, Verhaltensmuster zu durchbrechen, wenn man das alleine tun muss. Daher wäre mein Rat: Such dir Hilfe und arbeite an deinem Selbstvertrauen! Du bist viel wertvoller als du selber meinst!

Liebe Grüße und alles Gute!

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8. Juli um 0:12
In Antwort auf klarissa45

Liebe Community,

ich bin fast 38 Jahre alt und es ist bis heute so, dass mich die meisten Menschen nicht respektieren und auch nicht mögen. Natürlich leide ich darunter.

Ich war schon immer sehr zurückhaltend und weiß auch inzwischen, dass ich wenig Selbstsicherheit ausstrahle. Ich kann mich schlecht durchsetzen und bin leider auch in allem sehr langsam. Vielleicht wirke ich dadurch auch langweilig und uninteressant.
Ich bin meistens freundlich anderen gegenüber, kann mich auch schnell öffnen, wenn ich jemandem vertraue. Eine Freundschaft wurde daraus aber fast nie.

In Beziehungen mit Männern bin ich nur verar...t worden. Nur einer war wirklich in mich verliebt, aber ich konnte ihn nicht achten, weil er sich von seinen Kindern fertig machen ließ. Sein Sohn wünschte mir den Tod und er als Vater war hilflos. So wie ich bin, müsste ich aber einen starken Partner an meiner Seite haben.

Ja, und leider werde ich von anderen auch regelmäßig als naiv bezeichnet. Dabei empfinde ich mich jetzt mit Ende 30 doch eher als misstrauisch nach den ganzen Erfahrungen.

Was meint ihr, warum ich solche Probleme habe?
Lehnen mich die Menschen ab, weil ich unsicher bin oder wegen meiner Naivität eher dümmlich wirke?

Ich hatte mal eine gute Bekannte, die ich als Freundin gesehen habe. Sie nannte mich schon mal "Trutsche" und ich verstand "Trudchen" und dachte mir nichts dabei. Doch vor kurzem habe ich gelesen, dass man eine dumme und unsympathische Frau als Trutsche bezeichnet. (

Vielleicht hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht.

Lieben Gruß,

Klarissa
 

Nette Menschen, wirklich nette Menschen rufen in anderen manchmal Aggressionen und Abstoßungsreaktionen hervor, weil sie anders sind.

Die meisten Leute wollen sich mit ihresgleichen abgeben und sind tendenziell verwirrt, wenn sie auf jemanden treffen, der sich nicht skrupellos und ohne Rücksicht auf Verluste und nur auf den eigenen Vorteil bedacht durchsetzt oder wenn sich jemand im Gespräch nicht als anfällig für Klatsch und Tratsch oder schadenfroh erweist und tatsächlich Inhalte diskutieren will und nicht über andere herzieht. Und dann wenden sich manche ab, weil sie spüren, dass man nicht zu ihnen passt. 

Ich glaube auch, mit dir ist nichts verkehrt. Du bist nur ein bisschen freundlicher und weicher als andere. Vielleicht bist du aufgrund deiner unsicheren Ausstrahlung (die nicht von Unsicherheit herrühren muss) und einiger Enttäuschungen ein bisschen zu sehr darauf bedacht, anderen zu gefallen, anstatt du selbst zu sein. 

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8. Juli um 8:06
In Antwort auf bissfest

Nette Menschen, wirklich nette Menschen rufen in anderen manchmal Aggressionen und Abstoßungsreaktionen hervor, weil sie anders sind.

Die meisten Leute wollen sich mit ihresgleichen abgeben und sind tendenziell verwirrt, wenn sie auf jemanden treffen, der sich nicht skrupellos und ohne Rücksicht auf Verluste und nur auf den eigenen Vorteil bedacht durchsetzt oder wenn sich jemand im Gespräch nicht als anfällig für Klatsch und Tratsch oder schadenfroh erweist und tatsächlich Inhalte diskutieren will und nicht über andere herzieht. Und dann wenden sich manche ab, weil sie spüren, dass man nicht zu ihnen passt. 

Ich glaube auch, mit dir ist nichts verkehrt. Du bist nur ein bisschen freundlicher und weicher als andere. Vielleicht bist du aufgrund deiner unsicheren Ausstrahlung (die nicht von Unsicherheit herrühren muss) und einiger Enttäuschungen ein bisschen zu sehr darauf bedacht, anderen zu gefallen, anstatt du selbst zu sein. 

oha.

Also ganz ehrlich: ich bevorzuge Menschen mit einer deutlichen Portion Egoismus in meinem Umfeld und meide "nette" Menschen. Aus dem einfachen Grund, dass ich bei "netten" Menschen viel zu schnell Gefahr laufe, die zu überbügeln, ohne es überhaupt zu bemerken.
Die fühlen sich von mir ausgenutzt, ohne dass ich je etwas in dieser Art vor hatte. Ich brauche Menschen, die die Sorge um ihre Grenzen nicht mir überlassen, denn da ist sie in verdammt schlechten Händen, das ist mir nur zu klar.

Von daher kann ich Dir sagen: die Regel sind Egoisten NICHT. Schon gar nicht in der "ohne Rücksicht auf Verluste" - Version. Solche "Vollblut-Egoisten" sind genauso eine Ausnahme wie "Vollblut-Altruisten". (wenn wir die Diskussion ins Philosophische ziehen wollen: "Altruismus ist eine Erscheinungsform des Egoismus"... ) - Bei Dir klingt das, als wären das 90% der Menschen - und das stimmt so überhaupt nicht.

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8. Juli um 10:07
In Antwort auf avarrassterne3

oha.

Also ganz ehrlich: ich bevorzuge Menschen mit einer deutlichen Portion Egoismus in meinem Umfeld und meide "nette" Menschen. Aus dem einfachen Grund, dass ich bei "netten" Menschen viel zu schnell Gefahr laufe, die zu überbügeln, ohne es überhaupt zu bemerken.
Die fühlen sich von mir ausgenutzt, ohne dass ich je etwas in dieser Art vor hatte. Ich brauche Menschen, die die Sorge um ihre Grenzen nicht mir überlassen, denn da ist sie in verdammt schlechten Händen, das ist mir nur zu klar.

Von daher kann ich Dir sagen: die Regel sind Egoisten NICHT. Schon gar nicht in der "ohne Rücksicht auf Verluste" - Version. Solche "Vollblut-Egoisten" sind genauso eine Ausnahme wie "Vollblut-Altruisten". (wenn wir die Diskussion ins Philosophische ziehen wollen: "Altruismus ist eine Erscheinungsform des Egoismus"... ) - Bei Dir klingt das, als wären das 90% der Menschen - und das stimmt so überhaupt nicht.

Das bestätigt doch nur, dass jeder so weit geht, wie er kann und wie man ihn lässt. Wer sich außerhalb dieses Spiels befindet, da durchsetzungsschwach oder anders veranlagt, tut sich schwer. 

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8. Juli um 12:02
In Antwort auf bissfest

Das bestätigt doch nur, dass jeder so weit geht, wie er kann und wie man ihn lässt. Wer sich außerhalb dieses Spiels befindet, da durchsetzungsschwach oder anders veranlagt, tut sich schwer. 

inwiefern bestätigt es das? Weil ICH damit Probleme habe, haben es nicht alle Im Gegenteil, bei den meisten Menschen ecke ich damit ziemlich an, was nicht der Fall wäre, wenn alle oder zumindest die meisten selbst auf ihre Grenzen achten würden, statt das anderen zu übertragen.

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8. Juli um 13:10
In Antwort auf avarrassterne3

inwiefern bestätigt es das? Weil ICH damit Probleme habe, haben es nicht alle Im Gegenteil, bei den meisten Menschen ecke ich damit ziemlich an, was nicht der Fall wäre, wenn alle oder zumindest die meisten selbst auf ihre Grenzen achten würden, statt das anderen zu übertragen.

Was ich meinte: Das Wort "nett" ist in diesem Zusammenhang nicht sehr ausdrucksstark. Es gibt da zweifelsohne ein Gefälle. Durchsetzungsstarke und durchsetzungsschwache Menschen auf einer Skala, wenn man es so sehen möchte. Menschen, die sich oft fragen, wie es andere bei diesem oder bei jenem, was sie tun, geht, oder wie sie ankommen. Und Menschen, die solche Gedanken nicht so sehr haben. Du offenbar bist eher am anderen Extrem als die TE angesiedelt (vermute ich), durchsetzungsstark, entschlossen, nicht so sehr von der Frage gepeinigt, wie andere dich finden könnten (meine ich jedenfalls aus deinen Worten herauszulesen). Du schreibst ja immer wieder, dass du keine Probleme hast, dich durchzusetzen, Gehaltsverhandlungen zu führen, dir zu nehmen, was du möchtest, dass du in der Liebe lieber jagst dich erobern lässt etc. Du könntest dann natürlich tendenziell darauf achten, die Grenzen anderer nicht zu überschreiten, während man anderen nur raten kann, manchmal etwas entschlossener zu sein. Da du es aber offenbar schlecht beherrschst, die Grenzen anderer zu berücksichtigen, es  nicht tun willst, nicht als deine Aufgabe erachtest (was meiner Meinung nach grundsätzlich richtig ist, dennoch kann man sich auch selbst so seine Gedanken machen und versuchen gewisse Dinge vorher abzufangen), suchst du dir lieber Menschen, die so sind wie du bzw. die ihre Grenzen sofort aufzeigen und selbst wahren, die sich tendenziell einfach nehmen, was sie wollen (nicht wertend, sondern feststellend gemeint). Insofern gewinnt in dieser Gleichung aber der stärker Wirkende, auch wenn er es nicht beabsichtigt, denn er erhält sein Wunschgehalt oder worum auch immer es ihm ging. Der Lautere, Brutalere, Skrupellosere (der deshalb natürlich nicht zwingend der schlechtere Mensch ist, während der Sanftmütigere nicht automatisch den besseren Charakter hat) sieht seine Wünsche und Ziele tendenziell eher verwirklicht, während der Zögernde, sich an anderen Orientierende, Durchsetzungsschwache immer wieder unter die Räder dieser Mühle gerät und niemals in dieser Spirale die Richtung angibt. Insofern geht es mir jedenfalls nicht so sehr darum, wo sich ein Individuum auf dieser Skala befindet, sondern um eine Gesamtdynamik und darum, dass an der TE nichts verkehrt ist, dass sie meiner Meinung nach nicht falsch ist oder du richtig oder umgekehrt. Natürlich haben auch die sogenannten Sensiblen, Sanften, Schwachen ihre Tücken und können manipulieren, hintertreiben, intrigieren, passiv aggressiv vorgehen, in einer Weise, die einem Menschen, der direkt agiert und vorgeht, unvorstellbar ist, weil sie ja auch in der offenen Konfrontation nicht weit kommen. Menschen, die von sich sagen, dass sie so sensibel sind, sind es oft nicht gar nicht. Und nicht jeder, der sich als Egoist ausgibt, ist einer. Das ist mir klar. Mir geht um das Aufreten und Verwirklichen von Zielen, nicht um tiefer gehende Charakteranalysen. 

 

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8. Juli um 19:34
In Antwort auf bissfest

Was ich meinte: Das Wort "nett" ist in diesem Zusammenhang nicht sehr ausdrucksstark. Es gibt da zweifelsohne ein Gefälle. Durchsetzungsstarke und durchsetzungsschwache Menschen auf einer Skala, wenn man es so sehen möchte. Menschen, die sich oft fragen, wie es andere bei diesem oder bei jenem, was sie tun, geht, oder wie sie ankommen. Und Menschen, die solche Gedanken nicht so sehr haben. Du offenbar bist eher am anderen Extrem als die TE angesiedelt (vermute ich), durchsetzungsstark, entschlossen, nicht so sehr von der Frage gepeinigt, wie andere dich finden könnten (meine ich jedenfalls aus deinen Worten herauszulesen). Du schreibst ja immer wieder, dass du keine Probleme hast, dich durchzusetzen, Gehaltsverhandlungen zu führen, dir zu nehmen, was du möchtest, dass du in der Liebe lieber jagst dich erobern lässt etc. Du könntest dann natürlich tendenziell darauf achten, die Grenzen anderer nicht zu überschreiten, während man anderen nur raten kann, manchmal etwas entschlossener zu sein. Da du es aber offenbar schlecht beherrschst, die Grenzen anderer zu berücksichtigen, es  nicht tun willst, nicht als deine Aufgabe erachtest (was meiner Meinung nach grundsätzlich richtig ist, dennoch kann man sich auch selbst so seine Gedanken machen und versuchen gewisse Dinge vorher abzufangen), suchst du dir lieber Menschen, die so sind wie du bzw. die ihre Grenzen sofort aufzeigen und selbst wahren, die sich tendenziell einfach nehmen, was sie wollen (nicht wertend, sondern feststellend gemeint). Insofern gewinnt in dieser Gleichung aber der stärker Wirkende, auch wenn er es nicht beabsichtigt, denn er erhält sein Wunschgehalt oder worum auch immer es ihm ging. Der Lautere, Brutalere, Skrupellosere (der deshalb natürlich nicht zwingend der schlechtere Mensch ist, während der Sanftmütigere nicht automatisch den besseren Charakter hat) sieht seine Wünsche und Ziele tendenziell eher verwirklicht, während der Zögernde, sich an anderen Orientierende, Durchsetzungsschwache immer wieder unter die Räder dieser Mühle gerät und niemals in dieser Spirale die Richtung angibt. Insofern geht es mir jedenfalls nicht so sehr darum, wo sich ein Individuum auf dieser Skala befindet, sondern um eine Gesamtdynamik und darum, dass an der TE nichts verkehrt ist, dass sie meiner Meinung nach nicht falsch ist oder du richtig oder umgekehrt. Natürlich haben auch die sogenannten Sensiblen, Sanften, Schwachen ihre Tücken und können manipulieren, hintertreiben, intrigieren, passiv aggressiv vorgehen, in einer Weise, die einem Menschen, der direkt agiert und vorgeht, unvorstellbar ist, weil sie ja auch in der offenen Konfrontation nicht weit kommen. Menschen, die von sich sagen, dass sie so sensibel sind, sind es oft nicht gar nicht. Und nicht jeder, der sich als Egoist ausgibt, ist einer. Das ist mir klar. Mir geht um das Aufreten und Verwirklichen von Zielen, nicht um tiefer gehende Charakteranalysen. 

 

ich sage es so: das Wort "nett" ist beliebig definierbar.
Aber Menschen, die sich selbst mit diesem Wort beschreiben, sind mit mir nicht kompatibel lehrt die bittere Erfahrung. 

Wie andere Menschen mich finden, ist mir herzlich egal, ja. Wem es nicht passt, der möge weiter gehen, manchmal schade, nie schlimm. 
Wem es passt, möge sich melden, wenn ich ihn / sie auch interessant finde, verbringen wir vielleicht Zeit zusammen, vielleicht wird über die Zeit auch Bekanntschaft / Freundschaft / Beziehung / whatever daraus.

Ich bin nicht ruhig, nicht dezent, nicht leise, nicht bescheiden. ABER ich kann es überhaupt nicht ausstehen, mir nachsagen zu lassen, ich würde irgendwen ausnutzen. Das möchte ich auch nicht und würde es gern vermeiden. So es denn geht

Anyway: das Problem ist: darauf zu achten, die Grenzen anderer nicht zu überschreitenhabe ich sehr lange und tbh. teilweise ziemlich verzweifelt versucht. Mit verheerenden Ergebnissen, wenn die nicht klar angesagt werden, ich SEHE die nicht. Auch nicht, wenn ich ganz genau hingucke. Ich komm auch nicht drauf, dass an manchen Stellen welche sein könnten.

Beispielsweise wenn mir von "netten Menschen" irgendwo "Hilfe" angeoten wird. Inzwischen weiß ich: im Grunde bin ich da schon am Ar***. Pardon. 
Zum einen: ich bin ein Mensch, der, wenn etwas zu tun ist, das vorzugsweise ALLEIN tut. Kennst Du einen Trick, die Angebote "netter Menschen" abzulehnen? 
Das spielt sich in etwa so ab - eine Geschichte, die real so passiert ist.Herrlich exemplarisch, in ähnlicher Weise zig mal erlebt.
ich: bähm, am WE muss ich noch den Dachboden aufräumen (eine Feststellung und abgesehen davon reiner Smalltalk!!! )
sie: oh, ich hab am WE Zeit, ich helfe Dir!
=> erster Fallstrick, ich wollte da echt keine Hilfe, mir ist allein wirklich LIEBER, wenn ich schon räumen muss, finde ich räumen zu zweit unangenehmer!
ich: nein, brauchst Du nicht, ich mach das schon.
sie: doch, doch, macht mir nichts, ich mache das gern!
=> zweiter Fallstrick, ist ja nicht so, dass ich nie helfe, nie ehrenamtlich arbeite oder sonstwas, nie jemanden einlade, etwas schenke,.... aber "ich mache das gern" sage ich genau dann, wenn mir eine Tätigkeit echt Spaß macht. Und ich erwarte nie, NIEMALS eine Gegenleistung, wenn ich das nicht explizit sage! War nicht der Fall, es war wohl etwas im Sinne von "ich tue gern was für Dich und erwarte aber, dass Du auch gern etwas für mich tust!" - kommt bei Egoisten nie vor. Ein Egoist sagt Dir VORHER, welche Gegenleistung erwartet wird, nicht HINTERHER, wenn Du die erwartete Gegenleistung verfehlt hast! Da kann man überlegen: ist es mir das wert? JA / NEIN, alles klar. Aber weiter...
ich: nein, lass mal...
... noch in der Art paar Mal hin und her...
=> dritter Fallstrick: jetzt ist guter Rat echt teuer. Ich sehe 3 Optionen:
a) Ganz deutlich: NEIN, ich will das nicht!
b) mit Erklärung: ich will das lieber ALLEIN machen - die Chance, dass das als "nicht mit DIR!!!" ankommt liegen bei mindestens 90%
c) die Kröte schlucken und die "Hilfe" halt ertragen und aus einem unschönen Tag mit Räumen einen echt arg unangenehmen Tag mit zu zweit räumen machen
ok, ich hielt c) tatsächlich für das "netteste" und habe zugestimmt. Der Tag mit räumen ging auch irgendwie vorbei,... was solls.
Paar Monate später ist sie umgezogen. Ich habe ihr keine Hilfe angeboten, denn nein, ich HASSE Umzüge. Ich mache das nicht freiwillig, sorry. Und nein, Ausreden ala "ich bin so krank, mir ist so schlecht, ich hab voll Fieber und... " oder "oh da kann ich nicht, da muss ich beruflich zur Konferenz nach Hinterkirchheim" sind nicht mein Stil. Ich lüge nicht an solchen Punkten.
Das Ende vom Lied: Ich habe sie ausgenutzt und bin ein Egoist.

Ja ...
W
T
F
!!!

Oder Geburtstage. Damit sitz ich auch immer in den Nesseln. 
Zum einen: ja, ich vergesse die. Auch mit Einträgen in 4 verschiedenen Kalendern vergesse ich die in 3 von 5 Fällen. 
Zum anderen: ich möchte nicht, dass man mir gratuliert. Was machen die Egoisten? Zur Kenntnis nehmen, Schultern zucken, akzeptieren, nicht gratulieren. Was machen "nette Menschen"? Anruf / Nachricht, die beginnt mit "ich weiß, dass Du das nicht magst, aber Herzlichen Glückwunsch..." Ist irgendwie der Gipfel der Respektlosigkeit - und genau so reagiere ich dann auch. 

In harmloseren Bereichen ist es noch eine Kommunikationsfrage.
Wenn mich jemand fragt, ob wir ins Kino gehen wollen, sage ich nein, wenn ich nicht will. Im schlimmsten Falle sage ich auch "mag nicht, aber ich gehe FÜR DICH MIT". Menschen, die nicht durchsetzungsstark sind, sagen an der Stelle ... ich weiß nicht... "können wir schon machen"? Jedenfalls nicht "NEIN!", wenn sie nicht möchten. In 99% der Fälle erkenne ich in "Können wir schon machen" weder das NEIN, noch das "mag nicht, mache ich nur für Dich" (das eine Prozent sind die paar Glückstreffer) - Ende vom Lied: Wir gehen ins Kino, obwohl ich auch nur so halb Lust dazu hatte, es also bei NEIN nicht mal schlimm gewesen wäre, ein "nur für Dich" nicht wert gewesen wäre und als Gratisbonus fühlt sich mein Gegenüber auch noch überbügelt, weil er / sie meinen Vorschlag ja nicht ablehnen konnte.

Wie zur Hölle soll man denn da die Grenzen achten? Ganz ehrlich: ich weiß nur einen Weg: "nette Menschen" sehr, sehr weiträumig umgehen. Aber ich kann noch 50 Seiten weiter Beispiele schreiben, denn ich habe mir endlos viele Gedanken darüber gemacht. Geholfen hat es nur nicht.
 

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8. Juli um 22:01
In Antwort auf klarissa45

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ich bin fast 38 Jahre alt und es ist bis heute so, dass mich die meisten Menschen nicht respektieren und auch nicht mögen. Natürlich leide ich darunter.

Ich war schon immer sehr zurückhaltend und weiß auch inzwischen, dass ich wenig Selbstsicherheit ausstrahle. Ich kann mich schlecht durchsetzen und bin leider auch in allem sehr langsam. Vielleicht wirke ich dadurch auch langweilig und uninteressant.
Ich bin meistens freundlich anderen gegenüber, kann mich auch schnell öffnen, wenn ich jemandem vertraue. Eine Freundschaft wurde daraus aber fast nie.

In Beziehungen mit Männern bin ich nur verar...t worden. Nur einer war wirklich in mich verliebt, aber ich konnte ihn nicht achten, weil er sich von seinen Kindern fertig machen ließ. Sein Sohn wünschte mir den Tod und er als Vater war hilflos. So wie ich bin, müsste ich aber einen starken Partner an meiner Seite haben.

Ja, und leider werde ich von anderen auch regelmäßig als naiv bezeichnet. Dabei empfinde ich mich jetzt mit Ende 30 doch eher als misstrauisch nach den ganzen Erfahrungen.

Was meint ihr, warum ich solche Probleme habe?
Lehnen mich die Menschen ab, weil ich unsicher bin oder wegen meiner Naivität eher dümmlich wirke?

Ich hatte mal eine gute Bekannte, die ich als Freundin gesehen habe. Sie nannte mich schon mal "Trutsche" und ich verstand "Trudchen" und dachte mir nichts dabei. Doch vor kurzem habe ich gelesen, dass man eine dumme und unsympathische Frau als Trutsche bezeichnet. (

Vielleicht hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht.

Lieben Gruß,

Klarissa
 

Weil Du Dich vor allen klein machst, um gemocht zu werden. Das ist aber der falsche Weg. 
Vor allem solltest Du Deine Ansichten, Bedürfnisse und alles was Dir wichtig ist, Deinem Umfeld selbstsicher und ohne Schnörkel mitteilen, ohne zurückzustecken, auch wenn Du dann Angst verspürst, Du könntest vielleicht damit bei anderen anecken. Das ist aber nicht wichtig.
Wichtig ist, was Du möchtest und nicht was andere darüber denken!  
Das muss Dir egal sein! 
Frei weg von der Leber, nur so nimmt man Dich ernst!
Das muss man erst mal lernen, man kann niemanden alles recht machen.
Das einzige was wichtig für Dich ist, bist Du selbst.
Das heißt jetzt aber nicht, dass Du für andere nichts tun sollst, dass meine ich nicht damit. 
Ich gebe mal ein Fazit für Dich: Gesunder Egoismuss, mit einem offenen Ohr für Probleme der Anderen und Hilfestellung für Andere leisten ohne sich selbst zu verlieren. Heißt, kein krankhaftes Helfersyndrom entwickeln, Deine Bedürfnisse sind wichtiger als andere Bedürfnisse!  
So, wo ein Wille, dort ein Weg!        

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9. Juli um 7:40
In Antwort auf klarissa45

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ich bin fast 38 Jahre alt und es ist bis heute so, dass mich die meisten Menschen nicht respektieren und auch nicht mögen. Natürlich leide ich darunter.

Ich war schon immer sehr zurückhaltend und weiß auch inzwischen, dass ich wenig Selbstsicherheit ausstrahle. Ich kann mich schlecht durchsetzen und bin leider auch in allem sehr langsam. Vielleicht wirke ich dadurch auch langweilig und uninteressant.
Ich bin meistens freundlich anderen gegenüber, kann mich auch schnell öffnen, wenn ich jemandem vertraue. Eine Freundschaft wurde daraus aber fast nie.

In Beziehungen mit Männern bin ich nur verar...t worden. Nur einer war wirklich in mich verliebt, aber ich konnte ihn nicht achten, weil er sich von seinen Kindern fertig machen ließ. Sein Sohn wünschte mir den Tod und er als Vater war hilflos. So wie ich bin, müsste ich aber einen starken Partner an meiner Seite haben.

Ja, und leider werde ich von anderen auch regelmäßig als naiv bezeichnet. Dabei empfinde ich mich jetzt mit Ende 30 doch eher als misstrauisch nach den ganzen Erfahrungen.

Was meint ihr, warum ich solche Probleme habe?
Lehnen mich die Menschen ab, weil ich unsicher bin oder wegen meiner Naivität eher dümmlich wirke?

Ich hatte mal eine gute Bekannte, die ich als Freundin gesehen habe. Sie nannte mich schon mal "Trutsche" und ich verstand "Trudchen" und dachte mir nichts dabei. Doch vor kurzem habe ich gelesen, dass man eine dumme und unsympathische Frau als Trutsche bezeichnet. (

Vielleicht hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht.

Lieben Gruß,

Klarissa
 

Liebe Klarissa,

dein Post macht nachdenklich und zugleich auch ein wenig traurig. 

Du bezeichnest dich selbst als zurückhaltend und besitzt wenig Selbstsicherheit. Beides ist nicht schlimm, ganz im Gegenteil, die Unterschiede sind es, die einen Menschen liebenswert machen. Auch mit Ende 30 ist der Mensch lernfähig, kann sich weiterentwickeln und nach vorne schauen.

Dein Post klingt sehr danach, dass du dich aufgrund der gemachten Erfahrungen in dein Schneckenhaus verkriechst, viel nachdenkst und die Fehler bei dir suchst. Das ist meines Erachtens nach der falsche Weg. Steh auf, strecke deine Knochen, gehe aus, erlebe etwas ... und denke nicht an die Menschen, die dich in eine Schublade stecken und dir Dinge vorwerfen.

Diese Menschen kompensieren damit zumeist eigene Fehler und machen sich damit vermeindlich stark ... sie sind aber viel schwächer als du.

Ganz liebe Grüße & Kopf hoch. 

Ben

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9. Juli um 16:15
In Antwort auf avarrassterne3

ich sage es so: das Wort "nett" ist beliebig definierbar.
Aber Menschen, die sich selbst mit diesem Wort beschreiben, sind mit mir nicht kompatibel lehrt die bittere Erfahrung. 

Wie andere Menschen mich finden, ist mir herzlich egal, ja. Wem es nicht passt, der möge weiter gehen, manchmal schade, nie schlimm. 
Wem es passt, möge sich melden, wenn ich ihn / sie auch interessant finde, verbringen wir vielleicht Zeit zusammen, vielleicht wird über die Zeit auch Bekanntschaft / Freundschaft / Beziehung / whatever daraus.

Ich bin nicht ruhig, nicht dezent, nicht leise, nicht bescheiden. ABER ich kann es überhaupt nicht ausstehen, mir nachsagen zu lassen, ich würde irgendwen ausnutzen. Das möchte ich auch nicht und würde es gern vermeiden. So es denn geht

Anyway: das Problem ist: darauf zu achten, die Grenzen anderer nicht zu überschreitenhabe ich sehr lange und tbh. teilweise ziemlich verzweifelt versucht. Mit verheerenden Ergebnissen, wenn die nicht klar angesagt werden, ich SEHE die nicht. Auch nicht, wenn ich ganz genau hingucke. Ich komm auch nicht drauf, dass an manchen Stellen welche sein könnten.

Beispielsweise wenn mir von "netten Menschen" irgendwo "Hilfe" angeoten wird. Inzwischen weiß ich: im Grunde bin ich da schon am Ar***. Pardon. 
Zum einen: ich bin ein Mensch, der, wenn etwas zu tun ist, das vorzugsweise ALLEIN tut. Kennst Du einen Trick, die Angebote "netter Menschen" abzulehnen? 
Das spielt sich in etwa so ab - eine Geschichte, die real so passiert ist.Herrlich exemplarisch, in ähnlicher Weise zig mal erlebt.
ich: bähm, am WE muss ich noch den Dachboden aufräumen (eine Feststellung und abgesehen davon reiner Smalltalk!!! )
sie: oh, ich hab am WE Zeit, ich helfe Dir!
=> erster Fallstrick, ich wollte da echt keine Hilfe, mir ist allein wirklich LIEBER, wenn ich schon räumen muss, finde ich räumen zu zweit unangenehmer!
ich: nein, brauchst Du nicht, ich mach das schon.
sie: doch, doch, macht mir nichts, ich mache das gern!
=> zweiter Fallstrick, ist ja nicht so, dass ich nie helfe, nie ehrenamtlich arbeite oder sonstwas, nie jemanden einlade, etwas schenke,.... aber "ich mache das gern" sage ich genau dann, wenn mir eine Tätigkeit echt Spaß macht. Und ich erwarte nie, NIEMALS eine Gegenleistung, wenn ich das nicht explizit sage! War nicht der Fall, es war wohl etwas im Sinne von "ich tue gern was für Dich und erwarte aber, dass Du auch gern etwas für mich tust!" - kommt bei Egoisten nie vor. Ein Egoist sagt Dir VORHER, welche Gegenleistung erwartet wird, nicht HINTERHER, wenn Du die erwartete Gegenleistung verfehlt hast! Da kann man überlegen: ist es mir das wert? JA / NEIN, alles klar. Aber weiter...
ich: nein, lass mal...
... noch in der Art paar Mal hin und her...
=> dritter Fallstrick: jetzt ist guter Rat echt teuer. Ich sehe 3 Optionen:
a) Ganz deutlich: NEIN, ich will das nicht!
b) mit Erklärung: ich will das lieber ALLEIN machen - die Chance, dass das als "nicht mit DIR!!!" ankommt liegen bei mindestens 90%
c) die Kröte schlucken und die "Hilfe" halt ertragen und aus einem unschönen Tag mit Räumen einen echt arg unangenehmen Tag mit zu zweit räumen machen
ok, ich hielt c) tatsächlich für das "netteste" und habe zugestimmt. Der Tag mit räumen ging auch irgendwie vorbei,... was solls.
Paar Monate später ist sie umgezogen. Ich habe ihr keine Hilfe angeboten, denn nein, ich HASSE Umzüge. Ich mache das nicht freiwillig, sorry. Und nein, Ausreden ala "ich bin so krank, mir ist so schlecht, ich hab voll Fieber und... " oder "oh da kann ich nicht, da muss ich beruflich zur Konferenz nach Hinterkirchheim" sind nicht mein Stil. Ich lüge nicht an solchen Punkten.
Das Ende vom Lied: Ich habe sie ausgenutzt und bin ein Egoist.

Ja ...
W
T
F
!!!

Oder Geburtstage. Damit sitz ich auch immer in den Nesseln. 
Zum einen: ja, ich vergesse die. Auch mit Einträgen in 4 verschiedenen Kalendern vergesse ich die in 3 von 5 Fällen. 
Zum anderen: ich möchte nicht, dass man mir gratuliert. Was machen die Egoisten? Zur Kenntnis nehmen, Schultern zucken, akzeptieren, nicht gratulieren. Was machen "nette Menschen"? Anruf / Nachricht, die beginnt mit "ich weiß, dass Du das nicht magst, aber Herzlichen Glückwunsch..." Ist irgendwie der Gipfel der Respektlosigkeit - und genau so reagiere ich dann auch. 

In harmloseren Bereichen ist es noch eine Kommunikationsfrage.
Wenn mich jemand fragt, ob wir ins Kino gehen wollen, sage ich nein, wenn ich nicht will. Im schlimmsten Falle sage ich auch "mag nicht, aber ich gehe FÜR DICH MIT". Menschen, die nicht durchsetzungsstark sind, sagen an der Stelle ... ich weiß nicht... "können wir schon machen"? Jedenfalls nicht "NEIN!", wenn sie nicht möchten. In 99% der Fälle erkenne ich in "Können wir schon machen" weder das NEIN, noch das "mag nicht, mache ich nur für Dich" (das eine Prozent sind die paar Glückstreffer) - Ende vom Lied: Wir gehen ins Kino, obwohl ich auch nur so halb Lust dazu hatte, es also bei NEIN nicht mal schlimm gewesen wäre, ein "nur für Dich" nicht wert gewesen wäre und als Gratisbonus fühlt sich mein Gegenüber auch noch überbügelt, weil er / sie meinen Vorschlag ja nicht ablehnen konnte.

Wie zur Hölle soll man denn da die Grenzen achten? Ganz ehrlich: ich weiß nur einen Weg: "nette Menschen" sehr, sehr weiträumig umgehen. Aber ich kann noch 50 Seiten weiter Beispiele schreiben, denn ich habe mir endlos viele Gedanken darüber gemacht. Geholfen hat es nur nicht.
 

Jetzt verstehe ich schon eher, worum es dir geht - bilde ich mir halt ein. 

Also, dieses Aufopfernde, in dem oft auch nur schlecht versteckt eine Gegenleistung schlummert, da bin ich auch ziemlich schmerzfrei. Ich bin da offenbar so wie du. Ich mache etwas, wenn ich es machen möchte, erwarte dann auch keine Gegenleistung. Und wenn ich in Dinge oder Personen investiere und mir über den Ausgang der Sache nicht im Klaren bin, dann weiß ich auch, dass ich meine Grenzen achten muss, weil bei der Sache vielleicht nichts herauskommt, und dass ich mich dann auch bei niemandem darüber beschweren kann - und das will ich auch gar nicht. Ich bin aber auch relativ schmerzfrei, wenn jemand anderes etwas von mir will. Ich sehe mich da nicht in der Pflicht, nur weil die Person unaufgefordert irgendetwas für mich getan hat. Ich reagiere auf emotionale Erpressungen und auf vor ostentativ zur Schau gestellte Erwartungshaltungen relativ allergisch und mit Ignorieren und Schweigen. Ich denke, dass es der Lernprozess dieser Menschen ist, eigene Grenzen zu wahren. Der andere kann nicht Gedanken lesen oder in die Zukunft sehen. 

Kommunikation: Ich bin zwar höflich und ein Freund der Diplomatie und dessen, dass man sich bemüht, andere nicht zu verletzen, aber auch eher direkt, kann im Naheverhältnis auch sehr laut, temperamentvoll und ausfallend werden, dazu muss man mich aber kennen. Meine Wut zeige ich nicht jedem. Für Subtilitäten bin ich zu blöd. Da wurde mir auch schon vorgeworfen, nicht ausreichend zwischen den Zeilen gelesen zu haben. Da haben mir manche auch schon gesagt, sie hätten es mir doch schon gesagt, aber ich habe es wohl einfach nicht kapiert. Ich brauche relativ klare Botschaften. Da ich aber berufsbedingt immer wieder lange im Ausland war und mich auch mit Kommunikationsstilen beschäftigen musste, weiß ich, dass es auch große kulturelle Unterschiede in Bezug auf Kommunikation gibt. Im deutschen Sprachraum sind wir tendenziell im internationalen Vergleich direkt. In Frankreich ist es wesentlich häufiger und lange nicht so unhöflich, jemanden zu unterbrechen. Es drückt sogar Interesse am Gespräch aus. In Indien, wo ich ja derzeit lebe und arbeite (zur Zeit gerade daheim in Österreich) wird indirekt kommuniziert. Da frage ich mich auch bei manchen Antworten, ob das jetzt ein deutsches (oder in meinem Fall österreichisches), jedenfalls ein deutschsprachiges oder ein indisches Ja oder Nein war. Oder ob das, was der andere mir da sonst noch so erzählt, ob das "Ja, aber..." eigentlich ein Nein ist. Wenn man nicht kommen will, sagt man, man kommt ein andermal. Wenn man nicht will, ist man verhindert. Wenn man vielleicht kommt, kommt man nicht. Wenn man keine Lust auf eine Aktivität hat, ist man verhindert etc. Es werden immer so Ablenkungen ins Spiel gebracht. Wenn man etwas ablehnt, sagt man nicht direkt nein. Man sagt, was man nicht ablehnt, also was man tun kann. Und somit ist klar, dass das, was man nicht erwähnt, nicht getan werden kann. Wenn man etwas ablehnen will, verweist man auf einen anderen Zeitpunkt, eine andere Aktivität, eine andere Person, die vielleicht Zeit haben könnte. Und es wäre extem unhöflich, zu sagen, dass man nicht ins Kino gehen will. In Westafrika war es dasselbe. Gewisse Absagen und Formulierungen, die auf Deutsch und in Europa ganz normal sind oder eben von direkteren Menschen benutzt werden können, sind in Indien absolut undenkbar und würden das Gegenüber massiv vor den Kopf stoßen, einem Affront gleichkommen und müssen unter allen Umständen vermieden werden, weil sie viel zu konfrontativ sind. Andererseits aber sind Inder extrem aufdringlich in Belangen, in denen wir hier nobel zurückhaltend sind. Man kann in Indien auch fragen, was der andere verdient. Das ist dort einfach ein Smalltalkthema.

Was Geburtstage anlangt, so würde ich mir, wenn wir uns kennen würden, wohl wünschen, dass du mir gratulierst (Jedenfalls würde ich mich sehr freuen, da ich wohl aber wüsste, dass dir Geburtstage egal sind, wäre es dann aber auch kein großes Drama, wenn du es vergisst. Ich habe Freunde, die mir nicht zum Geburstag nicht gratulieren, obwohl sie in etwa wissen, wann mein Geburtstag ist. Sie legen entweder keinen Wert darauf oder denken nicht daran. Das tut unserer Freundschaft keinen Abbruch. Wenn ich nun aber eine Beziehung mit dir führen würde, würde ich es vermutlich schade finden, dass wir keinen schönen Abend anlässlich deines Geburtstags miteinander verbringen könnten, was auch immer das im Konkreten bedeuten würde), aber ich würde dir nicht gratulieren. Und ich kann das. 

Ich bin aber jemand, der sich vor oder einer Unterhaltung ewig fragen kann, was ich wie sagen soll und ob ich so oder so wahrgenommen werde, wenn ich auf die eine oder andere Art formuliere. Wenn ich der Ansicht bin, dass ich mich falsch verhalten habe (natürlich merke ich es nicht immer, wenn es so ist), dann winde ich mich abends gepeinigt von Schuldgefühlen im Bett. Von Zweifeln und Unsicherheiten bin ich keineswegs frei. Dadurch, dass ich gern allein und relativ eigenständig bin, brauche ich nicht viele Freunde. Aber ich kenne auch das Gefühl, dass ich von den anderen gemocht werden will und dass mir Ablehnung wehtut. Da stehe ich nicht immer drüber. Daher habe ich Mitgefühl mit der TE. Aus eigener Erfahrung denke ich aber, dass es besser ist, bei sich zu bleiben, denn es hat keinen Sinn, die falschen Freunde oder Menschen anzuziehen. 

Das konkrete Beispiel, an das ich immer denke, wenn ich schreibe, dass man die Grenzen des anderen wahren kann oder manches abfangen könnte ist jenes: Als Studentin lebte ich in Wien in einer Wohngemeinschaft. Unsere Wohnung war alt, funky, cool. Im Haus gab es aber auch sogenannte solide Hausparteien, die einem rechtschaffenen Lebenswandel nachgingen. Ich hörte sehr gern laute Musik. Eine ältere Dame läutete immer wieder uns an, bat uns leiser zu schalten. Ich bedankte mich immer dafür, dass sie zu uns kam und sich nicht gleich bei der Hausverwaltung beschwerte, und drehte auch leiser. Aber es geschah sehr oft, dass diese ältere Dame bei uns läuten musste. Erst als ich später selbst lärmempfindlicher wurde, dachte ich immer wieder mit klammem Gefühl an diese Dame zurück und dachte mir:" Ich hätte ja nicht immer warten müssen, bis sie anläutet." Wir wussten ja schon, dass die laute Musik sie stört." Manchmal weiß man sehr wohl, dass den anderen etwas stört, aber es passt einem nicht ins Konzept, ist unbequem oder man hat die entsprechende Rücksichtnahme noch nicht entwickelt. Auf mich traf damals wohl von allem etwas zu. Da muss ich ja nicht warten, bis der sich meldet, weil ja auch nicht jeder gern in der Rolle des sich Aufregenden ist. 

Liebe TE, was mir zu dir noch eingefallen ist. Respektier dich selbst. Daraus wird sich einiges automatisch ergeben.

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9. Juli um 18:25
In Antwort auf bissfest

Jetzt verstehe ich schon eher, worum es dir geht - bilde ich mir halt ein. 

Also, dieses Aufopfernde, in dem oft auch nur schlecht versteckt eine Gegenleistung schlummert, da bin ich auch ziemlich schmerzfrei. Ich bin da offenbar so wie du. Ich mache etwas, wenn ich es machen möchte, erwarte dann auch keine Gegenleistung. Und wenn ich in Dinge oder Personen investiere und mir über den Ausgang der Sache nicht im Klaren bin, dann weiß ich auch, dass ich meine Grenzen achten muss, weil bei der Sache vielleicht nichts herauskommt, und dass ich mich dann auch bei niemandem darüber beschweren kann - und das will ich auch gar nicht. Ich bin aber auch relativ schmerzfrei, wenn jemand anderes etwas von mir will. Ich sehe mich da nicht in der Pflicht, nur weil die Person unaufgefordert irgendetwas für mich getan hat. Ich reagiere auf emotionale Erpressungen und auf vor ostentativ zur Schau gestellte Erwartungshaltungen relativ allergisch und mit Ignorieren und Schweigen. Ich denke, dass es der Lernprozess dieser Menschen ist, eigene Grenzen zu wahren. Der andere kann nicht Gedanken lesen oder in die Zukunft sehen. 

Kommunikation: Ich bin zwar höflich und ein Freund der Diplomatie und dessen, dass man sich bemüht, andere nicht zu verletzen, aber auch eher direkt, kann im Naheverhältnis auch sehr laut, temperamentvoll und ausfallend werden, dazu muss man mich aber kennen. Meine Wut zeige ich nicht jedem. Für Subtilitäten bin ich zu blöd. Da wurde mir auch schon vorgeworfen, nicht ausreichend zwischen den Zeilen gelesen zu haben. Da haben mir manche auch schon gesagt, sie hätten es mir doch schon gesagt, aber ich habe es wohl einfach nicht kapiert. Ich brauche relativ klare Botschaften. Da ich aber berufsbedingt immer wieder lange im Ausland war und mich auch mit Kommunikationsstilen beschäftigen musste, weiß ich, dass es auch große kulturelle Unterschiede in Bezug auf Kommunikation gibt. Im deutschen Sprachraum sind wir tendenziell im internationalen Vergleich direkt. In Frankreich ist es wesentlich häufiger und lange nicht so unhöflich, jemanden zu unterbrechen. Es drückt sogar Interesse am Gespräch aus. In Indien, wo ich ja derzeit lebe und arbeite (zur Zeit gerade daheim in Österreich) wird indirekt kommuniziert. Da frage ich mich auch bei manchen Antworten, ob das jetzt ein deutsches (oder in meinem Fall österreichisches), jedenfalls ein deutschsprachiges oder ein indisches Ja oder Nein war. Oder ob das, was der andere mir da sonst noch so erzählt, ob das "Ja, aber..." eigentlich ein Nein ist. Wenn man nicht kommen will, sagt man, man kommt ein andermal. Wenn man nicht will, ist man verhindert. Wenn man vielleicht kommt, kommt man nicht. Wenn man keine Lust auf eine Aktivität hat, ist man verhindert etc. Es werden immer so Ablenkungen ins Spiel gebracht. Wenn man etwas ablehnt, sagt man nicht direkt nein. Man sagt, was man nicht ablehnt, also was man tun kann. Und somit ist klar, dass das, was man nicht erwähnt, nicht getan werden kann. Wenn man etwas ablehnen will, verweist man auf einen anderen Zeitpunkt, eine andere Aktivität, eine andere Person, die vielleicht Zeit haben könnte. Und es wäre extem unhöflich, zu sagen, dass man nicht ins Kino gehen will. In Westafrika war es dasselbe. Gewisse Absagen und Formulierungen, die auf Deutsch und in Europa ganz normal sind oder eben von direkteren Menschen benutzt werden können, sind in Indien absolut undenkbar und würden das Gegenüber massiv vor den Kopf stoßen, einem Affront gleichkommen und müssen unter allen Umständen vermieden werden, weil sie viel zu konfrontativ sind. Andererseits aber sind Inder extrem aufdringlich in Belangen, in denen wir hier nobel zurückhaltend sind. Man kann in Indien auch fragen, was der andere verdient. Das ist dort einfach ein Smalltalkthema.

Was Geburtstage anlangt, so würde ich mir, wenn wir uns kennen würden, wohl wünschen, dass du mir gratulierst (Jedenfalls würde ich mich sehr freuen, da ich wohl aber wüsste, dass dir Geburtstage egal sind, wäre es dann aber auch kein großes Drama, wenn du es vergisst. Ich habe Freunde, die mir nicht zum Geburstag nicht gratulieren, obwohl sie in etwa wissen, wann mein Geburtstag ist. Sie legen entweder keinen Wert darauf oder denken nicht daran. Das tut unserer Freundschaft keinen Abbruch. Wenn ich nun aber eine Beziehung mit dir führen würde, würde ich es vermutlich schade finden, dass wir keinen schönen Abend anlässlich deines Geburtstags miteinander verbringen könnten, was auch immer das im Konkreten bedeuten würde), aber ich würde dir nicht gratulieren. Und ich kann das. 

Ich bin aber jemand, der sich vor oder einer Unterhaltung ewig fragen kann, was ich wie sagen soll und ob ich so oder so wahrgenommen werde, wenn ich auf die eine oder andere Art formuliere. Wenn ich der Ansicht bin, dass ich mich falsch verhalten habe (natürlich merke ich es nicht immer, wenn es so ist), dann winde ich mich abends gepeinigt von Schuldgefühlen im Bett. Von Zweifeln und Unsicherheiten bin ich keineswegs frei. Dadurch, dass ich gern allein und relativ eigenständig bin, brauche ich nicht viele Freunde. Aber ich kenne auch das Gefühl, dass ich von den anderen gemocht werden will und dass mir Ablehnung wehtut. Da stehe ich nicht immer drüber. Daher habe ich Mitgefühl mit der TE. Aus eigener Erfahrung denke ich aber, dass es besser ist, bei sich zu bleiben, denn es hat keinen Sinn, die falschen Freunde oder Menschen anzuziehen. 

Das konkrete Beispiel, an das ich immer denke, wenn ich schreibe, dass man die Grenzen des anderen wahren kann oder manches abfangen könnte ist jenes: Als Studentin lebte ich in Wien in einer Wohngemeinschaft. Unsere Wohnung war alt, funky, cool. Im Haus gab es aber auch sogenannte solide Hausparteien, die einem rechtschaffenen Lebenswandel nachgingen. Ich hörte sehr gern laute Musik. Eine ältere Dame läutete immer wieder uns an, bat uns leiser zu schalten. Ich bedankte mich immer dafür, dass sie zu uns kam und sich nicht gleich bei der Hausverwaltung beschwerte, und drehte auch leiser. Aber es geschah sehr oft, dass diese ältere Dame bei uns läuten musste. Erst als ich später selbst lärmempfindlicher wurde, dachte ich immer wieder mit klammem Gefühl an diese Dame zurück und dachte mir:" Ich hätte ja nicht immer warten müssen, bis sie anläutet." Wir wussten ja schon, dass die laute Musik sie stört." Manchmal weiß man sehr wohl, dass den anderen etwas stört, aber es passt einem nicht ins Konzept, ist unbequem oder man hat die entsprechende Rücksichtnahme noch nicht entwickelt. Auf mich traf damals wohl von allem etwas zu. Da muss ich ja nicht warten, bis der sich meldet, weil ja auch nicht jeder gern in der Rolle des sich Aufregenden ist. 

Liebe TE, was mir zu dir noch eingefallen ist. Respektier dich selbst. Daraus wird sich einiges automatisch ergeben.

ohhhhhhh jaaaaaaaaaaaa.Ich gebe es zu, auch meine Lärmempfindlichkeit war mit 20 - quasi nicht vorhanden. Jetzt hingegen... hat sich geändert.
Mit 20 habe ich schlicht das Problem nicht gesehen, bis sich jemand beschwert hat und selbst dann - nunja, wo ist das Drama?

Aber das Thema waren ja Menschen, die sich nicht durchsetzem können / wollen. Die würden nun einmal NICHT klingeln, auch nicht die Cops rufen, die würden es ertragen. So lange sie halt können und noch bißchen weiter. 
Und wie sollen deren Grenzen gewahrt werden bitte, wenn sie die noch nicht mal ansagen? Es ist nun einmal ein Fakt, dass Genzen bei verschiedenen Menschen an verschiedenen Stellen sind. Man kennt die von anderen nicht einmal, es gibt höchstens Vermutungen, wo sie vielleicht sein könnten.
Also gibt man die Verantwortung für das eigene Wohlergehen an andere ab, die noch nicht mal wissen wo genau das liegen könnte?!? 

Indirekte Kommunikation finde ich gruselig. Da habe ich immer das Gefühl, jedes Gespräch ist wie 1000m Hürden übers Minenfeld
Mir reichen die regionalen Unterschiede in DE schon aus Du kannst Dir nicht vorstellen, wie mir hier in München die "Berliner Schnauze" fehlt 

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9. Juli um 19:05
In Antwort auf bissfest

Jetzt verstehe ich schon eher, worum es dir geht - bilde ich mir halt ein. 

Also, dieses Aufopfernde, in dem oft auch nur schlecht versteckt eine Gegenleistung schlummert, da bin ich auch ziemlich schmerzfrei. Ich bin da offenbar so wie du. Ich mache etwas, wenn ich es machen möchte, erwarte dann auch keine Gegenleistung. Und wenn ich in Dinge oder Personen investiere und mir über den Ausgang der Sache nicht im Klaren bin, dann weiß ich auch, dass ich meine Grenzen achten muss, weil bei der Sache vielleicht nichts herauskommt, und dass ich mich dann auch bei niemandem darüber beschweren kann - und das will ich auch gar nicht. Ich bin aber auch relativ schmerzfrei, wenn jemand anderes etwas von mir will. Ich sehe mich da nicht in der Pflicht, nur weil die Person unaufgefordert irgendetwas für mich getan hat. Ich reagiere auf emotionale Erpressungen und auf vor ostentativ zur Schau gestellte Erwartungshaltungen relativ allergisch und mit Ignorieren und Schweigen. Ich denke, dass es der Lernprozess dieser Menschen ist, eigene Grenzen zu wahren. Der andere kann nicht Gedanken lesen oder in die Zukunft sehen. 

Kommunikation: Ich bin zwar höflich und ein Freund der Diplomatie und dessen, dass man sich bemüht, andere nicht zu verletzen, aber auch eher direkt, kann im Naheverhältnis auch sehr laut, temperamentvoll und ausfallend werden, dazu muss man mich aber kennen. Meine Wut zeige ich nicht jedem. Für Subtilitäten bin ich zu blöd. Da wurde mir auch schon vorgeworfen, nicht ausreichend zwischen den Zeilen gelesen zu haben. Da haben mir manche auch schon gesagt, sie hätten es mir doch schon gesagt, aber ich habe es wohl einfach nicht kapiert. Ich brauche relativ klare Botschaften. Da ich aber berufsbedingt immer wieder lange im Ausland war und mich auch mit Kommunikationsstilen beschäftigen musste, weiß ich, dass es auch große kulturelle Unterschiede in Bezug auf Kommunikation gibt. Im deutschen Sprachraum sind wir tendenziell im internationalen Vergleich direkt. In Frankreich ist es wesentlich häufiger und lange nicht so unhöflich, jemanden zu unterbrechen. Es drückt sogar Interesse am Gespräch aus. In Indien, wo ich ja derzeit lebe und arbeite (zur Zeit gerade daheim in Österreich) wird indirekt kommuniziert. Da frage ich mich auch bei manchen Antworten, ob das jetzt ein deutsches (oder in meinem Fall österreichisches), jedenfalls ein deutschsprachiges oder ein indisches Ja oder Nein war. Oder ob das, was der andere mir da sonst noch so erzählt, ob das "Ja, aber..." eigentlich ein Nein ist. Wenn man nicht kommen will, sagt man, man kommt ein andermal. Wenn man nicht will, ist man verhindert. Wenn man vielleicht kommt, kommt man nicht. Wenn man keine Lust auf eine Aktivität hat, ist man verhindert etc. Es werden immer so Ablenkungen ins Spiel gebracht. Wenn man etwas ablehnt, sagt man nicht direkt nein. Man sagt, was man nicht ablehnt, also was man tun kann. Und somit ist klar, dass das, was man nicht erwähnt, nicht getan werden kann. Wenn man etwas ablehnen will, verweist man auf einen anderen Zeitpunkt, eine andere Aktivität, eine andere Person, die vielleicht Zeit haben könnte. Und es wäre extem unhöflich, zu sagen, dass man nicht ins Kino gehen will. In Westafrika war es dasselbe. Gewisse Absagen und Formulierungen, die auf Deutsch und in Europa ganz normal sind oder eben von direkteren Menschen benutzt werden können, sind in Indien absolut undenkbar und würden das Gegenüber massiv vor den Kopf stoßen, einem Affront gleichkommen und müssen unter allen Umständen vermieden werden, weil sie viel zu konfrontativ sind. Andererseits aber sind Inder extrem aufdringlich in Belangen, in denen wir hier nobel zurückhaltend sind. Man kann in Indien auch fragen, was der andere verdient. Das ist dort einfach ein Smalltalkthema.

Was Geburtstage anlangt, so würde ich mir, wenn wir uns kennen würden, wohl wünschen, dass du mir gratulierst (Jedenfalls würde ich mich sehr freuen, da ich wohl aber wüsste, dass dir Geburtstage egal sind, wäre es dann aber auch kein großes Drama, wenn du es vergisst. Ich habe Freunde, die mir nicht zum Geburstag nicht gratulieren, obwohl sie in etwa wissen, wann mein Geburtstag ist. Sie legen entweder keinen Wert darauf oder denken nicht daran. Das tut unserer Freundschaft keinen Abbruch. Wenn ich nun aber eine Beziehung mit dir führen würde, würde ich es vermutlich schade finden, dass wir keinen schönen Abend anlässlich deines Geburtstags miteinander verbringen könnten, was auch immer das im Konkreten bedeuten würde), aber ich würde dir nicht gratulieren. Und ich kann das. 

Ich bin aber jemand, der sich vor oder einer Unterhaltung ewig fragen kann, was ich wie sagen soll und ob ich so oder so wahrgenommen werde, wenn ich auf die eine oder andere Art formuliere. Wenn ich der Ansicht bin, dass ich mich falsch verhalten habe (natürlich merke ich es nicht immer, wenn es so ist), dann winde ich mich abends gepeinigt von Schuldgefühlen im Bett. Von Zweifeln und Unsicherheiten bin ich keineswegs frei. Dadurch, dass ich gern allein und relativ eigenständig bin, brauche ich nicht viele Freunde. Aber ich kenne auch das Gefühl, dass ich von den anderen gemocht werden will und dass mir Ablehnung wehtut. Da stehe ich nicht immer drüber. Daher habe ich Mitgefühl mit der TE. Aus eigener Erfahrung denke ich aber, dass es besser ist, bei sich zu bleiben, denn es hat keinen Sinn, die falschen Freunde oder Menschen anzuziehen. 

Das konkrete Beispiel, an das ich immer denke, wenn ich schreibe, dass man die Grenzen des anderen wahren kann oder manches abfangen könnte ist jenes: Als Studentin lebte ich in Wien in einer Wohngemeinschaft. Unsere Wohnung war alt, funky, cool. Im Haus gab es aber auch sogenannte solide Hausparteien, die einem rechtschaffenen Lebenswandel nachgingen. Ich hörte sehr gern laute Musik. Eine ältere Dame läutete immer wieder uns an, bat uns leiser zu schalten. Ich bedankte mich immer dafür, dass sie zu uns kam und sich nicht gleich bei der Hausverwaltung beschwerte, und drehte auch leiser. Aber es geschah sehr oft, dass diese ältere Dame bei uns läuten musste. Erst als ich später selbst lärmempfindlicher wurde, dachte ich immer wieder mit klammem Gefühl an diese Dame zurück und dachte mir:" Ich hätte ja nicht immer warten müssen, bis sie anläutet." Wir wussten ja schon, dass die laute Musik sie stört." Manchmal weiß man sehr wohl, dass den anderen etwas stört, aber es passt einem nicht ins Konzept, ist unbequem oder man hat die entsprechende Rücksichtnahme noch nicht entwickelt. Auf mich traf damals wohl von allem etwas zu. Da muss ich ja nicht warten, bis der sich meldet, weil ja auch nicht jeder gern in der Rolle des sich Aufregenden ist. 

Liebe TE, was mir zu dir noch eingefallen ist. Respektier dich selbst. Daraus wird sich einiges automatisch ergeben.

wobei... ich glaube das Beispiel mit dem "Unterbrechen" taugt am besten für mich. 
Natürlich wird ein unsicherer Mensch micht NICHT unterbrechen. Und ... erwischt, ich neige dazu. Ziemlich. *hüstel*.
Und nein, wir sind nicht in FR, bei uns gilt das als unhöflich und unsicheren Menschen gegenüber führt das dann dazu, dass ich das "Gespräch" als Monolog führe. Böser, rücksichtsloser Egoist, ja.
 
Und ja, das KANN ich vermeiden. Wenn ich die mich stark kontrolliere, die ganze Zeit hoch konzentriert bin und wirklich ganz genau aufpasse. Wie man sich die Stachelschweine beim Liebe machen vorstellet. Wenn man nicht weiß, dass die die Stacheln wegklappen dafür
Nur warum bitte sollte ich freiwillig Gespräche führen, bei denen ich die ganze Zeit hochkonzentriert und seeeeeeeeeeeeeeeeeeeehhhhhhhhhhhhhrrrrrrrrr vorsichtig aufpassen MUSS? Warum sollte ich freiwillig Gespräche fühen, bei denen ich mich die ganze Zeit wie der Elefant im Porzellanladen fühle und es auch noch bin, wenn ich mal einfach kurz nicht aufpasse?!?
Mache ich, wenn es beruflich halt sein muss. Aber privat? Freiwillig?
Danke, aber nein Danke.
Da suche ich einfach Gesprächspartner, mit denen ich reden kann, "wie mir der Schnabel gewachsen ist". Die mich einfach auch unterbrechen, wenn sie nicht warten wollen, für die es weder schlimm ist, unterbrochen zu werden, noch jemanden zu unterbrechen - Viel angenehmer für alle. 

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9. Juli um 19:16
In Antwort auf klarissa45

Liebe Community,

ich bin fast 38 Jahre alt und es ist bis heute so, dass mich die meisten Menschen nicht respektieren und auch nicht mögen. Natürlich leide ich darunter.

Ich war schon immer sehr zurückhaltend und weiß auch inzwischen, dass ich wenig Selbstsicherheit ausstrahle. Ich kann mich schlecht durchsetzen und bin leider auch in allem sehr langsam. Vielleicht wirke ich dadurch auch langweilig und uninteressant.
Ich bin meistens freundlich anderen gegenüber, kann mich auch schnell öffnen, wenn ich jemandem vertraue. Eine Freundschaft wurde daraus aber fast nie.

In Beziehungen mit Männern bin ich nur verar...t worden. Nur einer war wirklich in mich verliebt, aber ich konnte ihn nicht achten, weil er sich von seinen Kindern fertig machen ließ. Sein Sohn wünschte mir den Tod und er als Vater war hilflos. So wie ich bin, müsste ich aber einen starken Partner an meiner Seite haben.

Ja, und leider werde ich von anderen auch regelmäßig als naiv bezeichnet. Dabei empfinde ich mich jetzt mit Ende 30 doch eher als misstrauisch nach den ganzen Erfahrungen.

Was meint ihr, warum ich solche Probleme habe?
Lehnen mich die Menschen ab, weil ich unsicher bin oder wegen meiner Naivität eher dümmlich wirke?

Ich hatte mal eine gute Bekannte, die ich als Freundin gesehen habe. Sie nannte mich schon mal "Trutsche" und ich verstand "Trudchen" und dachte mir nichts dabei. Doch vor kurzem habe ich gelesen, dass man eine dumme und unsympathische Frau als Trutsche bezeichnet. (

Vielleicht hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht.

Lieben Gruß,

Klarissa
 

Vielleicht könntest du einfach versuchen, in ein neues Umfeld zu wechseln und neue Bekanntschaften zu machen. Versuche, mit so vielen verschiedenen Menschen wie möglich ins Gespräch zu kommen, und schließlich wirst du bei denen landen, die dich respektieren. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan.

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13. Juli um 16:35
In Antwort auf avarrassterne3

wobei... ich glaube das Beispiel mit dem "Unterbrechen" taugt am besten für mich. 
Natürlich wird ein unsicherer Mensch micht NICHT unterbrechen. Und ... erwischt, ich neige dazu. Ziemlich. *hüstel*.
Und nein, wir sind nicht in FR, bei uns gilt das als unhöflich und unsicheren Menschen gegenüber führt das dann dazu, dass ich das "Gespräch" als Monolog führe. Böser, rücksichtsloser Egoist, ja.
 
Und ja, das KANN ich vermeiden. Wenn ich die mich stark kontrolliere, die ganze Zeit hoch konzentriert bin und wirklich ganz genau aufpasse. Wie man sich die Stachelschweine beim Liebe machen vorstellet. Wenn man nicht weiß, dass die die Stacheln wegklappen dafür
Nur warum bitte sollte ich freiwillig Gespräche führen, bei denen ich die ganze Zeit hochkonzentriert und seeeeeeeeeeeeeeeeeeeehhhhhhhhhhhhhrrrrrrrrr vorsichtig aufpassen MUSS? Warum sollte ich freiwillig Gespräche fühen, bei denen ich mich die ganze Zeit wie der Elefant im Porzellanladen fühle und es auch noch bin, wenn ich mal einfach kurz nicht aufpasse?!?
Mache ich, wenn es beruflich halt sein muss. Aber privat? Freiwillig?
Danke, aber nein Danke.
Da suche ich einfach Gesprächspartner, mit denen ich reden kann, "wie mir der Schnabel gewachsen ist". Die mich einfach auch unterbrechen, wenn sie nicht warten wollen, für die es weder schlimm ist, unterbrochen zu werden, noch jemanden zu unterbrechen - Viel angenehmer für alle. 

Ich kann dir nur schreiben, warum und wann ich bereit bin, mich an andere anzupassen - natürlich innerhalb dessen, was ich diesbezüglich erbringen kann. Ich passe mich gern an Menschen an, wenn sie mich interessieren und wenn ich sie daher in meinem Leben haben will. Ich bin sehr neugierig. Mich interessiert alles, was anders ist als ich, alles, was ich nicht sofort verstehe. Aber es muss echt sein, denn ein echter Gegensatz ist für mich etwas, was zwischenmenschliche Interaktion lebendig hält, im Sinne dessen, dass ich überrascht werden, etwas über mich und den anderen lernen kann. Es gibt für mich aber den befruchtenden bereichernden Gegensatz und den destruktiven Gegensatz, der sich nur in Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen äußert. Letzteren meine ich natürlich nicht. Dass es aber mit jemandem, der mich meistens gegensätzlich positiv ergänzt und bereichert, öfter kracht, als wenn ich mit meinem Seelenbruder oder meiner Seelenschwester liiert oder befreundet bin, ist mir klar und das nehme ich gerne und billigend in Kauf, weil das, was ich aus dem Kontakt beziehe, es mir wert ist und die Nachteile bei Weitem überwiegt. 

Ich hatte einmal einen Partner, der meinte, er könne sich in einer bestimmten Sache, in der ich nicht flexibel war, an mich anpassen, dass das gar kein Problem sei. Ich sagte ihm sorgenvoll, dass er mich dann am Ende irgendwann dafür hasst, weil er sich so verbiegen musste. Da erwiderte er, dass er genau weiß, in welchen Angelegenheiten er sich anpassen kann und in welchen Dingen eben nicht und dass ich mir diesbezüglich keine Gedanken zu machen brauche. Es war auch in der Tat nie ein Problem. Beendet habe ich die Beziehung später aus anderen Gründen. 

Ich passe mich nicht mit zusammengebissenen Zähnen an, sondern weil ich will, weil ich den anderen interessant finde, weil ich wissen will, wie Menschen "funktionieren", was sie motiviert, warum sie was sagen oder tun, weil ich es spannend finde, wenn es immer wieder aufgrund einer gegebenen Gegensätzlichkeit Gesprächsstoff gibt, wenn mich der andere überraschen kann, wenn da immer wieder neue Gegensätzlichkeit ist, die für Spannung sorgt. Ich habe das auch sehr oft sehr positiv erlebt. 

Mir wird aber nachgesagt, dass ich zumindest in beruflichen Fragen sehr flexibel bin (in persönlichen Angelegenheiten habe ich da schon meine Grenzen). Ich arbeite ja nicht ohne Grund mal hier, mal da. Ich will die Welt sehen, will wissen, wie Menschen da und dort leben, wie das Wetter, das Essen ist und und und. Meine Neugierde ist vermutlich eine meiner stärksten Triebfedern und mag mich auch immer wieder auch in Situationen bringen, die mir zu viel werden können oder in denen es dann doch etwas zu viel des Überraschungseffektes gibt. Ich lehne mich durchaus auch zu weit aus dem Fenster. Aber  wenn alles zu berechenbar und einschätzbar ist, wenn ich zu genau weiß, was kommt, wenn es einen zeitlich vorgegebenen starren Rahmen gibt, werde ich depressiv (allgemeinsprachlich gemeint). Aber ich bin auch sehr heimatverbunden, gewöhne mich schwer ein und um, leide immer in den ersten Monaten an einem neuen Standport. Ich tue mir das Ganze aber immer und immer wieder selbst gewählt an - weil die Neugierde immer überwiegt. Das ist vermutlich auch Teil meiner ganz persönlichen Zerrissenheit. 

Ein weiterer Grund wäre eben das Beispiel mit der Nachbarin und der lauten Musik. Das würde ich dann bewusst für den anderen leisten, solange ich das Bedürfnis des anderen nicht als schikanös empfinde, wenn ich weiß, dass ihn etwas stört, was ich tue. 

Nach Berlin hat es mich noch nie verschlagen. Kommt aber noch. Ich freue mich schon darauf. 

 

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14. Juli um 20:54
In Antwort auf klarissa45

Liebe Community,

ich bin fast 38 Jahre alt und es ist bis heute so, dass mich die meisten Menschen nicht respektieren und auch nicht mögen. Natürlich leide ich darunter.

Ich war schon immer sehr zurückhaltend und weiß auch inzwischen, dass ich wenig Selbstsicherheit ausstrahle. Ich kann mich schlecht durchsetzen und bin leider auch in allem sehr langsam. Vielleicht wirke ich dadurch auch langweilig und uninteressant.
Ich bin meistens freundlich anderen gegenüber, kann mich auch schnell öffnen, wenn ich jemandem vertraue. Eine Freundschaft wurde daraus aber fast nie.

In Beziehungen mit Männern bin ich nur verar...t worden. Nur einer war wirklich in mich verliebt, aber ich konnte ihn nicht achten, weil er sich von seinen Kindern fertig machen ließ. Sein Sohn wünschte mir den Tod und er als Vater war hilflos. So wie ich bin, müsste ich aber einen starken Partner an meiner Seite haben.

Ja, und leider werde ich von anderen auch regelmäßig als naiv bezeichnet. Dabei empfinde ich mich jetzt mit Ende 30 doch eher als misstrauisch nach den ganzen Erfahrungen.

Was meint ihr, warum ich solche Probleme habe?
Lehnen mich die Menschen ab, weil ich unsicher bin oder wegen meiner Naivität eher dümmlich wirke?

Ich hatte mal eine gute Bekannte, die ich als Freundin gesehen habe. Sie nannte mich schon mal "Trutsche" und ich verstand "Trudchen" und dachte mir nichts dabei. Doch vor kurzem habe ich gelesen, dass man eine dumme und unsympathische Frau als Trutsche bezeichnet. (

Vielleicht hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht.

Lieben Gruß,

Klarissa
 

Hallo Klarissa,

hatte früher ähnliche Erfahrungen machen müssen, bin nach einen dominaten Mann auch sehr misstrauisch gegenüber Männern geworden. Dann traf ich einen sensiblen Mann (sind leider eher selten), habe mich bei ihm aber sehr wohl gefühlt, da ich selbst eher sensibel bin. Vielleicht bist du auch einfach sensibel und introvertiert? Es muss nicht jeder extrovertiert sein, zum Glück.

Ich merke, dass ich mit extrovertierten Menschen nicht klar komme, meine Freunde sind alle ruhiger und mitfühlender. Kann es sein, dass deine „Freunde” extrovertiert sind und nichts mit introvertieren anfangen können?
Meine Schwester ist ein gutes Beispiel, sie ist extrovertiert und ich introvertiert, werde von anderen oft nicht wahr genommen und es wird sich eher mit meiner Schwester unterhalten, wenn sie nicht da ist, blühe ich auf. Such dir besser Freunde, die dich wertschätzen, ähnlich ”ticken“ wie du, genauso ist es mit den Männern. Ein dominater Mann unterdrückt dich und du wirst immer mehr an dir zweifeln. Familie kann man sich leider nicht aussuchen, aber gute Freunde helfen dir, über negative Aussagen/Verhalten anderer besser umzugehen.

Lass dir nichts einreden, dass du selbstbewusster werden musst oder andere Dinge, damit du den anderen gefällst. Wenn andere dich ständig kritisieren, dann such dir andere Freunde, die dich so akzetieren und mögen wie du bist finde du hört dich ganz symphatisch an.
 

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